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Bin noch Zivi / will Jura studieren (bin aber am zweifeln)
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Bin noch Zivi / will Jura studieren (bin aber am zweifeln)
 
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mango_
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beiträge: 28
Wohnort: Ffm

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 00:32:54    Titel:

also ich rate dir davon ab, ich selbst würde mir das nicht nocheinmal antun...
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 00:36:19    Titel:

Und ich will dich auch nicht als Jurist sehen! Nicht etwa weil du mir meine Clienten wegnehmen könntest und ich dann wieder auf einen Juristen mehr herumhacken müsste, nur um meine dreistelligen Gebührensätze pro ausgedrucktem handunterschriebenem Standardformular weiterhin zu rechtfertigen (nervig), nein, Gott bewahre.

Dazu wärst du ja nicht nur wie gesagt sowieso viel zu doof, denn einen gutbezahlten Job bekommst du nur mit "Prädikat" - und wie im Prädikatsgesetz streng festgelegt entspricht das genau 9,5. Das kannst du in jedem Gratishochglanzmagazin, das an Unis und Fachbuchhandlungen ausliegt, nachlesen! Und kennst du nur einen Fachzeitschriftenverleger für Jura, dem du nicht bedingungslos vertrauen würdest? na siehste!

Nur dann darfst du 38h am Tag im Keller einer Anwaltsfabrik buckeln, um vielleicht mal für ne Sonntagskippe und zu Weihnachten rausgelassen zu werden.Eine Chance auf ein "Prädikat" hast du aber nur, wenn du Jura schon als Fötus eingesogen und dir im Studium streng über die Bücher gebeugt jeden Kontakt mit deinen Mitmenschen untersagt hast.

Den Rest erledigt bekanntermaßen die Juristenschwemme. Auch wenn 2/3 aller Anfänger das Studium nicht beenden, juristische Staatsexamina kann man sich bekanntlich heute schon bei jamba im Monatsabo herunterladen. Und wer kennt sie nicht, die überall hingeschwemmten arbeitslosen Rechtsanwälte. Kaum geht man aus dem Haus, muss man dauernd aufpassen nicht auf einen zu treten. Und wie sie einem überall in zerschlissenen Nadelstreifenanzügen an Ubahn- uns Busstationen auflauern, um einen ein nutzloses Mandat aufzuquatschen. nee. mach lieber was seriöses. Gebrauchtwagenverkäufer, Stricher oder Ministerpräsident. jedenfalls was mit Zukunft.

Du willst dir doch mal was aufbauen, Junge!
CelticMist
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Anmeldungsdatum: 29.03.2006
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 14:00:19    Titel:

*erstaunt von den bisherigen Antworten* Confused
Nun ja, ich habe mit Jura schon teilweise deswegen angefagen, weil ich mit Mathe nichts mehr zu tun haben wollte, aber auch weil ich es in der 9ten Klasse anvisiert hatte. Die ersten 2 Semester haben mich fast am Rande eines Nervenzusammenbruchs gebracht, aber es wurde Gott sei Dank besser. Es stimmt schon, die Schule war ein Kinderspiel im Vergleich zum Studium, aber wenn man es mal in einer Klausur im zweistelligen Bereich schafft, wirds einem ganz schwindlig vor Glück. Laughing

Ich würde jedem raten, sich mal ganz gemütlich in ein paar Vorlesungen hinzusetzen und versuchen sich vorzustellen sich das alles täglich anhören zu müssen, ohne, dass es einem öde und langweilig vorkommt. Wenn man sich noch dafür begeistern kann, dann sollte man ein Jurastudium durchaus in Betracht ziehen. ^__^'
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1202
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 16:13:16    Titel:

Ich sag ja, das Klügste, was man machen kann, ist, Millionär zu werden, schön und erfolgreich und glücklich zu sein.

Dank meiner langjährigen Erfahrung kann ich von mir behauptet, dass mir das gelungen ist. Einfach toll! (auf die Schulter klopft..)
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 17:48:12    Titel:

Christine_M hat folgendes geschrieben:
Also, ich studiere das auch, wollte das auch unbedingt, seit ich ca 15 bin...Praktika etc eingeschlossen (auch Anwalt)

Ich empfehle dringend den Thread "Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis"

Seit ich Praktikum am Gericht (im Rahmen des Studiums) gemacht habe, weis ich dass das was man lernt etwas gaaaaaaaaaaanz anderes von dem ist, was man später damit macht.
Es sollte vielleicht nicht Rechtswissenschaften sondern Rechtsverdrehung oder "wer findet die beste Gesetzeslücke" heissen.

Ich würde es nicht nochmal anfangen. Lieber was authentisches.

Liebe Grüsse
C


mango_ hat folgendes geschrieben:
also ich rate dir davon ab, ich selbst würde mir das nicht nocheinmal antun...



Darf ich euch mal fragen, warum ihr dann überhaupt noch Jura studiert? Ihr wisst schon, dass ihr euren Beruf die nächsten Jahrzehnte ausübt? Was erwartet ihr denn vom Leben, wenn ihr jetzt schon den Rand voll habt?
Bei dieser Einstellung wundern mich die Examensergebnisse auch nicht mehr, denn damit kann man wohl kaum genügend Motivation für ein gutes Examen aufbringen - und das ist, würde ich sagen, eine sehr wichtige Voraussetzung dafür.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1202
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 18:09:13    Titel:

ja .. ok ... aber es gibt doch durchaus Gründe diese Meinung zu vertreten.

z.b.

Grund Nr. 1
Ich hab zwar nichts gegen Jurastudenten, aber die aufstrebende Konkurrenz nerft mich doch ganz schön.

Grund Nr. 2
Ich weiß nicht was die Zukunft bringt und befinde mich während meines Studiums in einer finanziell und existenziell unsicheren Lage.

Grund Nr. 3
Man muss doch schon eine ganze Menge Zeit in der Bibliothek verbringen.

Grund Nr. 4
Ich stehe vor dem zweiten (bzw. ersten) Staatsexamen, höre aber lieber auf, weil es mir keinen Spass macht?

Grund Nr. 5
Der Personalchef, "Was haben sie denn in den letzten 5 Jahren gemacht?"
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 18:31:16    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Aber die Schule hat mich zum größten Teil einfach nicht motiviert.


die Uni wird dich auch nicht motivieren. das musste schon selbst übernehmen.


Oh ja, das stimmt. Man sollte nicht mit dem Irrglauben rangehen, dass in der Uni alles besser wird - das Gegenteil ist häufig der Fall. Und da alles freiwillig ist (gerade in Jura = Massenveranstaltungen ohne Teilnahmenachweise) und es allen sch...egal ist, ob du was tust oder nicht, muss man aus Tiefpunkten (die fast jeder mal hat) ganz alleine rauskommen. Das ist manchmal verdammt schwer…

Das schafft man deshalb nur, wenn man sich grundsätzlich für einen Studiengang begeistern kann. Anderenfalls kann man nicht 5 Jahre lang + X Motivation aufbringen. Da würde dann auch kein Zuspruch von Freunden etc. mehr helfen. Sonst wird man sich durchquälen...

Die andere Variante ist, dass man das Studium ohnehin nicht so ernst nimmt. Davon rate ich aber dringend ab.
bonny15
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Anmeldungsdatum: 20.02.2008
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 23:29:30    Titel:

Ich habe mich in der Schule auch nur für einige Fächer motivieren können. Aber jetzt im Studium bin ich total motiviert, weil ich das einfach unbedingt studieren wollte.

Ich finde das mit den Vorlesungen besuchen um zu merken, ob es einem gefällt immer etwas schwierig. Wenn ich an einige Prof denke würde ich lieber davon abraten, da man als Jurastudent mit grundlagenkenntnisse schon nichts bei denen versteht, wie soll es dann erst für Laien sein.
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