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Satire (Politiker)
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Kimmi,Becci,Coco
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Anmeldungsdatum: 31.10.2007
Beiträge: 1
Wohnort: Wesel

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 18:12:29    Titel: Satire (Politiker)

Hey, wir drei besuchen die 10. Klasse eines Gymnasiums. Jetzt müssen wir eine eigene Satire schreiben und sind uns unsicher ob es überhaupt eine ist^^.
Deswegen sind wir auf die Idee gekommen unser Werk in ein Deutschforum zu stellen, vielleicht kann uns hier jemand Verbesserungsvorschläge oder so etwas in der Art geben.
Mal sehen ob rauskommt was kritisiert werden soll. Viel Spaß beim lesen.

Die simpelsten Dinge

Eduard … war wie immer gewissenhaft dabei, seinen Parteigenossen zu unterbreiten, wie man die Gesellschaft verbessern müsse.
„Äh…..äh, meine Damen und Herren, es gibt viele wichtige Punkte an denen wir alle arbeiten müssen. Mit alle meine ich uns alle. Sie. Mich. All die Menschen da draußen. Die Armen, sowie die Reichen. Wir müssen etwas tun, damit diese Welt besser werden kann.
Nehmen wir uns zum Beispiel das aktuelle Beispiel Klimaschutz heraus. Warum nicht mal das Auto stehen lassen? Unnötige Transportwege vermeiden? Oder mal versuchen den Stromverbrauch einzuschränken? Glauben Sie mir, in der Realität ist die Wirklichkeit ganz anders.
Es sind die simpelsten Dinge, die jedermann leisten kann. Was ich damit sagen will ist, dass meist die Basis das Fundament jeder Grundlage ist. Nehmen Sie sich meine Worte zu Herzen und versuchen Sie wenigstens sich zu bessern.“
Zustimmendes Nicken begleitete ihn, als er den Raum verließ um zu seinem nächsten, unheimlich wichtigen Termin aufzubrechen.
Dieser fand bei einem Fotografen statt, da er ein neues Wahlplakat in Auftrag geben wollte. Es zeigte ihn auf einem Fahrrad in der Natur mit erhobenem Daumen und einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Natur bestand aus einer Leinwand mit aufgedrucktem Muster und dem für ihn genial entwickelten Wahlspruch: „Ich schone die Umwelt. Machen Sie mit!“
Zusätzlich hatte er Probleme dabei, dieses seltsame Gefährt, das sich Fahrrad nannte zu besteigen.
Anschließend verließ er das Gebäude um zu seiner Limousine zu gehen, die neben einer Bushaltestelle parkte. Er schlängelte sich durch ein paar Fahrradständer hindurch, um letztendlich zu seiner Limousine zu gelangen, die schon mit laufendem Motor auf ihn wartete.
Als sein Chauffeur mit 200 km/h über die Landstraße dahinfuhr schmückte ein seliges Lächeln sein von harter Arbeit geprägtes Gesicht.
Beim Eintritt in den wohlverdienten Feierabend erfüllte ihn die wohlige Wärme der ewig brennenden Kamine während die Helligkeit der Eingangshalle ihn umschmeichelte.
Kurz dachte er an den Vortrag über Energiesparlampen, den er demnächst halten wollte und bemerkte, dass seine Villa ohne eine einzige auskam. Zwar flackerten manchmal die Lichter der nahe gelegenen Stadt, doch bisher hatte das noch niemand mit seinem Anwesen in Verbindung gebracht. Da er erstmal den Kopf freibekommen musste, ging er über sein künstlich angelegtes Gelände (Wie lange es gedauert hatte, bis die ganzen Bäume gefällt waren!). Auf dem Weg zurück in seine Villa kam er an seinem beheizten Außenpool vorbei, in dem das warme, importierte Meerwasser dampfte.
Er schlenderte zurück in sein Fernsehzimmer und ließ sich schwer atmend auf das neuste Modell der französischen Möbelindustrie fallen, welches genau auf die 100-Zoll-Plasma-MB-Light-Leinwand mit eingebautem Spracherkennungs-Bewegungssystem ausgerichtet war.
Es liefen gerade die Nachrichten. Immer wieder griff er in die Schale mit den Süßigkeiten und schon bald war der Boden um seinen Sessel mit den kleinen Plastikverpackungen übersäht. Er schaute aus dem Fenster und betrachtete mit verständnislosem Blick den Hagel, der soeben begonnen hatte gegen die Scheibe zu prasseln. „Das Wetter ist aber auch nicht mehr, wie es einmal war...“ Zur gleichen Zeit ertönte aus den Lautsprechern des Fernsehgerätes seine Stimme: „Es sind die simpelsten Dinge, die jedermann leisten kann!“
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Anmeldungsdatum: 01.05.2004
Beiträge: 620

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2007 - 22:31:55    Titel: Re: Satire (Politiker)

Ich finde eure Satire nett geschrieben. Nur das Ende habe ich nicht verstanden:

Kimmi,Becci,Coco hat folgendes geschrieben:
....mit den kleinen Plastikverpackungen übersäht. Er schaute aus dem Fenster und betrachtete mit verständnislosem Blick den Hagel, der soeben begonnen hatte gegen die Scheibe zu prasseln. „Das Wetter ist aber auch nicht mehr, wie es einmal war...“


„Das Wetter ist aber auch nicht mehr, wie es einmal war...“ ist irgendwie keine Übertreibung und auch keine Ironie. Er müsste eine PR-Aktion gegen das Wetter ernsthaft in Erwägung ziehen oder er könnte in Gedanken schon seine nächsten Kampagnen vorbereiten (Weltfrieden, Kinderarmut, soziale Gerechtigkeit, etc.). Oder beides! Smile


P.S.: Das Verb heißt "säen".
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