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Meiose: Sinn der 2. Reifeteilung
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_aeternitas_
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Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 01:26:31    Titel: Meiose: Sinn der 2. Reifeteilung

Hallo,

ich hab eine Frage zur Meiose, die ich für meine Klausur nächste Woche unbedingt gelöst haben muss.

Warum braucht man eigentlich bei der Meiose die 2. Reifeteilung? Es handelt sich ja nach der ersten bereits um haploide Zellen und somit müsste die Fortpflanzung auch mit Spermien bzw. einer Eizelle mit Zwei-Chromatid-Chromosomen funktionieren, oder? Weil die Trennung der Zwei-Chromatid-Chromosomen auf Ein-Chromatid-Chromosomen wird nach der Befruchtung doch so oder so wieder rückgängig gemacht, also waum lässt man sie dann nicht ganz?!

Vielen Dank schonmal jetzt Smile
SaKiBu
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Anmeldungsdatum: 05.07.2006
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 01:35:35    Titel:

Nach der ersten Reifeteilung sind zwar die homologen Chromosomen geteilt, aber jedes dieser Chromosom existiert in der Zelle. Die zweite Phase läuft quasie wie eine Mitose ab, nur mit dem Unterschied dass der Chromosomensatz haploid ist.
Vielleicht hilft dir das Bild hier weiter:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/d/d3/Meiose.png
_aeternitas_
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Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 01:49:33    Titel:

Aber warum ist diese "Mitose" da nötig? Wenn man die 2. Reifeteilung einfach nicht machen würde und die nach der Befruchtung folgende DNA Synthese weglassen würde hätte man doch eigentlich das gleiche Ergebniss, sodass mit der 2. Reifeteilung eigentlich nur ein Umweg gegangen wird, oder?
SaKiBu
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Anmeldungsdatum: 05.07.2006
Beiträge: 275

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 01:55:37    Titel:

Was für ne DNA-Synthese?
_aeternitas_
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Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 12:36:28    Titel:

Also nach meinem Buch gibt es nach der Befruchtung ne DNA Synthese, ungefähr so wie in der Interphase der Mitose. Sonst hätten wir ja beim entstehenden Menschen nur Ein-Chromatid-Chromosomen.

Und da genau frag ich mich halt, warum hier das was bei der 2. Reifeteilung wieder rückgängig gemacht wird. Könnt man nicht einfach die Zwei-Chromatid-Chromosomen lassen und gut ist?
Rettungsassi
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Anmeldungsdatum: 12.02.2006
Beiträge: 1896

BeitragVerfasst am: 28 März 2008 - 13:01:01    Titel:

Hätten die Spermien Zwei-Chr.-Chr. wäre der Kern größer, und das kleine Ding, das sowieso schon riesige Leistungen vollbringt müsste sich noch mehr anstrengen.
Bei den Lebewesen haben wir nach der Meiose etwas das transportiert werden muss, und das sollte halt so klein wie möglich sein.

Kann aber auch sein, dass es einfach einen evolutionären Grund hat, und sich nie eine andere Methode entwickelt hat, da die bestehende keine ernsten Nachteile zeigt.
Sani:-)
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Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 14:41:52    Titel:

also ich würd sagen, mit 2reifeteilungen hat man einfach aus einer stammzelle 4 spermien gewonnen un man will ja möglicsht viele spermien auf den weg schicken, damit die chance der befruchtung höher is...
Cellula
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Anmeldungsdatum: 09.05.2007
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 16:06:27    Titel:

Zitat:
Also nach meinem Buch gibt es nach der Befruchtung ne DNA Synthese, ungefähr so wie in der Interphase der Mitose. Sonst hätten wir ja beim entstehenden Menschen nur Ein-Chromatid-Chromosomen.

Und da genau frag ich mich halt, warum hier das was bei der 2. Reifeteilung wieder rückgängig gemacht wird. Könnt man nicht einfach die Zwei-Chromatid-Chromosomen lassen und gut ist?



Das würde keinen Sinn ergeben, weil, wenn ein Spermatozoe einen habloiden
2-Chromatid-Chromosomensatz mit sich führen würde, besäße die unbefruchtete Eizelle nur einen habloiden 1-Chromatid-Chromosomensatz. Bei der DNS-Synthese, die nach der Plasmogamie stattfindet, müsste dann nur der mütterliche Chromosomensatz für die nächste Mitose verdoppelt werden. Das ist zu umständlich, weil die Enzyme der DNS-Replikation nicht zielgenau auf das mütterliche Chromosom wirken.



Mfg

Cellula
physikgrundkurs
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Anmeldungsdatum: 05.12.2008
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 14 Jan 2009 - 20:44:01    Titel:

Zitat:
Das ist zu umständlich, weil die Enzyme der DNS-Replikation nicht zielgenau auf das mütterliche Chromosom wirken.


Warum? Man könnte doch auch bei der Eizelle die zweite Reifeteilung weglassen, schließlich wurde ja auch schon ein haploider Chromosomensatz erzeugt durch die Abspaltung eines Polkörperchen...

PS: Mich würde die Lösung auch interessieren...

2 Vorschläge gibt es ja:

Zitat:
also ich würd sagen, mit 2reifeteilungen hat man einfach aus einer stammzelle 4 spermien gewonnen un man will ja möglicsht viele spermien auf den weg schicken, damit die chance der befruchtung höher is...


und

Zitat:
Hätten die Spermien Zwei-Chr.-Chr. wäre der Kern größer, und das kleine Ding, das sowieso schon riesige Leistungen vollbringt müsste sich noch mehr anstrengen.


Was stimmt? Oder gibt es noch einen anderen Grund?
AbZurSee
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 1249

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2009 - 09:48:51    Titel:

Ich würde dann mal so ganz spontan in den Raum werfen, dass sich das evolutionär einfach durchgesetzt hat.

Würde ich z.B. immer son 2 Chromatid-Chromosom pro Keimzelle haben und würde sich 2 Keimzellen finden, wäre die Chance, Krankheiten oder "Kaputte" Gene zu vererben wesentlich höher. Außerdem wäre dann die Vielfalt eingeschränkt:

Während des Vorgangs der Meiose passiert noch ein Crossing-Over. Dadurch wird die Möglichkeit, am Ende ein völlig individuelles Wesen zu haben, erhöht.

( http://de.wikipedia.org/wiki/Keimzelle#Rekombination_der_Gene )

Vll. währe es für eine Zygote auch gar nicht mehr möglich, sich zu teilen, wenn da auf einmal 2-Chromatid-Chromosomen wären. Also ist eigentlich die Zygote der Ansatzpunkt. Man müsste wissen, was genau hier so alles passiert um diese Frage klären zu können ... oder?

Außerdem geht es damit weiter, dass der Mensch ja im Mutterleib seine Evolution einmal durchläuft (Ist bei allen Säugern so). Und da bin ich jetzt gerade dabei mich zu Fragen, ob das nicht auch so begründbar wäre (Ein-Chromatid-Chromosomen waren zu Urzeiten üblich, dass hat sich erst entwickelt usw. ... wäre dann aber wieder Evolution)

Edit:

Mir fällt gerade noch ein: Zellen, die sich nicht teilen, haben ja nur nen Ein-Chromatid-Chromosom und ne Aufgabe. Die Aufgabe der Keimzellen ist es, nen "Partner" zu finden und sich mit dem zu einer Zygote zu vereinen. Vll. liegt es dann auch daran, dass es sich dabei nur um ein-Chromatid-Chromosomen handelt.
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