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Personalkosten
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Andy-VB
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2007 - 10:40:29    Titel: Personalkosten

So, mal wieder was fachliches. Rege Beteiligung gewünscht.

Es geht um:
a) Aufteilung der Perosnalkosten in fixe und variable Bestandteile
b) Identifizierung von "verlagerbaren" Anteilen

Zu a)
Mein Verständnis ist hier, dass Gehälter von Verwaltungskostenstellen als fiy angesehen werden und Löhne aller Fertigungskostenstellen als variabel. Was spricht dafür und was dagegen in einem moderen Einzelfertigungsunternehmen?

Zu b)
Durch saisonalbedingte Schwankungen soll ein Teil der PK der schwachen Monate den "starken" Monaten zugeordnet werden. Klassische Lösungen wie Zeitarbeit, zeitweise Abteilungsversetzungen, Kurzarbeit, nicht Ersatz von ausscheidenden Mitarbeitern sowie ein Gleitzeitkonto sind bereits berücksichtigt. Das vorrangige Ziel ist eine eindeutige Verlagerung und nicht der Abbau. Welche weiteren Verteilungsansätze gibt es noch? Und was ist bei anderen Einzelfertigern üblich?

Ich freue mich über jeden ernsthaften Diskussionsbeitrag.
Andi
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2007 - 16:47:08    Titel:

Ich melde mich mal zu a). Eigentlich verstehe ich nicht immer, wozu man die Kosten in fixe und variable aufteilen muss, aber egal...

Andy-VB hat folgendes geschrieben:
Zu a)
Mein Verständnis ist hier, dass Gehälter von Verwaltungskostenstellen als fix angesehen werden und Löhne aller Fertigungskostenstellen als variabel. Was spricht dafür und was dagegen in einem moderen Einzelfertigungsunternehmen?
Dafür spricht m.E., dass die Verwaltung sowieso existiert und die Fertigung läuft mal schneller mal langsamer je nach Auftragslage.
Nicht ganz dafür spricht:
1) Wenn das Unternehmen deutlich wächst oder deutlich mehr macht, wird es irgendwann mit der kleinen Verwaltung bzw. mit der alten Anzahl von Arbeitsstunden nicht mehr auskommen. Personalkosten für die Verwaltung steigen. Sie sind wahrscheinlich intervallfix.
2) Auch wenn mal keine Aufträge kommen, können nicht alle Arbeitnehmer der Fertigung einfach so entlassen oder in den Urlaub geschickt werden. Erstens aus rechtlichen Gründen, zweitens brauchen die Maschinen evtl. Wartung. Im Gegensatz zu typischen variablen Kosten sind Fertigungslöhne auch dann mehr oder weniger vorhanden, wenn nichts produziert wird.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7834
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2007 - 16:51:40    Titel:

Ich bin zwar nur Amateur. Aber warum sind Personalkosten (auch in der Fertigung) variabel? Dies würde nur gelten, wenn die Personalstärke der Auslastung angeglichen werden könnte.
Ein Arbeiter mit Monatslohn verursacht doch daher fixe Kosten. Natürlich kann die Mitarbeiterzahl angepasst werden. Dann könnte man von sprungfixen Kosten reden.

Die Einteilung in fix und variabel ist für eine Deckungsbeitragsrechnung z.B. bei unausgelasteten Kapazitäten höchst interessant.
In meinem Praktikumsbetrieb haben wir das damals zur Kalkulation von Aldi-Ware verwendet.

Gruß
Pauker
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2007 - 18:18:07    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Die Einteilung in fix und variabel ist für eine Deckungsbeitragsrechnung z.B. bei unausgelasteten Kapazitäten höchst interessant.
Ja, aber die Grundidee ist dieselbe wie die Regel "Grenzerlös = Grenzkosten im Gewinnmaximum" (Cournot-Bedingung). Dann braucht man diese Einteilung nicht. Übrigens: Vielleicht gibt es keine klare Abgrenzung zwischen intervallfixen (sprungfixen) und variablen Kosten Exclamation. Wenn intervallfixe Kosten nah bei Null anfangen und zu oft "springen", sind sie ja eigentlich (fast) variabel Idea
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3103
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2007 - 05:15:55    Titel: Re: Personalkosten

Andy-VB hat folgendes geschrieben:

Es geht um:
a) Aufteilung der Perosnalkosten in fixe und variable Bestandteile
b) Identifizierung von "verlagerbaren" Anteilen


Um was fuer eine Branche geht es ? Fix kann das Grundgehalt sein und variabel Bonus, Ueberstunden, Provisionen, etc.

Mit 'verlagerbaren' Anteilen kann Outsourcing gemeint sein. Z.B. die festangestellten Programmierer entlassen und stattdessen nur stundenweise/projektweise bezahlen.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7834
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2007 - 08:54:02    Titel:

[quote="I-user]Ja, aber die Grundidee ist dieselbe wie die Regel "Grenzerlös = Grenzkosten im Gewinnmaximum" (Cournot-Bedingung). Dann braucht man diese Einteilung nicht. [/quote]

Im Prinzip sind doch die Grenzkosten die variablen Kosten, nur dass es sich bei Grenzkosten um ein eher theoretisches Konzept aus der Volkswirtschaftslehre handelt.
Variable Kosten sind der vielleicht etwas einfacher zu handhabende Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre.

Gruß
pauker
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2007 - 10:30:36    Titel:

Grenzkosten sind ganz praktisch (nur der Begriff vielleicht nicht). Wenn man mit variablen Kosten und Deckungsbeiträgen arbeitet und variable Kosten nicht konstant sind (ist oft der Fall), bekommt man damit Probleme, nicht aber mit Grenzkosten.
AH-Andreas
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Anmeldungsdatum: 14.06.2007
Beiträge: 159
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2007 - 10:51:38    Titel:

Die Aufteilung in fixe und variable Kosten ist für eine korrekte DB-Rechnung erforderlich.

Personalkosten sind nicht immer eindeutig teilbar. Stell dir aber die klassische white- und blue-collar Aufteilung ( Arbeiter / Angestellte ) vor. Der Verwaltungsapparat bleibt in der Regel gleich, unabhängig von der Auftragslage.
Produktionsarbeiter sind zum Teil auf Stundenlohnbasis beschäftigt. Sinkt das Produktionsaufkommen, werden weniger Arbeiter angefordert, die Arbeiter gehen früher nach Hause, etc. Dies sind produktionsabhängige Schwankungen, die Du als variable Kosten in die Rechnung fließen lassen kannst. Bei vielen Unternehmen sind aber viele Lager- oder Produktionsarbeiter schon fest angestellt und bekommen ein gleichbleibendes Monatsgehalt. Hier ist die Aufteilung nicht möglich.

zu "I-User": Du musst von den gleichen Rahmenbedingungen ausgehen. Es geht eher um Saisonale / kurzfristige konjunkturelle Schwankungen. Auch wenn sich ein Unternehmen mitsamt der Verwaltung stark vergrößert hat, wird es z.B. ein "Sommerloch" oder Ähnliches geben können.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7834
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2007 - 15:09:53    Titel:

I-user hat folgendes geschrieben:
Grenzkosten sind ganz praktisch (nur der Begriff vielleicht nicht). Wenn man mit variablen Kosten und Deckungsbeiträgen arbeitet und variable Kosten nicht konstant sind (ist oft der Fall), bekommt man damit Probleme, nicht aber mit Grenzkosten.


Ist das nicht eher ein theoretisches Problem und geht an der Praxis vorbei?
Ob man das Kind variable oder Grenzkosten nennt ist doch letztlich egal. Man kann auch das Konzept der variablen Kosten so verstehen, dass nur die zusätzlich entstehenden variablen Kosten gemessen werden. Das macht natürlich bei veränderlichen variablen Kosten mehr Sinn, hat doch aber mit Bezeichnungen relativ wenig zu tun sondern alleine mit der Frage wie viel Aufwand bei der Kostenrechnung praktikabel ist.

Gruß
Pauker
Soulreaper
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Anmeldungsdatum: 04.11.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 16:15:32    Titel:

Hi,
ich möchte dieses Thema nochmal hervorholen, weil meine Frage genau zu diesem Thema passt.

Es geht um die Grenzkostenfunktion.

http://www.mikroo.de/an/an/ananau.htm

Bei diesem Link sieht man in Abbildung 6. das die Grenzkostenfunktion ihren Tiefpunkt vor der Funktion der variablen Kosten hat. Die Grenzkostenfunktion steigt bereits, obwohl die variablen Kosten noch abnehmen. (Durchschnittliche Fixkosten sinken auch weiter)

Dies ist mir jedoch nicht logisch.
Die Grenzkosten sind ja diejenigen Kosten die pro 1 mehr produzierte Einheit entstehen.
z.B: fixe Kosten 100.000. variable Kosten 5 --> 100.005 . Bei einem Produkt mehr wären es 100.010 . Die Grenzkosten sind also Betrag 5.

Wenn meine variablen Kosten sinken, sinken doch auch meine Grenzkosten?? Wie können also meine Grenzkosten steigen, obwohl die variablen Kosten weiterhin sinken.

Ich bitte um Hilfe

Mit freundlichen Grüßen

Soulreaper Smile
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