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(versuchter) Betrug/ Diebstahl bei Kenntnis der Kassiererin?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> (versuchter) Betrug/ Diebstahl bei Kenntnis der Kassiererin?
 
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thomascooks
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Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 16:31:01    Titel:

Also, so wie ich das jetzt verstanden habe, prüft ihr § 263 und fliegt beim Irrtum raus. Soweit klar.
Dann §§ 263, 22: Ganz normale Versuchsprüfung (ist ein untauglicher Versuch), dann im Tatentschluss: H wollte täuschen, und wollte dass V sich irrt...
Problem dann: Wollte er auch eine Verfügung der V? Da komme ich dann wieder in die Abgrenzung rein, ist halt nur anders aufgebaut.
Ähnlich wie bei den zugefügten Batterien kommt man wohl zum Ergebnis, dass H Vorsatz bezüglich einer Wegnahme und nicht einer Verfügung V der V hatte (a.A. wohl OLG Düsseldorf).
Also §§ 263, 22 (-)
Dann prüfe ich vollendeten Diebstahl usw...
Majestix
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 29 März 2008 - 08:35:08    Titel:

(Auch aus der Sicht eines Täters) schließt entweder die Freigabe der Ware an der KAsse stets zugleich mögliche in der Ware versteckte Dinge mit ein.
Das wäre jedoch (vom Kassierer gegenüber dem Geschädigten) unbefugt, so dass sich der Geschädigte dies (Verhalten des Kassierers) gar nicht im Sinne eines Dreiecksbetruges zurechnen lassen müßte. Betrug scheidet dann aus.
Oder es liegt hinsichtlich der versteckten Ware gar keine Freigabe vor. Auch dann scheidet eine kausal irrtumsbedingte unmittelbare Selbstschädigung im Sinne von Betrug aus.

P.S. Aufbauregeln sind entweder solche des logischen Vorranges, dann zwingend, oder Geschmacks- und Zweckmäßigkeitsfrage, dann unverbindlich.
Der Grundsatz, erst die Delikte prüfen, die man ablehnt, ist eher nur Geschmacksfrage.
Wenn man sich dadurch aber ein mögliches Argument abschneidet, wie das der möglichen Gesetzkonkurrenz zwischen Diebstahl und Betrug, könnte dies eben sogar ungünstig sein.
Verfehlt wäre es z.B. wohl Unterschlagung vor Diebstahl zu prüfen, auch wenn man Unterschlagung ablehnt.
Rolling Eyes
Baltus
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 29 März 2008 - 21:05:34    Titel:

Das Delikt zuerst zu prüfen, das man nicht bejaht, ist leider nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf dem des BGH.
Wie auch immer.
Weiterhin kann ich keine eindeutige Antwort bezüglich des nicht vorhandenen Irrtums bei V finden, das mich befriedigt.
Diese Konstellation erscheint mir rätselhaft. Dass man Verfügungswille und Gewahrsam etc. prüfen muss und dort die jewiligen Probleme anspricht, soweit klar.
Widme mich heute ausführlich der Nebentäterschaft. Vielleicht ist das eine Lösung.
Weiterhin frage ich euch, könnte man nicht 242 bezüglich Batterie (in der Fototasche) und dann getrennt davon betrachtet 263 bezüglich der Erklärung des H an der Kasse, "nein, ich habe keine versteckten Waren" prüfen?
Oder spricht wieder das Argument dagegen, H könne nur eine Tat verwirklicht haben und nicht die gestohlene Sache noch einmal dazu benutzt haben um damit erneut einen Betrug zu begehen?
Mittelbare Täterschaft scheidet leider mangels absichtslos dolosen Werkzeuges aus.
Baltus
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 29 März 2008 - 21:08:39    Titel:

@thomascooks,
wie begründest du den untauglichen Versuch?
Damit, dass bei jeder Kassiererin noch ein Resthirn vorhanden ist, das dazu führt, dass der Täter aus grobem Unverstand die Tat ausführt und die Tat niemals vollendet werden könnte?
thomascooks
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Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 30 März 2008 - 10:51:50    Titel:

Hast recht, ich prüfe eigentlich einen ganz normalen Versuch. Betrug hat hier nur nicht geklappt.
Wenn ich aber gleich mit dem Diebstahl bez. der Batterien in der Fototasche anfange, komme ich nur indirekt zum fehlenden Irrtum bei V. Dann prüfe ich bei der Wegnahme, ob die V ein tb-auschließendes Einverständnis zum Gewahrsamsübergang erklärt hat, welches dem Gewahrsamsinhaber (Ladenbesitzer) zugerechnet werden muss. Da gibts dann ja das Problem, wie bzw ob das zugerechnet werden kann, da V bewusst ihre Befugnisse überschreitet und dann wohl nur nach der Theorie vom faktischen Näheverhältnis eine zurechenbare Verfügung gegeben wäre. Die h.L. lehnt die Theorie aber ab, und kommt nicht zu einer dem Ladeninhaber zurechenbaren Verfügung (Einverständnis) der V.

Hab schon mehrmals gefragt, aber was außer Raub prüft ihr noch, als H dem K die Kamera aus dem Korb nimmt??? Wäre für Anregungen dankbar! §§ 255, 253?
thomascooks
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Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2008 - 13:52:15    Titel:

Hey, also der Platz ist wirklich knapp, geht mir auch so. Very Happy
Beim Diebstahl durch Unterlassen der V: Bei mir ist der Diebstahl des H vollendet, daher gibts nen Streit ob V UnterlassungsTÄTERIN oder nur BEIHELFERIN sein kann. Da aber V keine Zueignunsabsicht hat und somit überhaupt keine Tätereigenschaft haben kann, lasse ich den Streit dahinstehen. So hab ich auch die fehlende Zueignungsabsicht verarbeitet...
Bei der Beihilfe prüfe ich dann ne Garantenstellung aus Arbeitsvertrag, hab ich aber noch nicht fertig. Bei fehlender Garantenstellung kommt auch eine aktive Beihilfe durch Durchschieben der Fototasche beim Scannen (also die Gewahrsamslockerung) in Betracht...was meint ihr dazu??
Baltus
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2008 - 14:18:48    Titel:

@ vanessa,
nein, da ist doch kein Problem. Sorry, kann auch gar kein Problem konstruieren:))))

Also wegen der Seitenanzahl: Ich habe da so einen Verdacht, dass die Person, die den Sachverhalt dieser Hausarbeit abgetippt hat, sich vertippt haben könnte. 20 Seiten für eine große Hausarbeit in HD kann doch nicht sein, wir sind ja nicht an der Uni Frankfurt Laughing
Ich traue mich allerdings nicht, mal beim Lehrstuhl anzurufen und nachzufragen. Embarassed
Kann das vielleicht jemand übernehmen? Wäre sehr dankbar dafür. Embarassed

Ja, der Rand ist auf der linken Seite, nur bei der Studienarbeit ist er auf der rechten, zumindest beim Schwerpunkt 2. Also nicht durcheinanderbringen lassen:
RAND BITTE LINKS
Baltus
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2008 - 14:22:22    Titel:

Achso bzegl. binden: Sehr viele, sagen wir mal 80 % lassen sich die Hausarbeit binden, sieht besser aus und die Korrektoren kommen mit dem Blättern besser hin. Ich denke, wenn man einen Ordner nimmt und die das dann erst einmal herausnehmen müssen und wieder einstecken müssen,d ann regen die sich schon dermaßen auf, dass man nur durchfallen kann Exclamation
vanessa87
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 8
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2008 - 14:39:03    Titel:

@ baltus:
danke... dann will ich mal kein außenseiter sein bei euch; ist aber komisch das binden zu lassen... sooo toll ist das was ich geschrieben habe ja auch nicht, wobei gerade da ein bischen komfort für die korrektoren ganz gut ist
Laughing
ist die durchfallquote beim hillenkamp normalerweise eher hoch oder normal?
sehe ich das richtig, dass wir doch länger zeit haben.. bis zum 10.4., da die übung wohl verschoben wurde?!

@thomascooks
Also ich habe die Garantenstellung bejaht... die wird ja wohl einen AV haben, indem sie verpflichtet ist Diebstähle zu melden.
Aber wenns doch ein Problem ist: man muss doch beim Unterlassungsdelikt vorab prüfen wo der schwerpunkt der vorwerfbarkeit liegt... und da kommt man wohl zu dem Schluß, dass der eher bei dem Nicht-Offenlegen des Diebstahls liegt. Wenn man das dann wegen fehlender Garantenstellung verneint, darf man dann noch auf das andere Handeln zurückgreifen? Auf dem ja nicht der Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit liegt? Oder konstruierer ich hier ein Problem Wink ?
thomascooks
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Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2008 - 15:13:08    Titel:

Hey, hab auch gelesen, dass 10.04. Abgabe ist.
Habe in HD auch schon eine große Ö-Recht HA mit nur 20 Seiten geschrieben, kann also durchaus sein. Man muss halt die weniger relevanten Sachen kürzen, ist gar nicht so einfach.

@ Vanessa: Das mit dem Arbeitsvertrag sehe ich ähnlich, V wird generell keine unbezahlten Waren durch die Kasse lassen dürfen. Aber mal angenommen, ich leihe mir eine Sache und bin nach dem Leihvertrag verpflichtet, die Sache in Stand zu halten. Ich komme der Pflicht nicht nach, die Sache rostet meinetwegen, und nach Vertragsende gebe ich die Sache so zurück. Da hab ich mich doch auch nicht wegen Sachbeschädigung durch Unterlassen strafbar gemacht, oder? Dass ich gegen meine (zivilrechtliche) Pflicht aus dem Vertrag, wie hier sicher auch V, verstoßen habe und Schadensersatz leisten muss, führt das zwangsläufig zu einem strafrechtlichen Eintretenmüssen? Dachte das geht nur bei besonderem Vertrauensverhältnis und § 242 BGB, nimmst du dies hier an? Oder einfach doch direkt aus dem Arbeitsvertrag.

Bez. Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit würde ich hier nichts abgrenzen. Aber wieso sollte die Beihilfe nicht in mehreren Beiträgen liegen können? 1. Gewahrsamslockerung, 2. Unterlassen der Anzeige des Diebstahls. Nach h.M. reicht ja jedes Fördern der Haupttat. oder?
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