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Goethe, Frage
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phaerearion
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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 08:58:45    Titel: Goethe, Frage

Hallo an alle, ich wollte ein ziemlich wichtige Fragen stellen:
In "Grenzen der Menscheit"(1781) herrscht ein anderer Ton als in "Prometheus"(1774) (beide sind Werke von Goethe). Was hat sich im Leben Goethes wohl für ein Wandel vollzogen in der Zeitspanne, die zwischen der Entstehung der beiden Gedichteliegt?

In beiden Gedichte wird über den Verhältnis mit Gott gesprochen.

Anfangs dachte ich, das die Gedichte in verschieden epochen geschrieben wurden (Sturm un Drang und Aufkläarung, weiss nicht), aber es ist nicht so, wenn ich mihc nicht irre wurden beide in der Epoch des Sturm und Drang geschrieben.
Was ♪nderte sich dan ins Goethes Leben? Ich hab nahc Inforamtionene gesucht, aber keine Antwort gefunden.
Viele dank für die Hilfe.
phaerearion
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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2007 - 15:48:31    Titel:

Wenn es hilft schreibe ich auch beide Werke:

prometheus:
Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst,
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;

Müßt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Gluth
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Aermeres
Unter der Sonn’, als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern

Und Gebetshauch
Eure Majestät,
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Thoren.


Da ich ein Kind war,
Nicht wußte wo aus noch ein,
Kehrt’ ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär’
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz, wie mein’s,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Uebermuth?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverey?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Thränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blüthenträume reiften?

Hier sitz’ ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sey,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!


Grenzen der Menscheheit
Wenn der uralte,
Heilige Vater
Mit gelassener Hand
Aus rollenden Wolken
Segnende Blitze
Über die Erde sät,
Küß ich den letzten
Saum seines Kleides,
Kindliche Schauer
Treu in der Brust.

Denn mit Göttern
Soll sich nicht messen
Irgendein Mensch.
Hebt er sich aufwärts
Und berührt
Mit dem Scheitel die Sterne,
Nirgends haften dann
Die unsichern Sohlen,
Und mit ihm spielen
Wolken und Winde.

Steht er mit festen,
Markigen Knochen
Auf der wohlgegründeten
Dauernden Erde,
Reicht er nicht auf,
Nur mit der Eiche
Oder der Rebe
Sich zu vergleichen.

Was unterscheidet
Götter von Menschen?
Daß viel Wellen
Vor jenen wandeln,
Ein ewiger Strom:
Uns hebt die Welle,
Verschlingt die Welle.
Und wir versinken.

Ein kleiner Ring
Begrenzt unser Leben
Und viele Geschlechter
Reihen sich dauernd
An ihres Daseins
Unendliche Kette
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