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3 Hausarbeiten geschrieben, keine bestanden. Was tun?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> 3 Hausarbeiten geschrieben, keine bestanden. Was tun?
 
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dragonfly
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 164
Wohnort: Konstanz

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2007 - 22:19:05    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:

Zu viel Eigenes kann auch mal schnell daneben gehen. Ist in wissenschaftlichen Hausarbeiten mit vorgegebener Lösungsskizze jedenfalls gefährlich.


Dazu fällt mir ein, was ein Prof von uns erzählt hat.
Während seiner Studienzeit hat er auch mal in einer Hausarbeit sehr viele eigene Überlegungen einfließen lassen.
Der Korrektor hat dies mit 2 Punkten bewertet. Der Prof, der das nachkorrigiert hat, hat die 2 Punkte durchgestrichen und 16 oder 17 draus gemacht.
Anscheinend kann nicht jeder ein "Genie" erkennen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2007 - 22:23:32    Titel:

Jap, genau das ist das Problem. Viele Korrektoren halten sich strikt an die Lösungsskizze, weil sie einfach keinen bock haben, sich mit eigenständigem Arbeiten von Studenten auseinanderzusetzen. Dass das aber gerade deren Aufgabe sein soll, wird dabei übersehen... Rolling Eyes
Ein guter Korrektor setzt sich auch mit neu eingebrachten Gedanken auseinander.
Nur leider sollte man eben nicht drauf hoffen, einen guten Korrektur zu bekommen und sich daher von solchen "Experimenten" eher fernhalten. Die Möglichkeit kann man sich für die Doctorarbeit aufheben Wink .
mallorca
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2007 - 23:20:48    Titel:

Ich hab gehört, dass überlegt wird, an meiner Uni die Korrekturassistenten besser zu bezahlen. Angeblich kriegen die nur 2 oder 3 € pro Arbeit und mehr Geld würde natürlich auch deren Ansporn erhöhen, sich mit anderen Lösungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.
Außerdem ist es leider oft so, dass die Lösungsskizzen der Profs sehr dürftig sind und zu einem Problem nur 1,2 Schlagwörter enthalten. Hat man diesen Begriff nicht, ist es oft falsch, auch wenn man es nur anders ausgedrückt hat.
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
Beiträge: 2206

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2007 - 23:30:10    Titel:

marina: ja genauso hab ich's gemeint.

aber ich dachte es gibt in jura eine skala von 1 - 15?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2007 - 08:37:23    Titel:

mallorca hat folgendes geschrieben:
Ich hab gehört, dass überlegt wird, an meiner Uni die Korrekturassistenten besser zu bezahlen. Angeblich kriegen die nur 2 oder 3 € pro Arbeit und mehr Geld würde natürlich auch deren Ansporn erhöhen, sich mit anderen Lösungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.
Außerdem ist es leider oft so, dass die Lösungsskizzen der Profs sehr dürftig sind und zu einem Problem nur 1,2 Schlagwörter enthalten. Hat man diesen Begriff nicht, ist es oft falsch, auch wenn man es nur anders ausgedrückt hat.


Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Oftmals lesen die Korrektoren auch nicht detailliert die Arbeit durch, sondern überfliegen nur. Das merkt man daran, dass Mängel im Gutachtenstil häufig gar nicht beachtet werden. Finde ich auch nicht so korrekt.
Im Examen soll das mit der Willkür übrigens auch nicht anders sein. Meine AG-Leiterin meinte zu uns, dass die Richter, welche auch Examensklausuren korrigieren, besonders "knauserig" seien, weil sie die Klausuren auf jeden Fall in der "bezahlten Zeit" durchhaben wollten... und der Zweit-Korrekor dann noch die Einstellung habe, bloß nicht abweichen zu wollen (da er sonst eine Stellungnahme dazu schreiben muss). Finde ich schon etwas deprimierend, sowas zu hören.
Ganz heikel wird es dann, wenn die Lösungsskizzen falsch sind, weil die Klausursteller sich nicht mehr absprechen dürfen (wie in Berlin seit dem "Skandal" im 2. Examen, bei dem einige Richter ihren AGs ein wenig zu viele Tipps für die Examensklausur gegeben hatten und das aufgeflogen ist, weil die Prüflinge exakt dieses Urteil in die Klausur mitgenommen haben und damit aufgeflogen sind).

Viviane21 hat folgendes geschrieben:
marina: ja genauso hab ich's gemeint.

aber ich dachte es gibt in jura eine skala von 1 - 15?


Es gibt eine Skala von 1-18. Mit 1-3 ist man durchgefallen, der Rest ist bestanden. Allerdings werden Noten ab 14/15 Punkten so gut wie nie vergeben (wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen). 11-13 ist aber durchaus noch realistisch.
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2007 - 09:33:59    Titel:

@Marina85

Du meinst: 0-18




@lalelu85w
besorg Dir mal Karteikarten mit Gliederungen/Lösungsskizzen und vergleich dann den Aubau bei Dir
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2007 - 09:47:15    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
(...) Im Examen soll das mit der Willkür übrigens auch nicht anders sein. Meine AG-Leiterin meinte zu uns, dass die Richter, welche auch Examensklausuren korrigieren, besonders "knauserig" seien, weil sie die Klausuren auf jeden Fall in der "bezahlten Zeit" durchhaben wollten... und der Zweit-Korrekor dann noch die Einstellung habe, bloß nicht abweichen zu wollen (da er sonst eine Stellungnahme dazu schreiben muss). Finde ich schon etwas deprimierend, sowas zu hören. (...)

Zumal die Zweitkorrektur ja auch nicht mehr verdeckt korrigiert wird. Früher war es so, dass der Zweitkorrektor die Bewertung des Erstkorrektoren gar nicht wusste (aus Kostengründen gestrichen). Teilweise gingen über die Hälfte der Arbeiten in den Stichentscheid, weil die Beurteilungen so stark abwichen. So zumindest mein derzeitiger ZPO-Dozent. Die derbste Abweichung sei bei ihm eine Arbeit im 2. StEx gewesen: Erstkorrektor durch Uni-Prof 17 (!), Zweitkorrektur durch Praktiker 4 Punkte. Das muss man sich wirklich mal vorstellen.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2007 - 11:42:15    Titel:

Och, mach dich nicht selbst verrückt. Glaub auch nicht, dass es so ratsam ist während der Semesterferien nur mit Hausarbeiten beschäftigt zu sein. Da braucht man dann auch mal wieder ne Ruhepause um genug Elan zu haben.

Am besten die Hausarbeit mitschreiben, deren Sachverhalt am interessantesten erscheint.

Gut in der Praxis kann man sich die Fälle nicht aussuchen, aber für n Hausarbeit bringts was, wenn man an der Problematik etwas Spaß und Interesse hat.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2007 - 11:55:04    Titel:

Gibt es Hausarbeiten ohne interessanten Sachverhalt? Habe ich zumindest in Mainz noch nie erlebt. Entweder springen einem sofort juristische Raffinessen ins Auge oder aufgrund des Praxisbezuges scheint der - auf den ersten Blick zumindest wertungsmäßig klare - Fall Tücken zu bergen, denen man nachgehen möchte. Ich würde die Entscheidung daher eher nach einem klausurmäßigen Beackern der Sachverhalte treffen: Sind die Knackpunkte klar, habe ich Lust, mich damit 4-6 Wochen zu beschäftigen?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2007 - 17:36:04    Titel:

woodstock. hat folgendes geschrieben:
@Marina85

Du meinst: 0-18


Stimmt Wink . Aber ich denke, 0 Punkte sind schon recht selten... Das kann einem eigentlich nur passieren, wenn man nicht erscheint oder ein leeres Blatt abgibt. Die 0 habe ich aus Versehen unterschlagen, weil viviane auch 1-15 sagte Smile .
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