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Grammatik-Freaks wanted
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benutzername_belegt
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 16:52:49    Titel: Grammatik-Freaks wanted

Guten Tag,
Ich habe soeben in einem Streitgespräch behauptet, dass die Wort-Kombination "als wie" nicht nur von grammatisch weniger gebildeten Leuten als falscher Komparativ benutzt wird, sondern dass sie unter bestimmten Umständen grammatisch sinnvoll und auch zulässig ist.

Mein Beispiel war folgender Satz:
"Er sieht eher aus wie ein affe als wie ein Mensch".

Nach googlen habe ich auf folgender Seite ein ähnliches Beispiel für diese Verwendung gefunden:
http://www.textlog.de/mauthner-grammatik-flexionen.html hat folgendes geschrieben:

Abgesehen nun davon, dass die Flexionslosigkeit des Chinesischen nach neueren Forschungen eher wie das Ende als wie der Anfang der Entwickelung aussieht, dass unsere Kultursprachen (besonders das Englische) sich der Flexionslosigkeit nähern, ist auch gar nicht abzusehen, wie Kasus- und Tempusformen künstlich gebildet werden konnten, bevor es eine Grammatik gab.

Dieses bestätigt mein Sprachgefühl und ich wüsste nun gerne die grammtische Regel, mit der ich das nachweisen kann.

Könnt Ihr Germanisten dort helfen?
(Erklärung, links etc)
Wäre toll.

Vielen Dank und Grüsse
benutzername_belegt
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 18:13:59    Titel:

Ist's untergegangen, zu uninteressant oder zu schwer?

Ich hab' hier eigentlich geballte Kompetenz erwartet, entäuscht mich bitte nicht.
Smile
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 18:17:52    Titel:

Der Beispielssatz sieht aus als wie verbal-schematische Rechthabereien, wie sie nur im vorigen Jahrhundert und in den zuvorigen Zeiten gebräuchlich waren als verunglückte, schrifltiche Satzbauschemen, die man vergessen und nicht rausgogglen sollte.

"Er sieht eher aus wie ein affe als wie ein Mensch".

Einfacher und richtiger:

Er könnte, wenn man es recht und biologisch gnädig besähe, eher als wie ein Affe als wie ein normaler Humanus visitiert und registriert und expediert sein oder werden; als wie dem so ist!

Das war wohlgemeint satirisch.

*

Hast du nachgeschaut, wann der Sprachfex Mauthner das geschrieben hat - und er taucht in keinem Duden-Stil-Wörterbuch mehr auf.

.. als wie gegeben: Wer seinen Stil rechtfertigen will mit doppelter Vergleichspartikel ("...als wie ein Sprachberserker") findet das weder bei Goethe, noch z. B. im DUDEN-Bd. 9 "Richtiges und gutes Deutsch" (3. Aufl. 1985 und später, S. 42).

Dulce et decorum est..., der Sprache und ihren Meistern und Lehrern zu gehorchen - [als] wie ein Schüler.
benutzername_belegt
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 18:29:53    Titel:

Generaltoni hat folgendes geschrieben:
Der Beispielssatz sieht aus als wie verbal-schematische Rechthabereien, wie sie nur im vorigen Jahrhundert und in den zuvorigen Zeiten gebräuchlich waren als verunglückte, schrifltiche Satzbauschemen, die man vergessen und nicht rausgogglen sollte.

"Er sieht eher aus wie ein affe als wie ein Mensch".

Einfacher und richtiger:

Er könnte, wenn man es recht und biologisch gnädig besähe, eher als wie ein Affe als wie ein normaler Humanus visitiert und registriert und expediert sein oder werden; als wie dem so ist!

Das war wohlgemeint satirisch.

*

Hast du nachgeschaut, wann der Sprachfex Mauthner das geschrieben hat - und er taucht in keinem Duden-Stil-Wörterbuch mehr auf.

.. als wie gegeben: Wer seinen Stil rechtfertigen will mit doppelter Vergleichspartikel ("...als wie ein Sprachberserker") findet das weder bei Goethe, noch z. B. im DUDEN-Bd. 9 "Richtiges und gutes Deutsch" (3. Aufl. 1985 und später, S. 42).

Dulce et decorum est..., der Sprache und ihren Meistern und Lehrern zu gehorchen - [als] wie ein Schüler.


Danke.
Eigentlich wollte ich nur wissen, ob es grammatisch richtig ist -auch heute noch.
Es geht mir nicht um Rechthaberei, ich möchte einfach wissen, ob ich mit meinem Sprachgefühl die gültige Grammatik getroffen habe, zumal ich durchaus die anwendung einer solchen Konstruktion sehe.
Wie würdest Du den Satz mit dem affen denn alternativ formulieren?
(ohne satirische Ergüsse).
Danke.
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 19:05:43    Titel:

Ja, einfacher:

"Er gleicht eher einem Affen als einem Menschen".

Ist doch gemeint...?
benutzername_belegt
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 19:13:20    Titel:

Generaltoni hat folgendes geschrieben:
Ja, einfacher:

"Er gleicht eher einem Affen als einem Menschen".

Ist doch gemeint...?

Ja, so ist es gemeint.

Bleibt meine Frage, ist das:
"Er sieht eher aus wie ein affe als wie ein Mensch".
grammatisch korrekt oder nicht?


Er sieht eher aus wie ein affe (Positiv)
als (Komparativ) wie (Positiv) ein Mensch".
Danke nochmal
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
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BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 19:24:58    Titel:

Als grammatisch fehlerhaft würde ich es nicht anstreichen; aber als dicken Stilfehler.


Aber:
In diesem Morgenstern-Gedicht ist "als wie" ja akzeptabel! - Und wie aussagekräftig!

http://swisspoesia.wordpress.com/2007/04/10/von-den-heimlichen-rosen
benutzername_belegt
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2007 - 19:40:17    Titel:

Generaltoni hat folgendes geschrieben:
Als grammatisch fehlerhaft würde ich es nicht anstreichen; aber als dicken Stilfehler.

Welcher grammatischen Regel würdest Du dabei folgen?

Generaltoni hat folgendes geschrieben:

Aber:
In diesem Morgenstern-Gedicht ist "als wie" ja akzeptabel! - Und wie aussagekräftig!

http://swisspoesia.wordpress.com/2007/04/10/vonden-heimlichen-rosen

Tja, nicht jeder ist ein Morgenstern und ich schonmal gar nicht. Very Happy
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 09 Okt 2007 - 14:07:14    Titel:

Die Grammatik des Deutschen ist zu allgemein und grundlegend, als dass ich sie dir hier alle "Regeln" erklären könnte.

Es gibt die Deklination für Nomen, die Konjugation für Verben; es gibt die Syntax mit ihren Satz-Ordnungen.

Was magst du mehr hören?

Jeder grammatische Anhang zu einem Lehr- oder Sprachbuch - oder die große Duden-Grammatik bieten dir alle Erkenntnisse.
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 09 Okt 2007 - 17:22:11    Titel:

Generaltoni hat folgendes geschrieben:
Die Grammatik des Deutschen ist zu allgemein und grundlegend, als dass ich sie dir hier alle "Regeln" erklären könnte.

Es gibt die Deklination für Nomen, die Konjugation für Verben; es gibt die Syntax mit ihren Satz-Ordnungen.

Was magst du mehr hören?

Jeder grammatische Anhang zu einem Lehr- oder Sprachbuch - oder die große Duden-Grammatik bieten dir alle Erkenntnisse.


Diese Antwort ist albern, wenn Du's nicht weißt, sag's einfach.

Wie auch dem durchschnittlich sprachbegabten Deutschen auffällt, handelt es sich bei meiner Fragestellung weder um ein Problem des Konjugierens noch der Deklination, sondern schlicht um die richtige Nutzung des Positivs, bzw. des Komparativs in dem von mir beschriebenen Zusammenhang.

Oder magst Du mir und dem geneigten Leser mal erläutern, an welcher Stelle ich Dich gebeten habe, mir "alle Regeln" der deutschen Grammatik "allgemein und grundlegend" zu erklären

Wenn Du keine befriedigende Antwort zu meiner Frage hast, lass es einfach und eiere hier nicht rum.

Somit stelle ich die Frage wieder an die Leute hier, die eine begründete Antwort geben können.

Danke.
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