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Inwiefern korrelieren Abiturdurchschnitt und Studiumserfolg?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Inwiefern korrelieren Abiturdurchschnitt und Studiumserfolg?
 

Inwiefern korrelieren Abiturdurchschnitt und Studiumserfolg?
Die Größen korrelieren in außerordentlich hohem Maße und sind kausal voneinander abhängig.
3%
 3%  [ 2 ]
Eine Korrelation und ein Kausalzusammenhang sind feststellbar.
40%
 40%  [ 24 ]
Sie korrelieren, doch eine weder die eine, noch die andere Größe beeinflusst die andere kausal.
30%
 30%  [ 18 ]
Es besteht weder ein Kausalzusammenhang, noch eine Korrelation. Die Größen sind abolut unabhängig!
26%
 26%  [ 16 ]
Stimmen insgesamt : 60

Autor Nachricht
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 17 März 2008 - 15:11:01    Titel:

In keinem Bundesland kann man mit Kunst, Musik und Deutsch Abitur machen. Ganz abgesehen davon, dass ein Kunst-LK alles andere als einfach ist (ich weiß nicht was ein "Abdecker" sein soll, aber in einem anständigen Bundesland mit Zentralabitur oder auch nur einer Überprüfung der Abituraufgaben kommt man im LK nicht darum herum, mehr zu machen als im GK).
Warum haben eigentlich nich alle ein 1,0-Abi? Woher kommen die ganzen Leute hier, die verzweifelt versuchen, Medizin mit ihrem 2er oder 3er-Abi zu studieren, wenn doch mit der richtigen Kurswahl und zwei Studen Auswendiglernen pro Woche jeder Trottel ein 1,0-Abi schreibt?
Mir ist die Abiturnote allemal lieber als Motivationsschreiben und Vorstellungsgespräche. Die öffnen nämlich Willkür und Korruption Tür und Tor.
murekursion
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 17 März 2008 - 16:43:30    Titel:

quatsch hat folgendes geschrieben:
In keinem Bundesland kann man mit Kunst, Musik und Deutsch Abitur machen. Ganz abgesehen davon, dass ein Kunst-LK alles andere als einfach ist (ich weiß nicht was ein "Abdecker" sein soll, aber in einem anständigen Bundesland mit Zentralabitur oder auch nur einer Überprüfung der Abituraufgaben kommt man im LK nicht darum herum, mehr zu machen als im GK).
Warum haben eigentlich nich alle ein 1,0-Abi? Woher kommen die ganzen Leute hier, die verzweifelt versuchen, Medizin mit ihrem 2er oder 3er-Abi zu studieren, wenn doch mit der richtigen Kurswahl und zwei Studen Auswendiglernen pro Woche jeder Trottel ein 1,0-Abi schreibt?
Von diesem Beitrag bin ich angesichts Deiner Rolle in diesem Forum irritiert (moderare = maessigen, steuern). Etwas mehr Sachlichkeit waere durchaus angemessen. Niemand "hier" (i.e. in diesem Thread) bekraeftigte seine Absicht, mit einem >=2,0 Abi Medizin zu studieren.

Zitat:
Mir ist die Abiturnote allemal lieber als Motivationsschreiben und Vorstellungsgespräche. Die öffnen nämlich Willkür und Korruption Tür und Tor.
Dass das so ist, halte ich nicht unbedingt fuer evident. Daher sind solche Aussagen zu begruenden, da sonst keine Diskussion moeglich ist.

mtobi hat folgendes geschrieben:
Geht die Gleichung "Gutes Abitur = gutes Studium" auf?
Diese Gleichung wird wohl nicht aufgehen, aber "Gutes Abitur => Gutes Studium" (1) gilt anteilig in sehr vielen Faellen. Allerdings sollte man
nicht in Versuchung geraten, aus dieser Folgerung abzuleiten: "Schlechtes Abitur => Schlechtes Studium" (2). Das folgt naemlich logisch nicht aus (1). Wir koennen aber die Kontraposition zu (1) bilden: "Schlechtes Studium => Schlechtes Abitur": Absolviert jemand ein schlechtes Studium, so hatte er sehr wahrscheinlich auch ein schlechtes Abitur, allerdings absolviert nicht jeder mit schlechtem Abi ein schlechtes Studium.
Es gibt naemlich sehr viele Menschen (mich eingeschlossen), die sich nach schlechtem Abitur weiterentwickeln und eine positive Einstellung zu Leistung und Erfolg erlangen.

Zitat:
Ihr könnt auch gerne eure Abiturdurchschnittsnoten "präsentieren" und sagen, wie ihr euch im Studium schlagt.
Meine Abinote betraegt 3,0. In meinem Informatik-Studium bin ich leistungsmaessig bei den oberen 15% (zur Zeit 1,8 ).

Wobei man noch erwaehnen sollte, dass die Bewertung von Leistung an der Uni eine ganz andere als in der Schule ist: Meistens ergibt sich eine Modulnote ja ausschliesslich durch eine einzige Klausur. Der Fleiss bzw. die aufgebrachte Lerntaetigkeit waehrend des Semesters wird ja nicht direkt bewertet/benotet. Dies ist also ein krasser Gegensatz zur Leistungsbewertung im schulischen Umfeld. Mir jedenfalls kommt das sehr entgegen.

Um das ganze mal abzuschliessen: Ich denke, dass die wichtigsten Voraussetzungen, um seine Schul- oder Studienzeit erfolgreich abzuschliessen, Fleiss und Selbstdisziplin sind. Eine durchschnittliche intellektuelle Begabung reicht allemal aus, um mit eben genannten Eigenschaften fast ueberall halbwegs erfolgreich zu sein.
trundle09
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Anmeldungsdatum: 04.04.2007
Beiträge: 468

BeitragVerfasst am: 17 März 2008 - 23:31:16    Titel:

@ Nathanael

Ich gebe dir da schon in gewisser weise recht und weder ich, noch mein professor haben je behauptet, die abiturnote sei völlig untauglich, eine korrelation von 0.3 ist immerhin etwas, es kommt eben darauf an, die verschiedenen Verfahren zu kombinieren.

Und noch was, mein Professor hat sicherlich keinen "Wald und Wiesen Lehrstuhl", sondern hat die Personalpsychologie und die Eignungsdiagnostik in Deutschland quasi mit Begründet, und hat durchaus mehrere Studien zum Thema Abiturnote und Studiumserfolg gemacht und die literatur ist in dieser Hinsicht ziemlich eindeutig, interviews und wirklich gut gemachte tests sind valider als die abiturnote allein. alles zusammen, aber ergibt natürlich die beste validität und die abiturnote kann eigentlich nicht aussen vor gelassen werden. Du darfst ruhig glauben, was du denkst, ich respektiere das. Aber ich respektiere auch seriöse Forschung und stelle sie im Zweifel über mein subjektives Urteil.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 17 März 2008 - 23:55:32    Titel:

Hallo!

Dazu habe ich mal kurz gesucht, und unter anderem diese Seite gefunden:

Link

Dort werden die schon genannten Zahlen auch angeführt:

Zitat:
Umso verblüffender ist der vielfach replizierte Befund, dass die durchschnittliche Abiturnote eines der besten Einzelmaße zur Prognose des Studienerfolgs ist: Je besser die mittlere Abiturnote, desto höher die Leistungen in Universitätsprüfungen. Dies gilt im Übrigen auch für andere Länder wie die USA, wo sich wiederholt gezeigt hat, dass die mittlere Abschlussnote (Grade Point Average) die Studienleistungen noch genauer vorhersagt als die Gesamtnote im Abitur in Deutschland. [16] Für die Bundesrepublik Deutschland wurde über verschiedene Fächer hinweg eine mittlere Korrelation von r = 0,35 zwischen der Abiturnote und Prüfungsleistungen an der Universität festgestellt, in den USA liegt dieser Wert zwischen r = 0,41 und r = 0,53. [17] Höhere Werte können kaum erreicht werden, da der Erfolg an der Hochschule außer von den individuellen Eingangsvoraussetzungen auch von vielen anderen Faktoren abhängt, die erst im Laufe des Studiums wirksam werden.


Auch den Link fand ich interessant:

http://www.einstieg.com/fileadmin/documents/Kunden/Einfuehrung_Selbst_und_Fremdauswahl.pdf.pdf

Zitat:
Die Verwendung des Abiturs
– geht schnell und einfach und macht wenig Arbeit und ist deshalb billig,
– das Abitur deckt Intelligenz, Wissen und Leistungsfähigkeit (Fleiß u. ä.) ab, also
wichtige Prädiktoren und Kausalfaktoren,
– das Abitur und seine Verwendung weisen prognostische Validität für Studienerfolg
auf in Form von Zwischenprüfungs- und Endnoten:
im Schnitt r=.39 (nach Übersicht von Rindermann & Oubaid, 1999);
korrigiert um Unreliabilität rk=.46 (nach Metaanalyse von Hell et al., 2005);
r=.41 in den USA (GPA/Grade Point Average High School, korrigiert rk=.45;
Robbins et al., 2004).

Zum Vergleich (für Kriterium Studiennoten, Abitur war r=.39 bzw. rk=.46):
– allgemeine Intelligenz (Leistungstest) rk=.36 (Trapmann et al., 2005)
– Gewissenhaftigkeit (Fragebogen) rk=.25 (Trapmann et al., 2005)
– Interessen (Fragebogen, müssen fachspezifisch sein!) rk=.18 (Hell et al., 2005)
– Leistungsmotivation r=.26 (rk=.30) (USA, Robbins et al., 2004)
– Interview rk=.13 (Hell et al., 2005)
– Essay rk=.29 (Hell et al., 2005)
– Studierfähigkeitstest, allgemein oder spezifisch, rk=.43 (Hell et al., 2005)
– Eignungstest für medizinische Studiengänge (EMS) r=.55 mit 2. Vorprüfung Humanmedizin
(Schweiz, nicht korrigiert?; Hänsgen, 2001, 2005)
– Test für medizinische Studiengänge (TMS) r?=.45 (Abitur r?=.47) mit Vorprüfung
(D; Trost et al., 1998)
– Sozioökonomischer Status r=.16 (rk=.16) (USA, Robbins et al., 2004)

Persönlichkeitstests können nur zur Beratung, nicht zur Auswahl eingesetzt werden
(Verfälschbarkeit).
Leistungstests korrelieren etwas geringer mit Studienleistungen als Abiturdurchschnittsnoten,
da sie weniger Persönlichkeit wie Anpassungsbereitschaft an schulische
Leistungssituationen erheben und da sie punktuelle Fähigkeitsfeststellungen
sind.
Grundsätzlich: Best predictor for future behaviour is past behaviour.



Grüße,
Cyrix
murekursion
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 02:28:42    Titel:

Man muss das allerdings ein wenig differenzierter betrachten. Bei einem Zweit- oder Aufbaustudium gibt z.B. sicher die Note des vorigen Studienabschlusses besser Auskunft ueber zu erwartenden Erfolg als das laenger zurueckliegende Abitur.
murekursion
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 02:45:05    Titel:

Noch was entdeckt in der von cyrix42 zitierten Quelle:

Zitat:
Abitur für Examensnote in Ingenieurwissenschaften
und Wirtschaftswissenschaft nur r=.08 und .16.
Tomahawk
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 875

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 09:56:00    Titel:

Das ist sogar recht interessant - allerdings nicht wirklich überraschend, denn Ingenieure sind da weniger repräsentativ - geringer Frauenanteil etc.

Ferner studieren dieses Fach viele "Freaks", die sich nur für Technik interessieren, aber dafür Sport, Kunst und Literatur nicht beachten. Da wäre eher die Mathe-Note relevant.

Man kann sehr interessante Erfahrungen machen, wenn man sich das Mathe-Studium (Gymnasium) anguckt. Dort trifft man auf viele Menschen, die Lehrer werden wollen und sich durch ein anspruchvolles Mathe-Studium durch müssen, obwohl Mathe nicht die größte Leidenschaft ist. Dort man hat (gerade bei den Frauen) einen extrem starken Zusammenhang zwischen Abinote/Studienerfolg.
jemand der 1te
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Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 11:21:26    Titel:

Zitat:
Ferner studieren dieses Fach viele "Freaks", die sich nur für Technik interessieren, aber dafür Sport, Kunst und Literatur nicht beachten. Da wäre eher die Mathe-Note relevant.


Schwachsinn, Fleiß, und Disziplin ist hier relevant !

Ausserdem gehört dieser Post eher in den Voruteilsthread !
Tomahawk
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 875

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 11:23:49    Titel:

Das ist kein Vorurteil, es ist leicht quantifizierbar, zB Abweichung der Mathe-Note von den anderen Noten.

"Fleiß, und Disziplin ist hier relevant !"
Das gilt für jedes Studienfach.
jemand der 1te
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Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 11:30:07    Titel:

Stimmt, deswegen sitzen die Geisteswissenschaftler auch ständig in der Cafe Laughing
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