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257 stgb verlust des vortatvorteils
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> 257 stgb verlust des vortatvorteils
 
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polimi
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Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 22:18:45    Titel:

bzgl. Hehlerei § 259 I:

Der Ankauf wird sicherlich als Hehlerei strafbar sein, allerdings denke ich nicht, dass der Weiterverkauf dann auch als Hehlerei bestraft wird, denn dies ist ein Fall der Kettenhehlerei. Die Sache muss ja ein ANDERER durch eine rechtswidrige Tat erlangt haben (Vortat).
Die Vortat ist aber hier die Hehlerei durch Ankauf.

Soweit ich weiß, stellt also in solchen Fällen nur der Ankauf eine Hehlerei dar.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 22:29:17    Titel:

polimi hat folgendes geschrieben:
bzgl. Hehlerei § 259 I:

Der Ankauf wird sicherlich als Hehlerei strafbar sein, allerdings denke ich nicht, dass der Weiterverkauf dann auch als Hehlerei bestraft wird, denn dies ist ein Fall der Kettenhehlerei. Die Sache muss ja ein ANDERER durch eine rechtswidrige Tat erlangt haben (Vortat).
Die Vortat ist aber hier die Hehlerei durch Ankauf.

Soweit ich weiß, stellt also in solchen Fällen nur der Ankauf eine Hehlerei dar.


Achso! Das ist interessant. Durch ein wenig Googlen scheint mir das Ganze allerdings etwas umstritten zu sein. Denn: Warum sollte die Vortat nicht immernoch der Diebstahl sein? Der Hehler hat die Sache zwar selbst durch eine rechtswidrige Tat erlangt und würde, wenn die Vortat die eigene Hehlerei wäre, nicht mehr nach § 259 strafbar sein.
Wenn man aber als Vortat immernoch den Diebstahl ansieht, wäre der Täter immernoch "ein anderer" und die Hehlerei könnte nochmal begangen werden.
polimi
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Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 22:35:47    Titel:

das ist richtig, aber ich glaube, man muss die hehlerei als vortat ansehen, also die vortat, die der möglichen hehlerei direkt vorgeht. bin mir allerdings auch nicht sicher.
jedoch wurde aus diesem grund ja extra der § 259 geändert bzgl. absatzhilfe
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 22:38:12    Titel:

Zitat:
Der Ankauf wird sicherlich als Hehlerei strafbar sein, allerdings denke ich nicht, dass der Weiterverkauf dann auch als Hehlerei bestraft wird, denn dies ist ein Fall der Kettenhehlerei. Die Sache muss ja ein ANDERER durch eine rechtswidrige Tat erlangt haben (Vortat).
Die Vortat ist aber hier die Hehlerei durch Ankauf.


??? aber wenn das hehlereiobjekt aus einer Straftat stammt IST es doch taugliches Hehlereiobjekt? es kann doch nur daran scheitern das derselbe Unrechtsgehalt bzgl desselben Objekts schonmal verwirklicht wurde also mitbestrafte Nachtat? oder wie oder wat?

Zitat:

Warum sollte die Vortat nicht immernoch der Diebstahl sein?


Jetzt mal keine Abfälschungen bitte. ich meinte schon Hehlerei also Vortat.

Zitat:
Die Sache muss ja ein ANDERER durch eine rechtswidrige Tat erlangt haben (Vortat).


achsooo. ja stimmt dann wär schon tatbestandlich beim Weiterverkauf kein 259 gegeben wenn der Ankauf schon hehlerei war.

aber wegen absatzhilfe wär der Weiterverkaufende Hehler ja dann auch nicht strafbar die betrifft ja auch einen anderen!?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 22:44:49    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Warum sollte die Vortat nicht immernoch der Diebstahl sein?


Jetzt mal keine Abfälschungen bitte. ich meinte schon Hehlerei also Vortat.


Warum Abfälschungen? Confused Das war meine Meinung, bis ich eines Besseren belehrt wurde. Woher soll ich denn wissen, dass du die Hehlerei als Vortat meintest.
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 23:21:42    Titel:

das ist eigentlich ein Begriff aus dem Sport. Aber das ich Hehlerei aus Vortat bzgl Nachtat meinte steht doch oben..hier:

Zitat:
insbesondere wie es ist wenn Hehlerei durch Ankauf begangen wird und die sache dann weiterverkauft wird.



und bibliothek ist mir zu weit Rolling Eyes Wink
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2008 - 07:30:18    Titel:

Wenn die Hehlerei durch Ankauf begangen und die Sache weiterverkauft wird, ist aber vorher trotzdem schon ein Diebstahl - oder eine andere Tat - begangen worden (von einem Dritten), denn ohne diese Vortat hätte es auch die erste Hehlerei nicht gegeben. Diese Vortat meinte ich. Was du meinst, ging aus deinem Beitrag nicht hervor. Es ging daraus nur hervor, dass zwei Hehlereien begangen wurden.
Bei Hehlerei als Vortat kann es nicht sein, dass der Hehler die Tat nochmal begeht ("ein anderer").

Bibliothek zu weit? Ich hoffe, das ist jetzt ein Scherz... Ich fahre, wenn ich nicht in Berlin bin, für meine HA jeweils eine Stunde zur Bib...
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2008 - 12:34:01    Titel:

gut der Hehler kann also die Tat bzgl derselben Sache nicht zweimal begehen. wollt ich doch nur wissen da war ich mir eben nicht so sicher.begünstigung 257 müsste ja bei weiterverkauf zu eigenem vorteil auch herausfallen. oder / und wegen beteiligung an der Vortat. Aber Vortat bezieht sich wohl auf die Straftat aus der die Sache stammt 242 oder 246 nicht auf die hehlerei.

eine stunde fahren geht ja noch, aber trotzdem..ich habe das immer nur in kauf genommen wenn es unumgänglich war und dann auch nur Literaturauswahl getroffen, kopiert und wieder raus. ich finde, in der öffentlichen Atmosphäre kann man sich nicht so gut vertiefen. Aber ist ja bei jedem anders.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2008 - 13:01:05    Titel:

Nein, die Vortat der 2. Hehlerei ist hier ja gerade wohl die 1. Hehlerei. Denn nur deshalb kann die 2. Hehlerei ja nicht mehr begangen werden (weil Hehler Vortäter der ersten Hehlerei ist, also kein "anderer").

Wenn du den Diebstahl als Vortat ansiehst, dann könnte die 2. Hehlerei eben doch begangen werden, weil den ursprünglichen Diebstahl logischerweise ein anderer begangen haben muss (sonst hätte die 1. Hehlerei schon gar nicht vom Hehler begangen werden können).

Mir ist nur immernoch nicht klar, warum nicht bei der 2. Hehlerei auch der ursprüngliche Diebstahl (oder was auch immer), der VOR der 1. Hehlerei stattgefunden hat, nicht als Vortat angesehen wird. Dann könnte der Hehler nämlich, wie gesagt, zwei Hehlereien begehen Crying or Very sad . Gerechter wär's auf jeden Fall. Hat ja zweimal Mist gebaut - undwzar durch verschiedene Handlungen.
Al Bieno
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Anmeldungsdatum: 26.09.2007
Beiträge: 132
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2008 - 14:33:00    Titel:

Regelbeispiele, so hat man uns das zumindest beigebracht, werden immer erst nach der Schuld unter dem Punkt "Strafzumessung" geprüft, da es sich bei den Regelbeispielen nunmal um Strafzumessungsregelungen handelt.

Hinsichtlich des "Bestimmens" iSv § 26, wenn man ankündigt, dass die Sache aus einer gegen fremdes Vermögen gerichteten, rechtswidrigen Tat stammt: Bestimmen ist das Hervorrufen des Tatentschlusses. Durch die Ankündigung, dass die Sache nicht ganz "sauber" sei, müsste also der Tatentschluss beim Täter, sich die Sache zu verschaffen, hervorgerufen worden sein. Und im subjektiven Tatbestand ist dann eben noch zu prüfen, ob doppelter Anstiftervorsatz vorliegt.
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