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Gutachter trotz Kostenvoranschlags?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Gutachter trotz Kostenvoranschlags?
 
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huiapana
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:20:06    Titel: Gutachter trotz Kostenvoranschlags?

Hallo!

Mir ist jemand ins Auto gefahren. Der Schaden wurde der gegnerischen Versicherung gemeldet und diese wollte einen Kostenvoranschlag sehen, um mir anschließend den darin genannten Betrag zu überweisen.

Der KVA besagt, dass ein Schaden von knapp 1000 Euro entstanden ist. 10% des Betrages im KVA musste ich an die Werkstatt abtreten, würde es im Falle einer Reparatur jedoch angerechnet bekommen.

Nun schreibt die Versicherung, dass ein Gutachter bestellt werden soll. Anscheinend glauben die nicht, dass der Schaden tatsächlich so hoch ist!

Also sind die 100 Euro Anzahlung jetzt flöten gegangen? Da wäre ein KVA ja sinnlos, wenn sowieso ein Gutachter bestellt wird!!

Meine Frage: Gilt so ein Kostenvoranschlag als rechtskräftig?

MfG
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:37:27    Titel:

Mein Rat: Sofort Rechtsanwalt. Oft reich ein einziges Schreiben eines Rechtsanwaltes aus, um Versicherungen in die Schranken zu weisen. Die Kosten der anwaltlichen Vertretung wird der Unfallgegner zu tragen haben. Du kannst dem Rechtsanwalt also seelenruhig und völlig stressfrei sämtliche mit dem Unfall zusammenhängen Aufgaben übertragen. Wahrscheinlich wird die Versicherung nach anwaltlicher Post von der Gutachteridee Abstand nehmen den Betrag überweisen, ein Rechtsstreit lohnt sich bei diesen Kleckerbeträgen nämlich nicht, da sie zu oft verloren gehen.
huiapana
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:40:40    Titel:

Werde ich machen. Bin ja zum Glück rechtsschutzversichert.
Schließlich kann man mir nicht etliche Gutachtenerstellungen aufdrücken.

Also reicht so ein Kostenvoranschlag vollkommen aus, ja?
Darin waren sämtliche Arbeitslohn- und Materialkosten aufgelistet, sowie auch Fotos enthalten.

Aber gut zu wissen, dass die gegnerische Versicherung ohnehin die Anwaltskosten übernehmen muss. Vielen Dank für die Unterstützung!

Ich hoffe, ich bekomme das Geld und die Sache hat sich erledigt.

MfG


Zuletzt bearbeitet von huiapana am 25 Nov 2007 - 18:47:55, insgesamt einmal bearbeitet
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:42:33    Titel:

Na dann sowieso. Wirst du aber nicht in Anspruch nehmen müssen, sofern die Unfallschuldfrage bereits geklärt ist. Dann zahlt ohnehin der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung. Insofern hat sich die Versicherung hier sogar ein Eigentor geschossen. Aber dieses einschüchternde Vorgehen scheint sich, auf die Menge an Schadensfällen gerechnet, leider immer noch zu lohnen.
huiapana
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:51:14    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Na dann sowieso. Wirst du aber nicht in Anspruch nehmen müssen, sofern die Unfallschuldfrage bereits geklärt ist. Dann zahlt ohnehin der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung. Insofern hat sich die Versicherung hier sogar ein Eigentor geschossen. Aber dieses einschüchternde Vorgehen scheint sich, auf die Menge an Schadensfällen gerechnet, leider immer noch zu lohnen.


Das ist in der Tat schade. Ich muss zugeben, dass das Schreiben der Versicherung bei mir ebenfalls Eindruck machte. Aber wenn es so ist wie du sagst, brauche ich mir anscheinend wirklich keinen Kopf zu machen.

Morgen rufe ich in der Kanzlei an und kurble die Wirtschaft ein wenig an Wink
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:54:27    Titel:

Zur zweiten Frage nach Editierung:

Nein, ein Kostenvoranschlag entfaltet keine irgendwie geartete Bindungswirkung. Natürlich steht es der Versicherung frei, bezüglich der Schadenshöhe einen Gutachter zu beauftragen. Der wird dann wahrscheinlich einen niedrigeren Schaden begutachten. Dann stehen sich Kostenvoranschlag und Gutachten gegenüber. Entweder man gibt als Geschädigter dann klein bei (so wie die meisten - zur Stressvermeidung und um endlich Geld zu sehen) oder legt es auf einen Rechtsstreit an. Gibst du durch die Mandatierung eines Anwaltes gleich jetzt zu erkennen, dass du zu letzterem bereit bist, wird sich die Versicherung 3x überlegen, ob ein Gutachten wirklich sein muss... Wink

Also viel Erfolg!
huiapana
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:55:44    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Wirst du aber nicht in Anspruch nehmen müssen, sofern die Unfallschuldfrage bereits geklärt ist.


Naja, es stünde im Zweifelsfall Aussage gegen Aussagen, weil wir jeweils keine Zeugen haben. Aber der Unfallgegner hat mir ja seine Versicherungsnummer gegeben. Ob das ein Schuldeingeständnis ist, weiß ich nicht. Die Versicherung hat sich diesbezüglich nicht geäussert. Sie war aber von vornherein bereit, den Schaden zu übernehmen, da der Unfallgegner seine Schuld am Unfall der Versicherung "gestanden" hat.
huiapana
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 18:59:30    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Zur zweiten Frage nach Editierung:

Nein, ein Kostenvoranschlag entfaltet keine irgendwie geartete Bindungswirkung. Natürlich steht es der Versicherung frei, bezüglich der Schadenshöhe einen Gutachter zu beauftragen. Der wird dann wahrscheinlich einen niedrigeren Schaden begutachten. Dann stehen sich Kostenvoranschlag und Gutachten gegenüber. Entweder man gibt als Geschädigter dann klein bei (so wie die meisten - zur Stressvermeidung und um endlich Geld zu sehen) oder legt es auf einen Rechtsstreit an. Gibst du durch die Mandatierung eines Anwaltes gleich jetzt zu erkennen, dass du zu letzterem bereit bist, wird sich die Versicherung 3x überlegen, ob ein Gutachten wirklich sein muss... Wink

Also viel Erfolg!


So werde ich vorgehen. Vielen Dank für die Info!

MfG
huiapana
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 19:02:24    Titel:

Noch eine kurze Frage:

Welchen Anwalt sollte man in diesem Fall zu Rate ziehen?

Einen, der sich auf Verkehrsrecht spezialisiert hat oder doch lieber einen, der sich mit Verbraucherrechten auskennt...oder einen ganz anderen?
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2007 - 19:05:36    Titel:

Verkehrsunfälle gehören zum Standardrepertoir jedes Rechtsanwaltes, der nicht gerade auf eine andere Materie spezialisiert ist. Du kannst also jeden beliebigen Rechtsanwalt ohne Fachanwaltstitel beauftragen oder nicht notwendigerweise (nur sofern bei dir in der Nähe) einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
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