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Schwarzmarktpreis --> vorraussehbar?
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kathiistgut
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Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 13:43:24    Titel: Schwarzmarktpreis --> vorraussehbar?

Hallo zusammen,

Mein VWL-Prof an der TU Dresden hat etwas gesagt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann:

Es ging um den Brötchenmarkt. Bei 20cent pro Stück und einer NAF/einem AG vonn 100x herrscht Marktgleichgewicht.
Wenn nun der Staat regulierend eingreift und einen HÖCHSTPREIS von 10cent pro Brötchen vorschreibt, entsteht logischerweise ein NF-Überschuss...

Bis hier hin is alles klar.

ABER:
Der Prof meinte, dass der SCHWARZMARKTPREIS für Brötchen bei einer derartigen Angebotslücke auf 30cent stiege...

Ich verstehenicht, wie er darauf kommt. In meinen Augen lässt sich der Schwarzmarktpreis nicht vorraussagen...

Oder sehe ich das falsch?
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 14:25:03    Titel:

Ich würde sagen: Nur wenn man die Nachfragefunktion und Angebotsfunktion kennt. Die können ja komisch sein, z. B. kann man 10ct die Nachfrage genauso groß sein wie bei 20 und was nicht alles noch... Man könnte auch argumentieren, dass das gesamte Angebot auf dem Schwarzmarkt auftaucht (deswegen werden solche Maßnahmen auch wenn dann in Verbindung mit verstaatlichung u. ä. durchgeführt) und dort die bisherige Nachfrage und das bisherige Angebot sind, so dass der Preis auf dem Schwarzmarkt wieder 20 ct beträgt.
hakes1701d
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Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 14:38:57    Titel:

er kommt darauf weil er die Anfrage und Nachfragekurve durch die angenomme Restriktion ins Gleichgewicht bringt!
durch die Regulierung kommt ein neuer Gleichgewichtspreis in Höhe von 30cent zu stande! Da ein teurer Preis verboten ist als 10cent die Nachfrage aber größer ist nennt er das wohl Schwarzmarktpreis.


Ich hoffe das kommt hin *fg* Bin mir aber so aus de rHüpfte geschossen nicht ganz sicher, da es schon länger her ist
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 15:29:46    Titel:

Hm, warum sollte eine Restriktion, die umgangen wird, was ändern (mal von Risikoprämien etc abgeseehen)? Dass sie umgangen wird heißt ja genau Schwarzmarkt. Wenn die Restriktion natürlich nicht umgangen wird, dann wird der Preis 10ct sein. Welche Mange dann angeboten wird, wäre interessant.
kathiistgut
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Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2007 - 17:59:38    Titel:

ich hab das mal ein wenig unprofessionell gemalt Smile
ich hoffe, dadurch wirds verständlicher... ist mir nämlich ehrlich gesagt noch nicht so ganz klar, wie dieses system funktioniert und woher man schon BORHER den schwarzmarktpreis weiß, noch bevor er sich einpendeln konnte, also bevor ein "neuer" Gleichgewichtspreis entstehen kann....
aber danke schonmal bis hierhin, ihr zwei Smile


I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 01 Dez 2007 - 20:14:19    Titel:

kathiistgut hat folgendes geschrieben:
Ohne UNI bleibst ein DUMMI
Ich bin ohne Uni, also stelle ich eine dumme Frage zur Zeichnung:

kathiistgut hat folgendes geschrieben:
Dieser Zeichnung kann man entnehmen, dass die verkaufte (und gekaufte) Menge am Schwarzmarkt dieselbe ist wie am offiziellen Markt. Warum muss das so sein?
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2007 - 10:17:20    Titel:

Mir leutchet das auch nicht ein. Deine Graphik würde unterstellen, dass sich die Angebotsmenge im Vergleich zum offiziellen Preis nicht erhöht. Intuitiv würde ich aber sagen, dass Angebot sollte ja über den Schwarzmarkt steigen, ansonsten bräuchte man ja keinen SChwarzmarkt.

Gruß
Pauker
turbokapitalist
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 1262

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2007 - 11:55:50    Titel:

den nachfrageüberschusskann man sich auch als fläche zwischen D- und S-Kurve und der NFÜ-Linie denken. auf dem schwarzmarkt werden dann erstmal Preise bezahlt, die über dem max. Preis liegen. je nach umfang des schwarzmarktes und der besorgabren güter kann der schwarzmarkt dann bis zum rechten ende der nfü-linie wachsen.

Zuletzt bearbeitet von turbokapitalist am 02 Dez 2007 - 11:56:50, insgesamt einmal bearbeitet
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2007 - 11:56:07    Titel:

Könnte sein, dass man den Schwarzmarktpreis durch bei bekannten Angebot und Nachfrage bestimmen kann, aber ich kann das nicht. Erstens, das Gut wird zu zwei unterschiedlichen Preisen gehandelt. Am offiziellen Markt wird ein Teil der Nachfrager befriedigt. Sind das die zahlungskräftigsten Nachfrager, die auch bei einem höheren Preis kaufen würden Question. Dieselbe Frage betrifft sinngemäß auch die Anbieter.
Zweitens, die Angebots- und Nachfragekurven können sich durch Arbitrageure verschieben, welche das Gut am offiziellen Markt ergattern und am Schwarzmarkt verkaufen. Dieser Effekt bliebe aus, wenn am offiziellen Markt Gleichgewicht herrschen würde.
Goodfella
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Anmeldungsdatum: 02.11.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2007 - 12:02:57    Titel:

Dann versuch ichs mal mit der Erkärung, was dein Prof evtl meinte:
Da die Anbieter gezwungen sind, ihre Produkte zu einem Preis von 10cent zu verkaufen gibt es wie du schon richtig erkannt hast einen Nachfrageüberschuss.
Sagen wir mal 50 Nachfrager wollen zwar weiterhin Brötchen kaufen, kommen aber nicht zum Zuge.
Der Anbieter kann nun illegal dieser nichtbefriedigten Nachfrage entgegenkommen, indem er nochmal 50 Brötchen produziert und verkauft.
Der Preis richtet sich dann nach der Nachfragekurve, da 50 Nachfrager kumuliert bereit sind, 30 cent zu bezahlen.

Kurzfristig liegt der Schwarzmarktpreis bei 30 cent.
Langfristig bewegt er sich aufgrund des Zangeneffekte hin zum Gleichgewichtspreis ( Anbieter bieten mehr als nur 50 Brötchen an, Schwarzmarkt wächst, Nachfrager zahlen weniger ).
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