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Die Werte der Aufklärer in Lessings Emilia Galotti
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Die Werte der Aufklärer in Lessings Emilia Galotti
 
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friedenstaube
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Anmeldungsdatum: 06.12.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2007 - 17:54:53    Titel:

Zitat:
Warum lesen soo viele 11. Klassen Emilia Galotti? oO Was is daran so spannend? :-/


Ähhh, schonmal etwas von der Aufklärung gehört bzw. warum wir heutzutage das Privileg haben in einer demokratischen Umgebung zu leben (Menschenrechte etc.) ? Emilia Galotti ist eins der wichtigsten literarischen Werke, die zur Verbreitung der Aufklärung beihalfen, indem sie den Leuten zeigte, in welchem Missständen sie lebten (Despotismus, Absolutismus) und außerdem war Emilia das erste erfolgreiche bürgerliche Trauerspiel. Damit sollte man sich meiner Meinung nach befassen, um zu wissen, warum wir heute so leben, wie wir leben...
Teh-Häggis
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Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 12
Wohnort: Wernberg-Köblitz (Bayern)

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2008 - 19:09:38    Titel:

Soo im Folgenden mal meine Präsentation ich hab ne 2 darauf bekommen und bin eigendlich recht zufrieden damit das thema lautete wie ich schon öfters geschrieben habe "Die Werte der Aufklärer in Lessings "Emilia Galotti""
ich stell zuerst das Detailkonzept dazu und dann die Präsentation rein ich hoffe ich kann damit dann helfen Very Happy
Gliederung zur Deutsch-Präsentation am 14.12.2007

Thema: Die Werte der Aufklärer in Lessings „Emilia Galotti“

1. Das Zeitalter der Aufklärung

1.1. Erklärung des Begriffes Aufklärung

1.2. Erläuterung des Begriffes Aufklärer
1.2.1 Erörterung der Werte der Aufklärer
1.2.1.1 Fortschritt und Glück nur durch Benutzung des Verstandes
1.2.1.2. Lösung von Geheimnissen und Problemen durch Bedienung des eigenen
Verstandes
1.2.1.3. Toleranz in Gesellschaft und Religion
1.2.1.3.1 Gegen Tyrannei in der Politik
1.2.1.3.2. Gegen Dogma in der Religion

2. Bedeutung der Literatur zur Zeit der Aufklärung
2.1. Literatur als wichtiges Mittel der Aufklärung

3. Der Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing
3.1. Prinzipien und Werte Lessings
3.2. Das bürgerliche Trauerspiel im Zusammenhang mit Lessing

4. Das Drama Emilia Galotti
4.2. Entstehung des Werkes
4.3. Inhalt des Werkes
4.3.1. Gliederung in 5 Teile nach Aristoteles
4.3.2. Zusammenfassung der Handlung

4.4. Werte der Aufklärung im Buch
4.4.1. Aufzeigen der Werte der Aufklärung anhand der Charaktere des Buches
4.4.1.1. Charaktere mit aufklärerischen bzw. anti- aufklärerischen Zügen
beziehungsweise Verhalten

4.4.1.1.1. Prinz Hettore Gonzaga
4.4.1.1.1.1. Der Prinz als typischer Herrscher der Aufklärung
4.4.1.1.1.2. Anti- Aufklärerische Handlung des Prinzen
4.4.1.1.1.2.1. Aufforderung an Marinelli für ihn zu denken
4.4.1.1.1.3. Aufklärerische Züge des Prinzen

4.4.1.1.1.2. Marchese Marinelli
4.4.1.1.1.2.1. Marinelli als Mensch der seinen Verstand benutzt

4.4.1.1.1.3. Emilia Galotti
4.4.1.1.1.3.1. Emilia als anti- aufklärerisch erzogenes Kind
4.4.1.1.1.3.1.1. Folgen der falschen Erziehung Emilias
4.4.1.1.1.3.2. Aufklärerische Züge Emilias
4.1.1.1.3.2.1. Bei der Unterhaltung mit ihrer Mutter
4.4.1.1.1.3.2. Zum Schluss des Dramas

4.4.1.1.1.4. Claudia Galotti
4.4.1.1.1.4.1. Claudia als anti- aufklärerische Mutter
4.4.1.1.1.4.2. Claudia als aufklärerischer Mensch

4.4.1.1.1.5. Graf Appiani
4.4.1.1.1.5.1. Der Graf als Mensch der Aufklärung
4.4.1.1.1.5.2. Veraltete Züge im Denken des Grafen

4.4.1.1.1.6. Odoardo Galotti
4.4.1.1.1.6.1. Odoardo als typischer Vater der damaligen Zeit
4.4.1.1.1.6.2. Das Widersprüchliche Wesen Odoardos
4.4.1.1.1.6.3. Figur des Odoardo als Zeichen des Umbruchs der
damaligen Zeit

4.4.1.1.1.7. Gräfin Orsina
4.4.1.1.7.1. Trauer der Orsina aufgrund des Prinzen
4.4.1.1.7.2. Orsina als Frau der Aufklärung

5. Zusammenfassender Gedanke zum Werk Emilia Galotti im Zusammenhang mit 4.4.

so jetz die Präsentation
sie hat genau 30 minuten gedauert wie verlangt habe noch ne Powerpoint präsentation und Karteikarten mit stichpunken auf Lager wenn die wer braucht kann er mich ja anschreiben
Einführung
Wir lesen und besprechen ja zur Zeit Nathan der Weiße von Lessing im Deutschunterricht und haben schon Personenkonstellationen besprochen und auch kurz wie die im Zusammenhang mit der Aufklärung zu sehen sind.
Was ich euch heute aufzeige ist der zusammenhang zwischen aufklärung und eines anderen dramas von lessing und zwar Emilia Galotti.
Wir haben ja bereits schon in anderen Präsentationen von der Aufklärung gehört und es gehört seit letzter woche ja auch zum Grundwissen in Geschichte. Ich spreche noch mal kurz an was unter dem Begriff Aufklärung zu verstehen ist.

Der Begriff Aufklärung:
Der Begriff Aufklärung ist eigentlich ein erzieherischer Begriff der von der Erziehung des Kindes auf die Erziehung des Menschengeschlechts erstreckt.

Zeitalter der Aufklärung
Das Zeitalter der Aufklärung dauerte vom 17. bis 18. Jahrhundert. Die Aufklärung war besonders durch das Bestreben geprägt, das Denken mit den Mitteln der Vernunft vom althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen.
Die Gedanken der Aufklärung haben unser Lebensmodell des Liberalismus eines Staats-und Wirtschafssystems, das dem einzelnen größtmögliche Freiheit gewähren will, stark geprägt.

1.2. Begriff Aufklärer
Ein Aufklärer ist jemand der Klarheit schaffen will. Die Bezeichnung entstand in Deutschland am Ende des 18 Jahunderts.

Da ich euch ja heute die Werte der Aufklärer anhand des Buches Emilia Galotti darstellen soll will ich zunächst mal die Werte der Aufklärer erläutern.
1.2.1 Werte der Aufklärer:
Wesentliche Forderung war es den Menschen im eigenständigen Denken zu stärken und für die Entfaltung des Individuums einzutreten.

Denn nur wenn der Mensch sich seines eigenen Verstandes bedient kann es Fortschritt und Glück geben.

Sie Glaubten alle Geheimnisse von Natur und Leben und Probleme können durch Benutzung des Verstandes gelöst werden.
Sie wollten das Wissen der Zeit für jedermann verfügbar machen. Nicht nur adelige sollten Bildung erhalten.  Toleranz und Gleichberechtigung aller Menschen sowohl in Religion als auch in der Gesellschaft
d.h  Gegen Tyrannei in der Politik
 Gegen Dogma in der Religion (Bekämpfung von Folter und Aberglaube)
(  Gegen Vorurteile und Heuchlerei der öffentlichen Moral.)

2. Literatur zur Zeit der Aufklärung:
Die Literatur war besonders wichtig für die Aufklärung, um die neuen Ideen und Denkanstöße zu verbreiten und zu lehren.
Lessing
Der führenste und bekannteste Aufklärer und Schriftsteller dieser Zeit in Deutschland war der Dichter, Kritiker und Philosoph Gotthold Ephraim Lessing, welcher von 1729 bis 1781 lebte.




3.
Lessing hat die Kirche stark kritisiert
Er war für die Gedankenfreiheit des gläubigen Christen, welche er in seinen religionsphilosophischen Schriften verteidigte.
Das heißt er trat für Toleranz gegenüber den anderen Weltreligionen ein, dies hat er z.b in Nathan der Weise verarbeitet. Wie ihr wisst treffen dort der Moslem Saladin der Jude Nathan und der christliche Tempelherr aufeinander.

Er argumentierte außerdem gegen die Offenbarungsgläubigkeit und das Festhalten am „Buchstaben“ der Bibel. Da die Kirche die damals die Bibel und deren genauen Wortlaut als unfehlbar und absolut richtig dargestellt hat.
Dem gegenüber vertraute er auf ein „Christentum der Vernunft“, das sich am Geist der Religion orientiert. Er glaubte, dass sich die menschliche Vernunft angestoßen durch Kritik und Widerspruch auch ohne die Hilfe einer göttlichen Offenbarung entwickeln würde.
Darüberhinaus hat er sich natürlich auch für eine Befreiung des aufstrebenden Bürgertums von der Bevormundung durch den Adel eingesetzt. Er selbst hat sich in seiner schriftstellerischen Existenz stets darum bemüht vom Adel unabhängig zu sein.

Lessing hielt Moral und Tugend als notwendige Grundlage für eine bessere Gesellschaft, die zu jener Zeit praktisch nur vom Bürgertum geschaffen werden konnte, weil der Adel als zu dekadent angesehen wurde, um als Träger einer zukünftigen besseren Gesellschaft betrachtet werden zu können.Und hier liegt der eigentlich politische Charakter von Lessings Werk

Für Lessing war das Ziel der Tragödie Furcht und Mitleid beim Zuschauer zu erregen, dadurch sollte die Tragödie zur Reinigung der Leidenschaften führen. Da die Aufklärer der Meinung waren, wer leidenschaftlich ist kann nicht klar denken und somit nicht seinen Verstand benutzen.

Bisher wurden tragische und dramatische Rollen nur mit Adeligen besetzt. Aber nach Lessing sollte sich der Zuschauer mit dem Charakter identifizieren , und mit ihm Mitleid empfinden und Angst bekommen, dass vielleicht das dargestellte Unglück auch ihn treffen könne. Lessings Werke waren ja vor allem an das bürgerliche Volk und nicht an den Adel gerichtet.
Da er wie ich grade schon erwähnt habe der meinung war dass nur die Bürger für eine bessere Gesellschaft in Frage kommen könne.
Deswegen konnte dieses Ziel nur erreicht werden, wenn die dargestellte Figur, eine realistische Figur war, die weder gut noch böse war. Lessing besetzte also zum ersten mal tragische und dramatisch Rollen mit einfachen Bürgern. So wird er zum Begründer des deutschen bürgerlichen Trauerspiels. Seine ganze Einstellung zum Drama hat er in der Hamburgischen Dramaturgie (1767/1768) niedergeschrieben und veröffentlicht.



4.2 Entstehung des Werkes

Lessing begann sein Werk 1757 und hat 15 Jahre lang an ihm gearbeitet bis es dann schließlich 1772 in braunschweig zum ersten mal uraufgeführt wurde. Das wichtigste Motiv stammt vom antiken Historiker Livius. Der die Legende der Römerin Virginia erzählt, die von ihrem Vater getötet wurde, weil er sie nur so vor den Nachstellungen des Diktators Appius Claudius bewahren konnte.

Inhalt:
Die wichtigsten Personen sind:
Emilia Galotti
Odoardo Galotti, Vater der Emilia
Claudia Galotti, Mutter der Emilia
Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla
Marinelli, Kammerherr des Prinzen
Graf Appiani der Bräutigam von Emilia
Gräfin Orsina

Der italienische Prinz Hettore Gonzaga plant seine Eheschließung mit der Prinzessin von Massa und will seine Geliebte Orsina verlassen. Er begründet die Trennung mit seiner bevorstehenden Heirat, aber Orsina sieht ihre Stellung nicht durch die baldige Vermählung ihres Geliebten in Gefahr, sondern durch eine neue Geliebte. Liebe und Ehe gehören folglich für den Prinzen und seine Höflinge keineswegs zusammen. Die Ehe ist politisch motiviert und führt nicht zu einer intimen Lebensgemeinschaft. Intimität findet in der außerehelichen "Liebes"beziehung statt. Der Verdacht Orsinas, von einer neuen Mätresse verdrängt zu werden, ist nicht unbegründet, denn der Prinz hat sich in die bürgerliche Emilia Galotti verliebt. Von seinem Kammerherrn Marinelli erfährt er, daß Emilia noch am selben Tag den Grafen Appiani heiraten will - und zwar aus Liebe. Emilia und der Graf haben weder Politik noch Ökonomie im Sinne, wenn sie vor den Traualtar treten. Die beiden wollen den Hof verlassen und auf den Gütern des Grafen leben. Der Prinz ist schockiert und verzweifelt, denn er ist besessen von Emilia. Er will sie sich erkaufen und sie besitzen.
Aber wenn Emilia verheiratet ist, was noch am selben Tag geschehen soll, dann ist die Gewährung der Liebesgunst nicht nur insofern unmöglich, weil die Braut mit ihrem zukünftigen Gemahl außer Landes gehen will, sondern auch deshalb, weil die tugendhafte Emilia keinen Ehebruch begehen würde, was viele andere verheiratete Frauen für den Prinz sofort tun würden. Zum Verzicht ist der Prinz jedoch trotz seiner Einsicht in diese Regeln nicht bereit; Sein Kammerherr Marinelli bietet ihm an alles dafür zu tun dass die Heirat verhindert wird. Er bittet für diesen Zweck um freie hand das heißt um die gesamte Macht des Prinzen, trotz der ablehnenden Haltung des Prinzen gegenüber der Möglichkeit seine Macht zu diesem zwecke auszunutzen- in seiner Verzweiflung und Leidenschaftlichkeit stimt der Prinz letztendlich zu.
Zunächst versucht Marinelli den Grafen Appiani noch am selben Tage - vor der Trauung - als Gesandten nach Massa zu schicken, während gleichzeitig der Prinz, welcher das Tun nicht alleine Marinelli überlassen will, zu Emilia , welche in der Kirche ist und betet, geht und ihr seine Liebe gesteht. Aber weder Diener noch Herr haben Erfolg: Appiani lehnt die Reise ab und lässt sich nicht von Marinelli überreden, der alles versucht ihr Gespräch endet in einem Streit und einer Forderung zum Duell durch Marinelli. Emilia reagiert nicht wie vom Prinzen erwartet auf die Liebeserklärung sondern flieht entsetzt und ohne ein Wort zu ihm zu sagen nach Hause wo sie den Vorfall ihrer Mutter erzählt. Doch Marinelli gibt nicht auf er führt den Prinzen, den er nur halb in seinen Plan eingeweiht hat, auf dessen Lustschloss Dosalo und bezahlt Verbrecher die den Wagen überfallen, der Appiani mit Emilia und deren Mutter Claudia zu Odoardo bringen soll. Appiani wird dabei erschossen, und Diener des Prinzen eilen herbei um die entsetzte Emilia nach Dosalo in scheinbare Sicherheit zu bringen.
Kurz nachdem Emilia im Schloss angekommen ist kommt die Mutter an und will zu Emilia die in beim Prinzen ist. Marinelli will sie aufhalten. Claudia begreift dass Marinelli hinter dem Überfall steckt da Marinelli das letzte Wort des sterbenden Grafens war. Marinelli bestreitet natürlich dass er etwas mit dem Vorfall zu tun hat doch Claudia glaubt ihm nicht. Claudia hört dann Emilias Stimme und sucht das Zimmer indem sie sich befindet Marinelli rennt ihr hinterher.
Zu diesem Zeitpunkt trifft die Gräfin Orsina, die ehemalige Geliebte des Prinzen ein, die den Prinzen sprechen will. Sie denkt sie ist mit dem Prinzen verabredet, da sie ihm einen Brief geschickt hatte den der Prinz aber nicht gelesen hatte. Sie klagt darüber dass er sie nicht mehr beachtet und dass sie nur eine Geliebte auf Zeit für ihn gewesen sei und ihn nicht mehr beachtet da er eine andere habe. Der Prinz rennt kurz durch das Zimmer in dem sich Orsina befindet wimmelt sie jedoch ab und geht weiter. Orsina ist enttäuscht und traurig. Zu diesem Zeitpunkt trifft Odoardo Galotti ein der von dem Ereignis gehört hatte und sofort zum Schloss geritten ist. Er trifft dort auf Orsina und Marinelli. Marinelli begrüßt ihn, sagt ihm unter 4 Augen dass Orsina nicht mehr ganz richtig im Kopf sei und geht hinaus. Orsina erzählt ihm vom Tod Appianis von dem Odoardo nichts wusse und Vergleicht sein Unglück mit ihrem. Sie macht ihm klar in welch schlimmen lage sich emilia befindet. S69. „Der Bräutigam ist Tod… “Odoardo der entsetzt ist sucht nach seinem Gewehr welches er vergessen hat er tastet sich am ganzen Körper nach einer Waffe ab aber findet nichts. Daraufhin gibt Orsina ihm einen Dolch damit Odoardo den Prinzen erstechen kann und somit Orsina und den Grafen rächt und natürlich Emilia vor dem Prinzen rettet. Odoardo steckt den Dolch in die Tasche. Kurz darauf kommt Claudia ins Zimmer und Odoardo schickt sie mit der Gräfin nach Guastalla. Er sagt ihr er wolle Emilia mit zu sich nehmen auf das Land und nicht mehr in die Stadt. Daraufhin treffen der Prinz Marinelli und Odoardo zusammen. Odoardo beschließt Emilia in ein Kloster zu schicken, doch daraufhin verweigert der Prinz ihre Herausgabe. Marinelli erklärt ihm Emilia müsse in besondere Verwahrung in das Haus des Kanzlers Grimaldi bis das Verbrechen vor Gericht geklärt sei. Odoardo ist entsetzt und greift zum Dolch um den Prinzen zu ermorden, doch eine Floskel des Prinzen stimmt ihm um.. Er lässt sich schließlich vom Vorhaben von Marinelli und den Prinzen gänzlich umstimmen . Doch will er vor seiner Abreise noch einmal mit seiner Tochter sprechen.
Emilia ist verzweifelt, bittet ihren Vater, ihr den Dolch zu überlassen, um sich selbst zu töten. Sie fürchtet ihre Unschuld zu verlieren, wenn sie in der Einflußsphäre des Prinzen verweilt. Sie sagt die Unschuld ist zwar "über alle Gewalt erhaben", aber "nicht über alle Verführung. Sie erklärt ihm dass sie schon einmal im Haus der Grimaldis war und es das Haus der Freude sei und sie dort ihre Unschuld nicht lange bewahren kann. Sie überzeugt ihren Vater davon dass ihre Unschuld und ihre Ehre das wichtigste wären und sie diese nicht auf solche Weiße verlieren darf. Sie will sich den Dolch ins Herz rammen doch Odoardo verhindert dies. Sie erinnert ihn dann an die Legende der Römerin Virginia von der ich ja vorhin schon erzählt Odoardo ist nun überzeugt dass es richtig ist dies zu tun und ersticht sie mit dem Dolch.
Der Prinz ist entsetzt als er ins Zimmer geht und die tote Emilia in den Armen ihres Vaters sieht, dieser ersticht sich nicht selbst sondern warnt den Prinzen dass er ihn vor dem Richter aller nämlich Gott erwartet. Der Prinz schiebt alle Schuld an den Vorfällen auf Marinelli, nennt ihn Teufel und schickt ihn hinaus.


Der Prinz:
Typischer Herscher der Aufklärung:
Prinz will Emilia Kaufen typisch für damalige zeit Herscher legt sich einfach nach seinen Bedürfnissen Geliebte zu Heirat war nur als staatlichen Interesse
Er bestätigt dies durch den Satz „Am liebsten kauft ich dich Zauberin von dir selbst!“

Bei ihm zeigt sich ein wichtiger Wert der Aufklärer und zwar dass wer leidenschaftlich ist seinen Verstand nicht benutzten kann. Am besten zu sehen in der Situation als er erfährt dass Emilia Galotti „heute“ heiraten will er gibt Vernunft und Verantwortung auf „Liebster beste Marinelli, denken sie für mich“ (17/23) der Prinz ist so verzweifelt dass ihm alles egal ist und Marinelli freie hand gibt, das heißt die ganze macht die er bestitzt gibt nur damit dieser die Hochzeit verhindern kann

Auch im weiteren verlauf der Geschichte überlässt der Prinz Marinelli das Denken und Handeln. Hierauf wird ich im bezug auf marinelli gleich noch eingehen

Marinelli:

Er steht auf der Seite der typischen Adeligen der damaligen Zeit. Dies wird zum Beispiel deutlich wie er mit dem Grafen Appiani redet und erfährt dass er eine bürgerliche heiraten wird 37/31 „ich sollte meinen dass es sonach umso weniger schwierigkeit haben könne die zeremonie bis zu ihrer zurückkunft auszusetzen…..bis 38/2“ Jedoch benutzt Marinelli im Gegensatz zum Prinzen seinen Verstand.
Er bietet dem Prinzen an alles für ihn zu tun um die Hochzeit zu verhindern
Im weiteren Verlauf der Geschichte redet er sich aus allen Missgeschicken raus und überzeugt den Prinzen immer wieder von seiner Richtigkeit bzw Unschuld.
Z.b als der Plan scheitert den Grafen Appiani als Boten nach Massa zu schicken ist der Prinz enttäuscht und macht ihm vorwürfe. Doch anstatt sich dem Prinzen zu unterstellen verteidigt sich marinelli, versucht anerkennung zu erlangen und macht gegenvorwürfe. z.B. „Ich sagte ihm dinge über die er sich vergas ich vorderte Genugtuung“ (Mann könnte auch sagen dass Marinelli auklärerisch handelt indem er sich nicht dem Prinzen unterstellt sondern sich verteigigt)
Ein Weiterer Punkt an dem dies zu erkennen ist ist wie marinelli 42/35 den Prinzen schrittweise in die Idee seines neuen Plans, den Wagen in dem das Brautpaar sitzt zu überfallen und Emilia auf das Schloss zu retten,einweiht. Hierzu kurz eine textstelle 42/34 – 43/4. Der Prinz verspottet zunächst Marinelli doch noch wärend der Prinz marinelli verspottet wird Marinellis plan verwirklicht was an Schüssen zu erkennen ist.
Der Clou an der Sache ist, dass Marinelli den Prinzen noch kurz vorher um die Billigung des (dem Prinzen bis dahin noch unbekannten Plans) gebeten hat und diese erhalten hat. Marinelli steht so also als erfolgreicher Planer und Macher da.
Außerdem lässt er den Prinzen kaum richtig zu Wort kommen er ist Herr der Situation und schickt den Prinzen fort (wie wenn dieser sein Untertan wäre).

Emilia Galotti:
Emilia ist ganz und gar nicht im Sinne der Aufklärung erzogen worden.
Emilia hat keinen eigenen Willen sie lässt sich von ihrer Mutter alles sagen und glaubt ihr alles dies beweist die Aussage „ Sie wissen meine Mutter wie gern ich ihren besseren Einsichten mich in allem unterwerfe“ alles.z.B als sie von der Kirche nach Hause kommt ist sie aufgeregt wegen der Annäherung des Prinzen. Dies will sie Graf Appiani erzählen doch die Mutter will nicht dass dieser erfährt dass der Prinz emilia so heftig begehrt. Deswegen redet claudia emilia dieses vorhaben aus.mit den Worten „Schwachheit verliebte Schwachheit. Sag ihm nichts, Lass ihm nichts merken.“ Die so erzogene Emilia sagt daraufhin „Nun ja meine Mutter! Ich habe keinen Willen gegen den Ihrigen“

30/18. Emilia hat zwar den richtigen Gedanken, nämlich ihren zukünftigen Ehemann nichts zu verschweigen und es ihm zu erzählen jedoch lässt sie sich von ihrer Mutter alles ausreden und fühlt sich danach besser. Sie ist von den Ansichten ihrer Mutter dann so überzeugt, dass ihr ihr eigenes Verhalten lächerlich vorkommt, dies bestätigt sie durch den Satz „Was für ein albernes furchtsames Ding ich bin“ ebenso sagt sie „so müsste ich meiner Furcht vollends lächerlich vorkommen“
Man sieht hier die Art von Erziehung gegen die die Aufklärer waren.
Im weiteren Verlauf des Satzes macht sie deutlich wie wichtig ihr es ist als tugendhaft zu gelten sie sag „Nun soll er gewiss nichts davon erfahren mein guter Appiani! Er könnte mich leicht für mehr eitel als tugendhaft halten“.

Emilia hat also keinen eigenen Willen und lässt sich von jedem herumschubsen.
Fast alle Teilnehmer des Trauerspiels bestimmen über sie. Sie wird während des ganzen Stückes gehetzt ( Kirche, Flucht, "Sicherungsverwahrung" bei den Grimaldis).
Erst im letzten Moment des zeigt Emilia eine aufklärerische Seite.
Als ihr Vater ihr sagt sie solle in den Händen ihres Räubers dem Prinzen bleiben sprudelt es richtig aus ihr raus hierzu möchte ich mal ein paar textstellen vorlesen.S84/27 „Gut lassen sie mich nur;ich will doch sehn wer mich hält, wer mich zwingt, wer der mensch ist der einen menschen zwingen kann.“ Sie lehnt sich richtig gegen den Adel auf.
Odoardo sag ihr dass der Prinz sie aus den armen der eltern reißen will und zu den Grimaldis bringen will. Emilia daraufhin S85/8„Reißt mich? Bringt mich? Will mich reißen will mich bringen? Als ob wir keinen willen hätten mein Vater!“

Emilia übt hier richtig Kritik am Adel und enzieht sich somit der Bevormundung des Adels! Was wie ihr wisst auch ein Wert der Aufklärer ist.
Odoardo sagt ihr daraufhin dass er den Prinz schon ermorden wollte und zeigt ihr den Dolch. Hier fällt sie wieder in ihr altes tugendhaftes Denken zurück. Sie will nicht dass der Prinz getötet wird der ein lasterhaftes leben führt sondern sie will sich umbringen um ihre Unschuld und Ehre zu bewahren. Ihr wisst ja schon wie es ausgeht sie weißt auf die Legende der Römerin Virginia hin mit dem Satz habe mit dem Satz S86„Wohl gab es einen Vater der seine Tocher von der Schande zu retten, ihr den ersten den besten Stahl in das Herz senkte alle solche Taten sind von ehedem solcher väter gibt es keinen mehr“., Odoardo ist nachdem er diesen satz gehört hat ebenfalls davon überzeugt das richtige zu tun und ersticht sie.
Emilia flieht also praktisch durch ihren Suizid aus der Unmündigkeit.
Man kann ihren Tod als Folge ihrer falschen Erziehung sehen denn hätte Emilia gelernt ihren eigenen Verstand zu benutzten und ihren eigenen Willen durch zu setzen, hätte sie sich aus dieser Misere retten können.

Odoardo Galotti:

Odoardo war eigentlich für die damalige Zeit ein typischer Vater. Er ist das Oberhaupt der Familie und absolute Autoritätsperson er wird nicht nur von seinerm Kind sondern sogar von seiner Ehefrau gesietst.
Wie man gerade als ich näher auf Emilia eingegangen bin vielleicht schon gemerkt hat, ist sich Odoardo nicht ganz schlüssig auf welcher Seite er steht.
Zunächst als er ankommt will er seine Frau und Emilia sehen und mit ihnen reden, als Orsina ihm klar macht in welcher Lage sich Emilia befindet, wird Odoardo zornig und wütend darüber, dass der Prinz die tugendhaftigkeit Emilias verletzen will und will den Prinzen umbringen. Im Gespräch mit dem Prinzen und Marinelli will er zunächst seinen eigenen Willen durchsetzen, was zum Beispiel folgender Satz zeigt S78/29 „Prinz die väterliche Liebe teilet ihre sorgen nicht gern ich denke ich weiß es was meine Tochter in ihren jetzigen umständen einzige ziemet. Entfernung aus der welt ein kloster so bald als möglich“
Der prinz ist daraufhin entsetzt und frägt nach „Ein Kloster?“
Odoardo antwortet ihm darauf „bis dahin weine sie unter den Augen ihres Vaters“
Der Prinz gesteht im daraufhin ein 79/4 „bringen sie ihre Tochter Galotti wo hin sie wollen“
Odoardo steht zunächst als Sieger da doch marinelli will ihn überzeugen er sagt Emilia müsse noch Untersuchungen unterzogen werden im Bezug auf den Überfall nicht dass sie mit schuldig wäre weil ein nebenbuhler also ein Geliebter von ihr mit ihrer Hilfe den Überfall angezettelt hätte“ Odoardo lässt sich davon beeinflussen und beschließt Emilia wieder zu ihrer Mutter zu bringen. Doch das passt Marinelli noch nicht er erzählt Odoardo von seinem Vorhaben sie zu den Grimaldis zu bringen. Wie wir wissen reagiert Odoardo mit entsetzen und greift zum Dolch mit den Worten 81/17 „O wie fein die Gerechtigkeit ist! vortrefflich!“ darauf sagt der Prinz jedoch „Fassen sie sich, lieber Galotti“ Odoardo besinnt sich daraufhin wieder auf tugendhaftes denken „Das sprach sein Engel!“ sagt er und lässt den Dolch wieder zurück in die Tasche gleiten. Sein tugendhaftes bürgerliches Ehrgefühl hindert ihn schließlich daran die Tat du begehen. Letztendlich lässt er sich von Marinelli und dem Prinzen gänzlich umstimmen und befürwortet diese auch noch z.B. mit der Aussage 82/7 „ wenn emilia verwahrt werden muss, so müsse sie in dem tiefsten kerker verwahret werden. Dringen sie darauf,ich bitte sie.“
Hier sieht man das zwiespältige Wesen Odoardos erst will er sich der Bevormundung des Adels entziehen und lehnt sich gegen das Vorhaben des Prinzen bzw marinellis vorhaben auf, will den prinzen sogar ermorden. Doch dann lässt er sich vom Prinzen umstimmen und am Schluss ist er schließlich voll und ganz der Meinung der beiden.
Dieses zwiespältige Wesen tritt ein weiteres mal im Gespräch mit Emilia auf. Zunächst ist er davon überzeugt die müsse zu den Grimaldis doch als Emilia Kritik am Adel übt schlägt er sofort wieder auf ihre Seite um. Er ist begeistert will sie umarmen er sagt zu ihr 84/35 „Ha wenn du so denkst lass dich umarmen meine tochter ich hab es immer gesagt das weib wollte die natur zu ihrem meisterstück machen aber sie vergriff sich im tone sonst is alles besser an euch als an uns.“ er ist jetzt wieder voll und ganz ihrer Meinung sogar seine Rolle als Vater und Autoritätsperson lässt er hier außer acht indem er sie für schlauer erklärt. Daraufhin sagt er ihr dann eben dass er den prinzen schon mit dem dolch erstechen wollte. Wie ihr erfahren habt will emilia nicht dass der prinz umgebracht wird sondern sie damit ihre ehre und unschuld bewahrt wird. Der Vater lässt sich mit dem hinweis auf die Legende die ich ja schon 2 mal erwähnt habe wieder umstimmen und ersticht sie.

Claudia Galotti:

Claudia kann aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden einerseits als die antiaufklärerrische Mutter die Emilia nur Tugend lehrt und ihren Willen nicht beachten bzw unterdrückt wie man bei der Stelle in der sie emilia ausredet mit dem Grafen zu reden sieht. Anderseits kann man sie auch als aufklärerischer mensch bzw mensch der seinen verstand benutzt sehen. Dies beweist die Stelle in der sie begreift was das Vorhaben von Marinelli war, nämlich Emilia durch den Überfall auf die Kutsche zum Prinzen aufs Schloss zu bringen. 59/22ff. „ Es ist ein geplanter Mord verübt worden“
Claudia entdeckt Marinelli als Urheber des Mordkomplotts und den Prinzen der mit seiner Begierde dahinter steht. Marinellis Pläne sind dadurch zum scheitern verurteilt.

Appiani:
Appiani hat definitiv Züge eines aufegklärten Menschen; er ist ein Graf will aber dem höfischen Leben den Rücken kehren und will eine Bürgerliche heiraten, das heißt er legt keinen Wert mehr auf die Ständeklausel welche besagt das Adelige nur unter Adeligen heiraten sollen.
Hier ist der von den Aufklärern vertretene Wert „ Die Toleranz unter den Menschen“ zu erkennen. Appiani handelt aus Liebe zu Emilia nicht aus staatlichem interesse wie der Prinz.
Außerdem lässt er sich nichts vom Prinzen sagen. Als Marinelli von ihm verlangt er solle nach Massa gehen lehnt er dieses wegen der Hochzeit ab. Marinelli drängt darauf und versucht ihn zu überreden, will ihn darauf aufmerksam machen dass der Prinz sein herr ist,. Der Grad sagt daraufhin etwas womit er zeigt dass er sich nicht vom ihm höheren Adel unterdrücken lässt und zwar 37/11 „Der Befehl des Herrn? Des Herrn? Ein herr den man sich selber wählt, ist unser herr so eigentlich nicht ich gebe zu dass sie dem prinzen unbedingtern gehorsam schuldig wären aber nicht ich ich kam an seinen hof als ein freiweilliger ich wollte die ehre haben ihm zu deienen aber nicht sein sklave werden.“
Marinelli versucht ihn weiterhin zu überzeugen, dass Emilia ihm gewiss bleiben wird da sie eine bäuerliche ist. Das Gespräch erhitzt sich und endet schließlich in Beleidigungen und einer Forderung eines Duells durch Marinelli welche der Graf annimmt.

Appiani war vor diesem Gespräch ein wenig unsicher und ernst und verägert über sich und seine Freunde ist, welche meinen er sollte dem Prinzen von seiner Hochzeit erzählen, was er nicht gemacht hat. Er machte sich Gedanken ob es richtig wäre dem Prinzen der ihm eigentlich schon höher steht von seiner Hochzeit zu berichten. Hier sieht man dass Appiani noch teilweise vom alten Denken beeinflusst ist.
Doch nach dem Gespräch bzw am Ende eher ein Streit mit Marinell ist er jedliche Bedenken gegenüber des Prinzen los.


Gräfin Orsina:

Gräfin Orsina ist eine typische Frau der Aufklärung. Praktisch eine Aufklärerin bzw eine Philosophin.
Sie ist traurig darüber, dass der Prinz sie nicht mehr beachtet, nicht mehr liebt. Sie will dieses Fehlen der Liebe mittels ihrem Verstand erklären dies will ich euch anhand einiger Textstellen verdeutlichen, ebenso erkennt Marinelli hier dass sie eine Philosophin ist was sie daraufhin bestätigt. S60/43 ff bis S62/1. An diesem Ausschnitt sieht man sehr deutlich dass Orsina eine Frau mit Verstand ist. Man sieht dass sie für Gleichberechtigung ist, sie findet es z.B ungerecht dass nur der Mann die Autoritätsperson und der Denker ist und Frauen nichts zu sagen haben und nur für den Mann da sein sollen.
Sie übt außerdem Kritik am Herscher der sich einfach Geliebte zulegt wie es ihm gefällt und sie wieder abschafft wenn er sie nicht mehr braucht.
Eine weitere Textstelle die beweist, dass Orsina eine Frau mit Verstand ist möchte ich jetzt vorlesen „ 64/27 – 65/31“ sie deckt hier durch ihr kombinierendes Denken die wahren Hintergründe des Überfalls auf.
Zudem unterstellt sich die Gräfin nicht dem Prinzen, denn als der Prinz das erste mal durch den Raum kommt und ihr sagt er habe keine Zeit für sie, sie solle ein ander mal wieder kommen bleibt sie denn noch da, Marinelli will sie schließlich hinausschicken doch sie sagt auf seine Frage 67/35„Vergessen sie was ihnen der prinz selbst befohlen hat?“ mit 68/1 „Er komme und befehle es mir noch einmal. Ich erwarte ihn“ Sie zeit damit also dass sie sich das nicht vom Prinzen gefallen lässt. Sie lehnt sich praktisch gegen ihn auf.

5. Zusammenfasender Gedanke
Lessing beschreibt den Konflikt zwischen Adel und Bürgertum. Er kritisiert die Käuflichkeit und Beherrschbarkeit durch Macht (am Beispiel des Prinzen) und die Einstellung der einfachen, mit bürgerlichen Moralvorstellungen ausgestatteten Familien am Beispiel des Landadels bzw Bürgertums also hier die Galotti: der Eigenwille des Kindes und sein Wunsch nach freier Entwicklung der eigenen Triebe und Fähigkeiten tritt hinter dem inneren Zwang zur unbedingten Pflichterfüllung zurück. Vor allem also kritisiert Lessing hier im Sinne Kants sapere aude Mut den eigenen Verstand zu benutzen, die Unmündigkeit des Bürgertums. Emilia ist nicht in der Lage, eine eigenständige und möglicherweise lebensrettende Entscheidung zu treffen, da die Erziehung durch ihre Eltern sie nicht dazu in die Lage versetzt hat. Von jeher gewöhnt, behütet und umsorgt zu werden und keine einzige Entscheidung selbst treffen zu dürfen, kann Emilia gar nicht auf ihr eigenes Urteil oder auf ihren eigenen Willen vertrauen.
Durch Appiani zeigt er dass es damals auch adelige gab die im Sinne der Aufklärung handelten.
Lessing verdeutlicht an der Figur Odoardo, wie sehr sich das Bürgertum des 18. Jahrhunderts im Umbruch befand. Odoardo zeigt zwar schon Ansätze eines "neuen" rationalen Denkens. Entscheidet sich allerdings letztlich mit dem Mord an seiner Tochter für den Bestand seiner Familienehre und verfällt in "altes" irrationales Denken und Handeln zurück.


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