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HA Strafrecht (AT II) - Uni Bielefeld
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Marif
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Anmeldungsdatum: 05.09.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2007 - 17:42:02    Titel: HA Strafrecht (AT II) - Uni Bielefeld

Hi zusammen,

schreibt jemand die obengenannte HA?
Und wäre für Denkanstösse und Anregungen seehr dankbar.
Bin nämlich etwas am verzweifeln Confused

Arrow Hier der SV:
Frau F sucht wegen starker Rückenschmerzen eine nahe Klinik auf. Dort wird sie von dem Arzt O behandelt. O stellt bald fest, dass die Schmerzen ihre Ursache in einem Bandscheibenvorfall im Bereich des vierten Rückenwirbels haben. Er teilt F das Untersuchungsergebnis ausführlich mit und klärt sie ordnungsgemäß über einen möglichen chirurgischen Eingriff auf. Dabei erklärt er auch zutreffend, dass eine große Wahrscheinlichkeit besteht, dass trotz erfolgreicher Operation die Schmerzen bleiben könnten. F bittet O trotzdem, den vorgeschlagenen Eingriff vorzunehmen. Sie vereinbaren einen Termin für den nächsten Tag.

Am folgenden Tag wird die Operation von O durchgeführt. Hierbei unterläuft dem – wegen einer nächtlichen Streiterei mit seiner Ehefrau – müden O allerdings ein Versehen: Er behandelt den fünften – gesunden – Wirbel der F, weil er fälschlicherweise davon ausgeht, dieser Wirbel sei der mit dem Bandscheibenvorfall. Zunächst bemerkt niemand das Versehen des O. Drei Tage später sucht F wiederum den O auf und teilt ihm mit, ihre Schmerzen hätten nicht nachgelassen. Bei der anschließenden Untersuchung bemerkt O sofort sein Versehen.

Er entschuldigt sich unter einem Vorwand für einen Moment, sucht das Büro des erfahrenen Kollegen K auf und schildert die Situation. K schätzt den O als gewissenhaften Arzt und möchte verhindern, dass O in (noch größere) Schwierigkeiten gerät. Er will auch die Karriere des O nicht gefährdet sehen. K rät dem O daher nach kurzer Überlegung, dieser solle F mitteilen, die Behandlung am vierten Wirbel sei zwar erfolgreich verlaufen, doch habe sich nunmehr herausgestellt, dass auch der fünfte Wirbel operationsbedürftig sei. Dann solle er die F um Zustimmung zu einer Behandlung auch dieses Wirbels bitten. Bei dieser Gelegenheit könne O dann den Eingriff an dem tatsächlich erkrankten Wirbel vornehmen. O hat zwar ein schlechtes Gewissen, stimmt dem Vorschlag aber aus Sorge um seine berufliche Zukunft zu. Sowohl K als auch O gehen davon aus, dass F in Kenntnis der tatsächlichen Umstände einer operativen Behandlung des kranken Wirbels zustimmen würde. Beide glauben allerdings, dass F nicht bereit wäre, diesen Eingriff erneut von O durchführen zu lassen.

O kehrt in das Behandlungszimmer zurück und erklärt der F die Lage gemäß dem vorgefassten Plan. F stimmt der neuen Operation zu, woraufhin O den Eingriff nun am vierten Wirbel vornimmt. Die Behandlung verläuft einwandfrei, F ist anschließend schmerzfrei. Tatsächlich hätte F entgegen der Annahme von K und O auch in Kenntnis der wahren Umstände überhaupt nichts dagegen gehabt, nochmals von O operiert zu werden. Nach der Behandlung treffen sich O und K auf dem Flur; O nickt K mit einem vielsagenden Lächeln zu und sagt: „Alles in Ordnung.“

K indes ärgert sich später darüber, O geholfen zu haben. Er hat nämlich in der Zwischenzeit erfahren, dass O bei den Kollegen und insbesondere den Krankenschwestern viel beliebter ist als er selbst. Der extrem eifersüchtige K beschließt deshalb, O einen Denkzettel zu verpassen. Er schaltet in einer Lokalzeitung eine Anzeige mit dem Wortlaut „Neueröffnung – Onkel Docs Partner-Treff für Erwachsene, der erste Swinger-Club am Ort“. Bei der angegebenen Telefonnummer handelt es sich um den Büroanschluss des O. Die „neue Geschäftsidee“ spricht sich schnell herum, alsbald erhält O – auch während der Arbeitszeit – zahlreiche „unmoralische Angebote“ und Nachfragen, was der Krankenhausbelegschaft und den Patienten nicht verborgen bleibt und zu einigem „Naserümpfen“ führt.


Strafbarkeit von O und K?

Nicht zu prüfen sind §§ 239 und 258 StGB. Etwaig erforderliche Strafanträge sind gestellt.
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