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Nutzen eines Katalogs als Beschaffenheitsvereinbarung?
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Gr_Flash
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 05 März 2008 - 15:30:29    Titel: Nutzen eines Katalogs als Beschaffenheitsvereinbarung?

Hi!

Angenommen ich kaufe einen Tennisschläger bei meinem Tennishändler, wobei dieser mir einen Katalog vorlegt und dann etsprechend beim Hersteller bestellt. Nun erhalte ich den Tennisschläger und es stellt sich heraus, dass dieser bereits herstellerseitig mit einem Mangel behaftet war (und ist).:

Kann man hier bereits auf eine (konkludent) vereinbarte Beschaffenheit gem. § 434 Abs. 1 S. 1 schließen? Oder sollte man doch besser auf den vertraglich festgelegten Verwendungszweck abstellen?

Teile der Literatur bejahen eine Vereinbarung, wenn der VK vor oder während des Vertragsschlusses auf ein Muster verweist und der K dies zustimmend hinnimmt. Ist ein Katalog nun ein solches Muster?

Problematisch ist auch, dass nicht bekannt ist, inwieweit der VK selbst den Katalog genutzt hat, um das Produkt "an den Mann zu bringen" (Beschreibung/Veranschaulichung vom VK ausgehend).

Wie seht ihr das?

Greetz,

Flash
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 05 März 2008 - 16:53:58    Titel:

nach der Schuldrechtsreform verwendet 434 I einen gemischt objektiv-subjektiven Fehlerbegriff, so dass iE die Sache mangelhaft ist, wenn sie nicht die übliche für den Vertragszweck vorausgesetzte oder die vereinbarte Beschaffenheit aufweist. Davon zu unterscheiden sind dann nur noch individualvertraglich oder durch Werbung (434 II) zugesicherte Eigenschaften, die sonst an sich nicht zur Beschaffenheit gehören würden.Da du weder geschrieben hast, worin der Mangel besteht, noch, was im Katalog nachgeschlagen wurde , ist die Frage nicht beantwortbar. Kann sein das der Mangel hier sowieso zu dem gehört, was die obj. Beschaffenheit auch aus Sicht eines Dritten betrifft, so das die Frage des Zusicherns einer Eigenschaft nicht berührt wird, oder aber anders.
Gr_Flash
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 05 März 2008 - 19:08:04    Titel:

Was im Katalog nachgeschlagen wurde, kann ich dir leider auch nicht sagen. Fest steht nur, dass beim Händler "nach Katalog" bestellt wurde. Der Mangel besteht darin, dass die Blende einer Maschine herstellerseitig unsachgemäß befestigt wurde, so dass sich der K, nach Lieferung der Maschine durch den Händler, beim Probelauf verletzte.
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