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Werkenfindung bei Facharbeit Antisemitismus in dt. Literatur
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Anmeldungsdatum: 15.01.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2008 - 16:37:40    Titel: Werkenfindung bei Facharbeit Antisemitismus in dt. Literatur

Guten Tag!

In Deutsch habe ich mich jetzt für eine Facharbeit entschieden - mit dem Titel "Antisemitismus in der deutschen Literatur des 20.Jhd. und seine Aufarbeitung am Beispiel der Werke von Bert Brecht "Ballade von der Judenhure Marie Sanders und ...". Das hat meine Lehrerin mir so geschrieben. Ich bräuchte Hilfe, weil ich noch ein bedeutendes Werk mit Autor brauche (für die "..."). Ich denke, als zweites sollte ich ein Werk nehmen, das von einem Antisemiten genommen wurde - quasi als Gegenüberstellung. Oder was meint ihr? Und vielleicht sollte ich nicht "20.Jhd." nehmen, sondern "während des Nationalsozialismus". Wäre toll, wenn Ihr mir schnell helfen könntet ... Smile

Grüße
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2008 - 22:22:55    Titel:

Zusätzlich zu den Autoren, die ich über PN nannte, könnte ich noch empfehlen:

Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Tucholsky#Verstummen

Daraus: Tucholsky und das Judentum

Kontrovers wird auch Tucholskys Einstellung zum Judentum gewertet. Der jüdische Wissenschaftler Gershom Scholem bezeichnete ihn als einen der „begabtesten und widerwärtigsten jüdischen Antisemiten“. Ursache für dieses Urteil waren unter anderem die „Wendriner“-Geschichten, die nach Ansicht Scholems die jüdische Bourgeoisie in „erbarmungslosesten Nacktaufnahmen“ darstellten. Dagegen wurde vorgebracht, dass Tucholsky in der Figur des „Herrn Wendriner“ nicht den Juden bloßstelle, sondern den Bourgeois. Ihm ging es darum, die gesinnungslose Mentalität eines Teils des konservativen jüdischen Bürgertums anzuprangern, der seiner Meinung nach selbst die größten Demütigungen durch eine nationalistische Umwelt hinnehme, so lange er seinen Geschäften nachgehen könne.
Scholems Kritik ist umso bemerkenswerter, da Tucholsky selbst aus Sicht der Konservativen und Rechtsextremen – auch der deutschnationalen Juden – geradezu das perfekte Feindbild vom „zersetzenden, jüdischen Literaten“ abgab. Dass Tucholsky aus dem Judentum ausgetreten war und sich protestantisch hatte taufen lassen, spielte für diese Kritiker keine Rolle. Auch das heute noch gegen Juden vorgebrachte Argument, dass sie mit ihren Äußerungen selbst den Antisemitismus provozierten, wurde schon gegen Tucholsky ins Feld geführt. In seiner Literaturgeschichte des deutschen Volkes brachte Josef Nadler 1941 den Hass der Nationalsozialisten gegen den bereits Verstorbenen aufs Deutlichste zum Ausdruck: „Kein Volk dieser Erde ist jemals in seiner eigenen Sprache so geschmäht worden wie das deutsche durch Tucholsky.“
Seinen letzten langen Brief vor seinem Tod widmete Tucholsky erstaunlicherweise vollständig der Situation des deutschen Judentums. An den nach Palästina emigrierten Arnold Zweig schrieb er: „Es ist nicht wahr, daß die Deutschen verjudet sind. Die deutschen Juden sind verbocht.“
Der Tester
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Anmeldungsdatum: 15.01.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2008 - 23:23:08    Titel:

Richtig gut - vielen Dank! Ich muss das ganze jetzt erstmal bearbeiten; benachrichtige Sie demnächst Smile))
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