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"Wie markiert ihr eure Gesetzestexte ?"
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> "Wie markiert ihr eure Gesetzestexte ?"
 
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bernie1987
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Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 150

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 11:02:57    Titel: "Wie markiert ihr eure Gesetzestexte ?"

Hallo an alle !

heute mal eine kurze, knackige, nicht-fachliche Frage mit der Hoffnung auf viele hilfreiche Antworten ... Rolling Eyes Wink

Es geht darum, mit welcher Systematik ihr eure Gesetze markiert. Habt ihr ein bestimmtes Farbschema, welche Worte streicht ihr euch an, wie macht ihr Paragraphenverweise etc.
Was hat sich als nützlich (z.B. AGL grundsätzlich blau), was hat sich im Laufe eurer Erfahrung als weniger gut erwiesen ?

Ich z.B. versuche Schlagwörter, die ich z.B. in einer Klausur schnell finden müsste (z.B. in Art. 93 I Nr. 4 a "Verfassungsbeschwerde" farblich anders hervorzuheben, als den "drumherumstehenden" Text. Viele meiner Kommilitonen markieren auch nach Semestern, also fragen sich, wann sie mit einem Paragraph erstmalig in Berührung gekommen sind und markieren dann für Semester 1 z.B. blau, für Semester 2 z.B. grün usw., was natürlich den Vorteil mit sich bringt, dass man sich langes Suchen nach Unterlagen sparen kann.

So, ich muss leider weg ! Würde mich über viele Antworten und eine rege Diskussion freuen !

Grüße an alle

BERND Rolling Eyes Cool Wink Idea Arrow
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 11:13:52    Titel:

Eine offensichtliche Systematik (z.B. alle AGL blau) würde ich vermeiden, da dies in den meisten - wenn nicht sogar in allen - Ländern nicht erlaubt ist. AGL sollte man nach einer Zeit auch ohne Systematik finden können.
In den ersten Semestern habe ich im Staatsrecht bei den Verfahren die einzelnen Merkmale abwechselnd in verschiedenen Farben markiert ("Antragssteller" z.B. als Stichwort für Beteiligtenfähigkeit).
Im Schuldrecht habe ich bei den Normen, z.B. beim Rücktritt die einzelnen Merkmale markiert ("Gegenseitiger Vertrag", "Schuldner", "Leistung", "Fälligkeit", "Frist"). Eine farbliche Systematik habe ich dabei überhaupt nicht.
Mittlerweile unterstreiche ich nur noch mit Bleistift, wenn z.B. ein Begriff besonders problematisch ist oder wenn ich eine Norm noch überhaupt nicht kenne, wichtige Merkmale. Bunt mach ich nur noch bestimmte §§-Überschriften.

§§-Verweise habe ich noch nie verwendet, da sie in meinen Bundesländern nicht erlaubt sind/waren (Rheinland-Pfalz/Berlin).

Der Sinn von Markierungen sollte grundsätzlich nur eine Lesehilfe sein (wichtige §§ finden und ggf. auch schneller die Merkmale finden), nicht aber eine Unterstützung dabei, AGL herauszufinden o.Ä..
Meine Erfarung ist, dass Unterstreichungen am Anfang wichtig sind, z.B. auch im Sachenrecht beim EBV, um das Gesetz lesen zu lernen; wenn man im Rechtsgebiet aber "drin" ist, sind sie nicht mehr erforderlich.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 11:45:47    Titel:

In meine Gesetze darf nur gelber und orangener Textmarker. Ich markiere grundsätzlich §§-Überschriften von wichtigen §§. Meine Hauptfarbe ist grundsätzlich gelb. Ganz wichtige Wörter oder Dinge, die ich gern mal vergesse oder die einfach nicht direkt ersichtlich sind markiere ich orange.

Von irgendwelchen Systemen halt ich Abstand. Ich möchte nicht durchs Examen fallen, weil irgendjemand dahinter kommt. Viele meiner Kommilitonen markieren aber mit 5 verschiedenen Farben und haben da feste Systeme.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 13:15:17    Titel:

Ich nutze mittlerweile fast ausschließlich Bleistiftuntersteichungen. Dabei unterstreiche ich einmal besonders wichtige Stichwörter (die man gerne mal vergisst oder sonst wie fehleranfällig sind), aber vor allem die Tatbestandsvoraussetzungen der jeweiligen Norm.
qwertz
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 13:29:21    Titel:

da ich keine ahnung davon habe: was darf man denn überhaupt markieren? was ist erlaubt und was nicht? (bin aus NRW)
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 16:03:30    Titel:

Manche Landesjustizprüfungsämter veröffentlichen Hinweise dazu, zB Bayern.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 17:17:33    Titel:

Ich unterstreiche gar nicht, dies ist in Berlin nicht zulässig. Daher würde ich auch dir, Marina, den Rat geben, keine markierten Gesetzestexte in Prüfungen zu benutzen, dies gilt m. W. egal in welcher Form die Markierungen sind, als Täuschungsversuch:


Marina85 hat folgendes geschrieben:
Eine offensichtliche Systematik (z.B. alle AGL blau) würde ich vermeiden, da dies in den meisten - wenn nicht sogar in allen - Ländern nicht erlaubt ist. AGL sollte man nach einer Zeit auch ohne Systematik finden können.
In den ersten Semestern habe ich im Staatsrecht bei den Verfahren die einzelnen Merkmale abwechselnd in verschiedenen Farben markiert ("Antragssteller" z.B. als Stichwort für Beteiligtenfähigkeit).
Im Schuldrecht habe ich bei den Normen, z.B. beim Rücktritt die einzelnen Merkmale markiert ("Gegenseitiger Vertrag", "Schuldner", "Leistung", "Fälligkeit", "Frist"). Eine farbliche Systematik habe ich dabei überhaupt nicht.
Mittlerweile unterstreiche ich nur noch mit Bleistift, wenn z.B. ein Begriff besonders problematisch ist oder wenn ich eine Norm noch überhaupt nicht kenne, wichtige Merkmale. Bunt mach ich nur noch bestimmte §§-Überschriften.

§§-Verweise habe ich noch nie verwendet, da sie in meinen Bundesländern nicht erlaubt sind/waren (Rheinland-Pfalz/Berlin).

Der Sinn von Markierungen sollte grundsätzlich nur eine Lesehilfe sein (wichtige §§ finden und ggf. auch schneller die Merkmale finden), nicht aber eine Unterstützung dabei, AGL herauszufinden o.Ä..
Meine Erfarung ist, dass Unterstreichungen am Anfang wichtig sind, z.B. auch im Sachenrecht beim EBV, um das Gesetz lesen zu lernen; wenn man im Rechtsgebiet aber "drin" ist, sind sie nicht mehr erforderlich.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 17:27:49    Titel:

@ Schwarze Strümpfe

Markierungen sind zulässig, sofern sie keinen juristischen oder methodischen Inhalt erkennen lassen; so gilt es für die Staatsprüfung:
http://www.berlin.de/sen/justiz/ausbildung/jpa/1_ex_hilfsm.html
Daraufhin habe ich mit Hinweis darauf beim Prüfungsamt nachgefragt und dort wurde mir mitgeteilt, es gelten die gleichen Regeln wie bei der Staatsprüfung.

Die Angaben auf der Website sind diesbzgl. nicht korrekt (ebenso falsch ist übrigens die Angabe, Praktika müssten eine Dauer von 4 Wochen an höchstens 3 Stellen haben; wie mir das Landesprüfungsamt mitteilte werden auch 3-wöchige Praktika an mehr als 3 Stellen anerkannt - aber das nur nebenbei zur "Zuverlässigkeit" der Angaben auf der Website des FB Jura der HU).

Aber trotzdem danke für den Hinweis, Schwarze Strümpfe. Da ich da auch lieber nichts riskieren will, werde ich nicht-markierte Gesetze mitnehmen.

@ Qwerz
Also, in NRW ist das ja sehr seltsam. Kann es sein, dass ihr 3 Justizprüfungsämter habt?! Also, in Köln sind Markierungen jedenfalls gar nicht zulässig: http://www.olg-koeln.nrw.de/home/aufgaben/jpa/fragen07.pdf (Frage 3)


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 10 Jan 2008 - 17:34:53, insgesamt 2-mal bearbeitet
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 17:31:57    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
@ Schwarze Strümpfe

Markierungen sind zulässig, sofern sie keinen juristischen oder methodischen Inhalt erkennen lassen; so gilt es für die Staatsprüfung:
http://www.berlin.de/sen/justiz/ausbildung/jpa/1_ex_hilfsm.html
Daraufhin habe ich mit Hinweis darauf beim Prüfungsamt nachgefragt und dort wurde mir mitgeteilt, es gelten die gleichen Regeln wie bei der Staatsprüfung.

Die Angaben auf der Website sind diesbzgl. nicht korrekt (ebenso falsch ist übrigens die Angabe, Praktika müssten eine Dauer von 4 Wochen an höchstens 3 Stellen haben; wie mir das Landesprüfungsamt mitteilte werden auch 3-wöchige Praktika an mehr als 3 Stellen anerkannt - aber das nur nebenbei zur "Zuverlässigkeit" der Angaben auf der Website des FB Jura der HU).

Aber trotzdem danke für den Hinweis, Schwarze Strümpfe. Da ich da auch lieber nichts riskieren will, werde ich nicht-markierte Gesetze mitnehmen.


Okay, das wusste ich nicht, bei uns vor den Klausuren wurde immer gesagt, die Texte müssten jungfräulich sein. Anscheinend ist es aber wohl doch so, dass man markieren darf, solange die Markierungen so beschaffen sind, dass sie einem nichts bringen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2008 - 17:33:51    Titel:

Da hast du Recht. Außerhalb von Prüfungen kann es jedoch ohnehin jedem herzlich egal sein, wie ich meine Gesetze bearbeite, deshalb werde ich das bei für mich neuen Gesetzen/Rechtsgebieten auch weiterhin tun, Begründung siehe oben Wink .
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