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Verteilung der Vorkostenstellen auf die Hauptkostenstellen
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DJCyrex
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2007 - 11:05:55    Titel: Verteilung der Vorkostenstellen auf die Hauptkostenstellen

Hallo!
Ich komme bei folgender Aufgabe nicht weiter:

Verteilen Sie die Vorkostenstellen (Kantine, Reparaturdienst) nach dem mathematischen verfahren (Gleichungsverfahren) auf die Hauptkostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb). Gehen Sie dabei von nachstehenden Zusatzinfos aus:

Die Kantine hat im April 15000 Essenseinheiten ausgegeben

Empfangende Kostenstelle Anzahl
Reparatur 250
Material 1250
Fertigung 12500
verwaltung 1000
vertrieb 0

Die Reparaturstelle hat insgesamt 1200 Arbeitsstunden im Auftrag der anderen Kostenstellen durchgeführt.

Empfangende Kostenstelle Arbeitsstd.
Kantine 150
Material 225
Fertigung 675
Verwaltung 150
vertrieb 0

Die Gemeinkosten der Kantine betragen 28.612,50 euro und die der Reparatur 46.925 euro.

Liege ich richtig, dass ich erstmal die Gemeinkosten der Kantine auf die jeweiligen Stellen im Verhältnis 250:1250:12500:1000:0 verteilen muss?
Mnemosynes
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 746
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2007 - 21:15:21    Titel:

Die Kantine gibt nicht nur Leistungen an andere Kostenstellen weiter, sie empfängt auch selbst Leistungen aus der Vorkostenstelle "Reparatur".
Beim einfacheren Stufenleiterverfahren bleibt das unberücksichtigt, beim Gleichungsverfahren wird dies jedoch einbezogen.

Du stellst für jede Vorkostenstelle eine Gleichung auf, die die empfangenen Leistungen mit einrechnet.

Ich hoffe ihr habt gelernt, wie man das macht (müsste sonst hier zuviel schreiben Wink )
DJCyrex
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 21 Okt 2007 - 17:58:34    Titel:

Zum Thema Gleichungen kann ich in meinen Heften leider gar nichts finden. Was für Gleichungen sind das denn?
lithium84
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1103

BeitragVerfasst am: 21 Okt 2007 - 22:33:59    Titel:

Du bildest Gleichungen die letztendlich nach Auflösung deine Verrechnungssätze dastellen.
Diese multipliziert mit den abgegebenden Mengen an andere Vor- und Endkostenstellen ergeben die wertmäßige Abbildung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung.

Zum Aufstellen deines Linearen Gleichungssystems stellst du systematisch Out- und Inputangaben deiner Vorkostenstellen gegenüber.

für Vorkostenstelle 1 (Kantine): 15.000q1 - 150q2 = 28.612,50
für Vorkostenstelle 2 (Reparatur) : -250q1 + 1200q2 = 46.925

damit hast du das LGS, dass du jetzt nach beliebigem Verfahren ausrechnen kannst.
Habs mal in ein Mathe-Tool eingegeben:

q1 = 2,3033 (Kantine)
Was so viel bedeutet, das eine Essenseinheit (also Menü) 2,30€ kostet
q2 = 39,5840 (Reparatur)
Eine Reparaturleistung wird mit ca. 40€ verrechnet

ohne Gewähr!

Grüße, Lithium
DJCyrex
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 20:17:09    Titel:

Danke für deine Hilfe, ist mir mit den Gleichungen schon um einiges verständlicher geworden.

Wie bekomme ich denn jetzt mit diesen Werten die Zuschlagssätze für die Kalkulation raus?
lithium84
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1103

BeitragVerfasst am: 22 Okt 2007 - 21:34:53    Titel:

Das simulatane Gleichungsverfahren ist ja nur ein Teil im BAB. Nämlich der Teil zur Umlage der Sekundären GK.

Werden diese mit den zuvor ermittelten primären GK addiert und durch die Materialeinzelkosten dividiert, bekommt man den MGK-Zuschlagssatz, mit dessen Hilfe nacher in der Kalkulation die MGK berechnet werden.
Genauso, nur mit den Fertigungseinzelkosten wird man den FGK-Zuschlagssatz erhalten.
DJCyrex
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 10:46:23    Titel:

Dann brauch ich im 1. Schritt praktisch z. B. für die Kantine die Gemeinkosten von 28.612,50 euro mit den 2,30 Euro addieren und dann durch die Materialeinzelkosten dividieren?
DJCyrex
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 16:40:31    Titel:

Hab jetzt folgende Zuschläge ausgerechnet:

Kantine: GK 28.612,50 € + 2,30 € = 28.614,80 €

28.614,80 € / MK 760.000 € = 3,77 % MGK-Zuschlagssatz

28.614,80 € / FK 420.000 € = 6,81 % FGK-Zuschlagssatz


Reparatur: GK 46.925,00 € + 39,58 € = 46.964,58 €

46.964,58 € / MK 760.000 € = 6,18 % MGK-Zuschlagssatz

46.964,58 € / FK 420.000 € = 11,18 % FGK-Zuschlagssatz
Mnemosynes
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 746
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 20:22:43    Titel:

2,30 Euro kostet ein Kantinenessen.
In der Kostenstelle Material hast du 1250 Mitarbeiter, also 1250 mal 2,30 Euro.
Diesen Betrag addierst du zu deinen Materialgemeinkosten die bereits auf dieser Kostenstelle angefallen sind. Außerdem dann noch die Umlage der Reparturkosten: Hier hast du 225 Arbeitsstunden mal den Kostensatz 39,58 Euro.
Aus diesen Gesamtkosten berechnest du dann den MGK-Zuschlagssatz.
DJCyrex
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Anmeldungsdatum: 11.10.2007
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 21:25:02    Titel:

Dann brauch ich also nicht beide Sachen einzeln ausrechnen, sondern kann beide Ergebnisse addieren und einmal draus den MGK-Zuschlagssatz berechen?
Mnemosynes
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 746
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 23:07:39    Titel:

Bin mir jetzt nicht ganz sicher, was du mit "beide Sachen einzeln ausrechnen" meinst.
Ausrechnen musst du schon etwas nämlich:
die Anzahl der Mitarbeiter in der Hauptkostenstelle x den Kostensatz der Kantine
und
die Anzahl der Arbeitsstunden für Reparaturen in der Hauptkostenstelle x den Kostensatz der Reparaturstelle
Das addierst du dann zu den Gemeinkosten, die direkt in der Kostenstelle Material, Fertigung etc. angefallen sind.
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