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Absichtsprovokation
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Arzu87
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 258
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2007 - 16:47:10    Titel: Absichtsprovokation

Hey....

Hab da mal eine kurze Frage:

Und zwar betrifft es die Absichtsprovokation...Ich hatte eine Absichtsprovokation abgelehnt und wollte prüfen, ob dem Angeklagten ein eingeschränktes Notwehrrecht zusteht.
Dazu gab es 2 Meinungen:

1. muss rechtswidrig sein
2. muss sozialadäquat sein

Nun hab ich das Problem, dass es rechtswidrig UND sozialadäquat ist.
Ist sowas überhaupt möglich? Ich dachte, dass es entweder das Eine oder das Andere sein muss... Menno -.- Rolling Eyes
Alberthold
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 195

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 06:48:08    Titel:

Wenn etwas rechtswidrig ist wird dieses Verhalten von der Rechtsordnung nicht gebilligt, was zugleich zur Folge hat, dass es niemals sozialadäquat sein kann.
Arzu87
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 258
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 13:19:47    Titel:

Eine Beleidigung nach § 185 ist doch rechtswidrig UND sozialethisch zu beanstanden?
Kapier das nicht... Rolling Eyes
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 13:51:22    Titel:

Ja natürlich. Sozialethisch zu beantstanden = sozialinadäquat = nicht sozialadäquat! Du hast oben aber von rechtswidrig und sozialadäquat geredet, und das geht nicht.
Arzu87
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 258
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 17:46:56    Titel:

Also ist es möglich, dass es rechtswidrig und sozialethisch nicht zu beanstanden ist?
Dann hatte ich das eingeschränkte Notwehrrecht bejaht...
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 18:46:25    Titel:

Arzu87 hat folgendes geschrieben:
Also ist es möglich, dass es rechtswidrig und sozialethisch nicht zu beanstanden ist?


Nein, ist es eben gerade nicht.

Etwas rechtswidriges ist denknotwendig immer auch sozialethisch zu beanstanden (sc. sozialinadäquat, nicht sozialadäquat).
Arzu87
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 258
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 18:58:28    Titel:

was denn nun? der eine sagt sowas und der andere das gegenteil??? xD
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 19:41:58    Titel:

Nichts für ungut, aber für einen (werdenden) Juristen bist du verdammt begriffsstutzig... Very Happy

Albertholds, Shafirions und meine Antwort decken sich inhaltlich zu 100%. Bitte genau lesen.
Arzu87
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Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 258
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2007 - 15:44:09    Titel:

hihihihihi Laughing Laughing Laughing

Wäre doch langweilig, wenn jeder Jurist gleich wäre, oder ? Very Happy

Ich meinte am Anfang, ob es rechtswidrig nicht zu akzeptieren wäre UND sozialethisch inakzeptabel ist. Wofür macht man den Streit dann überhaupt?
D.h. ich wusste in der HA nicht welcher Ansicht ich folgen soll. Beide laufen zum selben Ergebnis hinaus -.- Jetzt hab ich Angst, dass ich da etwas falsch gemacht habe und möchte das verdammt nochmal wissen Evil or Very Mad

Grüße
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2007 - 15:51:19    Titel:

Das ist bei diesem Streitstand meistens der Fall. Wenn die Provokationshandlung rechtswidrig war, ist sie zugleich sozialinadäquat. In diesem Falle braucht der Streit auch nicht entschieden zu werden! Der Streit ist nur dann entscheidungserheblich, wenn du "nur" ein sozialethisch zu beanstandenes Verhalten hast, das nicht rechtswidrig ist (z.B. absichtlich provokantes Angucken; Fenster öffnen in der Bahn, nur um andere Fahrgäste zu stören; Bewerfen mit Papierkugeln etc.).

Sag mir, welches Vorverhalten du in deinem Fall hast, und ich sage dir, ob du den Streit entscheiden musst. Wird hier das einfachste sein... Very Happy
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