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von wegen es gibt nur Jobs für VB-Juristen
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> von wegen es gibt nur Jobs für VB-Juristen
 
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derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 03:07:12    Titel: von wegen es gibt nur Jobs für VB-Juristen

Hier gibts zbsp ein gutbezahltes Praktikum (!) für Volljuristen (!!) mit sagenhaften 13.2 brutto. das sind bestimmt fast 1000 € im Monat, also nach Abzug von Fahrkosten, Miete und Nebenkosten bleiben sogar noch 100 mehr als ein Hartzer übrig hat (allerdings nur wenn der keinen 1€ Job.. aber lassen wir das Wink )

http://www.karriere-jura.de/angebot/angebot-detail.asp?ID=NEU&GS=2&DS=1911

sagt selbst, für solche Topstellen kann man doch schonmal 10 Jahre aus der Mülltonne essen (Studentendöner Cool ) während Heiner vom Band (ja der mit dem 8.Klasse Abschluss) sich das Reihenhaus baut .

Aber jetzt nicht gleich alle auf einmal bewerben Cool :


derjim (heut sarkastisch angehaucht Cool )
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 10:36:31    Titel:

Evil or Very Mad Das ist wirklich mal wieder eines dieser Stellenangebote Sorte "Zwischen unverschämt und sittenwidrig". Das sich ein namenhafter Kosmetikhersteller zu so etwas hinablässt, ist wirklich bezeichnend. Nur gut, dass ich von Yves Rocher keine Produkte beziehe. Das wird auch so bleiben.

Allgemein muss man aber sagen, dass die Arbeitsmarktlage für Juristen momentan so gut ist, wie lange nicht mehr. Kleinere Kanzleien scheinen ihre Ansprüche schon ganz deutlich herunter zu schrauben. Fraglich nur, wie lange das anhält. In der Wirtschaft tätigen Juristen - mit Ausnahme der Spezialisten auf dem Gebiet des Insolvenzrechts vielleicht Very Happy - geht es halt nur so lange gut, wie es auch der Wirtschaft gut geht.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 14:25:06    Titel:

Also 13.200 Euro pro Monat ist doch nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass man kein VB braucht. Laughing
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 14:35:56    Titel:

Dafür, dass du noch kein fertig ausgebildeter Jurist bist, biste im Umgang mit §§ 133, 157 BGB aber schon ganz schön taff. Very Happy Naja, Humor ist echt das Einzige, was einen über solche Stellenangebote (sofern dieses Wort überhaupt angemessen ist) noch einigermaßen hinwegsehen lässt. Andererseits spornt es natürlich zum Lernen an... Wink
Low-Rider
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 16:01:58    Titel:

"Ein Grundgehalt von 1.000 € brutto als Einstiegsgehalt für einen anwaltlichen Berufsanfänger ist unangemessen und sittenwidrig. Es ist von mindestens 2.300,- € als Richtmaß für das Einstiegsgehalt eines Rechtsanwaltes ohne besondere Spezialisierung, ohne besondere Zusatzqualifikation, ohne Prädikatsexamen bei einer Vollzeitstelle auszugehen."

AGH NW, Beschluss vom 02.11.2007, Az. 2 ZU 7/07
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 16:22:29    Titel:

Nun, der diese Entscheidung entscheidend stützende § 26 BORA greift hier nicht, da Yves Rocher kein Rechtsanwalt bzw. eine Sozietät ist, die nach anwaltlicher Verstärkung sucht. Sie unterliegt nicht der Berufspflicht eines Rechtsanwaltes, Kollegen und andere Angestellte nur angemessen zu entlohnen. Daher ist der - bei entsprechendem Mut der Gerichte durchaus gewaltige - Hammer in Form des § 26 BORA hier nicht zu gebrauchen. Bliebe lediglich, die Vergütungsvereinbarung der Nichtigkeitsfolge des § 138 BGB zu unterwerfen und den Lohn nach § 612 II BGB zu bestimmen. Dürfte durchaus schwierig werden, da § 138 BGB isoliert gesehen m.E. ungleich höhere Hürden haben dürfte als in einer Gesamtschau mit § 26 BORA. Es gibt eben keinen allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundsatz, Arbeitnehmer angemessen zu entlohnen.
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 21:20:25    Titel: re

Nein, eine Pflicht zur "angemessenen" Entlohnung gibt es zu Recht nicht, da das die Privatautonomie unterlaufen würde. Aber eine Nichtigkeitsfolge für Rechtsgeschäfte mit auffallendem Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, eben 138 II. Wenn für einen Junganwalt im Anstellungsverhältnis einer Sozietät bei 1000 € der Fall sein soll, warum dann nicht hier? Schliesslich würde der Volljurist hier nicht berufsfremd beschäftigt, es handelt sich um die gleiche Tätigkeit.der AG will ja einen Volljuristen und nicht irgendwen..

derjim
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 23:08:51    Titel:

Aber das wäre doch der beste Weg, seine neue Firma von den eigenen juristischen Fähigkeiten zu überzeugen: ihnen vor dem Arbeitsgericht ordentlich den Arsch aufzureißen und eine angemessene Vergütung herauszuschlagen. Danach hat man die Festanstellung doch in der Tasche. Cool
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2008 - 00:21:49    Titel: re

Das könnte ein Weg sein, wenigstens die allergröbsten Mindeststandards im Kontakt mit Nichtjuristen wiederherzustellen. Das eigene Büro nur angemeldet auf Aufforderung und mit Bückling zu betreten und zu verlassen zum Beispiel .
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2008 - 17:15:11    Titel:

ich hab mich ma beworben Confused
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