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Wahl der Uni für Physikstudium, evtl. Wechsel nach Cambridge
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Wahl der Uni für Physikstudium, evtl. Wechsel nach Cambridge
 

Wo studieren?
LMU bzw. TU München
25%
 25%  [ 7 ]
ETH Zürich
18%
 18%  [ 5 ]
Cambridge University (sofort, mit einem Jahr Wartezeit auf die Bewerbungsfrist)
44%
 44%  [ 12 ]
Wechsel von ETH oder LMU/TU an die Cambridge University
11%
 11%  [ 3 ]
Stimmen insgesamt : 27

Autor Nachricht
maati
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Anmeldungsdatum: 08.10.2007
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2007 - 15:00:30    Titel:

Das ist eine Meinung, das leuchtet mir ein. Gibt es irgendeine Möglichkeit, herauszufinden, wo die Abschlussnoten gut ausfallen?

Die LMU ist mir aufgrund ihres Personals sehr sympathisch, kenne aber nur wenige. Hat jemand Erfahrungen?

Schön ist, dass man an der LMU eine sehr breite Auswahl an Nebenfächern und Pflichtwahlzusatzprogrammen geboten bekommt.

Gehn wir mal zu den "kleineren" Unis: Wenn die Entscheidung zwischen LMU und TU stünde, für welche würdet ihr entscheiden?

Ähnlich wie es bei ETHZ und UZ ist scheint es auch in München zu laufen: Die TU ist wie die ETH mehr "Elite", LMU wie die UZ scheinen mehr Betreuung und Möglichkeiten zu bieten.
ichunddunicht
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Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 1415

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2007 - 17:19:34    Titel:

eine von den beiden münchner unis soll eine ganz miserable atmosphäere haben, so habe ich es hier mal gelesen. ich meine, der studiengang maschinenbau war ein beispiel.
phösiker
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Anmeldungsdatum: 25.11.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 01:25:49    Titel:

Ich studiere ebenfalls Physik und habe mir kurz nach meinem (sehr guten 1er) Abitur die gleichen Fragen gestellt. Letztendlich habe ich mich aufgrund des Betreuungsverhältnisses und der geographischen Nähe für eine kleinere Uni entschieden.

Was du bedenken solltest:
- An der Schule herrscht ein anderes Vergleichsniveau. Du bist besser als die anderen, vielleicht einer der besten - an der Uni, insbesondere im Studiengang Physik nicht mehr (1er Abi ist zumindest bei mir die Regel)
Natürlich gibt es auch mittelmäßige, aber die meisten davon fliegen aufgrund des hohen Niveaus in den ersten 2 Semestern raus, wenn du nicht wirklich ein Genie bist wird dich das Studium bis in die letzte Faser fordern.
- wie bereits meine Vorredner erwähnten, an den Unis in deiner engeren Auswahl verschlimmert sich deine Situation noch drastisch, du wirst wahrscheinlich einen schlechteren Abschluß machen als hier in Deutschland an einer kleinen Uni.
- in Physik zählt Reputation nicht so viel wie beispielsweise in Bwl. Natürlich sind die richtigen Kontakte nützlich, aber die gewinnst du automatisch wenn du dich profilierst, egal wo. Ansonsten halt nicht. Auch in Cambridge wird dich keiner mit offenen Armen empfangen wenn du nur mittelmäßig bist
- was auch noch wichtig ist: du hast noch die Chance das Diplom zu machen (TU münchen bietet es zB bis 2009 glaube ich). Ich halte es definitv für den besseren Abschluß (auch international), aber darüber wirst du dir sicher schon eine Meinung gebildet haben.

Überleg es dir gut, soviel von meiner Seite.
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 06:46:26    Titel:

Zur ETH kann ich nicht viel sagen, das Niveau soll dort relativ hoch sein, zumindest in Informatik und Mathematik.

Sicherlich lohnt es sich als undergrad in Cambridge zu studieren, sofern man angenommen wird. Das gilt für akademische als auch für wirtschaftliche Karriere. Im postgrad Bereich lohnt es sich allerdings noch mehr, wobei oftmals Absolventen von Eliteunis bei der Bewerbung die besseren Karten haben. (Face it - ein mittelmässiger Oxbridge Abschluss eröffnet dir mehr PhD Tore als ein herausragender Durchschnittsuniabschluss.)

Dein Leben wird nicht davon abhängen, solltest du intelligent genug sein, wirst du es auch ohne Oxbridge/Ivy-League Abschluss schaffen. Allerdings ist das intellektuelle Niveau (damit meine ich die Qualität der philosophischen Debatten über Tittengrössen in besoffenen Zustand) in Cambridge wohl höher als an deutschen Unis - viel mehr Stoff in einem Cambridge Bachelor wird aber nicht vermittelt werden als in einem x-beliebigen deutschen Bachelor. Sei dir bewusst, das du in Cambridge (oder generell an allen Top20 Unis) eventuell unter höheren Leistungsdruck sein wirst und weniger Zeit hast, nicht einfach ein Semester dranhängen können wirst.

Wechsel nach Cambridge während des Studiums ist praktisch ausgeschlossen.

sD.
ichunddunicht
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Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 1415

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 16:46:09    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
Zur ETH kann ich nicht viel sagen, das Niveau soll dort relativ hoch sein, zumindest in Informatik und Mathematik.



meinst du die qualität oder den schweregrad?
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 19:47:20    Titel:

ichunddunicht hat folgendes geschrieben:

meinst du die qualität oder den schweregrad?


Konkret meine ich die Quantität und das Niveau des durchgenommenen Stoffe sowie die Prüfungen i.e. der Zeitaufwand ist höher als an anderen Unis. Das sind Aussagen eines Freundes von mir sowie eines Professors, der dort studiert hat, wie sehr diese belastbar sind kann ich nicht beurteilen.

sD.
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 23:31:52    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
Zur ETH kann ich nicht viel sagen, das Niveau soll dort relativ hoch sein, zumindest in Informatik und Mathematik.


ETH dürfte nach allem, was mir bekannt ist, schwieriger sein als Cambridge. Das heißt nicht, dass die Lehrinhalte anspruchsvoller sind, aber die Betreuung ist erheblich schlechter. Die ETH ist eben keine angelsächsische Vollverpflegungsuni, wo man sich wöchentlich mit seinem persönlichen Mentor trifft, sondern verlangt ihren Studierenden ein Höchstmaß an Selbständigkeit ab.

Im übrigen glaube ich auch nicht daran, dass Dich in Cambridge schlechtere Noten erwarten als an einer deutschen Durchschnittsuni. Nach allem was ich weiß, herrscht dort -- ähnlich wie an vielen US-amerikanischen Elite-Unis -- eine extreme Noteninflation, d.h. die gesamte Benotung spielt sich im Einser- und Zweierbereich ab. Das liegt natürlich auch an der extremen Bewerberauswahl, aber wenn Du dort genommen wirst, dann bekommst Du i.d.R. auch eine brauchbare Abschlussnote.
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2007 - 00:04:48    Titel:

In Cambridge werden die Noten schlicht so gesetzt, das die besten x% die Bestnote, die y% danach die zweitbeste Note, usw erhalten. (Nicht 100%ig, konkret werden anhand aller Rohpunktzahlen Grenzen errechnet, es führt zum gleichen Ergebnis, aber so muss niemand theoretisch durchfallen oder jeder theoretisch bestehen.)

Eine extreme Noteninflation ist übertrieben. Korrekt ist, das im graduate Bereich an amerikanischen Eliteunis (sicher auch an normalen Unis) es meistens nur "1, 2 oder durchfallen" gibt. Meiner Erfahrung zufolge ist das Vermeiden des Durchfallens deswegen nicht einfacher, aber in den "herausragenden" Bereich zu kommen wird vereinfacht. Das ist mehr eine Konsequenz der Auswahl (wer in Harvard angenommen wird, dürfte an anderen Unis herausragende Noten erzielen können) und kein gewolltes Verleihen von Bestnoten an mittelmässige Kandidaten.

sD.
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2007 - 00:50:54    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
Das ist mehr eine Konsequenz der Auswahl (wer in Harvard angenommen wird, dürfte an anderen Unis herausragende Noten erzielen können) und kein gewolltes Verleihen von Bestnoten an mittelmässige Kandidaten.


Letzteres wollte ich auch nicht behaupten. Aber es wurde ja zuvor im Thread angedeutet, wegen der größeren Konkurrenz bekäme man in Cambridge automatisch schlechtere Noten. Gerade dies ist meines Erachtens nicht der Fall. Die Vorselektion wird bei der Benotung schon berücksichtigt, d.h. es wird keine Gleichverteilung mit einem Mittelwert in der Mitte der Notenskala angestrebt, sondern man geht davon aus, dass der durchschnittliche Cambridge-Student im Einser- oder oberen Zweierbereich liegt.

Alles andere wäre ja auch eine Ohrfeige für diejenigen, die die Vorselektion durchführen, denn es würde bedeuten, dass ein mittelmäßiger Student angenommen wurde, was erklärtermaßen gerade vermieden werden soll. Wenn aber keine mittelmäßigen Studenten angenommen werden, dann kann es auch nur im Ausnahmefall mittelmäßige Noten geben.
HoLa
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Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 761

BeitragVerfasst am: 27 Nov 2007 - 07:55:58    Titel:

Zitat:
@HoLa: Von Physik solltest du nicht verallgemeinern. In Physik kann man traditionell mit gutem [nicht notwendigerweise sehr guten] Abschluss promovieren. Passende Themen und Promotionsstellen gibt es in Deutschland vielleicht nicht an jeder Ecke, aber immerhin ausreichend.

International ist es eher unwahrscheinlich, das der Doktorvater tatsächlich den Tutor des Studenten kennt und Noten als völlig irrelevant abzukanzeln, ist Unsinn. Noten werden als Kriterium durchaus herangezogen, mindestens ähnlich wie die Einschätzung zum Forschungspotential.


Ich verallgemeiner nicht von Physik, sondern beziehe mich explizit nur darauf. Aber draum geht's ja auch hier in dem Thread? Will man geziehlt an eine Hochschule oder in einem bestimmten Bereich, dann funktioniert die Suche nach einer Stelle oft so: Man fragt seinen Chef, d.h. den Referenten Der Diplom-/Masterarbeit ob er jemand kennt der dort in diesem und jenem Bereich tätig ist, er sagt "Ja wende dich mal an den und den", man macht das fragt da an und die zwei tauschen sich über dich aus und dan hat man die Stelle. Ich habe viele Bewerbungen so mitbekommen und bekomme mit wie die Stellen hier besetzt werden. Noten sind weitgehen inrrelevant. Man muss sich nur während der Arbeit gut, besser sehr gut, angestellt haben. Vielleicht nicht wenn man sich auf eine der wenigen (das sind wirklich nur ganz wenig) öffentlich ausgeschriebenen Stellen bewirbt, aber selbst da ist es ein sehr großer Bonus, wenn man sich z.B. auf eine Stelle für Laserspektroskopie bewirbt und, sagen wir mal, in der AG Hänsch am MPI Diplomarbeit gemacht hat.
Weiterhin unterschätzt du wie viele Leute die Profs in ihrem Arbeitsgebiet kennen (was meinst du eigentlich mit Tutor?). Wenn ich mit einem x-beliebigen Paper zu meinem Chef gehe, weil ich mit dem Erstautor kontakt aufnehmen will, sagt der: "Ah ja, den kenne ich. Der ist daunda, ich kann ihn gleich mal anrufen. Wenn sie wollen können sie da mal hinfahren, der ist nett."
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