Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Zukunft der sozialen Marktwirtschaft [Bereiche/Themen]
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Zukunft der sozialen Marktwirtschaft [Bereiche/Themen]
 
Autor Nachricht
sidi
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 1709

BeitragVerfasst am: 26 Okt 2007 - 23:25:44    Titel:

Hmm die freie Marktwirtschaft wird es bei den führenden Industrienationen schwer haben. Ich denke nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine zu große Einkommensungleichheit akzeptien wird. Für eine langfristige Stabilität der Wirtschaft muss auch eine langfristige Zufriedenheit der Bevölkerung einhergehen.
skiwi
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 11.10.2006
Beiträge: 272
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 10:52:36    Titel:

@Wirtschaftler 87

jetz fällt mir das fünfte Feld ein: Verteilungsgerechtigkeit!
skiwi
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 11.10.2006
Beiträge: 272
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 10:54:55    Titel:

wie auch sidi denke ich nicht, dass z.b. in deutschland je wieder eine wirklich freie marktwirtschaft existieren kann. Das Sozialgefälle wäre einfach viel zu groß, als dass so etwas überhaupt durchsetzbar wäre
_Emma_
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 23.10.2007
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 11:02:41    Titel:

Das erinnert mich an meinen Pflichtkurs Einkommens- und Vermögenspolitik :-/ Schwerer Stoff damals und langweiliger Professor und Anwesenheitspflicht. Nun ja.

Schau doch mal, wo freie marktwirtschaft exisitiert und was von dem system adaptierbar wäre Wink
sidi
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 1709

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2007 - 11:33:09    Titel:

skiwi hat folgendes geschrieben:
wie auch sidi denke ich nicht, dass z.b. in deutschland je wieder eine wirklich freie marktwirtschaft existieren kann. Das Sozialgefälle wäre einfach viel zu groß, als dass so etwas überhaupt durchsetzbar wäre


Ja. Wenn ich mich noch recht erinnere meinte Helmut Schmidt, dass die freie Marktwirtschaft in etwa mit dem "wilden Westen" zu vergleichen sei. Ein ganz guter Vergleich.
Kölner_VWLer
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 22:25:20    Titel:

das glaube ich nicht, denn zu einer freien marktwirtschaft gehört unbedingt die achtung des eigentums. dies war im wilden westen wohl nicht der Fall.

Empirisch lässt sich zeigen:

Je weniger Wohlfahrtsstaat des größeres Wachstum, geringe Arbeitslosigkeit etc..

Natürlich auch mehr Ungleichheit. Aber eher in dem Sinne, dass die Möglichkeiten richtig viel zu verdienen größer sind.

Staatliche Aktivität sollte sich auf die Absicherung des echten existenzminimums und die internalisierung externer Effekte beschränken.
drohdeifl
Inaktiver Account
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 2226

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 23:01:57    Titel:

Kölner_VWLer hat folgendes geschrieben:
das glaube ich nicht, denn zu einer freien marktwirtschaft gehört unbedingt die achtung des eigentums. dies war im wilden westen wohl nicht der Fall.

Empirisch lässt sich zeigen:

Je weniger Wohlfahrtsstaat des größeres Wachstum, geringe Arbeitslosigkeit etc..

Natürlich auch mehr Ungleichheit. Aber eher in dem Sinne, dass die Möglichkeiten richtig viel zu verdienen größer sind.

Staatliche Aktivität sollte sich auf die Absicherung des echten existenzminimums und die internalisierung externer Effekte beschränken.


D.h., du befürwortest eine freie Marktwirtschaft als das geeigneste Modell für Dtld.?
Kölner_VWLer
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 23:53:29    Titel:

ich befürworte eine wesentliche liberalere marktwirtschaft als das im moment der Fall ist.

Eingreifen des Staates nur im Falle von offensichtlichem Marktversagen (was gar nicht so oft vorkommt) und zur Sicherung des Existenzminimuns. Dieses Minimum muss aber wirklich ein Minimum sein, so dass sich jede Arbeit lohnt.


Eine Staatsquote / Abgabenquote von über 50% ist einfach zu hoch. Der Staat ist zu groß. Er sollte / muss sich wieder auf Kernkompetenzen beschränken.

Vieles was da gemacht wird bringt kaum Nutzen belastet aber den Steuerzahler immens, aber das geht jetzt auch über das Thema soziale Marktwirtschaft hinaus.

Ergebnis wären wesentlich höhere Netto Einkommen. Mehr Investitionen und letztlich mehr Wachstum und Wohlstand.

Die individuelle Entscheidung muss vorrang haben, vor Zwangsentscheidungen bei der eine Mehrheit eine Minderheit ihren Willen aufzwingt, wie das bei allen Kollektiventscheidungen des Staates der Fall ist.

Das ist nicht nur in der Wirtschaft so, sondern allgemein. Ich bin auch gegen Tempolimit auf Autobahn, gegen Haschisch Verbot, gegen den gesamten Überwachungsstaat. Die Entscheidungsfreiheit des Individuums für oder gegen eine Sache hat höchste Priorität.

Wichtig: Freiheit und Verantwortung sind 2 Seiten der selben Medaille.

Wer von Freiheit der Menschen redet, kann ihnen nicht gleichzeitig die Verantwortung abnehmen. Genau dies versucht der Sozialismus jedoch.


Und was die Umverteilung angeht muss man sich fragen:

Was ist besser:

A hat 10 Äpfel
B hat 3 Äpfel

oder

A hat 6 Äpfel
B hat 4 Äpfel

wobei der "Staat" dem A 4 Äpfel weggenommen hat und dem B einen gegeben hat. Die 3 Äpfel Differenz sind durch Effizienzverluste (Verzerrung der Marktkräfte) und den Umverteilungsaufwand selber (gesamte staatliche Kosten dafür) zu begründen.

Ich befürworte Situation 1.

Ich finde es sollte alles dafür getan werden, dass der Kuchen GRÖßer wird anstatt einen immer kleiner werdenden Kuchen nach Staates Gnaden zu verteilen.

Und Wachstum benötigt u.a. niedrige Steuern und Lohnnebenkosten.

Letztlich ist auf Dauer auch der B besser gestellt ohne Umverteilung, da das Wachstum ihm ebenfalls mehr Äpfel bescherrt.
Cheater!
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 28.10.2007
Beiträge: 5225
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2007 - 00:20:12    Titel:

@Kölner_VWLer:

Schöner Text und wahre Worte.

Aber: "Letztlich ist auf Dauer auch der B besser gestellt ohne Umverteilung, da das Wachstum ihm ebenfalls mehr Äpfel bescherrt."

Das denke ich nicht. Auf Dauer wird A 20 Äpfel haben und B 5. Im Falle eines Eingreifens des Staats wird A 12 haben und B 8. In einer freien Marktwirtschaft wird die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer. Besonders in einer Zeit in der die Produktion immer mehr automatisiert wird.
Pauker
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7834
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2007 - 10:16:43    Titel:

So schön das Modell mit A und B sein mag. Es mag sogar stimmen. Man darf sich dennoch fragen, wo die 3 anderen Äpfel verblieben sind. Effizienzverluste in einem volkswirtschaftlichen Kreislauf kenne ich nicht. Schlimmstenfalls ist das Geld dafür "drauf gegangen", dass Beamte bezahlt wurden... also nicht verschwunden. Neue Äpfel werden durch Beamte allerdings nicht produziert. So weit könnte ich dir folgen.

Was allerdings wichtiger ist. Das mag THEORETISCH alles richtig sein. Politisch durchsetzbar sind aber nur Modelle, die das allgemeine Gerechtigkeitsempfinden der Mehrheit widerspiegeln. Und dabei ist es hierzuland wohl schon so, dass ein Modell in dem einer 10 und der andere 3 Äpfel hat generell als ungerecht empfunden wird. Da sind die meisten wohl willens auch "Effizienzverluste" hinzunehmen.

Die Realität ist etwas anderes als ein volkswirtschaftliches Modell zur Wohlfahrtsmaximierung.

Gruß
Pauker
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Zukunft der sozialen Marktwirtschaft [Bereiche/Themen]
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6  Weiter
Seite 2 von 6

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum