Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Lieferungsverzug, fallbeispiele
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Lieferungsverzug, fallbeispiele
 
Autor Nachricht
niete710
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2007 - 14:48:43    Titel: Lieferungsverzug, fallbeispiele

Hallo! Ich absolviere gerade eine schulische Ausbildung und habe auch das Fach Bwl. Gerade haben wir das Thema Lieferungsverzug. Ich stelle nun mal 2 Fragen rein und ich bitte euch, meine Antworten auf Richtigkeit zu überprüfen.

1) Aufgrund der bevorstehenden Modemesse wurde zunächst auf die Festlegung eines Liefertermins verzichtet. Als einige Tage später der Preis für Merinowolle auf dem Weltmarkt ansteigt, weigert sich die Strickfabrik, die Sendung zu den ausgehandelten Konditionen auszuliefern. Welche Rechte hat ein Kunde gegenüber der Strickwarenfabrik?

Antwort:

Da kein Termin festgelegt / vereinbart wurde, befindet sich der Lieferant nicht in Lieferungsverzug. (oder doch???) Er befindet sich erst im Lieferungsverzug, wenn der Kunde die Ware von ihm fordert. (Ist das so richtig?) Somit trägt der Lieferant keine Schuld. Der Kunde hat gegenüber der Strickwarenfabrik das Recht auf Rücktritt vom Vertrag, da es sich hier um einen Zweckkauf handelt. Die Merinowolle wird für die Modemesse benötig. Danach benötigt sie die Wolle nicht mehr. Normalerweise könnte er nicht zurücktreten, aber da es sich hier um einen Zweckkauf handelt, geht es. Der Kunde hat das Recht auf den vorher vereinbarten Preis. Der Kunde muss nicht den höheren verlangten Preis bezahlen, da der Vertrag schon vorher abgeschlossen wurde. (ist das so richtig????)
Oder muss der Kunde den höheren Preis zahlen, da es sich hier um höhere Gewalt handelt und der Lieferant dafür nichts kann, das der Preis für die Wolle gestiegen ist? Da der Lieferant sich nicht in Lieferungsverzug befindet, muss er dafür nicht haften.

Ist die Antwort so richtig?? Fehlt da vielleicht noch eine wichtige Sache??

2) Ein Lebensmitteleinzelhändler bestellt bei einem Großhändler 40 Flaschen Rotwein Paul Masson Burgundy Carlifornia für 288 Euro. Der Großhändler soll vereinbarungsgemäß am 12. September liefern, doch die Sendung bleibt aus. Daraufhin tritt der Einzelhändler vom Vertrag zurück und kauft den Wein, der mittlerweile aufgrund des strärker gewordenen Euro billiger geworden ist, bei einem anderen Sprituosengroßhändler für nur 244,80 Euro ein. Am 14. September liefert der ursprüngliche Großhändler die 40 Flaschen Rotwein und besteht auf Begleichung der Rechnung von 288 Euro. Wird er sein Geld bekommen?

Antwort:

Ja, der Lebensmittelhändler muss den Rechnungsbetrag von 288 Euro bezahlen, da er dem Großhändler eine angemessene Nachfrist setzen hätte müssen. (Mahnen???) Er hätte auf eine nachträgliche Lieferung der Ware bestehen müssen. Der Lebensmittelhändler hat sich nicht mit dem Großhändler auseinander gesetzt. Hat den Rücktritt vom Vertrag nicht gegenüber dem Großhändler geäußert, denn ansonsten hätte er ja die Wein nicht mehr am 14. September nachgeliefert. (oder? Ist das so richtig?, Kann ich das so schlussfolgern?) Der Lebensmittelhändler muss nun beide Rechnungen in Höhe von 532,80 Euro bezahlen.

Ist die Antwort so richtig? Fehlt noch was wesentliches? Irgendwie soll die Antwort länger sein.

Ich bedanke mich schon mal für eure Hilfe. Ich habe mich wirklich bemüht.

Vielen lieben Dank
woodstock.
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2007 - 15:10:27    Titel:

sind Klassiker des Schuldrechts und gehören in Jura-Forum
Pauker
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2007 - 17:23:41    Titel:

Ich verschiebe.

Gruß
Pauker
Kaykay88
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.11.2007
Beiträge: 16
Wohnort: Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2007 - 11:24:51    Titel:

zu 1) hat nicht so recht mit Lieferverzug zu tun. Der Lieferant muss zu den ausgemachten Konditionen liefern (sofern ein geregelter Vertrag vorliegt).
Wenn er sich weigert, kommt der Lieferverzug. Und die Firma kann den Lieferanten für den ausgefallenen Schaden zur Not auch auf Schadensersatz verklagen. Davor natürlich noch das ganze Mahnungspozedere.
zu 2) Der unsprüngliche Händler bekommt sein Geld nicht. Da es ein Fixkauf war (auf Datum festgelegt), muss man keine Mahnung schreiben und somit könnte man ihn unteranderem gleich auf Schadensersatz verklagen. Wäre der andere Händler teurer gewesen, hätte der erst Händler noch den Aufpreis für den Schaden (Verzug) übernehmen müssen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Lieferungsverzug, fallbeispiele
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum