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Diplom! Bachelor of science: nur die besseren Laboranten?
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rico_09
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Anmeldungsdatum: 19.02.2008
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2008 - 19:31:08    Titel: Diplom! Bachelor of science: nur die besseren Laboranten?

Es gibt ganz klare Ausbildungsberufe wie Biologie-Laborant , Physik-Laborant und Chemie-Laborant, die die praktische Säule im Labor darstellen,...

Könnte es nicht sein, dass die Bachelor-Absolventen die Laboranten langfristig gesehen teilweise verdrängen oder umgekehrt?
Denn Ihre Qualifikationen sind ja nun wesentlich geringer, als die eines herkömmlichen Uni-Absolventen ( Diplom-)...
Was oder Wo sollte im Berufsleben da noch der große Unterschied sein?

Bei einem Diplom in Physik, Chemie, Bio ect.. ist klar:
Es ist ein rein wissenschaftliches, auch frei schwerpunktsetzendes und individuelles Studium, das zielgerichtet in die Forschung arbeitet und als akademische Ausbildung zu verstehen ist, im Sinne der "Wissenschaftlichen Arbeit"!

Und in den Wissenschaften sehe ich genau darin eine Krise, weil Bachelor-Master in erster Hinsicht nur rein wirtschaftlich orientiert sind...
das hat alles Vor-und Nachteile, die jedoch mit den Ausbildungsberufen kontrovers sind.

bis hier hin...
---

Das soll zwar kein Petitionsschreiben sein und wäre auch falsch am Platz, aber ich muss es einfach loswerden:
Ich empfinde es absolut fatal in meinen Augen und nicht hinnehmbar, das deutsche Diplom endgültig abzuschaffen!
Warum macht man das nicht so:

-Diplom- Studiengänge weiterhin als wissenschaftliche, forschungsorientierte, freie Studien anzubieten
und
-Bachelor-Master als berufsoriente Studiengänge akademischen Grades einzuführen...
als Erweiterung und Alternativen zum strengen reinen wissenschaftlichen Studium... für die, die schneller "Geld " verdienen wollen und nur bessere Berufe erreichen wollen, als die "Kollegen" von der Realschule...

aber BITTE keine radikale Zerstörung der Deutschen Akademischen Grade!

( und meine persönliche Notiz: Der "Titel" Master entspricht absolut nicht einem akademischen Grad, das erinnert eher am guten alten Handwerks-Meister, aber niemals an einen Wissenschaftler!!!)

Wurden überhaupt die Professoren und Studentenverbindungen, Vereinigungen befragt, ob es erwünscht ist/war?#Immerhin betrifft es diese Menschen und die gesamte Gesellschaft... denn Bildung ist öffentlich!


---

Könnt ihr mir sagen, wie es nun mit den Bachelor-Laboranten aussieht, Hat da jemand Erfahrungen?

Und was haltet ihr überhaupt von diesem ganzen radikalen Umbruch, der ja auch so ziemlich undemokratisch, von außen oben sich ereignet?


Zuletzt bearbeitet von rico_09 am 23 Feb 2008 - 11:35:09, insgesamt einmal bearbeitet
Tudel
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Anmeldungsdatum: 18.05.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2008 - 20:22:59    Titel:

Ich denke, dass es von den Studieninhalten ziemlich egal ist, ob man nun am Ende einen Master-Abschluss oder ein Diplom hat.

Ich studiere Biologie auf Bachelor und werde danach auf jeden Fall noch meinen Master machen um anschließend zu promovieren und in die Forschung zu gehen.

Die ersten 4 Semestern entsprechen inhaltlich dem Grundstudium bei Diplomstudiengängen. Danach konnte ich mir meine Schwerpunkte ab dem 5.Semester frei wählen. Genauso wird es dann im Masterstudium bei mir sein.
Ich kann mir also im Bachelor/Master-System (jedenfalls an meiner Uni) meine Schwerpunkte so frei setzen wie ich will und kann mein Studium sehr individuell gestalten. Verschult ist mein Studiengang außer im Grundstudium überhaupt nicht. Ebenso denke ich, dass es wissenschaftlich orientiert ist und weniger berufsorientiert.

Auch die Bachelorarbeit, die man am Ende des Bachelors schreiben muss, ist eine wissenschaftliche Arbeit und man bearbeitet dort ein kleines Forschungsprojekt. (wenn man Bachelor/Master macht, schreibt man im Endeffekt sogar mehr solcher wissenschaftlicher Arbeiten, als im Diplom...)

Ich finde, dass die berufsorientierten und wirtschaftlichen Aspekte daür, dass es ein berufsqualifizierende Abschluss sein soll, viel zu kurz kommen... mich stört das auch nicht so sehr, weil ich eh noch den Master mache, aber ich denke, dass jeder, der eine Ausbildung in dem Bereich gemacht hat, besser auf den Beruf vorbereitet ist, als ich.

Ich habe mich auch bewusst für einen Bachelorstudiengang entschieden. Die Gründe waren, dass es bald kein Diplom mehr gibt und ich schon einen "aktuellen" ABschluss haben wollte.
Außerdem finde ich es gut, dass man nach dem Bachelor einen Abschluss hat, für den Fall, das man doch feststellt, dass man was anderes machen will.
Außerdem kann man so nach dem Bachelor auch leichter zu einem anderen, ähnlichen Studiengang wechseln oder auch leichter die Universität wechseln, ohne dass man sich mit dem Anrechnen von erbrachten Leistungen rumplagen muss.

Ich denke, dass es relativ stark auf die jeweilige Uni und Studienordnung ankommt, wie "gut" es für einen selbst ist. Also ich empfinde meine Studienordnung durch die vielen Wahlmöglichkeiten als sehr "studentenfreundlich", aber da gibt es sicher auch Negativ-Beispiele... aber da kann man sich ja vorher informieren.

Gruß
Tudel
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2008 - 22:55:12    Titel:

Meiner Meinung nach hat das Bachelor-Master-System momentan 3 schwerwiegende Probleme:

1. Minder-kompetente Personen veruchen den Bachelor als Regelabschluss einzuführen.

2. An zu vielen Unis wurde keine echte Umstellung auf Bachelor und Master berieben, sondern bestehende Studiengäne wurden einfach irgendwie in das BaMa-Kozept gequetscht.

3. Bei Diskussionen zu den neuen Abschlüssen wird häufig der Bachelor mit dem Diplom vergleichen - was völliger Irrsin ist.


Man kann es nicht oft genug sagen:
Der Bachelor ist dem Diplom nicht gleichwertig; er war es nie und soll es nie sein! Der Bachelor ist ein deutlich minderwertiger Abschluss als das Diplom und dementsprechend sind die Absolventen geringer qualifiziert.

Trotz aller Problemen (die fast immer auf fehlerhafte Einfühung der neuen Abschlüsse zurückzuführen sind) sollte man nicht vergessen, das der Bachelor durchaus eine Daseinsberechtigung hat.

Insbesondere in den genannten Fachrichtungen (Physik, Chemie) ist der Master (=Diplom) nach wie vor der Regelbaschluss.


Fazit: Wer auf Master studiert, hat keine Nachteile gegenüber dem Diplom!
splash1942
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Anmeldungsdatum: 24.05.2007
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2008 - 23:04:40    Titel:

naja ich studiere auch chemie auf bachelor, der von allen profs so hoch gelobt wird, aber ich möchte an dieser stelle mal meinen mathe dozenten zitieren: machen sich soch nichts vor, der bachelor ist nicht mehr als ein aufgepuschtes vordiplom!


sollte einem zu denken geben
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3497

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2008 - 23:50:02    Titel:

Abgesehen davon, dass ich nicht sehe, was an einm Vordiplom eigentlich schlecht ist, sollte man solche Äußerungen auch nicht auf die Goldwage legen.
Nochmal: Der Bachelor soll nicht das Diplom ablösen oder genauso umfangreich sein. Der Bachelor ist und soll ein niedrigerer Abschluss als das Diplom sein, das erst mit dem Master als Äquivalent erreicht wird. Dieses Gejammer "der Bachelor ist ja nicht so gut wie das Diplom" zeugt von nicht-verstanden-haben.
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