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klausurfrage
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qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2007 - 02:59:07    Titel: klausurfrage

hier mal zwei kleine anfängerfragen die sich mir bisher irgendwie noch nicht so ganz erschlossen haben:

1. man hat ja immer den grundaufbau von A) Anspruch entstanden B) Anspruch nicht untergegangen C) Anspruch durchsetzbar

Jetzt hatte ich gelesen, dass man diese Punkte grundsätzlich immer alle ansprechen muss. Auch wenn zB ganz offensichtlich nichts unter Punkt B) oder C) problematisiert werden kann/muss.

Wenn ich mir in Fallbüchern oder im Internet Musterlösungen anschaue wird das oftmals aber gar nichts erwähnt. In widerrum anderen Lösungen hingegen schon.

Ist es dann ratsam in einem Satz trotzdem in der Klausur dies abzuhandeln?




2. In wie weit sollte man innerhalb der Klausur die Gliederung deutlich machen, zB. durch Überschriften? Habe auch dazu verschiedene Ansätze gesehen angefangen von gar keinen Überschriften bis hin zu Überschriften für jeden einzelnen Absatz. Irgendwie erscheints mir so als würds jeder anders machen, oder ist es einfach egal wie mans macht?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2007 - 07:30:07    Titel:

Ich würde sagen: Das ist grundsätzlich alles Geschmackssache.

Überschriften gebe ich teilweise. Im Strafrecht schreibe ich immer Objektiver Tatbestand, Subjektiver Tatbestand, RWK, Schuld (wobei RWK und Schuld ohne Überschrift später in einem Satz als gegeben abgehakt werden kann) und wenn ich noch Zeit habe, gebe ich noch einzelnen Tatbestandsmerkmalen/Prüfungspunkten Überschriften (Wegnahme, Kausalität etc.). Ist aber alles nicht erforderlich, dient lediglich der Übersichtlichkeit. Entscheidend kommt es auf den Inhalt an.

Anspruch entstanden, Anspruch erloschen/untergegangen, Anspruch durchsetzbar benutze ich so gut wie nie - erstrecht nicht, wenn keine Einwendungen und Einreden bestehen. Ist m.E. unnötige Zeitverschwendung. Mir wurde auch gesagt, diese Begrifflichkeiten sollten nur eine Orientierungshilfe sein für die Prüfungsreihenfolge und müssten nicht erwähnt werden. Am Anfang (im Schuldrecht) habe ich es aber trotzdem gemacht, weil man da oft § 275 BGB prüft (= Einwendung). Habe mir das aber "unbewusst" danach abgewöhnt.

Bei manchen Ansprüchen wird dieser Aufbau gar nicht empfohlen, z.B. § 985 BGB (Herausgabeanspruch). Da prüft man einfach sofort: Vindikationslage: Besitzer? Eigentümer? Recht zum Bestitz? Wenn man da mit Anspruch entstanden usw. anfängt, wird's nur unübersichtlich.

Das, was allerdings jeder Korrektor gerne sieht und was der Klausur gleich einen positiven Eindruck gibt, ist, wenn du unter jedem Prüfungspunkt eine Zeile frei lässt (auch zwecks Übersichtlichkeit). Das ist wichtiger als Überschriften.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2007 - 13:14:46    Titel:

Zu Frage 2) vgl. auch http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/142729,0.html.

Ich rate nach wie vor zu einem bewussten und sparsamen Gebrauch von Überschriften. Ein Kumpel hat erst kürzlich eine Klausur mit dem Vermerk "Überschriften ersetzen keine Obersätze" zurückbekommen. So eine Anmerkung ist ein Todesstoß, ehe einem so was passiert sollte man lieber gänzlich auf Überschriften verzichten, um sich vor solchen Schleifern zu schützen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2007 - 13:23:43    Titel:

Zu manchen Beiträgen im Link von Tobi kann ich sagen, dass ein Korrektor mir mal dran geschrieben hat, als ich keine einzige Überschrift verwendet habe, dass ich dies doch bitte zukünftig machen solle, zwecks Übersichtlichkeit (hat sich allerdings nicht auf die Note ausgewirkt).
Ein paar Überschriften wie TB, RWK, Schuld sollten also schon drin sein. Man muss es ja nicht gleich übertreiben.

Wenn man Überschriften verwendet, sollte man allerdings meiner Ansicht nach auch unterstreichen und das nimmt dann schonwieder zu viel Zeit in Anspruch. Mache das zwar auch nicht immer, sieht aber nicht schön aus.
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2007 - 14:11:21    Titel:

Zitat:
Anspruch entstanden, Anspruch erloschen/untergegangen, Anspruch durchsetzbar benutze ich so gut wie nie - erstrecht nicht, wenn keine Einwendungen und Einreden bestehen. Ist m.E. unnötige Zeitverschwendung. Mir wurde auch gesagt, diese Begrifflichkeiten sollten nur eine Orientierungshilfe sein für die Prüfungsreihenfolge und müssten nicht erwähnt werden. Am Anfang (im Schuldrecht) habe ich es aber trotzdem gemacht, weil man da oft § 275 BGB prüft (= Einwendung). Habe mir das aber "unbewusst" danach abgewöhnt.


heißt das also, dass ich, wenn bspw keine Einwendungen bestehen, auch nicht sagen muss dass diese nicht bestehen? oder muss das dann trotzdem erwähnt werden?


wie sieht das dann eigentlich bzgl Überschriften in der Hausarbeit aus, muss ich dann dort wesentlich mehr darauf achten?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2007 - 15:35:00    Titel:

qwertz hat folgendes geschrieben:

heißt das also, dass ich, wenn bspw keine Einwendungen bestehen, auch nicht sagen muss dass diese nicht bestehen? oder muss das dann trotzdem erwähnt werden?


Also, ich mache das, wie gesagt, nicht. Man könnte aber schreiben: "Einwendungen und Einreden bestehen nicht". Wenn keine Einwendungen bestehen, Einreden aber schon, dann schreibe ich erst "Anspruch entstanden" und darunter sofort "Anspruch durchsetzbar". Man kann da flexibel sein.

qwertz hat folgendes geschrieben:

wie sieht das dann eigentlich bzgl Überschriften in der Hausarbeit aus, muss ich dann dort wesentlich mehr darauf achten?


In HA gebe ich immer Überschriften, allein schon wegen der Gliederung (Überschrift in Gliederung = Überschrift im Text).
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