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Natodraht auf Mauer als Einbruchschutz legitim?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Natodraht auf Mauer als Einbruchschutz legitim?
 
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davetx
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007
Beiträge: 180

BeitragVerfasst am: 05 März 2008 - 20:01:48    Titel: Natodraht auf Mauer als Einbruchschutz legitim?

Servus zusammen,

darf ich mir Natodraht auf meine Mauer ums Haus draufbauen um Einbrecher abzuwehren?
Wenn das nicht geht, kann ich wenigstens ein Elektrozaun nutzen?

Ich habe mal gehoert, dass sowas in Deutschland verboten sei.

Hier in Paraguay ist das ganz allgegenwaertig: Natodraht und am besten noch ein 10kV Elektrozaun auf die Mauer und ruh' is' vor dem Gesinde Shocked Exclamation
Ich weiss aber nicht, mit welcher Stromstaerke hier gespielt wird. Duerfte aber schon mehr sein, als beim Weidenzaun. Der soll ja immerhin Einbrecher dauerhaft fernhalten...
(Bei mir am Eingangstor muss ich immer den Kopf leicht einziehen. Der ist da extrem niedrig. Sonst wuerde ich da gefaehrlich nah dran kommen)

Gruss
D
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 05 März 2008 - 20:46:57    Titel:

Ist ein Fall der antezipierten Notwehr. Ohne Hinweisschilder wäre das m. E. ein Notwehrexzess. Mit deutlich sichtbare Hinweisschildern sehe ich da nicht so die Probleme. Bei einem Zaun, an dem eine potenziell tödliche Spannung anliegt (ka, wieviel man dafür braucht), sehe ich schon große Probleme, denn man muss sich ja nur vorstellen, was passiert, wenn ein Besoffener oder ein Kind da drankommen.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 05 März 2008 - 21:13:20    Titel:

Nun, aus eigener Bund-Erfahrung kann ich sagen, dass Nato-Draht schon eine heikle Nummer ist. Frische S-Draht-Rollen können lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen. Würde also auch in Schwarzstrumpfs Richtung argumentieren, geht analog den Selbstschussanlagen-Fällen.
davetx
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007
Beiträge: 180

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 00:32:46    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Nun, aus eigener Bund-Erfahrung kann ich sagen, dass Nato-Draht schon eine heikle Nummer ist. Frische S-Draht-Rollen können lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen. Würde also auch in Schwarzstrumpfs Richtung argumentieren, geht analog den Selbstschussanlagen-Fällen.


Kannst du das mal naeher ausfuehren? Klar, sind die scharf die Klingen. Aber lebensgefaehrlich?

Kaufen kann man das alles anscheindend problemlos:
http://www.draht-driller.de/index.php?natodraht_natodraehte_barrieredraht_barrieredraehte.php
http://www.stromzaun.org (Vmax. 10kV und Imax. 0,35mA)

Hier in Paraguay sehe ich eigentlich immer den Natodraht, der in dem Store unter dem Link als Typ "Z" und "ZL" gefuehrt wird. Scheint wohl, als moechte ich da NICHT drueberklettern wollen Rolling Eyes

Gruss
D
Shinski
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Anmeldungsdatum: 21.11.2007
Beiträge: 86

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 01:23:09    Titel:

Zum Thema Nato Stacheldraht.
Ich habs zwar nie ausprobiert, aber da ich zwischen Kaserne und Fliegerhorst wohne hab ich da schon einiges mitbekommen. Aus dem Sauzeug kommste ohne fremde Hilfe definitiv nicht mehr raus, wegen der Wiederhakenform der Stachelplatten.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 10:49:57    Titel:

So ist es. Will mich auch nicht zum Objektschutzexperten aufschwingen, aber wenn sich ein Kind in so einer Rolle verfängt bist du halt dran (fahrlässige Körperverletzung, Schadenersatzforderungen, ferner evtl. ein Bußgeldverfahren, s. sogleich).

Solchen Vorhaben wird oft Bauordnungsrecht entgegenstehen. Einfriedungen unterliegen als bauliche Anlagen dem Baurecht und müssen demgemäß u.a. der bauordnungsrechtlichen Generalklausel des jeweiligen Bundeslandes entsprechen, z.B. § 3 Abs. 1 S. 1 LBauO Rh-Pf: "Bauliche Anlagen ... sind so anzuordnen, zu errichten ..., dass sie die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ... nicht gefährden."
Das Rechtsgut der öffentlichen Sicherheit umfasst auch Leben und Gesundheit Einzelner, die durch solche Umfriedungen - ohne andere vorgeschaltete Schutzvorrichtungen, wie z.B. einen schmerzfreien Überkletterungsschutz vor den Drahtrollen - unmittelbar gefährdet sein dürften. Allerdings ist bei solchen umfangreichen Schutzvorrichtungen wiederum das bauordnungsrechtliche Verunstaltungsverbot zu berücksichtigen, das zumindest in Wohngebieten umfangreichen Objektschutzmaßnahmen entgegen stehen dürfte.
davetx
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007
Beiträge: 180

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 14:05:10    Titel:

Gut. Das ist verstaendlich, wenn auch nicht ganz einleuchtend.
Waere dem Baurecht genuege getan, wenn man die Drahtrollen in 3m Hoehe anbringt? Denn DA sollte dann wirklich keiner mehr hoch kommen.
Ansonsten scheint der Elektrodraht immer noch die beste Loesung zu sein Laughing

Gruss
D
rodion
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Anmeldungsdatum: 20.08.2005
Beiträge: 51
Wohnort: Saxxen

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 14:25:34    Titel:

Hallo,

klinke mich da mal kurz ein... Ist Natodraht auf 2m Höhe denn immernoch "fahrlässig"?

Gruß Rod
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 18:25:28    Titel:

hmm .. also wenn de dein Eigentum sicher machen willst, frag mal hier
http://www.hochtief.de/hochtief/1.jhtml
nach. Die stellen vermute ich mal so ziemlich überall, alles hin, was de willst Smile
Shinski
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Anmeldungsdatum: 21.11.2007
Beiträge: 86

BeitragVerfasst am: 07 März 2008 - 20:07:41    Titel:

Frag die richtigen Leute und zahl den richtigen Preis und du kriegst bestimmt auch Tretminen im Garten verbuddelt.

Mal davon abgesehen, fändet ihr es ästhetisch wenn ihr im Sommer beim Grillen sitzt und eure Einzäunung aussieht wie in nem Hochsicherheitstrakt??
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