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tatbestandsirrtum
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Steffen02
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Anmeldungsdatum: 25.01.2008
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2008 - 11:09:15    Titel: tatbestandsirrtum

ich habe eine frage zum tatbestandsirrtum.
zwar ist diese irrtumsform eigentl unkompliziert, aber vll habe ich gerade deshalb probleme Wink
was mir nicht klar ist:
der täter kennt ihr einen umstand nicht, der zum gesetzlichen tatbestand gehört.
im subjektiven tatbestand wird dann erwähnt, dass ein irrtum vorliegt. also wird dieser irrtum grundsätzlich noch nicht im otb angesprochen, oder?
berühmtes beispiel mit dem mantel: a nimmt in der gaststätte den mantel des b mit, weil er denkt, es sei sein mantel.
a) OTB
- fremde Sache. Der mantel gehört ja dem b.
b) STB
- Irrtum des a:
legt man seine vorstellung zu grunde, wäre der mantel nicht fremd.

abwandlung: aber a wäre doch trotzdem strafbar, wenn er denken würde, der mantel gehöre dem c, aber er nimmt ihn trotzdem mit.

was mich hier stört: mir kommt das alles etwas wie beim etbi vor. ich muss ja im stb schon prüfen, ob der täter unter zugrundelegeung seiner falschen vorstellungen den otb nicht erfüllen würde, oder?
anders könnte ja der a im fall 2 straffrei bleiben.
Parallelwertung
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2008 - 11:45:17    Titel: Re: tatbestandsirrtum

Steffen02 hat folgendes geschrieben:
im subjektiven tatbestand wird dann erwähnt, dass ein irrtum vorliegt. also wird dieser irrtum grundsätzlich noch nicht im otb angesprochen, oder?.


Der Vorsatz gehört in den subjektiven Tatbestand. Ein Tatbestandsirrtum ist ganz einfach fehlender Vorsatz.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2008 - 15:10:19    Titel: Re: tatbestandsirrtum

Steffen02 hat folgendes geschrieben:

was mich hier stört: mir kommt das alles etwas wie beim etbi vor. ich muss ja im stb schon prüfen, ob der täter unter zugrundelegeung seiner falschen vorstellungen den otb nicht erfüllen würde, oder?
anders könnte ja der a im fall 2 straffrei bleiben.


Der ETBI liegt nur vor, wenn der Täter irrig einen Rechtfertigungsgrund für gegeben hält.
Mit irgendeinem - wie auch immer geartetem - Irrtum über Rechtfertigungsgründe hat der TB-Irrtum überhaupt nichts zu tun.
Man muss auch nicht prüfen, ob der Täter "unter Zugrundelegung seiner falschen Vorstellung den OTB erfüllen würde".

Du musst einfach prüfen, ob Vorsatz bzgl. aller objektiver TB-Merkmale vorliegt. Und dies ist im 1. Beispielsfall mangels Vorsatz bzgl. des Merkmals "fremd" zu verneinen. In der Abwandlung weiß A, dass die Sache "fremd" ist (auch wenn er sich über den Inhaber irrt). Deshalb liegt hier Vorsatz vor.
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