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Immer weniger Ingenieure in Deutschland?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Immer weniger Ingenieure in Deutschland?
 
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KingUltra
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 19:38:20    Titel:

Zitat:
Bevor du das nächste mal irgendwelche Thesen in den Raum wirfst, solltest du dich vorher vielleicht ein bisschen mit der Thematik und den Hintergründen befassen Rolling Eyes


Und du solltest vorher vielleicht mal meinen Thread zuende lesen, bevor du eine Quellenangabe verlangst Laughing Habe ich nämlich unten eingefügt

ON:
Auch ein 45-jähriger Maschinenbauer, der von seinem Unternehmen aus "betrieblichen Gründen" entlassen wurde kann locker noch in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden.
Natürlich hat man als Ingenieur(wahrscheinlich unabhängig von der Fachrichtung) wahrscheinlich sehr gute Chancen auf einen angemessenen Job
und wahrscheinlich werden nur verhältnismäßig wenige Absolventen Probleme bei der Jobsuche bekommen. Ich würde auch Matze1987 zustimmen,dass es weder einen gravierenden Mangel noch einen Ing-Überschuss gibt. Der Bedarf, der mit Hochschulabsolventen nicht gedeckt
werden kann, sollte also mit der Wiedereingliederung der arbeitslosen Ingenieurswissenschaftler in den Arbeits-und Beschäftigungsmarkt locker befriedigt werden können. Deshalb kann man auchnicht von einem Mangel reden.
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 19:45:22    Titel:

Matze1987 hat folgendes geschrieben:
Ein guter Ingenieur wird definitiv eine Stelle finden bzw. sogar wählen können. Demzufolge kann ein guter, junger Ingenieur nicht wirklich von den angeblichen Problemen betroffen sein (IST-Situation).


Angesichts der Tatsache, dass das Renteneintrittsalter erst kürzlicher nach hinten verschoben wurde, reicht aber keinesfalls aus, wenn Absolventen problemlos irgendeinen Arbeitsplatz finden. Man muss ja auch an die Zukunft denken. Dass ältere Arbeitnehmer gerade im technischen Bereich immer früher aufs Abstellgleis geschoben werden, ist angesichts der demographischen Situation ein volkswirtschaftlich inakzeptabler Unsinn.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 19:52:18    Titel:

Macht doch einfach mal ein kleines Experiment...

Geht in euren Garten und buddelt ein quadratisches Loch mit 80-100cm Tiefe und von mir aus 1,5x1,5m. Dann schmeisst ihr 2 Kabel rein, springt hinterher und bastelt in diesem (schon außerordentlich großzügig ausgehobenen) Muffenloch die beiden Kabel zusammen...
Oder ihr geht mal in ein Kraftwerk oder Industrieanlage und fragt ganz freundlich ob ihr mal durch die Kriechschächte krabbeln dürft. Eventuell gibt man euch ja sogar ne schöne dicke Kupferleitung (ich denke da so an 4x95mm²), die ihr gleich durchziehen könnt.

Oder ihr macht euch den Spaß und fräst mal ein paar Schlitze oder bohrt ein paar Löcher inne Wand, so auf der Leiter in 2-3m Höhe mit Schutzbrille, Ohrenschützern und Staubmaske...
Man könnte die Liste ewig so fortsetzen...
Was hier noch fehlt ist der nervöse Bauleiter/Meister oder allgemein Chef, dem alles nicht schnell genug gehen kann und der nicht wartet bis der Behälter in den ihr müsst auf angenehme 38° abgekühlt ist, sondern euch bei lauschigen 60-70° da reinschickt...

Und dann stellt ihr euch vor, ihr macht die ganze Scheisse nicht einen Tag, sondern 45 Jahre und vergleicht das mal mit eurem jetzigen Leben bzw. dem schönen, warmen und gemütlichen Bürosessel in den ihr als Akademiker die nächsten 40 Jahre euren Hintern betten werdet Wink

Und dann unterhalten wir uns nochmal über die Motivation ein Studium zu beginnen oder lieber normaler Arbeiter zu werden...
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 19:53:44    Titel:

Gruwekarl hat folgendes geschrieben:
Er ist eben enttäuscht, da er so langsam realisiert, dass er trotz aller Erwartungen wohl nur sehr unwahrscheinlich direkt nach dem Studium einen Job bekommen wird, bei dem er 100tsd € Gehalt bei einer 30 Stundenwoche verdienen wird Rolling Eyes


Das ist mir schon lange klar. Außerdem geht es mir gar nicht so sehr um mich selbst. Ich bin ja nur ein kleiner Informatiker. Dass aber in Deutschland Elektrotechnik- und Maschinenbauabsolventen mit Nettogehältern von deutlich unter 2000 Euro abgespeist werden, ist angesichts des Geschwafels vom angeblichen Ingenieurmangel einfach nur absurd.
Matze1987
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 212

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 20:03:17    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:
Macht doch einfach mal ein kleines Experiment...

Geht in euren Garten und buddelt ein quadratisches Loch mit 80-100cm Tiefe und von mir aus 1,5x1,5m. Dann schmeisst ihr 2 Kabel rein, springt hinterher und bastelt in diesem (schon außerordentlich großzügig ausgehobenen) Muffenloch die beiden Kabel zusammen...
Oder ihr geht mal in ein Kraftwerk oder Industrieanlage und fragt ganz freundlich ob ihr mal durch die Kriechschächte krabbeln dürft. Eventuell gibt man euch ja sogar ne schöne dicke Kupferleitung (ich denke da so an 4x95mm²), die ihr gleich durchziehen könnt.

Oder ihr macht euch den Spaß und fräst mal ein paar Schlitze oder bohrt ein paar Löcher inne Wand, so auf der Leiter in 2-3m Höhe mit Schutzbrille, Ohrenschützern und Staubmaske...
Man könnte die Liste ewig so fortsetzen...
Was hier noch fehlt ist der nervöse Bauleiter/Meister oder allgemein Chef, dem alles nicht schnell genug gehen kann und der nicht wartet bis der Behälter in den ihr müsst auf angenehme 38° abgekühlt ist, sondern euch bei lauschigen 60-70° da reinschickt...

Und dann stellt ihr euch vor, ihr macht die ganze Scheisse nicht einen Tag, sondern 45 Jahre und vergleicht das mal mit eurem jetzigen Leben bzw. dem schönen, warmen und gemütlichen Bürosessel in den ihr als Akademiker die nächsten 40 Jahre euren Hintern betten werdet Wink

Und dann unterhalten wir uns nochmal über die Motivation ein Studium zu beginnen oder lieber normaler Arbeiter zu werden...


deswegen gibts ja das duale Studium Wink sind zwar nur ein paar Wochen "normale" Arbeit, aber doch ganz anders als ein Leben in Schule und Uni.
Ich rede aus Erfahrung, bin diese Woche mal wieder in der Elektrowerkstatt Sad
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 20:29:09    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:
Macht doch einfach mal ein kleines Experiment...

Geht in euren Garten und buddelt ein quadratisches Loch mit 80-100cm Tiefe und von mir aus 1,5x1,5m. Dann schmeisst ihr 2 Kabel rein, springt hinterher und bastelt in diesem (schon außerordentlich großzügig ausgehobenen) Muffenloch die beiden Kabel zusammen...


Genau so siehts aus!

Bei mir war das ganze sogar noch eine Stufe extremer, da das Loch gute 1500m tiefer war. Ich hab nämlich nach meiner Lehre 1 Jahr lang im Steinkohlenbergbau unter Tage gearbeitet.
Das wird zwar kaum jemand hier auch mal machen müssen, auch nicht als Facharbeiter, aber da hier ja öfters "Einzelschicksale" angesprochen werden und wurden, ist auch dieses hier ein gutes Beispiel.

Das ganze 8 Stunden am Tag bei Temperaturen, bei denen selbst ein T-Shirt zu viel am Körper ist, dazu noch Luftfeuchtigkeit im Bereich der 80%, einen Sauerstoffgehalt von ~17% (man kann vorher so lange geschlafen haben wie man will, 2 Stunden später wird man müde), nur wenig Licht (an einigen Stellen muss die Kopflampe reichen) und dazu noch der Gedanke, dass es durchaus möglich ist (auch wenn wenig wahrscheinlich) dass die 1500m Gestein über einem jede Sekunde herunterbrechen könne und einem den Weg ins Freie versperren könnte.
Dazu noch recht schwere körperliche Arbeit.

Im Gegenteil dazu die Steiger (quasi die Ingenieure im Bergbau) die sich erst morgens, nachdem sie die Leute und Aufgaben eingeteilt haben, sich erst noch 2 Stunden Kaffee reinziehen, dann vielleicht mal nach unter Tage kommen, sich gemütlich in nen Zug oder so setzen und sich durchs Bergwerk fahren lassen um mal hier und da nach dem Rechten zu sehen und evtl. mal nen Schwätzchen zu halten.
2 Stunden später gehts dann wieder hoch an die frische Luft Wink
Mal abgesehen von tollen Sachen, die solch ein Steiger über Tage hat (eigenes Bad mit Badewanne im Gegensatz zu den Arbeitern die in der Gemeinschaftsdusche mit 50 anderen stehen, und und und...)


Ist zwar jetzt wirklich ein Extrem aber es ist Realität Wink
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 20:38:46    Titel:

@Karl

Das habe ich schon von Bergbauarbeitern im Kalibergbau in der DDR gehört. Da waren die Arbeitsbedingungen auch nicht so toll.

Steiger sind üblicherweise Techniker.
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 20:42:46    Titel:

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:

Steiger sind üblicherweise Techniker.


Das mag früher hauptsächlich so gewesen sein.
Heutzutage sieht das aber anders aus...da gibts nen Technikern vor allem auch Ingenieure, in der Regel von der FH.
Bei uns im Saarland, ich nehme an im Ruhrgebiet auch, gabs damals sogar ne eigene FH, die speziell Steiger ausgebildet hat.


MfG
Immortal
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Anmeldungsdatum: 26.03.2007
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 21:17:44    Titel:

Gruwekarl hat folgendes geschrieben:
dönis hat folgendes geschrieben:
Macht doch einfach mal ein kleines Experiment...

Geht in euren Garten und buddelt ein quadratisches Loch mit 80-100cm Tiefe und von mir aus 1,5x1,5m. Dann schmeisst ihr 2 Kabel rein, springt hinterher und bastelt in diesem (schon außerordentlich großzügig ausgehobenen) Muffenloch die beiden Kabel zusammen...


Genau so siehts aus!

Bei mir war das ganze sogar noch eine Stufe extremer, da das Loch gute 1500m tiefer war. Ich hab nämlich nach meiner Lehre 1 Jahr lang im Steinkohlenbergbau unter Tage gearbeitet.
Das wird zwar kaum jemand hier auch mal machen müssen, auch nicht als Facharbeiter, aber da hier ja öfters "Einzelschicksale" angesprochen werden und wurden, ist auch dieses hier ein gutes Beispiel.

Das ganze 8 Stunden am Tag bei Temperaturen, bei denen selbst ein T-Shirt zu viel am Körper ist, dazu noch Luftfeuchtigkeit im Bereich der 80%, einen Sauerstoffgehalt von ~17% (man kann vorher so lange geschlafen haben wie man will, 2 Stunden später wird man müde), nur wenig Licht (an einigen Stellen muss die Kopflampe reichen) und dazu noch der Gedanke, dass es durchaus möglich ist (auch wenn wenig wahrscheinlich) dass die 1500m Gestein über einem jede Sekunde herunterbrechen könne und einem den Weg ins Freie versperren könnte.
Dazu noch recht schwere körperliche Arbeit.

Im Gegenteil dazu die Steiger (quasi die Ingenieure im Bergbau) die sich erst morgens, nachdem sie die Leute und Aufgaben eingeteilt haben, sich erst noch 2 Stunden Kaffee reinziehen, dann vielleicht mal nach unter Tage kommen, sich gemütlich in nen Zug oder so setzen und sich durchs Bergwerk fahren lassen um mal hier und da nach dem Rechten zu sehen und evtl. mal nen Schwätzchen zu halten.
2 Stunden später gehts dann wieder hoch an die frische Luft Wink
Mal abgesehen von tollen Sachen, die solch ein Steiger über Tage hat (eigenes Bad mit Badewanne im Gegensatz zu den Arbeitern die in der Gemeinschaftsdusche mit 50 anderen stehen, und und und...)


Ist zwar jetzt wirklich ein Extrem aber es ist Realität Wink



Ich kann das bestätigen, komme allerdings aus dem ruhrgebiet.
Habe auch 1,5 Jahre nach der Lehre dort verbracht.

Ich mache gerade den techniker, danach könnt ich wohl Steiger werden, aber da dies wohl nicht mehr viel Sinn machen wird ( die Situation im Bergbau kennt wohl jeder ) werd ich nächstes Jahr auch noch zur FH gehen.

Bin übrigends auch Elektriker.
Nächstes Jahr Techniker und hoffentlich in 4+x Jahren Bachelor.

Ich muss allerdings sagen das es bestimmt nicht verkehrt ist als Elektroing . eine Ausbildung gemacht zu haben.
jedenfalls weiss ich warum ich diesen Weg gehe.
Matze1987
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 212

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2007 - 21:56:25    Titel:

Zitat:
Bin übrigends auch Elektriker.
Nächstes Jahr Techniker und hoffentlich in 4+x Jahren Bachelor


Nur mal so - warum erst Techniker und dann Bachelor? Ist das nicht ordentlich Zeit- und Geldverschwendung?
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