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Ausbildung & Studium?
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Merle87
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 10:26:13    Titel: Ausbildung & Studium?

Hallo ihr Lieben,

ich habe neulich von jemandem gehört, der studiert und gleichzeitig eine Ausbildung macht und dabei ganz gut verdient.
Gib es so sowas auch im Bereich Jura? Fänd es ganz praktisch, schon mal ein bisschen Geld zu verdienen, neben dem Studium.

Liebe Grüße die Merle Wink
robelz
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 10:53:36    Titel:

Diese Programme kommen in Mode, in Jura habe ich aber nicht davon gehört. Ich halte es auch nicht für sonderlich kompatibel.

Übeliche Kombinationen sind BWL/WiWi mit Elektroniker/Mechatroniker/Mechaniker oder andersherum Ingenieur mit Kaufmannsausbildung.

Für die Industrie sind derartig geschulte Kräfte interessant, da sie wissen, wie es unterhalb der Führungspositionen in ihrem Betrieb aussieht. Im Umkehrschluss fällt mir aber keine Ausbildung ein, die einen Juristen besonders qualifizieren würde...
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5728
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:01:13    Titel:

Hallo Merle,

im Bereich Jura ist mir ein solcher (berufsbegleitender) Studiengang bisher auch nicht bekannt und robelz hat schon Recht, das ist schwer zu kombinieren.

Ausbilungsintegrierende Studiengänge im Bereich Wirtschaftsrecht gibt es hingegen schon (z.B. FOM), schließen dann aber als LL.B. ab und enden nicht im Volljuristentum.

Alternativ steht Dir ja auch offen an der FernUni-Hagen ein rechtswissenschaftliches (nicht Wirtschaftsrecht!) Studium neben Ausbilung und Beruf zu absolvieren. Aber auch das endet im LL.B.!

Grüße,
Gozo
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:06:46    Titel:

Hallo,

habe (vorher) Steuerfachangestellter gelernt. Konnte so während des Studiums (Jura, Schwerpunktfach Steuern) Geld verdienen.

Wenn man das gleichzeitig macht, leidet das Studium drunter, dann lieber schauen, daß man das Studium möglichast schnell durchzieht!
robelz
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:10:11    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:
Ausbilungsintegrierende Studiengänge im Bereich Wirtschaftsrecht gibt es hingegen schon (z.B. FOM), schließen dann aber als LL.B. ab und enden nicht im Volljuristentum.


Wobei ich gleich hinterher schieben möchte, dass ich vom Studiengang Wirtschaftsjurist schwer abrate. Im Gegensatz zum tollen Namen, der zusätzlich Wissen in Wirtschaftsfragen suggeriert, ist der Titel eher als Minus zu verstehen, also Jura MINUS alles ausser Wirtschaftsjura. Anderswo auch gern als Fachidiot abgestempelt. Jobchancen sind sehr mau und das ist nach meinen juristischen Erfahrungen mit WiJuristen auch durchaus berechtigt!
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5728
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:34:44    Titel:

robelz hat folgendes geschrieben:
Anderswo auch gern als Fachidiot abgestempelt. Jobchancen sind sehr mau und das ist nach meinen juristischen Erfahrungen mit WiJuristen auch durchaus berechtigt!


Hallo,

auch wenn ich persönlich nicht übermäßig viel von dem WJ-Studium halte muss ich allerdings im Bereich Jobchancen (leider) sehr entschieden widersprechen - ob sie gut sind oder schlecht hängt vor allem von dem ab, was man machen möchte. Das ein WJ-Studium nicht für den klassischen juristischen Bereich (Anwalt etc) taugt ist klar. Für bestimmte Schnittstellen ist er allerdings schon etwas wert.

So stellen selbst große Wirtschaftskanzlein immer mehr WJler ein, weil den armen (Voll-)Juristen nicht selten das wirtschaftswissenschaftliche Wissen fehlt - "judex non calculat". Es gibt bereits den ersten Partner ohne volljuristische Ausbildung.

In den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden WJ mittlerweile fast lieber eingestellt als Juristen, da auch hier wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse, gepart mit wirtschaftsjuristischer Expertise der Pluspunkt ist.

In den Rechtsabteilungen der Industrie werden auch immer mehr WJ eingestellt. Denn um Verträge auszuarbeiten etc. braucht es keinen Volljuristen.

Wer auch nur halbwegs mal als Anwalt oder in einer ähnlichen Position arbeiten möchte, der ist im WJ-Studium definitiv falsch. Wer als wirtschaftswissenschaftlich, wirtschaftsrechtliche FACHkraft arbeiten will, für den ist das schon eine Alternative.

Was allerdings richtig ist, dass ist ein grundlegendes "Persönlichkeitesproblem" des Studienganges. Von den Juristen häufig nicht ernst genommen und wirtschaftsfachlich teils deutlich hinter den BWLern stehen die WJler häufig zwischen den Stühlen. Das mag zwar Vorteile haben aber dank der häufig alten Denkmuster und -strukturen ist es häufig eher hinderlich.

So würde auch die qualifizierte Mehrheit der WJler (Uni und FH) die ich kenne, den Studiengang nicht wieder belegen, auch wenn die Jobsituation im Moment sogar ziemlich gut ist.

Was die Zukunft in drei Jahren bringt ist allerdings immer eine andere Frage.

Grüße,
Gozo
robelz
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:37:25    Titel:

Ich wundere mich darüber, da ich bis jetzt andere Dinge hörte, nehme es allerdings gern an und lasse mich belehren. In einem Punkt muss ich aber widersprechen:

Rechtswissenschaftlich ist der Studiengang gerade nicht (wie die meisten FH Studiengänge mangelt es an der 2. Bedingung...
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:37:47    Titel:

hm, da stimme ich tw nur zu. Ich persönlich habe die Erfahrung in der sog. freien Wirtschaft gemacht, daß man da nur als Volljurist ernst genommen und angemessen bezahlt wird. Liegt möglicherweise aber auch daran, daß diese Mischformen noch recht unbekannt sind, im gehobenen Mittelstand.
robelz
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:42:23    Titel:

woodstock. hat folgendes geschrieben:
hm, da stimme ich tw nur zu. Ich persönlich habe die Erfahrung in der sog. freien Wirtschaft gemacht, daß man da nur als Volljurist ernst genommen und angemessen bezahlt wird. Liegt möglicherweise aber auch daran, daß diese Mischformen noch recht unbekannt sind, im gehobenen Mittelstand.

Das wäre natürlich die nächste Frage: Kriegen WiJus aufgrund ihrer Quali derzeit die Jobs, oder einzig deshalb, weil sie deutlich günstiger zu haben sind als Volljuristen?
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2007 - 11:43:58    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:

So stellen selbst große Wirtschaftskanzlein immer mehr WJler ein, weil den armen (Voll-)Juristen nicht selten das wirtschaftswissenschaftliche Wissen fehlt - "judex non calculat". Es gibt bereits den ersten Partner ohne volljuristische Ausbildung.


Es ist standesrechtlich unmöglich, dass ein Wirtschafts-"Jurist" Partner wird. Im übrigen kann ich mir kaum vorstellen, dass sich ein FH-"Jurist" in einer Großkanzlei gut einfügen kann, außer vielleicht zum Kopieren, denn er sitzt unter den Prädikatsjuristen wie ein Hauptschüler der Mittelstufe im Leistungskurs eines Gymnasiums.
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