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interpretation zu paul celan
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itchypoopzkid
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Anmeldungsdatum: 30.10.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 10:51:54    Titel: interpretation zu paul celan

ich check im mom echt nich warum die ganze zeit mein thema gelöscht wird obwohl ich erstens nur eine frage habe und 2."vorarbeit"geleistet habe-__-

also nochmal ich komm bei der analyse von paul celans "mit wechselndem schlüssel" nicht weiter:

Mit wechselndem Schlüssel
schließt du das Haus auf, darin
der Schnee des Verschwiegenen treibt.
Je nach dem Blut, das dir quillt
aus Aug oder Mund oder Ohr,
wechselt dein Schlüssel.

Wechselt dein Schlüssel, wechselt das Wort,
das treiben darf mit den Flocken.
Je nach dem Wind, der dich fortstößt,
ballt um das Wort sich der Schnee.


die erste strophe hab ich so interpretiert dass mit dem "haus" die erinnerund der menschen gemeint ist und mit dem "blut" die taten die die menschen nie vergessen können (zb nazi-zeit) und je schlimmer diese sind desto größer muss der schlüssel sein..
allerdings weiß ich nich was in der 2. strophe mit "wechselt das wort" gemeint ist und nachdem die ganze 2.strophe davon handelt kann ich die null interpretieren
wäre lieb wenn mein thema nicht gleich wieder gelöscht wird! danke für antworten.
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 16:32:25    Titel: Re: interpretation zu paul celan

itchypoopzkid hat folgendes geschrieben:
...also nochmal ich komm bei der analyse von paul celans "mit wechselndem schlüssel" nicht weiter:


Ich finde, du hast noch gar nichts analysiert. Ich kenn das so, dass nach einer kurzen Einleitung (Titel, Autor, Zeit, Thema) erstmal eine Inhaltsangabe kommt, damit man weiß, was überhaupt in dem Gedicht drinsteht. Ein paar Hintergrundinformationen zum Autor wären auch nicht verkehrt.

Dann entdecke ich in dem Gedicht unheimlich viel Bildsprache. Die Bilder müssen erstmal herausgearbeitet und dann einzeln nach ihrer Bedeutung befragt werden.

Und ganz am Ende kommt eine Interpretation.
itchypoopzkid
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Anmeldungsdatum: 30.10.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2007 - 10:02:03    Titel: RE

jaja das is ja klar^^
aber ich kann ja hier nich die ganze interpretation reinstellen sondern wollte quasi nur ganz grob zeigen was ich "interpretiert" habe ich soll nämlich darüber ein referat halten also quasi "nur" über den autor und dann noch ca 5 minuten über das gedicht selbst ohne stilmittel etc -__- anders wäre es mir eig auch lieber^^
aber wie ich sehe kannst du mir anscheinend auch nich helfen?!^^
lg
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2007 - 10:28:40    Titel: Re: RE

itchypoopzkid hat folgendes geschrieben:
aber ich kann ja hier nich die ganze interpretation reinstellen sondern wollte quasi nur ganz grob zeigen was ich "interpretiert" habe ....


Wie schade! Warum kannst du nicht die ganze Interpretation reinstellen?

Ich finde, man kann nicht vernünfig interpretieren, wenn die Vorarbeit nicht gemacht wurde. Mir würde zu dem Gedicht schon etwas einfallen, aber die drei Zeilen Kommentar von dir wären mir zu wenig.
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1722
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 08:27:56    Titel:

Zu dem angefragten Celan-Gedicht

Aus: Von Schwelle zu Schwelle. Für Gisèle. Stuttgart 1955. -
Es ist das Hauptgedicht aus dem Zyklus
„MIT WECHSELNDEM SCHLÜSSEL“.

*


Nur auf dieser Seite wird es direkt mit der NS-Verfolgung in Beziehung gesetzt; aber ohne dass hier biografische Einzelheiten erklärt wären:

http://www.lpb-bw.de/publikationen/ghettos/b10.htm

Meine Meinung - und Interpretation - geht darüber hinaus:

Der Text ist ein allgemeines, existenzielles „Schlüssel-Gedicht“ des Verstehens und der Verständigung über Tod und Bezeichnungen für Tötung und Tod.

Wer auch das nicht genannte lyrische oder biografische Ich ist (das natürlich Celan als poetischer Konstrukteur selbst einschließt), es erlaubt sich in der Anrede, in der Zu-Mutung ein „du“, ein „dir“, ein „dein“ zu formulieren; mit dem Auftrag oder der Zusicherung oder der Verpflichtung der Bemühung um den konkreten Schlüssel des (gemeinsamen) Hauses oder der (bildlich-abstrakten) Erkenntnis um die gemeinsame Möglichkeit der Erinnerung an den Tod, der nur durch das „Blut“... „aus Aug oder Mund oder Ohr“ beschrieben ist.

Dieses Schreckens-Bild kann die Tötung eines geliebten Menschen( z. B. der Eltern Pauls Celans) in Erinnerung halten und zur gemeinsamen Totenehrung aufrufen; aber auch die gemeinsame Aufgabe der Bewältigung von „Sterben“, Nicht-Kommunikation, Mord und Benennung einer gemeinsamen Lebensintention (da ja seine Frau Giselle als "Partnerin" im ganzen Gedichtband gemeint ist): Zeuge zu sein „für“ Mord und Verfolgung und die kaum vorhandene Fähigkeit, Wort zu finden.

Wenn du die celan-typische, chiffrierte Bildlichkeit generell, ohne einzelne Deutung, von „Schnee, Flocken und Wort, um das sich Schnee „ballt“ ableitest, hast du die Unsagbarkeit der lyrischen Mitteilung in all der Kälte und dem Verlust und Empfindungslosigkeit als Kommunikationshindernis erfasst: Es ist der Versuch, das Nicht-mehr-Sagbare zu verbildlichen, wozu jeder Leser selbst Stellung beziehen muss, und sei es im Protest gegen die Umstände, die eine solche historische oder soziale oder religiöse Welt verursachten, wie sie Celan erleben musste und beispielhaft mitzuteilen versucht hat.


Zuletzt bearbeitet von Generaltoni am 24 Nov 2009 - 09:53:07, insgesamt einmal bearbeitet
itchypoopzkid
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Anmeldungsdatum: 30.10.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 14:32:06    Titel:

1000 dank für die antwort also ich finde deine version mit dem tod wirklich besser und auch sinnvoller das gedicht so zu interpretieren da celan ja viel mit dem tod zu tun hatte.
allerdings verstehe ich immer noch nicht wie ich dann den schlüssel interpretieren soll,meiner meinung nach steht der schlüssel dafür etwas verborgenes oder verheimlichtes zu erkennen wie zb einen mord...allerdings bin ich davon iwie nicht 100% überzeugt^^

könnte man das "wort" dann so verstehen als gerede sprich was die leute zb. über den mord erzählen und desto mehr menschen darüber reden (treiben darf mit den flocken) desto mehr schnee (mehr lügen) ballen sich darum..also desto "unwahrer" wird die geschichte

ich finde wirklich dass das geciht sehr schwer zu interpretieren ist...bzw iwie fällt bei mir der groschen nicht dass alles zusammen sinn macht...
aber du warst mir auf jeden schon mal ne große hilfe
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