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Wieso ist die Kath. Kirche keine Sekte?
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Werner May
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Anmeldungsdatum: 23.05.2007
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Wohnort: Fahrenwalde

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 18:44:51    Titel: Wieso ist die Kath. Kirche keine Sekte?

Mit wenigen Wochen wurde ich durch die Taufe zur Mitgliedschaft in der Kath. Kirche gezwungen. Wie ich nun erfahren musste gilt diese Mitgliedschaft für ewig und kann nicht dadurch aufgehoben werden, dass ich aus der Kirche austrete. Mit psychischem Druck werden Eltern und Kinder „gezwungen“ in diesen Verein einzutreten und zu bleiben. Das alles sind Merkmale einer Sekte. Unser Staat fördert diese Zwangsrekrutierung und das Bundesverfassungsgericht will sich nicht damit beschäftigen (siehe meine Verfassungsbeschwerde unter: http://www.paradies-auf-erden.de/widerstand/verfassung.html
Wie kommt man wieder raus aus der Gemeinschaft der Katholischen??
Cheater!
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Anmeldungsdatum: 28.10.2007
Beiträge: 4160
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 18:50:15    Titel:

Die katholische Kirche kann per Definition keine Sekte sein.

Du hast allerdings recht, dass die Katholische Kirche gefährlich ist und Charakteristika einer Sekte besitzt.
exphysiker
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Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 1102

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 19:10:00    Titel:

sie kann vielleicht keine CHRISTLICHE Sekte sein, aber dafür eine jüdische. Und das ist sie auch.

Austreten? Einfach nicht mehr in die Kirche gehen, keine Kirchensteuern zahlen und das ganze Gebrabbel, das sie von sich gibt, ignorieren. Schon lebt man wieder frei.
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Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 20:31:18    Titel:

Stimme voll und ganz zu! - Es sind sektenähnliche Machenschaften, die in der christlichen Kirche und anderen Kirchen abgehen!

Exphysiker, ein guter Rat! - Gratuliere!

Um noch einmal deutlich zu unterscheiden: Kirche ist nicht gleich Glauben! -

Allein die Art und Weise, wie der Gläubige seinen Glauben pflegen und leben soll, bestimmt die Kirche, also Kirchenleute, also Menschen! - Diese Bevormundung braucht kein mündiger Mensch zu akzeptieren, finde ich!

Der mündige Mensch pflegt seinen Glauben so, wie er es möchte, nicht so, wie Andere es vorschreiben!

Wage es, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! Kant hat Recht!

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Beau
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 21:27:44    Titel:

Bravo, allerliebste Klimperkasten und exphysiker! Das heißt intelligemment reden!

Euer beau
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 21:42:45    Titel:

So, nach dem wir alle mal auf der katholischen Kirche rumgehauen haben, können wir ja mal wieder zur sachorientierten Ebene zurückkehren:

Als erstes: Es zwingt dich niemand an Aktivitäten der entsprechenden Gemeinschaft teilzunehmen, noch irgendetwas daran zu bezahlen. Mit dem Austritt aus der Kirche bist du defacto in keiner Weise mehr an irgendetwas dort gebunden, du wirst nicht davon abgehalten, oder erpresst, oder ähnliches. So viel zur Sektenähnlichkeit...

Niemand wird gezwungen gegen seinen Willen Mitglied dieser Gemeinscahft zu sein!


Und ob du nun aus Sicht der Kirche Mitglied des Christentums bist, oder nicht; braucht dich ja nicht zu kümmern, weil es für dich keine Auswirkungen hat.


Merke: Man muss nicht mit den Meinungen, die dort vertreten werden, konform gehen, aber man sollte schon auf dem Teppich bleiben.

Kurze Nachfrage eines Unwissenden: Was passiert eigentlich, wenn ich als religionsmündiger Jugendlicher nicht die Taufe bestätige? (In evangelischen Kirchen würde diese Bestätigung ja im Rahmen der Konfirmation ablaufn. Aber auch hier wüsste ich nicht, was passiert, wenn man sich weigert...)


Cyrix


Zuletzt bearbeitet von cyrix42 am 08 Feb 2008 - 21:55:43, insgesamt einmal bearbeitet
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 21:46:44    Titel:

...mich die Taufe bestätige? - Für mich ist das kein Deutsch.- Was meinst Du damit?
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cyrix42
God of Posting
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 21:54:17    Titel:

Ok, da hatte ich den Satz umformuliert, aber den Anfang nicht verändert. Wird somit oben editiert!

Cyrix
Viviane21
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Anmeldungsdatum: 08.02.2007
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 21:57:02    Titel:

ist das irgendwie Mode, von "Rekrutieren" zu sprechen?

Ich sehe aber ehrlich gesagt das Problem nicht: Die Kirche denkt, die Taufe kann man nicht rückgängig machen - aber wer entscheidet denn darüber, ob sie Auswirkungen hat? Entweder der Mensch selbst (Es ist ja nicht so, dass die Kirche allein aus der Taufe irgendwelche Rechte ihrerseits bzgl. des getauften Menschen ableitet) oder, so existent, Gott.

Solltest du Ersteres vermuten, kann Dir egal sein, was die Kirche glaubt oder sagt - solltest Du Zweiteres vermuten, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Gott ist der Ansicht der Kirche (und nur in dem Fall wäre das "Zwingen" zur Taufe problematisch) oder er ist es nicht und nimmt deinen Kirchenaustritt an. Wenn du nun aber tatsächlich meinst, dass Gott auf Seiten der Kirche steht, stellt sich die Frage, warum Du es nicht auch tust. Meinst Du das nicht, wo ist das Problem?
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3310

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 21:59:10    Titel:

Hast Du schon editiert, Cyrix? - Ich verstehe den Satz noch immer nicht! -
Und wir reden eine gemeinsame Sprache!
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Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3310

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 22:05:03    Titel:

Was soll da passieren? - Es kann Dich niemand zum Altar "prügeln"! - Du bist auch nicht schuld, dass Deine Eltern Dir ihre Religion weiter gegeben haben.
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Woodstock
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Beiträge: 2451

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 22:05:44    Titel:

Jede Religionsgemeinschaft kann im Grunde als eine Sekte angesehen werden - weil Meinungen, Lebensauffassungen und Verhaltensregeln gepredigt werden, an die sich der Glaubende bitte zu halten hat. Ohne zu widersprechen und wenn es geht auch ohne darueber nachzudenken.
Wenn man dafuer dann auch noch zahlen muss - ob Kirchensteuer oder horrende Betraege wie bei den "tatsaechlichen" Sekten wie Scientology, fiat lux, Mun, wie auch immer sie heissen - kann man das schwerlich als persoenliche Lebenseinstellung bezeichnen. Das ist dann entweder eine Dienstleistung - Lebenshilfe und geistliche Unterstuetzung gegen Entgelt - oder Abzocke von gutglaeubigen Menschen und nennt sich dann Sekte. Kann man sehen, wie man will.
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exphysiker
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Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 1102

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 23:00:01    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Als erstes: Es zwingt dich niemand an Aktivitäten der entsprechenden Gemeinschaft teilzunehmen, noch irgendetwas daran zu bezahlen. Mit dem Austritt aus der Kirche bist du defacto in keiner Weise mehr an irgendetwas dort gebunden, du wirst nicht davon abgehalten, oder erpresst, oder ähnliches. So viel zur Sektenähnlichkeit...


Es zwingt dich auch niemand an die Aktivitäten der Scientology teilzunehmen oder Geld an sie zu bezahlen.. Ja, der Unterschied liegt wirklich beim Austreten. Und, dass es jetzt so relativ einfach ist, dafür musste man früher auch ganz stark kämpfen. Soviel zur Sektenähnlichkeit..

Zitat:
Niemand wird gezwungen gegen seinen Willen Mitglied dieser Gemeinscahft zu sein!


Das würde ich nicht so sagen. Wenn der Rest der Familie nun überzeugte Christen sind, sieht es anders aus.. Aber zumindest hier in Deutschland ist es nicht so schlimm, zum Glück.

Zitat:
Und ob du nun aus Sicht der Kirche Mitglied des Christentums bist, oder nicht; braucht dich ja nicht zu kümmern, weil es für dich keine Auswirkungen hat.


Genau das wollte ich eigentlich sagen.
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quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 23:30:27    Titel:

Woodstock hat folgendes geschrieben:
Jede Religionsgemeinschaft kann im Grunde als eine Sekte angesehen werden - weil Meinungen, Lebensauffassungen und Verhaltensregeln gepredigt werden, an die sich der Glaubende bitte zu halten hat. Ohne zu widersprechen und wenn es geht auch ohne darueber nachzudenken.

Ich weiß ja nicht, was die Leute so erlebt haben, aber ich habe z. B. den berüchtigten katholischen Religionsunterricht in Bayern genossen und nirgendwo wurde so aktiv und kontrovers diskutiert.
Woodstock hat folgendes geschrieben:
Wenn man dafuer dann auch noch zahlen muss - ob Kirchensteuer oder horrende Betraege wie bei den "tatsaechlichen" Sekten wie Scientology, fiat lux, Mun, wie auch immer sie heissen - kann man das schwerlich als persoenliche Lebenseinstellung bezeichnen. Das ist dann entweder eine Dienstleistung - Lebenshilfe und geistliche Unterstuetzung gegen Entgelt - oder Abzocke von gutglaeubigen Menschen und nennt sich dann Sekte. Kann man sehen, wie man will.

Das ist doch bei jedem Kaninchenzuchtverein so. Wer glaubt, es sei gut und richtig für ihn, ist Mitglied und zahlt auch was, wem es nicht interessiert oder wer denkt, nichts davon zu haben, lässt es eben bleiben. So einfach. Was soll den heißen "wenn Geld verlangt wird, kann man das schwerlich als persoenliche Lebenseinstellung bezeichnen"? Natürlich ist es die persönliche Lebenseinstellung von jemandem, in der Kirche zu sein. Was ist es denn sonst? Wer nicht will, läßt's halt bleiben, wer will, ist drin. Ich verstehe nicht, warum sich gerade über die Kirche die Leute so aufregen. Es gäbe auch tatsächliche Probleme zu lösen. Aber irgendwie muss es befriedigender sein, über die Kirche zu meckern (ist wie mit der Bahn und Telekom, die sind schon deswegen unverzichtbar, weil die Leute sonst nichts zu meckern hätten).
Woodstock
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 23:44:03    Titel:

Kann man Kaninchenzucht mit Religion vergleichen? Wenn man Religion / Kirche als Interessengemeinschaft sieht, vielleicht.

Man kann im Religionsunterricht wohl diskutieren, aber als Christ (oder Anhaenger jeder beliebigen Glaubensrichtung) hat man das zu glauben und zu leben, was die jeweilige Schrift sagt. Der Einfachheit halber Christentum. Man kann sich nicht aus der Bibel das raussuchen, was einem gefaellt, danach leben und gut - da wird jemand meckern. Das meine ich mit aufgedrueckten Verhaltensregeln. Wenn man A sagt, muss man automatisch auch B sagen, auch wenn einem das gegen den Strich geht. Also nicht mehr persoenliche Ueberzeugung, sondern aufgezwaengte Ansichten.

Wenn ich meinen eigenen persoenlichen Glauben habe, ist das kostenlos. Wenn ich dafuer die Unterstuetzung einer Kirche brauche, zahle ich dafuer - genau wie im Kaninchenzuechterverein. Ich kann keine Kaninchen zuechten, deshalb hole ich mir Hilfe und Unterstuetzung von Leuten, die davon Ahnung haben in einem solchen Verein. Aber muss ich mir - gegen entsprechende Gegenleistung - sagen oder helfen lassen dabei, wie oder was ich zu glauben habe?

Um zur eigentlichen Frage zurueckzukehren: Kirchen, Religionsgemeinschaften, wie auch immer, bieten geistliche und seelische Unterstuetzung, helfen, einen Weg durchs Leben zu finden und bieten Loesungen fuer Fragen wie "was kommt nach dem Tod". Bieten (Aufnahme)Rituale wie Taufen. Bringen Menschen zusammen, stellen (fuer Glaeubige oft hilfreiche) Regeln auf. Genau das machen Sekten auch. Die Kirche bekommt Geld dafuer ueber die Kirchensteuer, Klingelbeutel, geringfuegige Gebuehren fuer Taufen, Trauungen. Sekten finanzieren sich auf aehnliche Weise.
Stellt sich die Frage, wo der Unterschied ist. Bzw. was so schlecht an dem Begriff Sekte ist, dass die "anerkannten" Kirchen keine sein duerfen.
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quatsch
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2008 - 23:51:35    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Kurze Nachfrage eines Unwissenden: Was passiert eigentlich, wenn ich als religionsmündiger Jugendlicher nicht die Taufe bestätige? (In evangelischen Kirchen würde diese Bestätigung ja im Rahmen der Konfirmation ablaufn. Aber auch hier wüsste ich nicht, was passiert, wenn man sich weigert...)

Ich kann nur sagen, wie es nach katholischem Recht ist. Dabei ist Kommunion bzw. Firmung zur vollen Teilnahme am kirchlichen Leben. Nimmt jemand nicht teil, kann insbesondere die Teilnahme an der Eucharistie verweigert werden. Eine Erlöschen der Taufe bedeutet das aber nicht (da wüsste ich nicht, wie das überhaupt geschehen kann, selbst beim Abfall vom Glauben besteht die Taufe weiter).
quatsch
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BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 00:01:09    Titel:

Woodstock hat folgendes geschrieben:
Man kann im Religionsunterricht wohl diskutieren, aber als Christ (oder Anhaenger jeder beliebigen Glaubensrichtung) hat man das zu glauben und zu leben, was die jeweilige Schrift sagt. Der Einfachheit halber Christentum. Man kann sich nicht aus der Bibel das raussuchen, was einem gefaellt, danach leben und gut - da wird jemand meckern. Das meine ich mit aufgedrueckten Verhaltensregeln. Wenn man A sagt, muss man automatisch auch B sagen, auch wenn einem das gegen den Strich geht. Also nicht mehr persoenliche Ueberzeugung, sondern aufgezwaengte Ansichten.

Das ist mir zu hoch. Wenn jemand freiwillig in der Kirche ist, was ist daran aufgezwängt? Klar ist Kirche und Glaube sozusagen ein "Paket", da muss einer halt sehen, wie er zu steht. Die wenigsten Katholiken dürften alles unbeschränkt für gut halten, sind aber trotzdem drin. Wenn einem der größere Teil nicht gefällt, naja, dann geht man halt irgendwann. Ist wie beim Kaninchenzuchtverein (so unpassend finde ich den Vergleich nicht), wenn mir der erste Vorstand passt und der zweite nicht, dann nehme ich das wahrscheinlich in Kauf. Wenn mir keiner von den Vorständen passt, naja, dann werde ich gehen. Wenn jetzt einer Mitglied ist, obwohl ihm der zweite Vorstand nicht passt oder er zwar die Züchterei toll findet, aber die Getränkeauswahl im Vereinlokal bescheiden ist, ist das dann auch aufgezwungen? Das Leben ist nun mal ein Kompromiss. Also ich sehe die Tragweite des ganzen nicht. Wer drin ist, wird seine Gründe haben, einer, der nicht drin ist, muss sich darum doch eigentlich nicht kümmern? Das gilt doch bei der Kirche genauso wie beim Kaninchenzuchtverein? Oder kümmerst Du Dich auch um die Angelegenheiten Deines örtlichen Kaninchenzuchtvereins, obwohl Dir die Züchterei am Allerwertesten vorbeigeht? Solln'se doch machen. Mir ist das schleierhaft, warum die Leute, die mit Kirche angeblich nichts am Hut haben, sich so damit abgeben können.
Woodstock
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BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 00:07:41    Titel:

Darum gehts doch gar nicht. Die Frage ist, warum man die Kirche nicht als Sekte zaehlt, wo Unterschiede doch kaum zu finden sind. Menschen wird eine Glaubensperspektive geboten, und um das Ganze zu finanzieren, wird eine Gebuehr erhoben. Aber wenn man dazugehoeren WILL, muss man sich an die Regeln halten. Ist kein "Meckern", nur eine voellig wertfreie Feststellung.
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BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 00:10:16    Titel:

Wenn Du Sekte gleichbedeutend mit Glaubensgemeinschaft ansiehst, ist jede Kirche eine Sekte. Ja mein Gott, wen juckts?
"Aber wenn man dazugehoeren WILL, muss man sich an die Regeln halten" - ist bei jeder Partei, beim DGB, ADAC oder beim Sportverein (um die Rammler mal in Ruhe zu lassen) so. Sind das auch Sekten? Jede Vereinigung, die auf einer Überzeugung beruht, hat so ein Element. Alles Sekten? Naja, wenn Du meinst.
Woodstock
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BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 00:31:39    Titel:

Natuerlich sind alle Interessengemeinschaften aehnlich in dem Sinne, dass man sich fuegt, wenn man davon profitieren will.
Aber ich betrachte Kirchen und Sekten noch von einem anderen Winkel als Automobilvereine oder politische Parteien - das sind Zweckverbaende. Aber religioese Gemeinschaften, die von einem Gott oder einer anderen hoeheren Macht predigen, was ausschliesslich auf Glauben beruht, das ist fuer mich eine Sekte, ja.
Zitat:
Ja mein Gott, wen juckts?

Frag mal in der naechsten Kirche nach. Die hoeren das nicht so gerne.
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quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3207

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 00:41:16    Titel:

Sagt mal, kriegt ihr auch die Anzeige mit der wundertätigen Medaille? Wie einer da dran glauben kann, ist mir allerdings ein Rätsel (oder muss ich das jetzt toll finden, weil ich mal getauft wurde?).
Werner May
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BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 08:08:21    Titel:

Hey Leute ich versteh eure Argumentationen zum großen Teil nicht. Ich bin nicht freiwillig in die Kirche eingetreten und meine Eltern wurden einem psychischen Druck ausgesetzt. Lest doch bitte mal die Verfassungsklage, dann haben wir die gleiche Grundlage zur Diskussion.
Natürlich habe ich lange Zeit meine Kirchensteuer bezahlt und es hat lange gedauert bis ich die Ängste und Zweifel überwunden hatte um aus der Kirche auszutreten die mir ihre Lehre und den Psycho Druck eingeflößt haben, im Kath. Kindergarten, in der Kath. Schule und im Kath. Religionsunterricht auf dem Gymnasium. Das alles geht aus der Klage hervor. Wer also ernsthaft mit mir über das Thema diskutieren will sollte meine Argumente kennen.





und ich bezahle heute noch Geld für die Weiterexistenz der Kirche
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3310

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 10:09:59    Titel:

Komisch! - Dein letzter Satz, Werner May, "wer also ernsthaft......." klingt ziemlich egozentrisch! - Oder missverstehe ich Dich?

Die interessantere Version einer Diskussion ist, die Meinung MEHRERER Leute zu lesen, nicht nur die Meinung einer einzigen Person!

So zumindest sehe ich die Dinge.

Klimperkasten Wink
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Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 10:20:48    Titel:

quatsch hat folgendes geschrieben:
cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Kurze Nachfrage eines Unwissenden: Was passiert eigentlich, wenn ich als religionsmündiger Jugendlicher nicht die Taufe bestätige? (In evangelischen Kirchen würde diese Bestätigung ja im Rahmen der Konfirmation ablaufn. Aber auch hier wüsste ich nicht, was passiert, wenn man sich weigert...)

Ich kann nur sagen, wie es nach katholischem Recht ist. Dabei ist Kommunion bzw. Firmung zur vollen Teilnahme am kirchlichen Leben. Nimmt jemand nicht teil, kann insbesondere die Teilnahme an der Eucharistie verweigert werden. Eine Erlöschen der Taufe bedeutet das aber nicht (da wüsste ich nicht, wie das überhaupt geschehen kann, selbst beim Abfall vom Glauben besteht die Taufe weiter).


Der Witz ist allerdings, dass man zwar ohne die Komminion bzw. Firmung/Konfirmation kein Kirchenmitglied ist, steuerpflichtig wird man aber schon alleine durch die Taufe.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3806

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 11:02:44    Titel:

der Werner schreibt lustige Sachen Laughing

@ werner

ich habe deine amüsanten Schriftstücke gelesen. Du hast mich zum Lachen gebracht. Danke dafür. Mit Gesetzen ist es wie mit der Bibel: man kann sie wörtlich nehmen, oder man kann sie ernst nehmen. Ich neige zu letzterem.
Was mag die Quelle deines Hasses auf Staat und Kirche sein? Du erwähntest deine Eltern, deine Erziehung. Erwachsen werden bedeutet auch, sich Schritt für Schritt von den Bedingungen der Eltern zu lösen, und einen eigenen Weg beginnen. Noch kämpfst du offenbar um ein eigenes Verstehen der Welt. Nur Mut Wink

@ all

Zur Kirche zwei kurze Anmerkungen.

Kirchensteuer zahlt der Steuerpflichtige. Wer keine Steuer an den Staat zahlt, zahlt auch keine Kirchensteuer. (Ja, die Ausnahmen kenne ich auch!)


Alles oder nichts? Mehrfach wurde schon angedeutet, daß der Christ/Katholik das ganze "Paket" nehmen müsse. Stimmt nicht! Schon vor 30 Jahren hat Prof.Zulehner den Begriff des "Auswahlchristen" benutzt. Christen eben, die sich aus dem Gesamtangebot ihr persönliches Glaubensmenu zusammenstellen. Damit kann die Kirche ganz gut leben.

Ist die katholische Kirche eine Sekte?

Nein! Wir definieren andere als Sekte. Wobei nicht jede Sekte per definitionem schlecht wäre! Eher ärgerlich und störend.
Werner May
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Anmeldungsdatum: 23.05.2007
Beiträge: 16
Wohnort: Fahrenwalde

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 16:08:06    Titel:

Um das klarzustellen: Ich habe keinen Hass auf die Kirche oder die Politik. Ich möchte nur anderen ersparen was mir widerfahren ist und verstehe das als einen Akt der Nächstenliebe. Hätten meine Eltern und ihre Generation weniger Vertrauen in den Staat und in die Kirche gehabt, bräuchte ich diese Arbeit nicht zu machen.
Wer über meine Seiten lacht statt sich Gedanken zu machen was der Inhalt für sie/ihn bedeutet hat offensichtlich noch nicht viel Lebenserfahrung.
Daddü
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Anmeldungsdatum: 15.12.2007
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 19:36:51    Titel:

kath. Sekte hört sich doof an Wink
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Leiden tut der , der zuviel Glück erwartet ...
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6282

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2008 - 20:21:39    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:


ich habe deine amüsanten Schriftstücke gelesen. Du hast mich zum Lachen gebracht. Danke dafür. Mit Gesetzen ist es wie mit der Bibel: man kann sie wörtlich nehmen, oder man kann sie ernst nehmen.


Die Bibel ist sicher so zu lesen. Dabei ist vieles sinnbildlich und darf nicht wörtlich genommen werden. Es hängt natürlich auch mit der Geschichte zusammen. Damals war das Leben etwas anders.
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Der Mensch ist mit zwei Gütern gesegnet- der Hoffnung und der Unkenntnis der Zukunft. Letzteres ist sogar noch wertvoller.[N.Lakoba]
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Quippy Adarest
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Wohnort: Ödlitz

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2008 - 09:27:24    Titel:

Das Wort "Sekte" wurde (wie auch das Wort "Aberglauben") von Leuten der (allgemein anerkannten) Kirche erfunden.

Es ist eigentlich sinnlos darüber zu diskutieren.
Das ist genauso als würde man fragen: Sind Österreicher Ausländer? In Österreich nicht. In Deutschland schon!
Also sind sie es, ja oder nein? j
Kommt darauf an, wo man steht.
Priester sehen die Kirche nicht als Sekte.
Artheisten, oder andere Außenstehende wahrscheinlich schon.
Im Prinzip weißt sie alle GRUNDSÄTZLICHEN Charakteristika einer Sekte auf. Nur wird die Kirche eben anerkannt.
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Was verkörpert unsere zivilisierte Faulheit mehr als die Fernbedienung?
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3806

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2008 - 10:26:16    Titel:

Quippy, da machst du mich neugierig:

Im Prinzip weißt sie alle GRUNDSÄTZLICHEN Charakteristika einer Sekte auf


Könntest du mal drei dieser grundsätzlichen Charakteristika nennen? Wo siehst du die Ähnlichkeiten zwischen Kirche und irgendeiner Sekte?
Agnostik
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Anmeldungsdatum: 07.03.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 22:16:54    Titel: Ich habe nach meinem Glauben gesucht!

Ich wurde nach meiner Geburt ev. getauft. Im Laufe meines Lebens habe ich versucht, mich an die "Glaubenswelt" der überwiegenden Gesellschaft anzupassen. Schließliche war ich ja ev.! Vor ein bis zwei Jahren habe ich mich irgendwie vergleichbar gefühlt, als stecke ich in einem falschen Körper, ähnliche wie es bei Geschlechtsumwandlungen der Fall ist. Viele werden das nicht nachvollziehne können, aber mich bewegt so etwas, weil ich von meiner Natur aus wissen möchte, wo ich hingehöre. Es gibt einen enormen Zwiespalt zwischen meinem gesunden Menschenverstand, beruhend auf der bisherigen Erkenntnis der Evolutionstheorie, und dem Märchen, das in der Bibel veröffentlicht wird und an das die überwiegende Mehrheit der DEUTSCHEN glaubt. Ich verstehe das nicht! Nach meiner Meinung besteht zwischen der kath. Kirche und einer Sekt, die allgemein so verufen ist, kein wesentlicher Unterschied! Was macht eine Sekt so gefürchtet und allgemeingefährlich? Die wesentlichen Merkmale sind die psychologische Lenkung und Leitung der "Gläubigen" und die damit verbunden finanzielle Abzocke. In diesem Sinne- was macht die Kirche - vor allem die katholische Kirche? Ich sage nur Kirchensteuer, "Klingelbeutel" in der Kirche, Betteln um Spenden... .Der psychologische Terror tut sein übriges. Wir wohnen in einer kath. Gegend. Ja, da mußt du deine Kinder umtaufen lassen, damit keine Hänselein etc. das Leben erschweren. Aber das tue ich, ohne jegliche Überzeugung! Solche Doktrien kotzen mich nur an - und dabei kannst du nicht sagen, ignoriere es oder du mußt ja nicht in die Kirche eintreten. Jahrhunderte lang waren die Glaubensverschiedenheiten Auslöser der ganzen Kriege. Warum können die Menschen nicht aufhören, der Realität ins Auge zu schauen und aufhören an irgendwelche "Phantome" zu glauben? "Glaube nicht, weil Du glauben sollst - glaube daran, was Du mit Deinen Sinne wahrnimmst!"
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3806

BeitragVerfasst am: 08 März 2008 - 06:07:44    Titel:

@ agnostik

Nun kannst du ja ganz real überprüfen, ob die Kirche eine Sekte ist oder nicht:

In deinem Leben gibt es offenbar jemanden, der deine Psyche geformt hat. Jetzt, auf dem Weg zum Erwachsen werden, beginnst du (seit zwei Jahren) dir eigene Gedanken zu machen. Darfst du das? Darfst du dir diese Freiheit nehmen? Oder unterliegst du immer noch irgendeiner psychologisch/spirituellen Kontrolle? (Wie in einer Sekte)

Du sprichst die Kirchensteuer an. Ich gehe davon aus, daß du als Steuerzahler über die Verwendung dieser Gelder wohl informiert bist. Welcher Haushaltsposten deiner Diözese gefällt dir denn nicht? Und wie groß wären für dich die Hürden wirklich, deine Kirchensteuerzahlungen einzustellen? Gibt es da Probleme ?(wie in einer Sekte)

Du erlebst im Moment einen Widerspruch in dir zwischen Evolution und Genesis. Warum eigentlich?

Die Evolutuionstheorie beschreibt die Vielzahl der Arten und ihre historische Verwandschaft, kann sie aber nicht begründen.

Die Genesis ist der Schöpfungsmythos der Bibel und begründet das Sein, ist sehr wohl mangelhaft in der Beschreibung.

Wissenschaft und Mythos. Die Erstere fragt wie, die andere erzählt das warum.

Ist es wirklich so schwierig, die verschiedenen Literarturgattungen auseinanderzuhalten? Mit einer guten Schulbildung und gesundem Menschenverstand? Auch Märchen stellen eine eigene Gattung dar. In der Bibel kommt keines vor.

Du schreibst, daß du deine Kinder umtaufen lassen mußtest. Das ist unglaublich. Warum um Gottes willen lebst du denn an so einem Ort? Als nächstes werden die verschiedenen Vereine auf dich zukommen und ihr Recht fordern. Von den Nachbarn gar nicht zu reden! Denke auch daran, daß deine Kinder bald den Dialekt sprechen lernen, damit sie nicht gehänselt werden. Und am Samstag wird die Straße gefegt?
Ja, auch ich kenne solche Strukturen in Deutschland. Aber niemand kann mich zwingen, dort zu leben. Schon gar nicht irgendeine Kirche oder Sekte.

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exphysiker
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BeitragVerfasst am: 09 März 2008 - 18:46:37    Titel:

Wikipedia hat folgendes geschrieben:
Märchen (mittelhochdeutsch Maere = „Kunde, Bericht, Nachricht“) gehören zur Literaturgattung der Epik. Es handelt sich um kürzere Erzählungen, die von fabelhaften und wunderbaren Begebenheiten berichten, die allesamt frei erfunden sind und keinerlei wirkliche Begebenheiten als Grundlage haben.


Zitat:
Ist es wirklich so schwierig, die verschiedenen Literarturgattungen auseinanderzuhalten? Mit einer guten Schulbildung und gesundem Menschenverstand? Auch Märchen stellen eine eigene Gattung dar. In der Bibel kommt keines vor.


Wo siehst du den Unterschied zwischen der Bibel und einem Märchen? z. B. bei der Genesis? Oder meintest du es eher so wie: In der Geschichte über Hänsel und Grätel kommt kein Märchen vor..?
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dornbusch
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BeitragVerfasst am: 09 März 2008 - 19:12:08    Titel:

Tatsächlich ist "Hänsel und Gretel" kein Märchen, dieser Text enthält kein einziges Märchenelement. Und die Genesis ist kein Märchen, sondern Mythos, der vom Beginn der Zeiten erzählt.

Zwar sind die Gattungsgrenzen mitunter unscharf, aber bei diesen beiden Texten können wir halt nicht von Märchen reden.
quatsch
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BeitragVerfasst am: 09 März 2008 - 19:25:55    Titel: Re: Ich habe nach meinem Glauben gesucht!

Agnostik hat folgendes geschrieben:
Es gibt einen enormen Zwiespalt zwischen meinem gesunden Menschenverstand, beruhend auf der bisherigen Erkenntnis der Evolutionstheorie, und dem Märchen, das in der Bibel veröffentlicht wird und an das die überwiegende Mehrheit der DEUTSCHEN glaubt.

Nicht einmal die Kirche selbst behauptet, dass die Schöpfungsgeschichte in Konkurrenz zur Naturwissenschaft steht. Im übrigen ist die These die Mehrheit der Deutschen würde an die Bibel glauben, fraglich, nach meinem bescheidenen Eindruck glaubt die Mehrheit an die Evolutionstheorie (glauben ist hier das richtige Wort, selbst davon überzeugt hat sich wohl keiner, es ist halt das, was die meisten sagen und was von den Autoritäten (Schule, Fernhsehen etc) erzählt wird und was man mithin am einfachsten glauben kann).
Lamasshu
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BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 07:37:35    Titel: Re: Ich habe nach meinem Glauben gesucht!

quatsch hat folgendes geschrieben:
Agnostik hat folgendes geschrieben:
Es gibt einen enormen Zwiespalt zwischen meinem gesunden Menschenverstand, beruhend auf der bisherigen Erkenntnis der Evolutionstheorie, und dem Märchen, das in der Bibel veröffentlicht wird und an das die überwiegende Mehrheit der DEUTSCHEN glaubt.

Nicht einmal die Kirche selbst behauptet, dass die Schöpfungsgeschichte in Konkurrenz zur Naturwissenschaft steht.


Da bin ich mir nicht ganz sicher, wobei "in Konkurrenz stehen" auch immer etwas schwierig zu definieren ist. So ich mich recht entsinne lehnt der Vatikan die Evolutionstheorie ganz offiziell entschieden ab, wobei in den letzten Jahren die Evolutionstheorie eine Art "Anerkennung" als (unbewiesene, falsche) Theorie erlangt hat.
quatsch
Moderator
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BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 09:13:59    Titel:

Dein Stand ist von ungefähr 1950, da wurd in Humanae generis die Evolution als unbewiesen (nicht als falsch) bezeichnet. 1996 hieß es: “Heute, beinahe ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen der Enzyklika, geben neue Erkenntnisse dazu Anlaß, in der Evolutionstheorie mehr als eine Hypothese zu sehen. Es ist in der Tat bemerkenswert, daß diese Theorie nach einer Reihe von Entdeckungen in unterschiedlichen Wissensgebieten immer mehr von der Forschung akzeptiert wurde. Ein solches unbeabsichtigtes und nicht gesteuertes Übereinstimmen von Forschungsergebnissen stellt schon an sich ein bedeutsames Argument zugunsten dieser Theorien dar.”
Im übrigen wird kein ernstzunehmender Theologe oder der Vatikan die Schöpfungsberichte der Bibel als wörtliche Äußerung zur Enstehungd es Lebens bezeichnen. Dass sie in ihrer Aussage, nämlich dass der Mensch ein Ebenbild Gottes ist usw. eine Grundlage christlichen Glaubens sind, dass wird allerdings auch keiner bestreiten. Das ist aber wohl nicht das, was Agnostik mit dem Zwiespalt meint, oder?
exphysiker
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BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 15:27:05    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Tatsächlich ist "Hänsel und Gretel" kein Märchen, dieser Text enthält kein einziges Märchenelement. Und die Genesis ist kein Märchen, sondern Mythos, der vom Beginn der Zeiten erzählt.

Zwar sind die Gattungsgrenzen mitunter unscharf, aber bei diesen beiden Texten können wir halt nicht von Märchen reden.


Also sind Lebkuchenhäuser im Wald, in denen Hexen wohnen, die kleine Kinder fressen, und sprechende Vögel für dich etwas normales? Oder eine Wesenheit erschfft aus dem Nichts innerhalb von sechs Tagen die ganze Welt.. klar passiert ja jeden Tag sowas... Rolling Eyes
Wahrscheinlich glaubst du auch die Märchen, die die SPD erzählt, oder? Mr. Green
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makpg
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 14:01:49    Titel:

naja die bibel sagt das die erde und der mensch in sechs tag erschaffen wurden... an anderer Stelle heißt es für Gott sind 1000 Jahre wie ein einziger Tag... somit kann es sein das Gott sich zeit gelassen hat und möglicherweise 6000 Jahre gerbaucht hat.

wir wissen es nicht.. aber auch kann die wissenschaft nicht zu 100 % sagen das alles zufall war und der urknall stattgefunden hat! Niemand kann uns sagen was wirklich war... wir können nur glauben ... der eine der kirche und den religiösen lehren der andre der wissenschaft.

am ende eines jeden lebens werden wir es wissen was genau war.. ob wir dann einfach nur in der kalten erde liegen und vergammeln oder ob wir ins paradies einziehen dürfen?! Ich bin katholisch und glaube die lehren der kirche allerdings den aperat kirche kann ich in viiiiielen dingen nur wiedersprechen! Ich für mich versuche ein leben zu leben das es für mich und für Jesus in ordnung geht d.h. ich lebe so das ich meine mitmenschen nicht schädige sondern respektiere und akzeptiere... und die eine stunde in der woche in der ich in die kirche gehe kann auch nicht schaden oder ein kurzes stoßgebet in den himmel. Gibt es Gott so hoffe ich das mein lebensstiel reicht um in den himmel zu kommen... gibt es ihn nicht so kann ich sagen ich habe gelebt um die welt ein bisschen besser zu machen und habe miene mitmenschen so genommen wie sie sind... scheiße das es kein pradies gibt aber ich habe ein gutes leben geführt!

in diesem sinne makpg
Dissonanz2
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 15:59:29    Titel:

Wer behauptet denn, dass alles Zufall sei? Shocked
KamiKami
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 16:09:41    Titel:

Zitat:
Wieso ist die Kath. Kirche keine Sekte?


Sagen wir es so. Der Christentum fing als Sekte an und hat es mit der Zeit geschafft, zu einem (immer noch zu mächtigen) politisch-religiösen Machtapparat zu werden.

Zitat:
Als erstes: Es zwingt dich niemand an Aktivitäten der entsprechenden Gemeinschaft teilzunehmen, noch irgendetwas daran zu bezahlen. Mit dem Austritt aus der Kirche bist du defacto in keiner Weise mehr an irgendetwas dort gebunden, du wirst nicht davon abgehalten, oder erpresst, oder ähnliches. So viel zur Sektenähnlichkeit...


Der ausgetretene Heide, ist zwar nicht mehr an die Kirche und erst Recht nicht an den Glauben o. ä. gebunden, so treten aber mit dem Austritt aus der Kirche bzw. einer Glaubensgemeinschaft eine nicht unbestimmte Anzahl eklatanter Probleme auf. Unverschämterweise wird für den Kirchenaustritt auch noch eine Gebühr verlangt, die der Staat festlegt und behält.

Gruß


Zuletzt bearbeitet von KamiKami am 19 Aug 2008 - 17:11:27, insgesamt einmal bearbeitet
Dissonanz2
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 17:09:06    Titel:

Aber, aber, das ist doch eine Bearbeitungsgebühr für die Mühe, die der Beamte hat und keine Austrittsgebühr. Wink Das würde ja bedeuten, dass man den Austritt aus einer Gemeinschaft, der man nie beigetreten ist unnötig erschweren würde, sowas würden doch Wahre Christen nie tun.
sarah_2192
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BeitragVerfasst am: 28 Aug 2008 - 10:52:49    Titel:

nur so...wenn du austrittst bist du draußen...das mit dem ewig mitgleid sein hat nur sowiet eine bedeutung wie du dran glaubst...also?!
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