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Fall zum Kaufrecht
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koeln07
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Anmeldungsdatum: 11.01.2008
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2008 - 16:24:12    Titel: Fall zum Kaufrecht

Hallo, folgender Fall:

K bestellt bei V Posten Karnevalszubehör für 10000 Euro. Im Vertrag ist Hamburg Erfüllungsort, aber auf Bitten des K liefert V nach köln. Er beauftragt mit dem Transport D, den er als zuverlässigen Geschäftsmann kennt. Dieser fährt, fängt jedoch zu früh mit der Karnevalsfeier an und baut nach einem Bier und Karnevalsmusik einen Unfall. Alles verbrennt. V fordert Bezahlung von K, V will erneute Lieferung.

K -> V

Anspruch entstanden :

§ 433 I
Kaufvertrag (+)

Anspruch erloschen :

§ 275 I ---> Gattungsschuld gemäß § 243 II aber bereits konkretisiert

Kein Anspruch auf Neulieferung.


V -> K

Anspruch entstanden :

§ 433 II
Kaufvertrag (+)

Anspruch erloschen:

§ 275 I ---> § 326 I 1

Aber das kann so nicht stimmen. Zum einen ist D noch gar nicht berücksichtigt, zum anderen erscheint es mir nicht korrekt, dass V nichts erhalten soll...

Kann mal jmd Licht ins Dunkel bringen ^^?
Marin2008
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Anmeldungsdatum: 01.02.2008
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2008 - 16:57:37    Titel:

K gegen V auf Lieferung, 433 I (-)
275, 243 II, Schickschuld, unwahrscheinlicher Bringschuld (Problem, müsste man diskutieren ob Hol-, Schick- oder Bringschuld vorliegt, die schriftliche Vereinbarung über Holschuld wurde mündlich abgeändert - etwa 146 BGB), konkretisierte Sache untergegangen

V gegen K auf Zahlung, 433 II (-)
entstanden (+)
erloschen (+)
eigentlich 326 I (Entfallen des Anspruchs),
aber hier Ausnahme? (-)
1. 446 (-) mangels Übergabe
2. 447, Gegenleistungs-(= Preis)-gefahr würde auf K übergehen, (-) schon wegen VGK (K als Verbraucher unterstelle ich mal, obwohl laut SV wohl weniger anzunehmen), 474 II bei Schickschuld, bei Bringschuld greift 447 ohnehin nicht -
3. 326 II Var. 1 Verantwortlichkeit des Gläubigers (- / könnte man zwar dran denken, dass K die Lieferung wollte, aber V hat es akzeptiert), Var 2. Annahmeverzug (-)

V hat Anspruch verloren dank VGK,
falls K zB in Annahmeverzug wäre, dann greift 326 II und V behält Anspruch

K gegen V auf Schadensersatz, 283, 280 I, III (statt der Leistung) (+)
K muss Unmöglichkeit zu vertreten haben, 280 I 2, hier durch Fahrlässigkeit des D, 278, 276 (+)


Falls K kein Verbraucher ist, behält V seinen Kaufpreiszahlungsanspruch wegen 447
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