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Deflation
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Apfelschorle
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Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2008 - 18:26:52    Titel: Deflation

Aufgabenstellung: Die Wirkungen von Inflation sind zumeist von negativer Art. Wenn die Deflation das Gegenteil von Inflation ist, müssten sich die Nachteile der Inflation doch eigentlich zum Positiven wenden. Nehmen Sie hierzu Stellung.

Meiner Meinung nach muss man die Vorteile der Deflation kritisch sehen. Auf der einen Seite stehen die Verbraucher. Für sie kommen Preissenkungen gerade recht, da sie für ihr Geld eine große Menge an Gütern kaufen können. Des Weiteren benötigen sie nicht die gesamte Geldmenge für Konsumausgaben, sodass sparen möglich ist.
Auf der anderen Seite befinden sich jedoch die Unternehmen. Für sie bedeutet eine Deflation in erster Linie, dass Preissteigerungen nicht möglich sind, da sie sich in einer schlechteren Marktposition befinden. Somit müssen sie versuchen, billiger zu produzieren. Das ist allerdings nur möglich, wenn die Qualität leidet oder Mitarbeiter entlassen werden. Aber sie sind ja im Endeffekt auch wieder Verbraucher und so scheint es keinen Ausweg aus diesem Teufelskreis zu geben.



Hallo ihr Lieben,

ich bin keine BWL-Student sondern eine einfache FOS-Schülerin. Deswegen wäre ich euch echt dankbar, wenn ihr euch das durchlesen könntet, und mir sagt, ob das so in Ordnung ist, oder ob noch etwas fehlt, was erwähnenswert wäre.

Liebe Grüße.
sidi
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Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 1708

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2008 - 18:47:22    Titel:

Hast du eigentlich richtig erfasst, die Leute hätten zwar theoretisch mehr Kaufkraft aufgrund der Deflatiion jedoch steigt die ALQ sehr schnell weil die Unternehmensgewine schrumpfen umd somit wäre dieser positiver Effekt aufgehoben. Desweiteren verteuern sich auch die Kredite, was sich wiederum negativ auf die Investitionsbereitschaft auswirkt. Summa Sumarum ist die Inflation der Deflation vorzuziehen. Deswegen forumuliert die EZB auch ein Inflationsziel von knapp unter 2%.
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2008 - 17:44:00    Titel:

sidi hat folgendes geschrieben:
Desweiteren verteuern sich auch die Kredite
Warum?

Bei Deflation freuen sich doch die Kreditgeber. Und die Kreditnehmer nicht. Also müsste der Zinssatz fallen Rolling Eyes.

Oder meinst du, Kredite werden real teuer bei gleich bleibendem Zinssatz?
MAmug
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Anmeldungsdatum: 24.01.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2008 - 18:02:58    Titel:

Du könntest auch noch erwähnen, dass Konsumenten, wenn sie über mehrere Perioden ihre Konsumausgaben planen und rationale Erwartungen bilden unter Umständen ihren Konsum heute noch weiter einschränken und das Problem der Unternehmen so noch verschärfen.

Beispiel: Wenn ein Kosument einen Neuwagen kaufen möchte und er weiß, dass sich die Volkswirtschaft in einer Phase der fortwährenden Deflation befindet, so kann es sein (kommt auf die Präferenzen an), dass er den Wagen nicht heute kauft sondern bis zur nächsten Periode wartet, da er weiß, dass das Auto dann billiger sein wird. Wenn das nun viele Konsumenten tun, so können die Automobilhersteller nichts mehr verkaufen, entlassen Mitarbeiter usw.
Apfelschorle
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Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2008 - 21:10:38    Titel:

Hey!

Erst mal danke für eure Hilfe. Mit den Banken und Investitionen hab ich mir auch überlegt, wusste aber nicht so recht, ob das nun dazu gehört oder nicht.
Ich habe noch eine Frage und zwar mit welchen wirtschaftspolitischen Maßnahmen kann versucht werden, die Stabilität des Preisniveaus möglichst zu erhalten-->nennen sie Maßnahmen.

Ich hab schon überall gesucht, in meinem Schulbuch, im Internet, in Fachliteratur...und irgendwie verstecken sich die Antworten vor mir, ich hab keinen blassen Schimmer, was ich da schreiben soll...

Könnt ihr mir vielleicht da noch mal helfen *lieb guck*
I-user
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Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 1109
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2008 - 23:40:56    Titel:

Apfelschorle hat folgendes geschrieben:
Ich habe noch eine Frage und zwar mit welchen wirtschaftspolitischen Maßnahmen kann versucht werden, die Stabilität des Preisniveaus möglichst zu erhalten-->nennen sie Maßnahmen.
Das wird eigentlich von der EZB (europäische Zentralbank) über die Geldmenge gesteuert. Ist aber nicht so einfach: Wird die Menge verändert, gibt es so genannte "Totzeit" ca. halbes bis zu einem Jahr. Also die Zielgröße verändert sich erst später. Und dann dauert es noch, bis die Veränderung die volle Größe erreicht hat. Siehe auch "Time lag". Bis dahin wäre die Deflation evtl. von selbst verschwunden Wink. Außerdem: Wenn man eine schnellere Wirkung einer Maßnahme will, muss die Maßnahme stärker sein. Dann besteht allerdings Gefahr, übers Ziel hinaus zu schießen.
Auch staatliche Eingriffe (z.B. mehr Staatsausgaben bzw. "Steuergeschenke") etwa zum Ausgleich eines Konjukturabschwungs sind nicht unproblematisch...
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