Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Mietrecht
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Mietrecht
 
Autor Nachricht
k_k
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2008 - 15:27:36    Titel: Mietrecht

folgender fall:

a hat in einer zeitschrift gelesen, dass wenn ihm beim Einzug nicht bekannt war,

- dass Betrunkene bis 23 Uhr umherkrakeelen, man laut dem AG Rudolstadt; 20.5.1999; Az. 1 C 914/98 zu einer Mietkürzung von 10 % berechtigt sei.

- dass schwankende Wassertemperaturen beim Duschen auftreten, er laut AG Charlottenburg; 27.3.2003; Az. 204 C 349/02 zu einer Mietkürzung von 13 % berechtigt sei.

- dass eine Geräuschbelästigung durch das Einwerfen von Glasflaschen in Container nach 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen im Innenhof stattfinden, er laut LG Berlin; 17.1.1995; Az. 64 S 322/94 zu einer Mietkürzung von 10 % berechtigt sei.

- dass die Mülltonnen ständig überfüllt sind, er laut AG Potsdam; 9.3.1995; Az. 26 C 406/94 zu einer Mietkürzung von 5 % berechtigt sei.

- dass sämtliche Türen und einige Fenster undicht sind und in den Mieträumen Fußkälte und Zugluft entsteht, er laut LG Potsdam; 4.8.1997; Az. 6 S 192/96 zu einer Mietkürzung von 7,5 % berechtigt sei.

A überlegt nun, ob er diese bei ihm zutreffenden mietminderungen auch nach fast 2 jahren geltend machen kann
und wenn ja, ob er dann alles addieren kann. Fraglich ist auch, ob das dann von der kalt- oder warmmiete abzuziehen sei.

wie seht ihr das?
derjim
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2008 - 22:22:22    Titel: re

bevor a seinen Vermieter nicht informiert und ihm Gelegenheit zur Mängelabhilfe gibt, kann er -grds- keine Minderungs- oder Schadenersatzansprüche geltend machen. Vielleicht hat sich a gar selbst schadensersatzpflichtig gemacht, wenn zsbp im Fall 2 der Boiler irgendwann explodiert, ohne das a den Vermieter von den Wasserproblemen berichtete.

Deshalb sollte A lieber im BGB, zbsp § 536c Abs.2, lesen, anstatt sich von Hausfrauenzeitschriften kundliche Rechtstips zu Verbesserung seiner pekuniären Verhältnisse zu versprechen.
vey22
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.06.2006
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2008 - 22:49:24    Titel:

Den Aussagen von "derjim" ist nur zuzustimmen.
Ergänzend würde ich es - vorausgesetzt die einzelnen Kürzungen wären gerechtfertigt - für abwägig halten, sie zu addieren. Vielmehr sollte man dann wohl von der aufgrund der ersten Minderung schon reduzierten tatsächlichen Mithöhe die nächste Kürzung abziehen und von der daraus entstehenden wieder die nächste usw. Ansonsten zöge man für die Berechnung der Minderung aufgrund eines prozentualen Richtwertes ja eine (ursprüngliche) Mithöhe heran, die man tatsächlich aber garnicht mehr bezahlt, was dann auch zu einer höheren Minderung führen würde. Clever wäre es dann folglich, mit der höchsten Minderung zu beginnen.
Aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung bzw. logische Denkweise, wie das in der Praxis gehandhabt wird weiß ich nicht. Vielleicht findet ja jemand ein Urteil zum Aufeinandertreffen mehrerer Minderungen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Mietrecht
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum