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Metrum bestimmen: Storm Gedicht
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julides
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2007 - 08:21:12    Titel: Metrum bestimmen: Storm Gedicht

Hallo, habe ein Gedicht von Storm, dessen Metrum ich bestimmen möchte:
( und dazu gibt es leider überhaupt keine Literatur!!)

Wie líegt im Móndenlíchte (3hebig, Jambus)
Begráben nún die Wélt;
Wie sélig ist dér Fríede (bin mir hier sehr unsicher: Hebungsprall?, Hebung auf Artikel?)
der síe umfángen hält!

Die Wínde múessen schwéigen,
So sánft ist diéser Schéin;
Sie säúseln núr und wében
Und schláfen éndlich éin.

Und wás in Tágesglúten
Zur Blúete nún erwácht,
Es óeffnet séine Kélche
Und dúftet ín die Nácht!

Wie bín ich sólchen Fríedens (stimmt das hier?, oder Hebungsprall wie bei Vers 3, Betonung auf ´ich´um das lyrische Ich hervorzuheben?
Seit lánge nícht gewóhnt!
Sei dú in méinem Lében
der líebevólle Mónd

alle Verse beginnen auftaktisch, dass sich die Veränderungen dann in Vers 3 und 13 zeigen, zeigt die Bedeutung der Verse an (Frieden)

Danke
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 02 Okt 2007 - 22:11:52    Titel:

Durch das gesamte Gedicht zieht sich ein dreihebiger Jambus.

Was bitte ist denn ein Hebungsprall?
julides
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2007 - 12:29:21    Titel:

danke,
aber da storm eine volksliedhafte strophenform verwendete müsste ich 3 hebungen sagen (und nicht jambus), da volkslieddstrophen doch füllungsfrei sind, auch wenn das hier nicht realisiert wurde.
noch eine frage: es ergeben sich unterschiede zwischen den hebungen und dem rhytmus, wo genau?
julides
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2007 - 12:33:39    Titel:

ein hebungsprall ist, wenn keine sekungssilbe zwischen den hebungen liegt
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2007 - 21:10:58    Titel: Re: Metrum bestimmen: Storm Gedicht

julides hat folgendes geschrieben:



Wie sélig ist dér Fríede (bin mir hier sehr unsicher: Hebungsprall?, Hebung auf Artikel?)




Hier hast du falsch eingeteilt. Der Rhythmus ist :

Wie sélig íst der Fríede...

Total regelmäßige Jamben, nichts mit "Hebungsprall". (Mir fällt übrigens kein Gedicht ein, das einen solchen enthält - kennst du da was?)
julides
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2007 - 13:25:41    Titel:

ein Beispiel für einen unterlassenen Hebungsprall bei Storm: Am Meeresstrand:
Strophe 4
Noch einmal schauert leise
Und schweiget dann der Wind;
Vernehmlich werden die Stimmen,
Die über der Tiefe sind
Vers 2: anstatt schwéigt dánn wurde um Hebungsprall zu vermeiden ein unbetontes e in dei Flexionsendung eingefügt: schwéiget dann um das Metrum beizubehalten
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2007 - 23:55:06    Titel:

Ist doch völlig klar, dass ein Dichter von Format im Bedarfsfall seinen Vers lieber durch zusätzliche Vokale oder Füllwörter erweitert, als zwei betonte Silben aufeinander folgen zu lassen.

Habt ihr schon mal was gedichtet? Da wisst ihr sicher, was ich meine! Der Takt darf nicht durch solche Erscheinungen erschüttert werden, das ist ein Kennzeichen laienhafter Gedichte, bei denen nur darauf geachtet wird, dass es sich reimt.
julides
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2007 - 19:14:48    Titel:

Habe nocheinmal eine Frage

folgende Verse stehen doch im Perfekt:

Wie bin ich solchen Friedens
Seit lange nicht gewohnt!

([..]bin [...] gewohnt)
würde sich auch das gedicht schlüssig machen
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