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kleine Strafrecht-HA, Uni Bayreuth (Bosch)
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Azzkir
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Anmeldungsdatum: 03.03.2008
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 03 März 2008 - 17:07:41    Titel: kleine Strafrecht-HA, Uni Bayreuth (Bosch)

Hey Leute Wink

Ich habe ein kleines Problem oder vielleicht auch nur einen Denkfehler bei meiner ersten Strafrecht-HA (http://strafrecht1.uni-bayreuth.de/fileadmin/Materialien/SR_AT/Hausarbeit_fuer_Anfaenger.pdf). Es geht insbesondere um das Kind, das während der Notoperation mehr oder weniger behindert zur Welt kommt.

Meine erste Einschätzung lief darauf hinaus, dass die Notoperation (-> Tötung der V) der Ärztin per übergesetzl. entschuld. Notstand entschuldigt werden würde (siehe „Brett des Karneades“ oder „Mignonette-Fall“). Bei D müsste gefährliche u. schwere Körperverletzung bzgl. des Kindes angeprüft werden; das Dazwischentreten der N hinsichtlich des Mordes an V dürfte unbeachtlich sein.

Mein Problem ist der pränatale Lebensschutz. Nach einhelliger Meinung beginnt das Menschsein im Strafrecht mit Einsetzen der Eröffnungswehen. Das würde bedeuten, dass die KV-Delikte des D schon einmal flachfielen, was nach meinem Rechtsempfinden ein unbefriedigendes Ergebnis wäre. Auch der entschuldigende Notstand würde dann m.E nicht greifen, denn wenn das Kind kein Mensch ist (-> kein Rechtsgut „Leben“), dann gäbe es auch kein entsprechendes, notstandsfähiges Äquivalent zum Leben der Mutter.
Die Konsequenz wäre, sowohl bei D, als auch bei N §218 StGB zu prüfen, sehe ich das richtig?

Könnte man diesbezüglich nicht auch argumentieren, dass sich die Mutter im 8. Monat befand, das Kind folglich bereits lebensfähig war und sich somit als Mensch i.S.d StGB qualifiziert? Oder muss/sollte man in Hausarbeiten immer der herrschenden Lehre folgen?
Hugo0815
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Anmeldungsdatum: 23.08.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 11 März 2008 - 00:36:05    Titel:

Schreibe die HA nicht....habe den SV lediglich einmal überflogen.
Nur soviel:

Sobald eine Meinung vertreten wird, kannst du dieser auch folgen.
Welcher du folgst, ist allein deine Entscheidung und v.a. argumentationsbedingt.
Oft erscheint es natürlich sinnvoll, der h.M. zu folgen ( ist nicht gleich h.L. ).
Azzkir
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Anmeldungsdatum: 03.03.2008
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 11 März 2008 - 02:01:28    Titel:

Hallo Hugo.

Ich habe drei Auffassungen zu diesem Thema gefunden:

1.: menschl. Leben ab Beginn der Eröffnungswehen (h.L)
2.: menschl. Leben an Lebensfähigkeit angeknüpft (Mindermeinung)
3.: menschl. Leben mit Rechtsfähigkeit, wie im ZR also erst ab Vollendung der Geburt (ebenfalls Mindermeinung)

Abgesehen davon, dass ich Auffassung II persönlich vernünftig finde, führt auch nur diese zur Entschuldigung (§35) der Ärztin. Auch lässt sie sich gut mit Argumenten untermauern, da die Mutter ja bereits im 8. Monat ist.

Aber um ehrlich zu sein, folge ich nur sehr ungern _nicht_ der herrschenden Lehre. Zumal diese Auffassung auch durch ein Urteil gestützt wird: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bs032194.html. Das mag vielleicht doof klingen, aber wie gewichtig sind solche Urteile in der Hausarbeit?

Außerdem würde Auffassung II zu weiteren Problemen bei der Prüfung des D führen. Denn die h.L sagt auch, dass ungeborenes Leben nicht durch §§ 223 ff. geschützt wird, sondern nur durch § 218. Die zweite Auffassung würde aber schwere/gefährliche Körperverletzung am Baby bejahen.

Nun müsste man noch wissen, auf welche Lösung der Professor hinaus will Rolling Eyes
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