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Fragen zu Motoren
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Kaine16
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Anmeldungsdatum: 26.06.2007
Beiträge: 7
Wohnort: Cottbus

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2007 - 09:16:15    Titel: Fragen zu Motoren

Hallo ich hab mal noch ein paar Fragen zu Motoren.

Auf dem Leistungsschild findet man ja die zwei Angaben der Spannungen in Stern meist 380V und in Dreieck 220V. Die Netztspannung in Deutschland ist doch aber 400V bzw. 230V. Möchte man hier die konkrete Scheinleistung ausrechnen setzt man doch ein S=Wurzel(3)*400V*Nennstrom in Stern.
Und nicht die Angabe auf dem Leistungsschild.

Kann man bei Drehstrom auch ein Modell des einfachen Stromkreises aufstellen. Nehmen wir an wir wollen einen Motor in Sternschaltung betreiben. Einspeisung U=400V. Spannungsabfall bei Drehstrom beträgt
delte U= (Pzu*Kabellänge)/(kappa*Querschnitt*Netzspannung)
Diese Spannung delta U geht auf der Leitung verloren.
Ist die Spannung am Motor die tatsächlich ankommt dann Uverbraucher=Netzspannung- Spannungsabfall oder ist das verkehrt.

Möchte man dann die elektrische Leistung am Motor ausrechnen ist, wird dies dann zu Pel= Wurzel(3)*Uverbraucher*Nennstrom*cos (phi)
Ich meine die elektrische Leistung muss ja mitzunehmender Entfernung kleiner werden aufgrund des größeren Spannungsabfalls auf der Leitung oder ist meine Annahme verkehrt?

lg
kaine
Roller
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Anmeldungsdatum: 21.08.2007
Beiträge: 206

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2007 - 11:09:58    Titel: Re: Fragen zu Motoren

Kaine16 hat folgendes geschrieben:
Hallo ich hab mal noch ein paar Fragen zu Motoren.

Auf dem Leistungsschild findet man ja die zwei Angaben der Spannungen in Stern meist 380V und in Dreieck 220V. Die Netztspannung in Deutschland ist doch aber 400V bzw. 230V. Möchte man hier die konkrete Scheinleistung ausrechnen setzt man doch ein S=Wurzel(3)*400V*Nennstrom in Stern.
Und nicht die Angabe auf dem Leistungsschild.

Kann man bei Drehstrom auch ein Modell des einfachen Stromkreises aufstellen. Nehmen wir an wir wollen einen Motor in Sternschaltung betreiben. Einspeisung U=400V. Spannungsabfall bei Drehstrom beträgt
delte U= (Pzu*Kabellänge)/(kappa*Querschnitt*Netzspannung)
Diese Spannung delta U geht auf der Leitung verloren.
Ist die Spannung am Motor die tatsächlich ankommt dann Uverbraucher=Netzspannung- Spannungsabfall oder ist das verkehrt.

Möchte man dann die elektrische Leistung am Motor ausrechnen ist, wird dies dann zu Pel= Wurzel(3)*Uverbraucher*Nennstrom*cos (phi)
Ich meine die elektrische Leistung muss ja mitzunehmender Entfernung kleiner werden aufgrund des größeren Spannungsabfalls auf der Leitung oder ist meine Annahme verkehrt?

lg
kaine

Die EVU`s haben in Absprache mit der Elektroindustrie, die Versorgungsspannung von 380 V auf 400 V erhoeht und verursachen dadurch eine Erhoehung der Leistung und eine vorzeitige Zerstoerung aller Gluehbirnen.
Auch die alten Motore haben auf einmal eine groessere Leistung als vorher, was den Umsatz nochmal steigern koennte.

Die Leitungsverluste verringern Deine Versorgungsspannung.
Je hoeher der Strom und je laenger die Zuleitung, desto hoeher der Spannungsabfall an der Leitung.
Gruss
Roller
DanielDuesentriebHD
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Anmeldungsdatum: 20.07.2007
Beiträge: 316
Wohnort: Bei Heidelberg

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2007 - 11:15:16    Titel: Re: Fragen zu Motoren

Kaine16 hat folgendes geschrieben:
Hallo ich hab mal noch ein paar Fragen zu Motoren.
delte U= (Pzu*Kabellänge)/(kappa*Querschnitt*Netzspannung)
lg
kaine



Wenn du's so genau nimmst, was ist dann Pzu?
Kaine16
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Anmeldungsdatum: 26.06.2007
Beiträge: 7
Wohnort: Cottbus

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2007 - 12:15:08    Titel:

Pzu ist die zugeführte Leistung, man kann auch elektrische Leistung sagen oder die Leistungsaufnahme, die ich benötige um den Motor zu betreiben

ist meine Überlegung mit dem Spannungsverlust ok oder nicht?
isi1
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 7361
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2007 - 12:21:29    Titel:

Ergänzend zu Rollers richtigen Ausführungen:

Man hat sich in Europa auf 230V geeinigt, weil England 240V hatte - und 5% Abweichung tragbar schienen.

Motoren sind ohnehin meist auf +-10% ausgelegt, da macht es also nicht viel aus. Bei Glühlampen nimmt die Lebensdauer etwa mit der 15. Potenz der Spannung ab, d.h. bei 230V lebt sie nur 500Std.(!) gegenüber den 1000 Std. bei 220V. Entgegengesetzt hierzu brennen Drehstrommotoren bei zu wenig Spannung durch.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2007 - 18:37:00    Titel:

In der Theorie sicherlich richtig. In der Praxis wird man jedoch kaum eine Glühbirne finden, an der 230V anliegen, da allein schon ein Spannungsfall von 6,9V ab der Hauszähleinrichtung zulässig ist...

Außerdem sind die Glühbirnen des 21. Jahrhunderts auf eine Nennspannung von 230V ausgelegt, steht sogar drauf.

Hab vor einigen Wochen eine recht alte Birne von Osram im Treppenhaus ersetzt, auf der stand sogar "60W 235V".

Aber man sollte ohnehin keine normalen Glühbirnen mehr kaufen, sondern Energiesparlampen Wink
HTLer
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Anmeldungsdatum: 27.06.2005
Beiträge: 60
Wohnort: Innsbruck

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2007 - 13:35:43    Titel:

Die Diskussion ob eine Glühbirne bei 235V schnller "stirbt" als bei 234V oder was weiß ich wieviel ist ja eigentlich komplett für die Katz!

Habt ihr euch mal die Verteilung der Netzspannung über 24h angeschaut?

Alleine in der Früh (ca. 6Uhr) sinkt die Netzspannung um mehrere Volt einfach dadurch das die benötigte Leistung einen Spannungsabfall verursacht bzw. in den Nachtstunden so viele Generatoren laufen und derart wenig Blindleistung benötigt wird das eine Spannungserhöhung auftritt.....

Ist gerade heute wieder in der Firma zum Thema geworden da es mittlerweile so ist dass das EVU uns vorschreibt wenn wir Netzparallel laufen, dass wir in Nachtstunden extra Blindleistung beziehen sollen (obwohl wir die uns ja auch selbst erzeugen könnten) um die Netzspannung zu halten!

Also ist die Frage ob 5V mehr oder weniger seeeehr theroetisch..

Das einzige fixe sind die max. Abweichungen die uns das EVU garantiert (wichtig vorallem bei Elektronik-steuerungen die mitunter auf 10V unterschied ziemlich "böse" reagieren)
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