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NDS Deutsch LK Abi 2008
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> NDS Deutsch LK Abi 2008
 
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niagara
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Anmeldungsdatum: 15.03.2008
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 15 März 2008 - 22:28:18    Titel:

ich komm nochmal zur ambivalenten Umgebung:
also ich seh jetzt den Vater (z.B. führt ein Leben zwischen bürgertum und Boheme; realitätsverlust; geht an seiner Lebenseinstellung "freut euch des Lebens" zugrunde),
schimmelpreester (nennt sich prof. ohne einer zu sein, Trotz des "Professors" , was in meinen Augen für moral, Anstand Bildung steht, bringt er felix bei, dass künstlerisches Talent mit unbürgerlichen Verhalten verbunden ist),
madame houpfle (ist die dominante, möchte aber sklave sein)
andromache (Mensch vs. Engel bzw kein Mensch mehr; Androgyn)
müller-rose (Sein und Schein)

und venosta( z.b. stammt aus gutem hause, aber unpassende freundin und umgenung nun)
als ambivalent.
sehe ich das richtig oder total falsch...bitte um kommentare, auch wenn sie niederschmetternd sein mögen Wink

irgendwer hat hier irgendwo auch rosza als ambivalent beschrieben... warum ist sie das?
Delli
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Anmeldungsdatum: 15.03.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16 März 2008 - 11:17:59    Titel:

Doch, dass stimmt alles so...Smile

Wir haben noch zu Eleanor Twentyman aufgeschrieben, dass sie ambivalent (im Hinblick darauf, dass sie bei ihren Eltern auf brav tut, sich aber heimlich mit Krull trifft) ist.

Und bei Rozsa würde ich sagen sie ist ambivalent, da sie zuerst Krulls Lehrmeisterin ist, sich dann später aber unterordnet und Krull ihr Zuhälter ist...oder?
6-4 impala
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 16 März 2008 - 17:21:51    Titel:

Delli hat folgendes geschrieben:
Doch, dass stimmt alles so...Smile

Wir haben noch zu Eleanor Twentyman aufgeschrieben, dass sie ambivalent (im Hinblick darauf, dass sie bei ihren Eltern auf brav tut, sich aber heimlich mit Krull trifft) ist.

Und bei Rozsa würde ich sagen sie ist ambivalent, da sie zuerst Krulls Lehrmeisterin ist, sich dann später aber unterordnet und Krull ihr Zuhälter ist...oder?


Ja ich glaube das passt ganz gut.

Was mich interessiert. Wir mussten in 13.1 von Erich Kästner - Fabian und ich 12.2 von Peter Weiss - Die Ermittlung lesen.

Fabian ist ein Großstadtroman und zählt zur sog. Neuen Sachlichkeit,
und Die Ermittlung gehört zur Gattung dokumentarische Theater.

In den Deutsch Abieingrenzungen wird weder das eine noch das andere erwähnt.
Wie könnten die beiden Werke dennoch verwendet werden?
plaisanterie
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Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 17 März 2008 - 17:20:39    Titel:

Wie, nur 2 nicht-abirelevante Bücher gelesen? ^^
Wir haben nonstop alles mögliche gelesen, ich würd mir da keine Gedanken drum machen.
Guck ob du Krull oder was von Büchner daran spiegeln kannst, manchmal hilft das um neue Aspekte wahrzunehmen aber sonst liegt das im Ermessen des Lehrers was er zusätzlich macht und irgendwodran muss man ja auch den Umgang mit Texten lesen..
helen89
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Anmeldungsdatum: 17.03.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 14:35:24    Titel:

huhu!!

also ich wollt nochmal was zu der frage sagen, ob krull eine identität hat oder nicht...

also wir haben aufgeschrieben, dass krull im verleuf seiner kindheit bis hin zum erwachsenwerden keine veränderung in seinem charakter durchgemacht hat und das würde doch eigentlich dazu gehören, wenn krull seine identität gefunden und entwickelt hätte oder??

hoffe, ich hab nu nich noch mehr verwirrt^^ ich hasse diese unzusammenhängenden notizen in meinem heft Rolling Eyes

liebe grüße Smile
6-4 impala
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 16:17:30    Titel:

plaisanterie hat folgendes geschrieben:
mineau. hat folgendes geschrieben:
plaisanterie hat folgendes geschrieben:



ach und, Wieso ist Büchner Atheist aber bezieht sich immer wieder auf Gott? (->Brief an die Familie)

Dasselbe gilt für Lenz. Wo zeichnet sich bei ihm der Verlust an den Gottglaube ab? Ich weiß da gab's was aber meine Erinnerung ist eher schwach.


also als erstes glaubt lenz ja noch an gott, aber er verliert den glauben ja vollends, als er versucht, dieses kind wiederzubeleben und dadurch, dass es (natürlich) nicht klappt stellt er die existenz gottes in frage und verliert seinen glauben. "der atheismus ergreift ihn" oderso ähnlich. und es taucht ständig die theodizee-frage auf ( die rechtfertigung der existenz gottes angesichts des leidens in der welt, also wie kann es einen gott geben wo doch so viel schreckliches in der welt passiert )
ich hoffe ich konnte dir das damit wieder etwas in erinnerung rufen Wink


jab, das ist schonmal gut zu lenz, danke.

aber was ist mit büchner?


Ich habe mal gelesen das viele Büchnerforcher davon ausgehen, dass der plötzliche "Verlust" von Lenz' Gottesglauben eine Verschleierung Büchners eigenem Atheismus ist. Zur damaligen Zeit hätte aber ein so krasser Ausdruck von Zweifel an Gott für jeden noch so berühmten Autoren den Weg zum Henker geebnet.
Büchner geht es aber vorrangig um die Person Lenz in dessen religiösem Zwang er seine psychische Krankheit vermutet.

ob büchner atheist war oder nicht, würde den rahmen eines forumsbeitrages sprengen. auf die abieingrenzugen bezogen, es zählt ja nur büchners politische intention (landbote) und seine kunstauffassung (briefe an die familie und seinen verleger)
plaisanterie
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Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 19:02:33    Titel:

6-4 impala hat folgendes geschrieben:
plaisanterie hat folgendes geschrieben:
mineau. hat folgendes geschrieben:
plaisanterie hat folgendes geschrieben:



ach und, Wieso ist Büchner Atheist aber bezieht sich immer wieder auf Gott? (->Brief an die Familie)

Dasselbe gilt für Lenz. Wo zeichnet sich bei ihm der Verlust an den Gottglaube ab? Ich weiß da gab's was aber meine Erinnerung ist eher schwach.


also als erstes glaubt lenz ja noch an gott, aber er verliert den glauben ja vollends, als er versucht, dieses kind wiederzubeleben und dadurch, dass es (natürlich) nicht klappt stellt er die existenz gottes in frage und verliert seinen glauben. "der atheismus ergreift ihn" oderso ähnlich. und es taucht ständig die theodizee-frage auf ( die rechtfertigung der existenz gottes angesichts des leidens in der welt, also wie kann es einen gott geben wo doch so viel schreckliches in der welt passiert )
ich hoffe ich konnte dir das damit wieder etwas in erinnerung rufen Wink


jab, das ist schonmal gut zu lenz, danke.

aber was ist mit büchner?


Ich habe mal gelesen das viele Büchnerforcher davon ausgehen, dass der plötzliche "Verlust" von Lenz' Gottesglauben eine Verschleierung Büchners eigenem Atheismus ist. Zur damaligen Zeit hätte aber ein so krasser Ausdruck von Zweifel an Gott für jeden noch so berühmten Autoren den Weg zum Henker geebnet.
Büchner geht es aber vorrangig um die Person Lenz in dessen religiösem Zwang er seine psychische Krankheit vermutet.

ob büchner atheist war oder nicht, würde den rahmen eines forumsbeitrages sprengen. auf die abieingrenzugen bezogen, es zählt ja nur büchners politische intention (landbote) und seine kunstauffassung (briefe an die familie und seinen verleger)


klingt gut, herzlich dank! Smile



@helen89, lies mal die ersten seiten da steht was dazu.
6-4 impala
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 20 März 2008 - 16:44:04    Titel:

plaisanterie hat folgendes geschrieben:
Wie, nur 2 nicht-abirelevante Bücher gelesen? ^^
Wir haben nonstop alles mögliche gelesen, ich würd mir da keine Gedanken drum machen.
Guck ob du Krull oder was von Büchner daran spiegeln kannst, manchmal hilft das um neue Aspekte wahrzunehmen aber sonst liegt das im Ermessen des Lehrers was er zusätzlich macht und irgendwodran muss man ja auch den Umgang mit Texten lesen..


wir haben natürlich auch andere werke gelesen (Götz, Tell, Die Ermittlung, Lenz, Landbote, Woyzeck, Krull, Fabian, 2 literaturkritik bücher)

Ich glaube, Die Ermittlung bezog sich eher auf die Gattung (dokumentarisches Theater) und bei Fabian war eher die Epoche (Neue Sachlichkeit) interessant.
Ich werd mal schauen ^^

Eine frage zu Ambivalente Existenzen
ich schätze mal, damit ist nicht nur Felix Krull alleine gemeint.

Krull: sehr ambivalent (tauscht mit verschiedenen Kostümen auch den Charakter(Kindheit:Kaiser), gibt sich als Marquis Venosta aus (Rollentausch), Armand (Felix wird durch seine arbeit im Hotel Saint James and Albany zu Armand und verhält sich anders als Felix es tun würde), fälscht Unterschriften (gibt sich so für jemanden aus der er nicht ist), führt ein Doppelleben als er im Hotel arbeitet (Arbeitet und hat im Hotel ein Zimmer, besitz aber auch eine eigene Wohnung und geht Abends in teuren Restaurants essen so das man nicht annimmt das er ein Liftboy/Kellner ist) , täuscht Krankheiten vor, gibt so vor Krank zu sein um so etwas wie eine Sonderstellung zu erhalten (Kaserne, zu Hause um zu vermeiden zur Schule zu gehen))

Vater Krull: Schaumweinfabrikant, angeblich wohlhabend, angeblich edler Schaumwein

Müller-Rosé: auf der Bühne bildhübsch, "hinter" der Bühne potthäßlich

Diana Houpflé: femme-fatal, in wahrheit aber untreu, unterwürfig und auf sex aus

Eleanor Twentyman: gegenüber eltern spielt sie das brave mädchen, gegenüber krull ist sie ein anhängliches, nach liebe lüsternes mädchen


Welche beispiele gibt es noch?
mineau.
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Anmeldungsdatum: 13.03.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 20 März 2008 - 18:05:42    Titel:

weitere ambivalente existenzen:

Andromaché : nicht eindeutig ob mann oder frau (androgynie,zwitterwesen), ob göttlich oder menschlich, zwischenwesen, heimat ist zirkus / lässt sich im bürgerlichen und natürlichen nicht unterbringen, bewegt sich zwischen himmel und erde ( auf dem seil )

Müller-Rosé : schein: faszination,eleganz, perfektion, anmut, leichtigkeit, schönheit, heiligkeit, leichtigkeit des lebens --> name: müller -> durchschnittlich, allerweltsname, bäuerlich
sein: hässlich, pickelig, unscheinbar, rothaarig --> name: rosé -> besonders, außergewöhnlich, schön, elegant, prunkvoll

evtl schimmelpreester: zum einen professortitel, ansich jedoch ärmlich/lächerlich (werbedesigner, karnevalist)

gibts noch mehr? was ist mit kuckuck, lord kilmarnock und marquis de venosta?
6-4 impala
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Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 20 März 2008 - 18:17:37    Titel:

Lord Kilmarnock: Vornehmer Bewunderer Felix Krulls, dessen Werben in melancholischer umflorter Bitternis endet. Ebenso wie in Madame Houpflé parodierte Thomas Mann in Kilmarnock die eigene, lebenslang empfundene und stets entwürdigende "Selbstverneinung" zugunsten der blonden Jünglinge - und machte sich unter anderem über seine irritierend klobige Nase über dem feinen Mund lustig.

Professor Kuckuck:
Gatte und Vater des "Doppelbildes" von Senhora Maria Pia und Zouzou, der ältere, ein wenig altmodisch gekleidete Herr, der Felix Krull auf der Bahnreise nach Lissabon mit leuchtenden Sternenaugen von der Stellung des Menschen im Kosmos erzählt. Krull verdankt ihm eine schließlich rauschhafte Ausweitung seines Inneren - und eine erste Ahnung von der tiefen Verwandtschaft zwischen sämtlichen Erscheinungen der Natur. Hinter dieser Initiation steht Artur Schopenhauer, dem Thomas Mann die wichtigsten Züge und Gedanken Kuckucks entlieh.

vielleicht auch Stanko: Kollege und Bettnachbar Felix Krulls im Hotel Saint James and Albany. Stanko, Kroate und Küchengehilfe, beobachtet Felix Krull, während der sein Diebesgut in Augenschein nimmt. Die erpresserische Macht des Spießgesellen wendet sich für Felix allerdings zum Guten, da er Stanko die Adresse eines Hehlers verdankt. Die von beiden Seiten "anständige" Aufteilung des Erlöses adelt die schwer kontrollierbare Geschäftsbeziehung schließlich sogar noch zu einem Handel unter Ehrenmännern.
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