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Immer weniger Ingenieure in Deutschland?
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MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:21:45    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
@ MAA : darf ich fragen was du studiert bzw. lernst ?


Ja, klar. Ich stehe kurz vor dem Abschluss in Diplom-Informatik (Diplomarbeit vor zwei Wochen abgegeben, bereite mich gerade auf die letzte verbliebene Prüfung vor).

Vorher habe ich aber zwei Semester E-Technik studiert. Das war echt zu heftig für mich, obwohl ich mich nicht gerade als dumm oder faul bezeichnen würde. Selbst Informatik ist da schon wieder eine Größenordnung einfacher.
Quibitcho
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Anmeldungsdatum: 26.05.2007
Beiträge: 198

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:22:42    Titel:

Zitat:
Vielleicht sollte man darauf hinweisen, dass längst nicht jeder BWL-Absolvent das große Geld bzw. die große Karriere macht...


Das gilt aber genauso bei Ingenieuren. Ich denke das Karriere/Aufwand Verhältnis ist bei bwl noch einen tick besser. Als Ingenieur kann man Karriere nämlich fast nur noch mit MBA oder Dr.Ing machen.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:26:08    Titel:

Zitat:
Das gilt aber genauso bei Ingenieuren. Ich denke das Karriere/Aufwand Verhältnis ist bei bwl noch einen tick besser. Als Ingenieur kann man Karriere nämlich fast nur noch mit MBA oder Dr.Ing machen.



wobei ich dennoch denke, dass man als Ing sehr flexibel ist. Man ist im Ausland annerkannt und man kann auch leicht z.b. in den eher wirtschaftlichen Management Bereich, oder auch in andere lukrative Bereiche wo Technik und Wirtschaft gefragt ist, wie Key Account Management usw.

Ein BWLer dagegen kann nicht so einfach Konstrukteur werden oder in einen sonstigen techn. Bereich
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:29:20    Titel:

Zitat:
Ja, klar. Ich stehe kurz vor dem Abschluss in Diplom-Informatik (Diplomarbeit vor zwei Wochen abgegeben, bereite mich gerade auf die letzte verbliebene Prüfung vor).

Vorher habe ich aber zwei Semester E-Technik studiert. Das war echt zu heftig für mich, obwohl ich mich nicht gerade als dumm oder faul bezeichnen würde. Selbst Informatik ist da schon wieder eine Größenordnung einfacher


ok, d.h. für dich hatte das Ingenieur und Informatik Studium einen Anreiz.

Ansonsten hättest du es doch nicht gemacht und wärst Facharbeiter geworden ?

daraus schließe ich, dass du innerlich doch sagst, dass du mit deinem Studium besser fährst
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:40:32    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
ok, d.h. für dich hatte das Ingenieur und Informatik Studium einen Anreiz.

Ansonsten hättest du es doch nicht gemacht und wärst Facharbeiter geworden?

daraus schließe ich, dass du innerlich doch sagst, dass du mit deinem Studium besser fährst


Kann man so nicht sagen. In meiner Familie war eine Berufsausbildung eigentlich nie ein Thema. An meinem Gymnasium eigentlich auch nicht. Eine Berufsausbildung haben dort im Wesentlichen diejenigen ergriffen, die sich schon während der Schule eher schwer taten.

Ist ja auch klar. Als meine Eltern in den Beruf eintraten, war der Gehaltsabstand zwischen Akademikern und Nichtakademikern noch erheblich höher als heute. Duale Ausbildungen und dergleichen gab es damals auch noch nicht. Die Aufstiegschancen für Nichtakademiker waren noch erheblich schlechter als heute.

Hätte ich damals genauer recherchiert, hätte ich schon erkennen müssen, dass sich die Gehälter von Akademikern und Nichtakademikern immer weiter aufeinander zubewegen. Aber das war mir zum damaligen Zeitpunkt eben nicht klar.
Quibitcho
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Anmeldungsdatum: 26.05.2007
Beiträge: 198

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:43:46    Titel:

Zitat:
wobei ich dennoch denke, dass man als Ing sehr flexibel ist. Man ist im Ausland annerkannt und man kann auch leicht z.b. in den eher wirtschaftlichen Management Bereich, oder auch in andere lukrative Bereiche wo Technik und Wirtschaft gefragt ist, wie Key Account Management usw.

Ein BWLer dagegen kann nicht so einfach Konstrukteur werden oder in einen sonstigen techn. Bereich


Mir ging es nur um die Chancen Karierre zu machen und den Aufwand, den man investieren muss. [/quote]
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 15:47:12    Titel:

Zitat:
Ist ja auch klar. Als meine Eltern in den Beruf eintraten, war der Gehaltsabstand zwischen Akademikern und Nichtakademikern noch erheblich höher als heute. Duale Ausbildungen und dergleichen gab es damals auch noch nicht. Die Aufstiegschancen für Nichtakademiker waren noch erheblich schlechter als heute


duale Studiengänge gibt es z.b.in BaWü seit den 80ern.

Und haben sich die Akademikergehälter, also für Ings und Informatiker, sich so verschlechtert ? klar, zum 2000er Boom konnte man noch sehr viel mehr verdienen.

Aber vergleiche mal, was ein Fachinformatiker verdient und was ein Dipl.-Inf bekommt.

Die Aufstiegschancen sind als Dipl.-Inf auch erheblich besser

Und schaue Dir nochmal die IG Metall Tabelle an.

Da ist für Facharbeiter bei etwa 2700 Brutto, vereinzelt bei knapp 3000 Brutto inkl. Zulagen Ende der Fahnenstange und zwar nach x Jahren Berufserfahrung. Wobei das wiederum nur beschäftigte in einem IG Metall Unternehmen bekommen, viele andere verdienen nach 20 Jahre Maloche und 40 H Woche gerade mal 2000 Brutto.

Da hat man als Inf oder Ing schon als Einsteiger + einen körperlich weniger anstrengender Job.

Und auf Dauer kann man als Ing oder Inf selbst auf Sachbearbeiter ebene mit deutlich mehr rechnen, dazu kommt, dass man als Akademiker überhaupt die Chance hat, z.b. ins Management zu kommen.

Einen Facharbeiter hab ich noch nie als Manager gesehen, mag sein dass es das ganz selten mal gibt


@MAA : was mir auffällt ist, dass du so gut wie keine Fakten oder Quellen nennst. Du stellst nur Behauptungen auf und belegst diese nicht.

Genauso könnte man ja sagen, als BWLer verdient man über 1 Mio im Monat, denn ich kenne eien Schweizer der bei der Deutschen Bank arbeitet und der verdient soviel Smile


Zuletzt bearbeitet von Wirtschaftsinformatiker am 18 Sep 2007 - 16:05:53, insgesamt einmal bearbeitet
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 16:04:42    Titel:

Die Fachhochschulen sind voll mit ehemaligen Facharbeitern, die allesamt ihre Jobs (viele unbefristet) gekündigt haben um 3-4 Jahre bei völligem Verdienstausfall zu studieren. In meinem Semester gibts nur ne handvoll Studenten ohne Ausbildung, die meisten davon Ausländer...

Ich will hier keine Klischees bedienen oder irgendjemanden angreifen, aber Aussagen wie "Studium lohnt sich nicht mehr" und "wenn ich mich heute nochmal entscheiden müsste, würde ich ne Ausbildung machen" kommen meiner Meinung nach vor allem von Leuten, die keine Ahnung haben, wie die Arbeit eines Facharbeiters so aussieht. Und die vor allem keine Ahnung haben, wie beschissen, schwer, dreckig und unbefriedigend diese Arbeit doch oft ist...

Wer tatsächlich meint sich als Facharbeiter ne goldene Nase verdienen zu können, dem sei gesagt, dass ein Facharbeiter üblicherweise in Lohngruppe 7 in Ausnahmefällen 8 endet, während der Ingenieur in Lohngruppe 9 oder 10 einsteigt(!)...
Beziehe mich hierbei auf den TV-V...

Natürlich kann ein Facharbeiter seinen Techniker machen, das bedeutet aber sicher nicht weniger Belastung, als wenn ein Student sein Studium durch Nebenjobs finanziert und somit keine oder nur wenig Schulden anhäuft...
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 16:13:04    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das gilt aber genauso bei Ingenieuren. Ich denke das Karriere/Aufwand Verhältnis ist bei bwl noch einen tick besser. Als Ingenieur kann man Karriere nämlich fast nur noch mit MBA oder Dr.Ing machen.



wobei ich dennoch denke, dass man als Ing sehr flexibel ist. Man ist im Ausland annerkannt und man kann auch leicht z.b. in den eher wirtschaftlichen Management Bereich, oder auch in andere lukrative Bereiche wo Technik und Wirtschaft gefragt ist, wie Key Account Management usw.

Ein BWLer dagegen kann nicht so einfach Konstrukteur werden oder in einen sonstigen techn. Bereich

Den Abschluß zum Ingenieur gibt es so auch nicht mehr. Das heißt doch nun Bachelor. Darum achtet mal im Text darauf.


IM Ausland anerkannt ist das nicht so einfach. Für bestimmte Tätigkeiten reicht ein Bachelor nicht aus. Darum gibt es bestimmte Berufslizenzen. Das ganze steht auch im Internet drin.
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 16:13:28    Titel:

Ich behaupte nun einfach mal, ohne irgendjemandem zu Nahe treten zu wollen, dass diejenigen, die sich über Gehälter und Arbeitsbedingungen von Ingenieuren, aufregen, noch nie in der Haut eines Facharbeiters gesteckt haben...also nachm Abi direkt ins Studium eingestiegen sind.

Es ist nicht immer alles so rosig im Leben wie man meint.

Meine Entscheidung nach meiner Berufsausbildung zu studieren beruht nicht alleine darauf, dass ich später mehr Geld verdienen möchte. Natürlich ist der wohl bessere Verdienst nicht schlecht und allemal ein Argument, aber ich will eben später mal eine anspruchsvollere Tätigkeit haben als nur von Schaltschrank zu Schaltschrank zu hetzen und irgendwelche kaputten Kabel neu einzuziehen.
Ich möchte auch bessere Chancen haben mich vielleicht in einer Firma etwas hocharbeiten zu können, mal mehr Verantwortung tragen zu dürfen.

Ich will nicht ewig derjenige bleiben, der sich anhören muss wie etwas gemacht wird sondern will selbst auch mal sagen können, wie etwas gemacht wird.

Auch die durchschnittliche Arbeitslosenquote von Ingenieuren, die um einiges niedriger ist als die von Facharbeitern im gleichen Berufszweig gehört zu den Beweggründen.
Und natürlich fehlt es mir auch an mangelndem Interesse nicht.

Ich könnte noch haufenweise Argumente aufzählen, die mich zu der Entscheidung bewogen haben, zu studieren.

Natürlich ist das alles noch kein Garant dafür, dass es später auch mal so wird. Aber durch das Studium bilde ich dazu die Basis.
Es würde wohl niemand hingehen und sagen: "Mach keinen Schulabschluss/Mach keine Lehre, denn auch damit kannst du später arbeitslos werden, etc.".
Aber durch den Schulabschluss/die Lehre erfüllt man zumindest mal die Vorraussetzungen bzw. verbessert die Aussichten für die Zukunft.
Genau so verhält es sich mit dem Studium.

Wer sich derzeit über die Gehälter und Arbeitsbedingungen von Ingenieuren aufregt, der sollte mal 1 Jahr mit einem Facharbeiter tauschen.
Klar, dem einen liegt das besser und dem anderen das andere. Denoch kann man auf jeden Fall einen Vergleich zwischen Verdienst und Bedingungen der beiden Gruppen ziehen.

Klar, es könnte alles besser sein...aber es könnte auch um einiges schlechter sein.


MfG
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