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Gibt es Denken ohne Sprache?
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Crowley3
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Anmeldungsdatum: 07.02.2016
Beiträge: 1
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2016 - 11:50:14    Titel:

Hallo,
natürlich ist es auch möglich ohne Sprache selbst komplexe Sachverhalts wie "Energie" zu abstrahieren und ebenso diese zu negieren. Sprachliches Denken ist nur ein Zwischenschritt hin zum denken in reinen Bedeutungen.
Aus dem sprachlichen denken (eigentlich: auditives denken, das Denken ahmt ja die Lautfolge der von uns erfundenen Begriffe für spezifische Sachverhalte also bedeutungen nach) über diese Begriffe und deren neue Kombination / Abstraktion entstehen eben auch wieder abstraktere Bedeutungen die dann aber zunächst als neues Wort in gedanken Verwendung findet. Solange bis das Wesen der neu gedachten Dinge mit der wahren Bedeutung korreliert / diese daraus erkannt werden kann (=die elementare Logik dahinter, die eben nicht endet je abstrakter ein Sachverhalt wird) Methoden der Meditation und Kontemplation sind hier der Einzige Zugang dazu (Man schaut sich quasi beim denken zu, visualisiert also zunächst, betrachtet "was denke ich da eigentlich (ausser bzw. " hinter" den worten)" und über die entstehenden visuellen Gedanken kann man sich dann relativ schnell wortlos ALLE Bedeutungen erschließen. Ich meditieren seit ca. 15 Jahren und hatte als dieser Prozess spontan bei mir anfing ersteinmal Probleme mit Panikattacken und Angstzustände, denn wenn man es gewöhnt ist sein denken, also quasi sich selbst in Worte zu hüllen, kann es sich ganz schön leer anfühlen wenn diese wegfallen, man bekommt wenn man nicht aufpasst quasi erstmal Angst sich selbst in dieser Leere zu verlieren, doch eben dort findet sich das rudimentäre Sorglose Denken der Kindheit wieder an welches man anknüpfen kann (das fühlt sich ein bisschen so an als würde man wieder zum "Tier" werden quasi einfach nur funktionieren um zu Essen, Verdauuen usw. , doch mit genug vertrauen und festem Schritt voran merkt man schnell das man die Kontrolle nur an sich selbst in der höheren wortlosen Form abgibt und kann alles vorherige und noch unendlich viel mehr, diesmal ohne Worte - nur in reinen Bedeutungen denken. Das fühlt sich ein bisschen so an als würde man in sich selbst aufwachen. Und erst das ist das sogenannte "wahre selbst" der "wahre Wille". Viele Menschen sind meiner Meinung nach genau hier stecken geblieben sei es aus unwissentlich oder eben Angst vor dem Eindruck der absoluten Leere. Und nun fragen sie sich bei jedem reinen Gedanken: " Und wie ist die Lautfolge dazu an der ich mich (wie gewohnt) festhalten kann? Bin sehr an eurem feedback interessiert.
P.S. Ich würde hier sogar noch weitergehen und behaupten der als Ich empfundene Punkt stellt eigentlich nur einen freien sich selbst unterworfenen Willen mitten im nICHts dar, welcher (>willentlich) "etwas" erschaffen kann, und zwar Bedeutung. Da nichts ausser dem Willen selbst existiert also keine andere Bedeutung determiniert ist, kann er hier aus dem vollem schöpfen und quasi aus allem wählen was eine Bedeutung ungleich Nichts hat = unendlich viel = wir sagen "Alles" dazu. Meiner Meinung nach ist dieser pure, reine freie Wille im nICHts mit unserem unsterblichen Teil, also der Seele, bzw. unserem göttlichen Lebensfunken\der Schöpferkraft gleichzusetzen. Das was man als Leben erlebt ist nur der Prozess darin aufzuwachen und sich quasi dessen bewusst zu werden das man Selbst, das Ich eigentlich gar nicht existiert, nur das was man willentlich an Bedeutung erschafft. Und das am besten ohne sich selbst "weg zu determinieren" (wenn man erkennt das das Ich nur Illusion und nicht vorhanden ist würde eine stille Akzeptanz ohne zuende denken dazu führen das man irgendwann (nach dem Tode?) auch wirklich glaubt : mich gibt es garnicht ! Und das man verschwunden sei. Denn das würde tatsächlich so erlebt werden weil man ja einzig diese Bedeutung generiert. Sondern man kann erkennen lernen das es eben docht etwas gibt, und zwar einen wahren unverfälschten Willen (kein Ich, kein Ego, kein selbst) der wenn er sich selbst erkannt und damit aus dem Nichts gezogen hat, also überhaupt erst seine selbst bestimmende Funktion möglich geworden ist, eben Alles erschaffen kann, also eben auch ein Ego, eine Wahrnehmung, ein sich selbst erleben.

Vielen Dank
Nico
Horst
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Anmeldungsdatum: 09.09.2004
Beiträge: 112
Wohnort: Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2016 - 13:20:02    Titel:

Dazu fällt mir ein, in Zeiten, in denen ich viel programmiert habe, habe ich zuweilen auch von Codezeilen geträumt. Ist ja auch eine Sprache, nur eine Programmiersprache halt und irgendwie fehlt dabei die Erinnerung, an was ich während des Programmierens gedacht habe, außer an dem Ablauf des Scripts.

Doch gerade habe ich mich dabei ertappt, als ich nach einer Taste suchte und dabei an nichts weiter dachte, als daran, wo diese Taste sich befinden könnte auf der Tastatur und dabei nichts in Sätze oder Worte gedanklich formulierte. Also, würde einfach einmal behaupten, bei voller Konzentration auf den Augenblick, denkt man nur an die Lösung oder an den Augenblick und formuliert dabei nichts. Ähnlich könnte es einen Raben ergehen, der nach einem Stöcklein sucht, um damit an einen Leckerbissen zu gelangen. Somit nicht sehr komplex dieser Gedankengang, nur zweckentsprechend.
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