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Beinahe-Unfall - Wie konkret?
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mizziMAUS
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Anmeldungsdatum: 20.02.2007
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2007 - 14:40:09    Titel: Beinahe-Unfall - Wie konkret?

Hallo!

Leider habe ich bislang das Problem, dass die "Autobahnbrücken-Fälle" alle derart ausgerichtet sind, dass die vorbeifarenden Kfz von den Steinen oder Gullideckeln getroffen wurden.
Wie ist es aber nun, wenn ein Stein, den Kopf eines Cabrio-Fahrers "haarscharf" streift, dieser aber nicht weiter verletzt wird, der "Gefährder", aber die Absicht hatte, entweder den Autofahrer zu treffen, so dass er an dem Treffer direkt verstirbt, oder das er von dem Treffer benommen in ein nahegelegenes Cafe rast und dabei den Tod findet?


lg


steffi
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2007 - 16:48:08    Titel:

Faustformelartig lässt sich als Voraussetzung festhalten, dass das Ausbleiben des Unfalls nur vom Zufall abhängt. Das wäre in deinem Fall unproblematisch gegeben.
Die zweite Formulierung scheint eher auf ein Vorsatzproblem hinzudeuten (dolus alternativus).
mizziMAUS
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Anmeldungsdatum: 20.02.2007
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 25 Sep 2007 - 15:30:41    Titel:

Könnte man dann also trotz dessen, das es zu keiner "brenzligen" Situation in Form eines Ausweichens kam, von einem Gefährlichen Eingriff ausgehen und dann aus § 315 b I Nr. 3 und § 211, 22, 23 bestrafen?
Shafirion
Moderator
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2007 - 21:11:03    Titel:

Naja, wenn der Stein den Kopf nur "haarscharf" den Kopf verpasst, dann hing das Ausbleiben des Schadens bei nachträglicher Prognose doch ersichtlich nur vom Zufall ab, es ist aus Sicht eines objektiven Beobachters "gerade noch einmal gutgegangen" (so das Kriterium des BGH).
Die subjektive Komponente weißt eher auf eine Vorsatzfrage hin (dolus alternativus).
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