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Ratengeschäfte beschränkt geschäftsfähiger!
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icemanII
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 18:45:09    Titel: Ratengeschäfte beschränkt geschäftsfähiger!

Hallo Freunde,
ich habe mal eine Frage zu einer Leistungskontrolle, die ich vor 2 Wochen im WR Kurs geschrieben habe. Ich verstehe eine Lösung nicht und die Lehrerrin ist leider krank und meine Mitschüler können mir auch nicht wirklich helfen.

Hier erstmal die Aufgabe: Der 15 jährige Max kauft einen Fernseher, ohne Wissen seiner Eltern. Er zahlt 50€ an und will den Rest in 5 MOnatsraten zahlen. Den Tv nimmt er sofort mit.
Stelle alle Rechtsgeschäfte im Abstraktionsprinzip dar! Kläre on die Rechtsgeschöfte rechtswirksam sind und kläre die Besitz und Eigentumsverhältnisse.

Ich habe in dieser Aufgabe geschrieben, dass es sich um ein Ratengeschäft handelt,welches beschränkt geschäftsfähig nicht eingehen können. Deshalb ist das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft ungültig. Nur die Übergabe des Tv ist nach 107 BGB gültig. Das sachenrechtl. Erfüllungsgeschäft zur Übergabe des Geldes ist gültig, da er die 50€ von seinen Taschengeld zahlt.

Doch meine Lehrerin wollte hören, dass das gesamte Geschäft schwebend ungültig ist, da die Eltern doch nicht zugestimmt oder abgelehnt haben. Doch wie geht das? Ich dachte Ratengeschäfte beschränkt geschäftsfähiger sind allgemein ungültig ....#

Bitte klärt mich auf!

Danke für eure Hilfe!
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 18:50:33    Titel:

Schon das BGB würde dich aufklären, wenn du dich bequemtest in die §§ 107 mal zu schauen. Deine Lehrerin hat Recht.
icemanII
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18 März 2008 - 19:33:35    Titel:

also liegt mein trugschluss darin, dass ich davon ausgegangen bin ratengeschäfte gehen generell nicht für beschr. geschäftsfähige? aber warum ist es dann richtig, wenn ich 2aufgaben vorher schreibe ein 17 jähriger darf sein mofa nicht in 12 monatsraten zahlen?
icemanII
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 15:56:22    Titel:

sagt mir doch bitte wo mein denkfehler liegt ...!
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 16:14:02    Titel:

EIn Mofa zieht weitere Kosten mit sich. Das ist etwas anderes als ein TV.
Parallelwertung
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 16:48:02    Titel:

Ja bloß spielen wirtschaftliche Kriterien bei der Beurteilung von "lediglich rechtlich vorteilhaft" nach h.M. keine Rolle. Von daher ist der Minderjährige Eigentümer des Mofas geworden.
KaeptnKaffee
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Anmeldungsdatum: 27.02.2008
Beiträge: 53
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 17:25:51    Titel:

Unabhängig davon ist der Vertrag aber auch erst dann wirksam, wenn der Minderjährige die letzte Rate gezahlt und damit aus eigenen Mitteln bewirkt hat.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 17:45:51    Titel:

icemanII hat folgendes geschrieben:
also liegt mein trugschluss darin, dass ich davon ausgegangen bin ratengeschäfte gehen generell nicht für beschr. geschäftsfähige?


Korrekt. Das Geschäft ist lediglich schwebend unwirksam und hängt von der Genehmigung der Erziehungsberechtigten ab.
Parallelwertung
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 17:47:14    Titel:

Ja, aber die Übereignung des Mofas ist doch davon völlig unabhängig. Oder verstehe ich das Problem des Threaderstellers nicht?
icemanII
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19 März 2008 - 21:48:18    Titel:

also ich fasse nochmal zusammen: ratengeschäfte sind also auch für beschränkt geschäftsfähige möglich, sofern die eltern zustimmen ... da der 110 hier nicht greift!

bleibt das problem mit dem mofa ... ich meine es ging dort ja von der aufgabenstellung her auch nur darum, ob das rechtsgeschäft des kaufes eines mofas wirksam sei ... da müsste man doch normalerweise auch auf schwebend unwirksam plädieren , oder nicht?
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