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HA BGB groß Marburg SS 2008 Witt
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KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
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BeitragVerfasst am: 13 März 2008 - 18:42:13    Titel: HA BGB groß Marburg SS 2008 Witt

Anfang Nov ´07 erwirbt S im Internet eineSkulptur für 200,-. Die werden auch nach Erhalt der Ware von ihrer Kreditkarte abgebucht. Auf Anraten ihres Freundes läßt Sie die Figur begutachten. Sie ist (wer hätts gedacht Wink ) 7.000,- wert. S überläßt sie dem öffentlich bestellten Auktionator. Der veröffentlich Ort, Zeitpunkt und Gegenstände in der Tagespresse.
Daraufhin tritt H an A heran und bekundet Interesse an der Skulptur. A hat kurz zuvor davon erfahren, dass die Skulptur vor längerem gestohlen wurde. H fragt ob mit der Figur alles in Ordnung sei, da er gerade kein Diebesgut erwerben wolle. A bejaht dies. Darauf vertrauend ersteigert H am 31.01.08 die Figur für 8.000,-. Er zahlt bar und A führt das Geld an S ab.
Im Februar ´08 meldet sich G bei A,nachdem er im Auktionskatalog ebendiese Skulptur, welche ihm im Sommer 2006 gestohlen wurde, wiederentdeckt hat. Nach Auskunft von A wendet sich G direkt an H. Dieser übergibt die Skulptur direkt an G und fordert von S den Kaufpreis zurück, “an dem Kauf von Diebesgut wolle er auf keinen Fall festhalten”.S verweigert dies mit den Argumenten, dass sie darauf vertraut habe, dass der Verkäufer der Eigentümer der Skulptur war, via Internet könne man sich ja kein pers. Bild machen. Außerdem sei H doch Eigentümer geworden. H überlegt auch, sich die Skulptur von G wiedergeben zu lassen.

1. H -> S 8.000,- / 2. H -> G Skulptur / 3. G -> S

Meine Lösung bei 1: kein Anspruch aus §§ 437 Nr. 2 Var. 1, 440, 323, 326 V i.V.m. 346 ff, da H keinen Rücktritt sondern Anfechtung erklärt. Dies tut er, da ihm § 123 ein Wahlrecht eröffnet und eine Anfechtung mit § 123 keine Gegenrechte auslöst. Die Täuschung geschah durch A, aber dieser vertritt als Auktionator dies S. Damit komm ich zu § 985, wobei hier dier Streit über eine Geldwertvindikation dahinstehen kann, da keine Vermischung im SV thematisiert wird. Somit gehts um ne reine Sachvindikation und ich komm zu einem Herausgabeanspruch gem. § 985 (Abstraktionsprinzip bleibt gewahrt, da § 123 regelmäßig im Rahmen der Fehleridentität auch das Verfügungsgeschäft betrifft). Außerdem bejahe ich einen Kondiktionsanspruch auf Besitzverschaffung an den 8.000,- aus § 812 I 1 Alt 1, sowie einen Anspruch aus § 817 iVm 259 StGB. Außerdem erlangt H gem. § 935 II Eigentum auch an der gestohlenen Sache.
Zu 2.: Ich komme zu der Lösung, dass G gem. § 929 wieder Eigentümer der Skulptur geworden ist, als H sie ihm übergeben hat. Da aber objektiv kein Rechtsgrund bestand ( als rechtmäßiger Eigentümer dacht H meiner Meinung nach nur, dass G einen Herausgabeanspruch hatte), kann H nach § 812 I 1 Alt 1 kondizieren.

So, hier setzen meine Fragen an: 1. fällt jemandem ein gravierender Fehler etc. auf? 2. Nach der Lösung hat bis Ende Frage 2 H alles, sowohl Geld, als auch Skulptur, ist das unbillig oder weiß jemand eine passende Vorschrift oder Entscheidung? und 3. wie geh ich an Frage 3 ran?
Bin für jede Idee dankbar.
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 14 März 2008 - 13:10:28    Titel:

Niemand?...
timmy23
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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 9
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BeitragVerfasst am: 24 März 2008 - 17:24:19    Titel:

Hey.
Sitze auch gerade an der Ha und bearbeite sie ähnlich wie Du. Für Aufgabe 3 habe ich auch noch keine wirkliche Idee, habe so an GoA und Verfügung eines Nichtberechtigten nach § 816 gedacht, würde mich aber über einen Tipp freuen, da Zivilrecht nicht so meins ist und ich nicht so klar komme.
Vielen Dank und viele Grüße,
Entera
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 51
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BeitragVerfasst am: 24 März 2008 - 17:43:43    Titel:

Also ich habs völlig anders. Eben aufgrund des Wahlrechts prüfe ich Anfechtung und Rücktritt, das geht beides durch, dann 812. H bleibt Eigentümer.
Interessant wirds bei Frage zwei und drei, da hier die umstrittene Problematik des Rückerwerb des Nichtberechtigten zum Tragen kommt.
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 25 März 2008 - 12:03:18    Titel:

Wenn die Anfechtung durchgeht, kann ja im Pronzip kein Rücktritt durchgehen, da Voraussetzung für diesen ein wirksamer KV ist, den Du aber angefochten hast. Außerdem fehlt es doch an einem Rücktrittsgrund.
Welcher Nichtberechtigte soll den Rückerwerben? Nichtberechtigt war doch nur die S, oder? Ich komme bei Frage 2 dazu, dass er die Skulptur ohne Veräußerungswillen nolens volens übergeben hat und somit weiter Eigentümer ist. Bei Aufgabe 3 liegt doch im Zeitpunkt der Verfügung durch S ein EBV vor, oder seh ich das falsch?
Marburg
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Anmeldungsdatum: 26.03.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 10:24:45    Titel:

Einfach nur das beste was passieren konnte Smile

Genießt das wochenende^^
timmy23
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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 9
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BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 18:18:10    Titel:

Keiner ne Idee für Aufgabe 3? Sad
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 29 März 2008 - 19:00:26    Titel:

Aufg 3: 990, 989. Zu 817: Stimmt, das verneine ich auch. Der Eigentumsübergang der Skulptur wird nicht angefochten, nur das Geld. Zumal ja das Eigentum vorher nicht bei S lag. 935 II ist im Übrigen verschaffen gem. § 433.
Woran willst Du die Anfechtung scheitern lassen? Und wieso sollte er zurück treten, wenn die Anfechtung für ihn günstiger ist?
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 29 März 2008 - 19:03:29    Titel:

Entera hat folgendes geschrieben:
KaeptnKaffee hat folgendes geschrieben:
Wenn die Anfechtung durchgeht, kann ja im Pronzip kein Rücktritt durchgehen, da Voraussetzung für diesen ein wirksamer KV ist, den Du aber angefochten hast. Außerdem fehlt es doch an einem Rücktrittsgrund.
Welcher Nichtberechtigte soll den Rückerwerben? Nichtberechtigt war doch nur die S, oder? Ich komme bei Frage 2 dazu, dass er die Skulptur ohne Veräußerungswillen nolens volens übergeben hat und somit weiter Eigentümer ist. Bei Aufgabe 3 liegt doch im Zeitpunkt der Verfügung durch S ein EBV vor, oder seh ich das falsch?


Rücktrittsgrund ist der Sachmangel, da eine Beschaffenheit vereinbart wurde, die nicht vorliegt (hier: strittig).
Wenn der 935 II rückgängig gemacht wird, entsteht doch die Frage des Eigentümers.
Das mit der Anfechtung und Rücktritt klingt zwar irgendwie logisch, klausurtaktisch halte ich es aber für sinnvoll, daher quetsch ich das durch. Zudem haben alle, mit denen ich mich unterhalten habe, Rücktritt problematisiert.


Ich mach ja § 935 II nicht rückgängig. Ist ja auch gar keine WE. Und das mit dem Sachmangel ist ja so ne Sache. Ein Rechtsmangel liegt nicht vor und den Sachmangel "gestohlen", dazu hab ich nix gefunden. Kann mir da wer ne Quelle für sagen?
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 02 Apr 2008 - 08:27:57    Titel:

achso, das hab ich mißverstanden.
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