Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Kant: Imperative sind Gebote der Vernunft
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Kant: Imperative sind Gebote der Vernunft
 
Autor Nachricht
Ständigfragender
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2008 - 16:37:28    Titel: Kant: Imperative sind Gebote der Vernunft

Hallo Leute!

Ich bin echt am verzweifeln, bei diesen Thema. Ich habe mir schon die Videos von BR-Alpha angeguckt, Wikipedia befragt und und und, aber ich komm einfach nicht weiter. Die Frage lautet:

"wie sähe das Leben eines Menschen aus, dessen Leben fast nur von Imperativen bestimmt wäre"


Zuletzt bearbeitet von Ständigfragender am 08 Jan 2008 - 18:24:00, insgesamt einmal bearbeitet
perseus
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 584
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2008 - 16:44:25    Titel:

Du sollst die Suchfunktion im Forum verwenden.

Denk mal über diesen Imperativ nach und ob er dein Leben verändert hat. Wink
Ständigfragender
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2008 - 20:11:23    Titel:

Ich habe in der Sufu nix zu meiner konkreten Frage gefunden oder bin ich zu blöd, wenn du einen Ansatz hast, hättest du ihn doch schon posten können, das hätte mir wirklich mehr geholfen. (Natürlich war deine Antwort nicht böse gemeint, das weiß ich ja, also auch nicht das jetzt von mir böse nehmen.)
+Laura-Marie+
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2008 - 22:49:18    Titel:

Ich glaube, Du hast Perseus falsch verstanden. Seine Aussage

"Du sollst die Suchfunktion im Forum verwenden"

sollst Du als Imperativ nehmen. Du sollst Dir vorstellen, inwieweit dieser Imperativ dein Leben dein Leben verändert bzw beeinflusst (das ist krass ausgedrückt, aber dient dazu, es Dir verständlich zu machen)
perseus
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 584
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2008 - 14:59:31    Titel:

"Diesen" bezieht sich nicht auf den von mir zuvor verwendeten Imperativ, sondern explizit auf "diesen Imperativ" und es sollte ein Scherz sein. Außerdem meinte ich eigentlich, dass im Forum threads mit Fragen zu Kant bereits bestehen, und dass einige Diskussionen stattfinden, an denen du dich auch beteiligen kannst. Meiner Meinung nach ist das die effektivere Methode, weil du nicht so immanent arbeitest.
Ich habe bisher noch nicht viel von Kant gelesen, was jedoch nicht heißt, dass ich nicht nachvollziehend könnte, wie denn ein Leben wäre, welches nur durch Imperative bestimmt ist. Schließlich verwende ich es auch in einigen Lebensbereichen, bewusst wie unbewusst, bevor ich Kant überhaupt kannte. Der Imperativ regt ja zum Nachdenken an: "Du sollst Schiller lesen!" könnte meiner Ansicht nach zutreffen, es ist als allgemein gültiges Gesetz, vertretbar. Schiller, mit hoher Wertschätzung für Kant, kritisierte u. a. sein Gedankengut.

Für mich habe ich entschieden z. B „Ich will Schiller lesen!“, „Ich will meinen Müll trennen!“ oder „Ich will eine gute Mutter sein!“ usw. zu verwenden. Es wirkt sich positiv auf mein Leben aus. Du sollst ja lt. Aufgabenstellung selbst drüber nachdenken. Klar, vielleicht schaut hier eine/r rein und beantwortet die Frage mit zwei drei alles erklärenden Sätzen, aber ich glaube, dass es effektiver wäre, wenn du persönlich einen Versuch starten würdest zu recherchieren und dir eigene Gedanken machst, sonst ist ja ein Mittel zum Zweck!
Ständigfragender
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2008 - 15:52:30    Titel:

Sryyyyyy, man, man, man ihr habt ja recht. Perseus, mir ist beim Mittagessen plötzlich eingefallen, was du meintest (ja heute gab's spät Mittag^^). Ich sofort am PC gerannt, und ich will mich jetzt hiermit entschuldigen, du hast mir tatsächlich sehr geholfen^^).
perseus
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 584
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2008 - 16:28:02    Titel:

Ja stark, aus Demtröder, Experimentalphysik 4 von Springer:
Zitat:
Nach dem ersten Nachweis einer künstlichen Kernumwandlung bei Beschuss von Stickstoff-Kernen mit alpha-Teilchen durch Rutherford 1919 konnte Patrick Maynard Blacksett solche Kernreaktionen in der von Charles Thomson Rees Wilson entwickelten Nebelkammer auch sichtbar machen. Damit konnte zum ersten Mal der alte Traum der Alchemisten, aus unedleren Stoffen Gold herzustellen, realisiert werden, allerdings mit einem Aufwand, der den Preis des so erzeugten Goldes um viele Größenordnungen über den des natürlich gewonnenen Goldes brachte.
Aus der Analyse von Energiebilanzen bei beobachteten Kernreaktionen schloss Rutherford 1924 auf die große Bindungsenergie der Kerne und die Existenz starker Kernkräfte. Als Sir James Chadwick 1932 bei der Untersuchung von Kernreaktionen mit einer Iionisierungskammer das Neutron entdeckte (das Rutherford bereits 15 Jahre vorher postuliert hatte), konnten realistische Kernmodelle entwickelt werden, nach denen die Kerne aus Protonen und Neutronen aufgebaut waren.


Es wäre vorbildlich, wenn man sich mit einem Thema so intensiv auseinander setzt, dass man vorhersagen kann, welche Intention hinter den natürlichen Vorgängen steckt oder was eben ein Autor oder Philosoph aufzeigt. Es müssen ja keine Postulate aufgestellt werden, die sich in einigen Jahren bestätigen.
Ich habe gerade ein solches Erfolgs- und Flow-Erlebnis, dass ich den eben erarbeiteten Stoff sicherlich gut verinnerlichen werde. Wünschenswert, so fähig zu sein, dermaßen zu ahnen.
Ständigfragender
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 06 Jan 2008 - 17:53:40    Titel:

Twisted Evil Confused Shocked Cool
Ja stimmt, wünschenswert.
perseus
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 584
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 07 Jan 2008 - 08:57:13    Titel:

Was mir z. B. zum Verständnis dient, sind Werke anderer großer Denker, die teilweise Kants Schriften kritisch gegenüber standen. Kürzer und verständlicher als Kant:
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=2405&kapitel=1#gb_found

Bedenke, dass Schiller ein Kritiker war und diese Worte Schopenhauers("Über Lesen und Bücher"):

Zitat:
§. 291.

Wann wir lesen, denkt ein Anderer für uns: wir wiederholen bloß seinen mentalen Proceß. Es ist damit, wie wenn beim Schreibenlernen der Schüler die vom Lehrer mit Bleistift geschriebenen Züge mit der Feder nachzieht. Demnach ist beim Lesen die Arbeit des Denkens uns zum größten Theile abgenommen. Daher die fühlbare Erleichterung, wenn wir von der Beschäftigung mit unsren eigenen Gedanken zum Lesen übergehn. Eben daher kommt es auch, daß wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fähigkeit, selbst zu denken, allmälig verliert, – wie Einer, der immer reitet, zuletzt das Gehn verlernt. Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrten: sie haben sich dumm gelesen. Denn beständiges, in jedem freien Augenblicke sogleich wieder aufgenommenes Lesen ist noch geisteslähmender, als beständige Handarbeit; da man bei dieser doch den eigenen Gedanken nachhängen kann. Aber wie eine Springfeder durch den anhaltenden Druck eines fremden Körpers ihre Elasticität endlich einbüßt; so der Geist die seine, durch fortwährendes Aufdringen fremder Gedanken. Und wie man durch zu viele Nahrung den Magen verdirbt und dadurch dem ganzen Leibe schadet; so kann man auch durch zu viele Geistesnahrung den Geist überfüllen und ersticken. Denn selbst das Gelesene eignet man sich erst durch späteres Nachdenken darüber an, durch Rumination. Liest man hingegen immerfort, ohne späterhin weiter daran zu denken; so faßt es nicht Wurzel und geht meistens verloren. Ueberhaupt aber geht es mit der geistigen Nahrung nicht anders, als mit der leiblichen: kaum der funfzigste Theil von dem, was man zu sich nimmt, wird assimilirt: das Uebrige geht durch Evaporation, Respiration, oder sonst ab.

Zu diesem Allen kommt, daß zu Papier gebrachte Gedanken überhaupt nichts weiter sind, als die Spur eines Fußgängers im Sande: man sieht wohl den Weg, welchen er genommen hat; aber um zu wissen, was er auf dem Wege gesehn, muß man seine eigenen Augen gebrauchen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Kant: Imperative sind Gebote der Vernunft
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum