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Physik studieren ja oder nein?
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Physik studieren ja oder nein?
 
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Lara18
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Anmeldungsdatum: 08.11.2006
Beiträge: 182

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2007 - 15:24:37    Titel: Physik studieren ja oder nein?

Hallo!

Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken Physik zu studieren. Ich bin zurzeit in der 13. Klasse in Bayern und mache nächstes Jahr mein Abi. Als Leistungskurse habe ich Französisch und Wirtschaft/Recht, muss aber sagen, dass mir beide Fächer nicht besonders Spaß machen. Physik und Mathe interessieren mich viel mehr. Ich habe mich damals nicht getraut die beiden als Leistungskursfächer zu wählen, da ich aus dem sprachlichen Zweig komme. Was ein Fehler war. In beiden Fächern (Physik und Mathe) bin ich im 1er Bereich (13-15 Punkte), allerdings bei Grundkursniveau. Nun meine Fragen zum Physikstudium:

1. Hab ich denn eine Chance ohne LK Wissen am Anfang mitzukommen?
2. Ich weiß, dass Mathe einen sehr großen Anteil im Studium einimmt, aber wie ist es mit anderen Fächern wie Chemie oder Informatik (in Informatik hab ich nämlich absolut kein Vorwissen)
3. Welche Fächer lassen sich zu einem Physik-Studium kombieren? Ich hab gehört, dass es von Uni zu Uni verschieden ist.
4. Wie sinnvoll ist es noch ein Fach dazu zu nehmen?

Danke für eure Hilfe!

Liebe Grüße
brabe
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Anmeldungsdatum: 26.10.2005
Beiträge: 2807
Wohnort: Lehrerzimmer

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2007 - 15:41:13    Titel:

Ich habe selbst Mathe studiert mit Nebenfach Physik. Im Vordiplom waren es ca 2/3 zu 1/3 und später dann 3/4 zu 1/4 in der Verteilung.

Bei Physik muss man neben Mathe eh ein weiteres Fach nehmen (zumindest in Mainz), also Chemie oder ...

Ich würde mir keinen Kopf darum machen, ob du die Fächer im Grundkurs hattest oder nicht! Viel wichtiger ist, dass du Physik hattest. Alles was im Studium am Anfang gemacht wird, ist eh eine Art Wiederholung im Schnellkurs, aber diesmal reinste Mathematik. Mein 11er Kurs beschwerte sich, dass ich sehr Mathe bezogenen Unterricht machen würde, aber wie soll man denn Bewegungsgleichungen aufstellen, ohne Mathe zu können. Ab der 11ten wird nun mal die Mathematik im Physikunterricht gefördert und verlangt.

Du solltet eventuell auch in betracht ziehen, was du später einmal damit anfangen möchtest. Dies wird dann zeigen, ob du Mathe pder Physik als Hauptfach nehmen wirst. Solltest du in die Forschung gehen, dann ist Physik bestimmt die bessere Wahl.
Jedoch würde ich mir überlegen, ob ich nicht die MAthematik der Mathematiker anhören würde, und nicht die der Physiker. Oder auch beides, sofern es geht. Wird am Anfang eventuell sehr schwer werden, aber bei uns war die MAthematik für Physiker nicht gerade sehr "glaubhaft". Es wird halt vieles nur angeschnitten und oftmals zu grob behandelt, was ich in der theoretischen Physik immer wieder merkte. Dort waren die Physiker in der QM vor allen von großem Nachteil, wenn sie die Funktionentheorie nicht so genau behandelt hatten.
Anderseits werden nun viele sagen, dass die Physik einen anderen Betrachtungsmaßstab zu tage legt, wie es die Mathematik macht.

Als Kombination zu Physik wird oftmals neben MAthe wie du schon angedeutet hast Informatik oder Chemie gewählt. Wobei ich davon ausgehe, dass Chemie die bessere Wahl ist, da man sich die nötige Informatik auch selbst aneignen kann.

Soviel von mir
quaeler
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Anmeldungsdatum: 18.09.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 10:15:19    Titel:

Also ich studiere Physik in Saarbrücken.
Auch wenn dieser Standort oft belächelt wird sind die Studenten hier sehr zu frieden.
Wir haben kein parktisch kein Nebenfach. Chemie ist im Bachelor garnicht mehr drin, was ich für sinnvoll erachte, da Chemie relativ selten gebraucht wird. Wichtig is dagegen Mathe, Mathe und nochmals Mathe. Wir Diplomener (also die Auslaufmodelle) mussten Analysis 1-3, Lineare Algebra 1, sowie Theorie und Numerik gewöhnlicher DGLn hören (alles Mathematiker Veranstaltungen).
Und dann wird einem noch die Funktionentheorie, Funktionalanlysis und jenach Bereich in den man geht noch weitere nahegelegt, ist aber keine Pflicht.
Im Endeffkt haben wir am Anfng Mathe Studiert und noch das Physikzeug zusätzlich gemacht.

Nun zu Dir, in beidem keine LKs bedeutet dass du es schwerer als deine Mitstudenten haben wirst, aber es ist zu schaffen. Ein Versuch ist es wert.

Zur Informatik: du musst mit nem Rechner umgehen können, ein wenig mit Linux arbeiten kommt vor, und Programmieren musst du auch können (C oder C++), aber das bringt man sich am besten selbst bei. Jedenfalls ist das was die Informatiker so an Programmierung machen nicht das was die Physiker (und auch die Mathematiker) brauchen.

Zum Thema Mathematik für Physiker:
Klar wird die Mathematik der Mathematiker ausführlicher usw. sein.
Jeder Physiker (vor allem jeder theoretische) wird sagen das es Ideal wäre alle Physiker zuerst mal 6 semester Mathe studieren zu lassen und dann beginnt man mit Physik. Allerdings würde das Studium dann 7 Jahre oder so dauern. Also schneidet man Themen nur an und machts nicht so ausführlich. Insofern nervt mich das Geschwätz von Mathematikern von wegen Physiker knaupen nur. Hätten wir so viel Zeit wie Mathematiker würden wirs auch genauer machen.
Weiterhin muss man sagen dass man die Rechntechniken und Rechentricks, die man vor allem in der Theoiretsichen Physik braucht in den Mathematiker-Vorlesungen einfach nicht gesagt kriegt.

mfg Florian
metbaron
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Anmeldungsdatum: 27.10.2005
Beiträge: 1646

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 10:17:58    Titel:

also, ich habe leider in der mittelschule viel zu wenig mathematik und physik gemacht (eigentlich gar nix) und bin trotzdem recht gut durch das studium gekommen, auch wenn der anfang etwas hart war (viel nachzulernen) - aber, wenn das interesse da ist, spricht nichts gegen ein solches studium.
Christian 25
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Anmeldungsdatum: 28.08.2005
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 12:10:01    Titel:

Also ich würde es mal so sagen:
Im Vergleich zur Schule wird im Studium sehr viel mehr verlangt. Da macht es keinen allzugroßen Unterschied mehr ob GK oder LK. Ich würde dir aber dringend empfehlen einen Vorkurs zu besuchen. Bei uns ist der 4 Wochen und es wird die gesamte Mathematik des Gymnasiums auf etwas höherem Niveau wiederholt und man arbeitet schon ein wenig vorraus. Wenn du das gut mitmachst stehst du weitaus besser da als so mancher mit LK aber ohne Vorkurs.
Und um mal herauszufinden wies ist: Das Semester hat gerade seit einer Woche begonnen. Du müßtest jetzt irgendwann Herbstferien haben. Schau einfach mal im Internet, wann welche Vorlesung an der Uni in deiner Nähe läuft, setz dich ins Auto und schaus dir einfach mal an. Das ist besser als jeder Tag der offenen Tür oder sonst was. Da siehste wies ist. Und da du bis zum Abitur in Analysis nichts mehr lernen wirst, kannste dir das ja mal anhören.......

Im 1. Semester mußt zu für gewöhnlich einen Schein machen "Einführung in die Programmierung". Dabei lernt man meist 2 Programmiersprachen so in Anfängen. Das ist aber alles sehr einfach. Dort bestehen auch meist 80-90% die Prüfung. Ich würde dir aber dennoch empfehlen jetzt schonmal ein wenig Programmieren zu lerenen (Sprache egal), weil dann mußt du dich nicht soviel mit dem Fach aufhaltne und hast mehr Zeit für Mathe und dort wirst du dir Zeit brauchen.
Im 4. Semester hört man gewöhnlich ausgewählte Kapitel der modernen Chemie oder sowas. Soll aber auch nicht der Weltuntergang sein.

Klassischer Weise wird das Physikstudium mit keinem Fach kombiniert. Während man bei Mathe immer Mathe+X macht, macht man bei Physik nur Physik (und für mehr ist auch gar keine Zeit). Man kann sicher noch mit Mathe oder so ein Doppeldiplom machen etc. aber ich bin froh wenn ich das so schaffe und das wirst du auch sein.
Du hast allerdings nach dem Vordiplom die Möglichkeit dich zwischen Allgemeiner, Technischer und Bio-Physik zu entscheiden. Und dies bedingt dann auch die Nebenfächer.

MFG
Christian
Nikolas1986
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 645

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 13:57:01    Titel:

So allgemein darfst du das nicht sagen. Vieles von dem was du gesagt hast, gilt nur für deine Uni.
Gegenangebot Uni Freiburg:
verpflichtendes Nebenfach wie Info, Chemie, Meteoligie, MST aber keine verpflichtendes Vorlesungen in Chemie oder Info (ausser man wählt das eben im Nebenfach).
Im Hauptstudium hat man dann wieder ein Nebenfach (meist das gleiche wie im Grundstudium) und noch ein Wahlfach im Bereich der Physik mit dem man sich dann spezialisieren kann.

Für gewöhnlich kann man klassischer Weise recht wenig über die einzelnen Vorlesungen und Prüfungsordnungen sagen, weil die offensichtlich stark von der Uni abhängen.
Christian 25
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Anmeldungsdatum: 28.08.2005
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 14:22:26    Titel:

Ok dann scheint das echt nur für meine Uni zu gelten.
Aber eine Frage hab ich noch:
Wie macht ihr das zeitlich?? Wir sind jetzt schon mehr als ausgelastet..... Ich wüßte nicht wie ich noch ein vollwertiges Nebenfach mitmachen sollte..

MFG
Christian
quaeler
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Anmeldungsdatum: 18.09.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 14:50:00    Titel:

Das würde mich auch mal Interessieren. habt Ihr vielleicht keine Seminare? keine Fortgeschrittenen Parktika. Mal zur INfo wie ein Physikstudium aussehen kann ( so ist es bei uns gewesen):

1. Semester:
Ana1, Linal 1, Exp 1 , Compuertpraktikum, Allgemeine und Anorganische Chemie 1, Theoretische und Rechnerische Ergänzugen zur EX 1

2. Semester:
Ana 2, LA2, Grundpraktikum 1, Ex 2 , Theoretische und Rechnerische Ergänzugen zur EX 2

3. Semster:
Ana 3, Theorie und NUm gew. DGLn, TP 1 (klassische Mechanik), Grund praktikum 2

4. Semester
Chemisches GP, Grundpraktikum 3 , TP 2

und im ahuptsudium dann noch 2 Seminare, TP 3-5, Fortgeschritten Parktikum 1+2, Atomphysik, elementarteilchenphysik, festkörperphysik, physikalisches Wahlpflich, nicht physikalisches Wahlpflicht und noch n bisjen mathe zusätzlich word oft noch empfloheln.


man muss auch sagen dass hier die ausbildung recht "klassich" ist.
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 2481
Wohnort: Essen [NRW]

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2007 - 18:25:57    Titel:

Also ich studiere seit einer woche physik und denke, dass meine "Meinung" für dich interessanter ist. Also ich hatte auch nur physik Gk und mathe Lk, aber ich kann dir ziemlich genau sagen, dass man die miesten schwierigkeiten am anfang mit der mathematik hat. Während man in der Physik ein bisschen Fallbewegung(etwas überspitzt) behandelt geht schon die mtahematik richtig schnell los. Also wir physiker sind auch schneller als die mathematiker. Wenn die leidenschaft da ist dann schafft man das auch, allerdings sollte man sehr viel geduld haben. Das habe ich schon direkt nach der woche gemerkt. man versteht nicht alles auf anhieb und muss alles zuhause nacharbeiten
HoLa
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Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 761

BeitragVerfasst am: 21 Okt 2007 - 17:39:42    Titel:

Nach einem Nebenfach die Uni zu wählen, welches man nur in den ersten drei Semestern hat?!?
Der ganze Übungskram wird imo Überbewertet. Man ist ja Student und nicht mehr im Kindergarten. Man muss das Zeug halt irgendwie lernen und die Prüfungen bestehen. Das klappt auch wenn in der Saalübung sachen erzählt werden, die in der Volresung erst in fünf Wochen drankommen. Ich war nur im ersten Semestern in Tutorium und Vorlesung. Danach hab ich mir die Turorien geschenkt (keine Zulassungsbedingung für die Klausur), Saalübung zum Quatschen und Zeitunglesen genutzt und bin nur in die Mathevorlesungen nach 11:00 gegangen. Lief trotzdem bestens.
Und was die "rankings" angeht: Da werden wohl kaum die Lehre für Nebenfächler oder die reinen Grundstudiumsveranstaltungen (die von Physikern besucht werden) bewertet. Kann gut sein, dass es ein tolles Angebot für Spezialisten gibt, die Einführungsveranstaltungen aber trotzdem unmotiviert runtergeleiert werden.
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