Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Coriolis- und Zentrifugalkraft
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Coriolis- und Zentrifugalkraft
 
Autor Nachricht
Gurkenbrot
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2007 - 22:33:40    Titel:

Ok, das klingt einigermaßen plausibel,
Heißt das dann auch, dass , wenn wir jetzt mal nur eine rotierende Scheibe betrachten, also ganz ohne schwerkraft und ich mich wieder mit -vE/2 bewege, ein außenstehender Beobachter eine Bewegung sieht, bei der nur die Zentripetalkraft wirkt. Und wenn ich mich mit -vE bewege, kompensiere ich zusätzlich auch noch die Zentripetalkraft, welche ja keine Scheinkraft ist.
Würdest du mir denn zustimmen wenn ich sage, dass das erstmal nicht wirklich anschaulich klar ist? war nämlich ein bischen verwundert über das ergebnis...scheint auch nicht so mein fall zu sein, dass mit den scheinkräften...
armchairastronaut
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2007 - 22:45:36    Titel:

moment: wenn du dich nur am Äquator bewegst, also weder nach Nord noch nach Süd, dann sollte doch überhaupt keine Corioliskraft wirken?
Gurkenbrot
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2007 - 23:21:14    Titel:

Gurkenbrot hat folgendes geschrieben:

und zur corioliskraft:
am äquator zeigt der vektor v' nach westen
der vektor omega zeigt nach oben
das kreuzprodukt zeigt doch dann zum erdmittelpunkt
oder?
Knalltüte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2007 - 12:39:00    Titel:

Würde sich das Objekt mit ω_erde * R_erde gegen die Erdrotation bewegen, ergäbe sich im rotierenden Erdsystem eine Kreisbahn, also wieder eine beschleunigte Bewegung, also wieder eine Scheinkraft (dabei würde die Corioliskraft die Zentrifugalkraft überkompensieren und eine Zentripetalkraft vom Betrag der Zentrifugalkraft entstehen).

v = ω * R / 2 ist schon richtig, allerdings ändert sich beim Wirken der Gravitationskraft v in Richtung und Betrag, was heißt, dass sich die Null-Scheinkraft-Bedingung ständig ändert.

@armchairastronaut: nein, es entsteht eine Corioliskraft = -2m ω x v, ω und v sind dann orthogonal, F_Coriolis wird zur Radialkraft
Gurkenbrot
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2007 - 23:11:50    Titel:

Aber wenn sich das Objekt mit -ω_erde * R_erde bewegt ist es doch von außen gesehen nicht komplett kräftefrei, wie einStein meinte, oder?
Dazu bräuchte man doch die geschwindigkeit g/ωErde=134897 m/s!
armchairastronaut
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2007 - 11:51:12    Titel:

Knalltüte hat folgendes geschrieben:

@armchairastronaut: nein, es entsteht eine Corioliskraft = -2m ω x v, ω und v sind dann orthogonal, F_Coriolis wird zur Radialkraft


Und ich hatte immer gedacht, dass diese Kräfte nur dann entstehen, wenn sich durch die Bewegung der Abstand zuir Rotationsachse ändert.
armchairastronaut
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2007 - 14:32:48    Titel:

Knalltüte hat folgendes geschrieben:
v = ω * R / 2 ist schon richtig,


Muss ich das tatsächlich so verstehen:
1. Angenommen, der Himmelskörper M rotiert nicht, dann ist für einen ruhenden Körper m die Gewichtskraft F_g=Gamma*M*m/R²

2. Angenommen, der Himmelskörper rotiert doch, dann gilt für ein ruhendes Objekt m nunmehr:
F_g_schein1=m*(Gamma*M/R²-w²*R)

3. Und wenn nun das Objekt m entgegen der Rotation des Himmelskörpers mit nur 0,5*w*R läuft (also "von außen betrachtet" noch in Rotation ist), dann wird der Effekt der Fliehkraft wieder aufgehoben???
Knalltüte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2007 - 15:32:54    Titel:

Kann man sich für eine Kreisbewegung gut vorstellen: im äußeren Inertialsystem bewegt sich das Objekt mit ω/2 im Kreis -> Zentripetalkraft m R (ω/2)², im rotierenden System bewegt sich das Objekt ebenfalls mit ω/2 im Kreis (nur halt in die andere Richtung) -> Zentripetalkraft m R (ω/2)². In beiden Systemen erhält man dieselbe Kraft, also sind für diesen Fall keine Scheinkräfte vorhanden.
exphysiker
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 1102

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2007 - 16:32:34    Titel:

armchairastronaut hat folgendes geschrieben:
Knalltüte hat folgendes geschrieben:

@armchairastronaut: nein, es entsteht eine Corioliskraft = -2m ω x v, ω und v sind dann orthogonal, F_Coriolis wird zur Radialkraft


Und ich hatte immer gedacht, dass diese Kräfte nur dann entstehen, wenn sich durch die Bewegung der Abstand zuir Rotationsachse ändert.


Das selbe Problem hatten wir schon mal hier:
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/132494.html

Und ich bleibe dabei, dass da keine Corioliskraft wirkt, da die Wirkungslinien von v und omega sich nicht schneiden. Das tut es nur, wenn die Bewegung in Richtung zur / von der Achse verläuft. Man kann in dem Beispiel v x omega nicht bilden, da die beiden Vektoren keine Ebene aufspannen.
armchairastronaut
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 27 Nov 2007 - 09:05:21    Titel:

@Knalltüte: leider kann ich mich deiner Argumentation noch nicht anschließen.

Stelle die eine Erde vor, die sich in 48 Stunden einmal dreht (der Rest sei wie bekannt). Wie errechnest du, wie viel eine Masse m, die am Äquator steht, auf die Federwaage bringt?
Gewichtskraft: F_g=G*M*m/R²
abzüglich Trägheitskraft: F_z=m*w_langsameerde²*R
bleiben: F_res=F_g-F_z.

Nun befinde sich das Objekt m auf dem Äquator der "richtigen" Erde, die sich mit w um ihre Achse dreht, und laufe mit w/2*R entgegen der Erdrotation. Für einen inertialen außenstehenden Betrachter bewegt sich dieses Objekt genau so schnell (nämlich einmal in 2 Tagen) um den Erdball wie das erste Objekt, das auf der langsam rotierenden Erde ruht.

Und trotzdem soll im ersten Fall die "verminderte Gewichtskraft" gelten, während im zweiten Fall die Trägheitskraft bereits durch die halbe Rotationsgeschwindigkeit vollständig aufgewogen wird? Das will mir nicht so ganz einleuchten.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Coriolis- und Zentrifugalkraft
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
Seite 2 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum