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Ignoranz?
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MaxyPayne
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 3
Wohnort: nahe Bremen

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 13:40:39    Titel: Ignoranz?

Hallo ihr lieben Leute Smile


ich habe gleich mehrere Probleme. Hier ersteinmal eine kleine Einleitung:

ich wohne im moment bei meinem Vater, meine Mutter ist 2004 gestorben. Immernoch habe ich desöfteren Probleme, zu verstehen, warum sie gestorben ist. Mein Freund wohnt hier bei uns in 2 Zimmern, seit kurzem ist mein Bruder auch wieder da. Ich fühle mich von allen hier unverstanden, habe das Gefühl, dass ich bei Entscheidungen nicht mit einbezogen werde, früher hatte ich alles heruntergschluck (so war es auch, als meine Mutter noch hier wohnte, und mein Freund noch nicht). Seit kurzem habe ich aber eingesehen, dass ich um mich kümmern sollte, die Ignoranz der anderen nicht mehr hinnehmen, sonst gehe ich im Mitleid meiner Gefühle noch unter. Ich hatte schon den Versuch gestartet, mit allen darrüber zu reden, nur immer sind andere Sachen wichtiger als ich, oder sie empfinden es nicht so, dass ich Ignoriert werde.
Früher hatte ich auch sehr schlimme Alpträume, die mittlerweile schon ganz weg sind.

Meine Frage, wie kann ich es verbessern, mich besser zu fühlen? Da ich hier mittlerweile kein eigenes Zimmer mehr habe, habe ich auch keine Rückzugsmöglichkeiten, und es macht mich echt traurig, das Gefühl zu haben, hier nicht mehr zu Hause zu sein.... unteranderem hängt mir meine Arbeitslosigkeit mit 21 Jahren zum Halse herraus.

Was ist los mit mir los? Meine Beziehung leidet sehr unter meinen Gefühlsausbrüchen und dem Drang, mich nach jemanden zu sehnen der mich versteht.

Hoffe, es gibt jemanden, der mir helfen kann, und mir Tipps gibt was ich verändern könnte.


Mit ganz Lieben Grüßen, die Maxy Very Happy
broadcast
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Anmeldungsdatum: 04.09.2007
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 13:56:23    Titel:

Hallo Maxy,

mit deiner Mutter tut mir Leid. Worin betseht denn genau das Problem, das dir nicht klar ist, warum deine Mutter gestorben ist ?
Nope
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Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 114

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 15:56:48    Titel:

Mit wem teilst du dein Zimmer? Mit deinem Freund?

Warum wohnt dein Freund überhaupt bei euch?

Und was heißt, dass du Probleme hast den Tod deiner Mutter zu verstehen?
Lässt dich ihr Tod an sich nicht los, oder sind die Gründe ihres Todes unklar??
(ich entschuldige mich, falls das etwas unsensibel klingen mag. Möchte hier niemanden verletzen)
Shy 1
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Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 845

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 23:12:34    Titel:

Ich kann dich sehr gut verstehen, habe schon sehr oft erlebt wie andere über meinen Kopf hinweck für mich entschieden haben und bekomme heute einen regelrechten Wutanfall, wenn es schon wieder passiert. Es ist dieses alle anderen wissen besser was für dich gut ist nur du nicht. Alle anderen können vernünftige Entscheidungen treffen nur du nicht, weil man dich nicht für voll nimmt. Meine liebe, es geht hier um soziale Kontrolle und nichts anderes, sie meinen es alle ja ach so gut mit dir nur mit dem Unterschied das keiner dich frägt was du davon hällst.


Also ich habe schon lange meine Tür zugeworfen und mich ein geigelt genau aus diesem Grund. Heute habe ich schon weit mehr Kotrolle über mein Privatleben, als das früher der Fall war. Leute die mich kontrollieren wollen haben es verdammt schwer mit mir, ich bekomme für sie immer weniger kontrollierbar in dem ich genau das Gegenteil von tue, was man von mir erwartet. Wichtig ist das du erkennst was man von dir will und dann kannst du dir ja selbst überlegen ob du es tun willst oder nicht.


Mach einfach nicht was sie von dir verlangen, denke das ist mein Leben und meine Entscheidung.

Auch wie du mit deinem Schmerz umgehst ist alleine deine Sache, traure solange du willst und lasse dich von niemanden unter Druck setzen, jeder hat seine eigene Zeit um über Dinge hinweck zu kommen.
MaxyPayne
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 3
Wohnort: nahe Bremen

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2007 - 15:13:13    Titel:

Hallo ihr lieben Smile)

ich habe mich sehr darrüber gefreut, dass ihr so Interesse daran gezeigt habt, das hat mich schon einmal ein Stück aufgebaut, und ich danke euch für eure lieben Fragen und Antworten.

@Nope: Du bist keinesfalls unsensibel Smile Zu dem mit meiner Mum: ich komme mit ihrem Tod an sich nicht klar, manchmal bedrückt mich das Gefühl, ich hätte sovieles falsch gemacht, das ich ihr nie genug sagen wollte, wie gern ich sie hatte und habe. Nur leider kam ich da nie wirklich zu... sie war doch erst 54.

ja, ich lebe jetz bei meinem Freund in seinen Zimmern, dass er hier eingezogen ist, kam als meine Mum gestorben ist, und er für mich da sein wollte. Nun hat er hier seine 2 Zimmer, in denen er lebt.

@Shy 1, es ist schön, endlich einmal verstanden zu werden Smile wie hast Du es geschafft, mehr Kontrolle über Dein Privatleben zu bekommen? Wie hast Du den ersten Schritt gemacht? Alles, indem Du nicht das getan hast, was sie von Dir verlangt haben? Ich habe immer so Angst, jemanden zu enttäuschen, immer wieder bekomme ich Vorgeworfen, egoistisch zu sein, wenn Versuche an mich zu denken, obwohl ich mir über alles und jeden Sorgen mache, und niemanden verletzten will.
Ich fühle mich oft nicht ernst genommen.

Einen Lieben Gruß
broadcast
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Anmeldungsdatum: 04.09.2007
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2007 - 16:18:03    Titel:

Hallo Maxi,

mit deiner Mutter kann ich dich gut verstehen. Aber ich kann dir sagen ( bin selbst Vater) Eltern wissen schon, auch ohne Worte der Kinder, wie lieb sie einen haben. Hoffe, das ist ein kleiner Trost. Crying or Very sad

lg
broadcast
Shy 1
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 845

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2007 - 16:18:34    Titel:

Nun ja, ich habe sehr viel Zeit damit zugebracht Bücher zu lesen, unter anderem Von Josef Kirschner ,, Manipulieren aber richtig,, die acht Gesetze der Menschenbeeinflussung. Aber das war noch lange nicht genug, es gibt da eine noch diverse andere Sache zu lesen über die Theorie zur sozialen Macht und das Verlangen nach Kontrolle diverser Personen. Dabei bin ich immer wieder auf ein und dieselbe Sache gestoßen, nämlich das Fehlen von Selbstwertgefühl und Selbstwert. Wir leben nun mal in einer Gesellschaft in der sehr viele sich davon abhängig machen was andere von uns denken, genauer gesagt viele Menschen kennen ihren persönlichen Wert nicht mer, sei es jetzt das Modediktat das uns äußere Werte in der Gruppe vermitteln oder der soziale Stand und oder Beruf.

Die Leute machen sich zu sehr abhängig von all diesen äußeren Werten und vergessen dabei ihre innere Werte. Sie brauchen Anerkennung von anderen die sie durch Unterorden erreichen, nicht selten bis zur Selbstaufgabe der eigenen Persönlichkeit mit dem Nachteil der inneren Leere die oft in Kauf genommen wird um nur ja nicht zum sozialen Außenseiter erklärt zu werden.

Um sich von der Bewertung durch andere zu befreien, muss man seinen eigenen Wert kennen lernen, dann kann dich auch so schnell niemand umwerfen, plus, du lebst viel freier und losgelöst von der Bewertung deiner Person durch andere. Man tut gut daran wenn, man seine eigenen Prinzipien entwickelt und vor allem, wie du dein Leben gestalten willst. Tust du es nicht, werden andere dir ihre Gesetze diktieren und du kannst dich noch so sehr bemühen es ihnen Recht zu machen, aber du wirst es nie wirklich schaffen. Hast du erst mal eine starke Persönlichkeit entwickelt, werden die anderen dich bekämpfen, aber in Wirklichkeit bekämpfen sie nur das was sie nicht sein können und selbst gerne wären.

Ich habe einen sehr guten Lehrer gehabt und schon in jungen Jahren gelernt , das wenn 100 Leute das selbe tun, muss es nicht unbedingt richtig sein muss, vielmehr bedeutet es lediglich das 100 Leute das selbe tun, aber nicht mehr.

Nur weil 100 Leute dasselbe tun, muss das noch lange nicht bedeuten dass es für dich richtig ist. So wie schon mein Lehrer ein Gegner von Gleichmacherei war, bin ich es auch und zwar aus Überzeugung.

Ob du so stark bist um gegen den Strom zu schwimmen weiß ich nicht, aber es lohnt sich, zumindest hat es sich für mich gelohnt und nur so habe ich mein Leben gerettet als andere über mich bestimmen wollten hier in England. Ich wäre niemals heile aus diesem Krankenhaus gekommen, wenn ich andere über mich und meine Gesundheit hätte bestimmen lassen. Ich werde niemals vergessen wie diese Leute ihre Macht missbraucht haben und mit meinem Leben russisches Roulette gespielt haben.
Dazu möchte ich dir noch ein Buch empfehlen vom selben Autor,, Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner,,

Viel Glück noch beim Stark werden und alles Gute!
MaxyPayne
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Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 3
Wohnort: nahe Bremen

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2007 - 22:28:30    Titel:

ersteinmal broadcast: ich hoffe, dass auch sie es wusste Smile

Hallo Shy,

Ich gebe Dir in vielen Dingen (z.B. was das mit der Gesellschaft angeht) völlig recht mit dem was Du schreibst, und bin sogar ein bisschen stolz, diese Worte hier zu lesen Smile

ich muss dazu noch sagen, dass ich eigentlich eine sehr selbstbewusste Person bin. Schon früher in der Schule war es mir egal, wenn ich alleine in der Pause war, und mich später sogar vielleicht durch mein eigenes Verhalten (zu welchem ich Stand), als Aussenseiter katapultierte. Oder versuchte, einige "Aussenseiter" nicht als "Aussenseiter" zu behandeln.

Was das mit meinem Selbstwertgefühl angeht... ich merke wirklich gerade, dass ich mich oft selbst bremse, und denke, ich wäre ein schlechter Mensch. Nicht weil die Gesellschaft so denkt, sondern weil ICH es nicht für richtig halte. Ich mache mich oft nieder, und fühle mich traurig dabei. Ich werde mir Deine Buchtipps zu Herzen nehmen, mal sehen ob dies mir weiter helfen kann.

Und ich merke, dass Du eine sehr starke Persönlichkeit besitzt Smile das ist toll. Ich könnte bestimmt noch viel mehr von Dir lernen, und ich danke Dir, dass Du mir bei dieser einen Sache schon etwas geholfen hast. Einen Lieben Gruß, und im Dank die Maxy Smile
Ecclesiastes
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 1411

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2007 - 00:21:57    Titel:

Es sind die Erwartungen und Projektionen der Mitmenschen, die einen in ein Korsett zwingen können.

Bevor Du nun die ganz große Auseinandersetzung vom Stapel lässt (die sehr schwer zu bestehen sein wird gegen drei feste Weltbilder) würde ich Dir empfehlen, dich von Zeit zu Zeit "unsichtbar" zu machen.

Was hieße: Du tust irgendetwas, womit sie bei dir nicht rechnen, und weigerst dich, über Deine Motive Auskunft zu geben. So kannst Du eventuell erreichen, dass sie Deiner Person nicht mehr so sicher sind und vielleicht die Einsicht reift, dass hier nicht drei plus Anhang, sondern vier Personen eine Wohnung teilen.

Das wird nicht leicht, dennoch: Wenn es soweit ist, verlange Dein Zimmer zurück. Es muss nicht sein und erscheint mir wenig gerecht, dass Dein Freund zwei hat und Du keines.

Außerdem brauchst Du dringend eine Tür, an die klopfen muss, wer Dich sehen will.

An der Art ihres Widerstandes wirst Du erkennen können, wie Dein weiteres Vorgehen gestaltet werden muss.

Es ist leicht, in eine Falle zu geraten und schwer, wieder herauszukommen - aber es ist jede Anstrengung wert, Herr/in über sein eigenes Leben zu sein.


Zuletzt bearbeitet von Ecclesiastes am 30 Nov 2007 - 00:34:49, insgesamt einmal bearbeitet
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2007 - 00:23:31    Titel:

MaxyPayne hat folgendes geschrieben:
Da ich hier mittlerweile kein eigenes Zimmer mehr habe, habe ich auch keine Rückzugsmöglichkeiten, und es macht mich echt traurig, das Gefühl zu haben, hier nicht mehr zu Hause zu sein....


MaxyPayne hat folgendes geschrieben:

ja, ich lebe jetz bei meinem Freund in seinen Zimmern, dass er hier eingezogen ist, kam als meine Mum gestorben ist, und er für mich da sein wollte. Nun hat er hier seine 2 Zimmer, in denen er lebt.


Hallo Maxy,

warum bekommt denn dein Freund in eurem Haus zwei Zimmer, wenn das bedeutet, dass Du dafür kein eigenes Zimmer haben kannst...?
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