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Regelstudienzeit
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Wirt.-Inf.07
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Anmeldungsdatum: 04.06.2007
Beiträge: 1101

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 14:24:07    Titel: Regelstudienzeit

Moin zusammen,

wie ist das eigentlich mit der Regelstudienzeit?

Beim FH-Diplom war bzw. ist die Regelstudienzeit doch 8 und dem Uni-Diplom 10 Semester, oder?
Und wie sieht das beim Bachelor aus? Da ist doch die Regelstudienzeit von FH/Uni gleich mit sechs Semester, oder?

Beim FH-/Uni-Diplom haben doch die meisten das Studium nicht in der Regelstudienzeit geschafft, oder irre ich mich da?
Wie viel Semester waren für das FH-/Uni-Diplom "normal"?

Und ist man Bachelor wirklich die Regelstudienzeit von sechs Semestern machbar?

Fragen über Fragen... Würde mich freuen, wenn ihr mir diese Fragen alle beantworten könntet Smile
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 14:55:32    Titel: Re: Regelstudienzeit

Wirt.-Inf.07 hat folgendes geschrieben:
wie ist das eigentlich mit der Regelstudienzeit?


Der Begriff "Regelstudienzeit" ist völlig irreführend. Allein schon die Tatsache, dass in manschen Studiengängen die Regelstudienzeit von 95% der Studierenden erheblich überschritten wird, zeigt, dass diese Dauer keinesfalls die Regel sein kann.

Tatsächlich erfolgte die Einführung der Regelstudienzeit ja auch gegen den Willen der Fakultäten auf politischen und juristischen Druck hin. Der Hintergrund war dabei folgender: Studierende hatten gegen die Streichung ihrer Studiengänge geklagt. Daraufhin untersagten die Gerichte den Hochschulen, Studiengänge zu streichen, solange sich noch Studierende innerhalb einer gewissen "Regelstudienzeit befinden". Zudem wurde angeregt, dass diese Regelstudienzeit für Universitätsstudiengänge mindestens neun Semester betragen müsse.

Der Sinn der Regelstudienzeit bestand also darin, den Studierenden innerhalb dieses Zeitraums einen Rechtsanspruch auf ihren Studienplatz einzuräumen.

Vor diesem Hintergrund wird auch klar, warum viele Regelstudienzeiten völlig unrealistisch sind: die Hochschulen hatten kein Interesse daran, über die Mindestanforderungen hinauszugehen, weil sich dadurch die Rechtsansprüche der Studierenden verlängert hätten. Insofern haben die meisten einfach die vorgegebene Mindestfrist von neun Semestern übernommen.

Nur leider wird der irreführende Begriff Regelstudienzeit heute völlig anders interpretiert als er ursprüunglich gedacht war.

Zitat:
Beim FH-Diplom war bzw. ist die Regelstudienzeit doch 8


Sieben Semester ohne Praxissemester, acht Semester mit Praxissemester.

Zitat:
und dem Uni-Diplom 10 Semester, oder?


Neun Semester ohne Praxissemester. In Studiengängen mit längeren Pflichtpraktika zehn Semester.

Zitat:
Beim FH-/Uni-Diplom haben doch die meisten das Studium nicht in der Regelstudienzeit geschafft, oder irre ich mich da?
Wie viel Semester waren für das FH-/Uni-Diplom "normal"?


Kommt darauf, was man als Normalfall definiert und welchen Studiengang an welcher Hochschule man betrachtet. Ich denke, der Median, also die Zeit, nach der die Hälfte eines Jahrgangs fertig ist, ist ein gutes Maß, da es robust gegenüber Ausreißern ist. Dementsprechend waren beim Maschinenbau-Diplom an der RWTH Aachen z.B. 15-16 Semester normal. In VWL an der Uni Köln waren ebenfalls 15-16 Semester normal.
kiwi_if
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 1113

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 15:30:00    Titel:

die durchschnittliche studiendauer ist SEHR STARK vom fach und der uni/fh abhängig. an meiner uni war die regelstudienzeit 10 semester, der durchschnitt brauchte 11.3 semester, also nur knapp drüber. es gab auch einige, die es in 8 oder 9 semestern geschafft haben. allerdings war meine uni (magdeburg) relativ klein und mein fach (informatik) sehr gut angesehen, so das es immer genügend vorlesungen und übungen für alle notwendigen fächer gab. in den geisteswissenschaften ist es häufig so, das man pflichtfächer hat, die aber nur einmal alle 2 jahre angeboten werden oder nur 3 seminare für 300 teilnehmer ...
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 15:39:42    Titel:

kiwi_if hat folgendes geschrieben:
die durchschnittliche studiendauer ist SEHR STARK vom fach und der uni/fh abhängig.


Richtig. Und weil trotz dieses Umstands die Regelstudienzeit an allen Unis mehr oder weniger identisch ist, verkommt die Regelstudienzeit zur reinen Farce.
Wirt.-Inf.07
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Anmeldungsdatum: 04.06.2007
Beiträge: 1101

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 16:27:18    Titel:

Aha danke für die Antworten Smile

An die Praxissemester bzw. an die längeren Pflichpraktia habe ich nicht gedacht.

Ist studiere Wirtschaftsinformatik auf einer FH auf Diplom und dort ist als "Regelstudienzeit" sieben Semester angegeben, also ohne Praxissemester, oder?

Was denkt ihr bei mir die Regelstudienzeit? Wäre acht Semstern, also ohne Praxissemester noch in Ordnung?
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 17:38:45    Titel:

Wirt.-Inf.07 hat folgendes geschrieben:
Wäre acht Semstern, also ohne Praxissemester noch in Ordnung?


Wenn Du mich fragst, ist eine Überschreitung der RSZ um ein Semester völlig problemlos. In den meisten Fällen wirst Du nicht einmal nach einer Rechtfertigung gefragt werden, und falls doch, wird es wohl kein größeres Problem darstellen, eine plausible Begründung für ein Semester Verzug zu finden.
Wirt.-Inf.07
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Anmeldungsdatum: 04.06.2007
Beiträge: 1101

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 18:52:38    Titel:

MAA hat folgendes geschrieben:
Wirt.-Inf.07 hat folgendes geschrieben:
Wäre acht Semstern, also ohne Praxissemester noch in Ordnung?


Wenn Du mich fragst, ist eine Überschreitung der RSZ um ein Semester völlig problemlos. In den meisten Fällen wirst Du nicht einmal nach einer Rechtfertigung gefragt werden, und falls doch, wird es wohl kein größeres Problem darstellen, eine plausible Begründung für ein Semester Verzug zu finden.

Das hört sich beruhigend an Wink
Aber natürlich will ich probieren, das Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen!
MAA
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Anmeldungsdatum: 14.09.2007
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2008 - 19:14:41    Titel:

Wirt.-Inf.07 hat folgendes geschrieben:
Aber natürlich will ich probieren, das Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen!


Klar, dieser Vorsatz sollte auch prinzipiell bestehen. Wenn Du dafür allerdings schlechtere Noten in Kauf nehmen müsstest, würde ich lieber ein Semester Verzug riskieren. Aber das ist Ansichtssache. Ich halte recht viel von Heiko Mells Karriereberatung in den VDI nachrichten, und der meint, dass schlechte Noten schlimmer sind als 1-2 Semester Überschreitung.
ronan191
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 195

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2010 - 13:24:43    Titel:

....

Zuletzt bearbeitet von ronan191 am 13 Nov 2010 - 13:37:27, insgesamt einmal bearbeitet
Sydoni
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Anmeldungsdatum: 22.01.2009
Beiträge: 322
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2010 - 13:34:43    Titel:

Und der Sinn, einen dreijährigen Thread aus der Versenkung zu holen, ist welcher?
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