Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Schadensersatz bei Unmöglichkeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Schadensersatz bei Unmöglichkeit
 
Autor Nachricht
nummer10
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 21.12.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2007 - 17:07:58    Titel: Schadensersatz bei Unmöglichkeit

Hallo,

Ich mache gerade eine Fortbildung zur Marketingfachkauffrau und habe nächste Woche mündliche Prüfung in Recht. Ich habe "kleinere" Verständnisprobleme und hoffe, dass mir hier vielleicht jemand helfen kann...

Folgender Fall:
Der Verkäufer kann nicht liefern, weil der Vertragsgegenstand zerstört wurde (z.B. ist sein Warenlager abgebrannt), s.g. Unmöglichkeit. Er hat nicht fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt. Laut §275 BGB ist somit der Anspruch des Gläubigers auf die Leistung ausgeschlossen.
Wenn ich §280 BGB richtig verstanden habe, haftet der Schuldner ja nur, wenn er die Pflichtverletzung zu vertreten hatte, er kann in diesem Fall aber ja nichts dafür, dass er nicht liefern kann.
Welche Schadensersatzansprüche hat der Gläubiger in so einem Fall?
- Muss der Verkäufer dem Gläubiger z.B. die Differenz zahlen, wenn der Gläubiger sich die Ware bei einem anderen zu einem höheren Preis besorgt?
- Oder muss der Verkäuer für Schadensersatzansprüche haften, die gegen den Gläubiger entstehen, weil dieser die nicht erhaltene Ware weiterverarbeiten und verkaufen wollte, was nun nicht mehr möglich ist und er so bei seinen Kunden in Lieferungsverzug gerät?
- Oder hat der Gläubiger einfach "Pech gehabt", weil der Verkäufer nichts dafür kann, dass er die Leistung nicht erbracht hat?

Macht es hier außerdem einen Unterschied, ob es sich um einen Verbrauchsgüterkauf oder um B2B handelt?

Über meinem Kopf kreisen riesengroße Fragezeichen, für jegliche Hilfe wäre ich wirklich seeeehr dankbar... Smile
StR-Tobi
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2007 - 23:18:49    Titel:

Nun, bei dir handelt es sich um einen Fall zufälligen Untergangs. Schadenansprüche gegen den Schuldner scheiden hier grundsätzlich aus. Etwas anderes kann sich nur ergeben, wenn der Schuldner sich im Verzug befand (vgl. § 287 BGB) oder individualvertragliche Vereinbarungen getroffen wurden, die von den gesetzlichen Regeln abweichen.

Hier spielt keine Rolle, ob es sich um einen Verbrauchsgüterkauf handelt oder nicht. Das ist eher bei der Frage interessant, wer die Preisgefahr trägt (vgl. §§ 446 f. BGB).
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Schadensersatz bei Unmöglichkeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum