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Warum sind im Jurastudium viele so schlecht?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Warum sind im Jurastudium viele so schlecht?
 
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blabla321
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Anmeldungsdatum: 08.11.2007
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 11:34:11    Titel: Warum sind im Jurastudium viele so schlecht?

Hallo,

anfangs dachte ich es läge daran, dass viele Jura nur machen, weil ihnen sonst nichts besseres einfällt.
Doch, je mehr ich übers Jurastudium gelesen habe(ist allerdings schon ein paar Jährchen her), desto mehr gewann ich den Eindruck, dass sich die meisten richtig reinknien und sehr viel lernen.
Woran liegt es dann, dass so viele trotzdem nicht über 6 Pkt. im Examen kommen? Liegt es vielleicht an mangelnder, bzw. "nur" durchschnittlicher Intelligenz?
Heißt das im Umkehrschluss, dass man nur mit überdurchschnittlicher Intelligenz(=besseres logisches Denkvermögen) ein Prädikat erreichen kann? Kann man sogar soweit gehen zu sagen, dass man mit Spaß an der Sache, intensivem Lernen und überdurchschnittlicher Intelligenz fast sicher ein Prädikatsexamen ablegt?
Ist der Schlüssel zum Erfolg also einzig und allein die Intelligenz? Kann ein durchschnittlicher intelligenter Mensch mit dem nötigen Lernaufwand ein Prädikat schaffen? Kann es aber genausogut sein, dass ein überdurschnittlich Intelligenter es trotz intensiven Lernens nicht schafft?
Ich gebe zu, dass das eine gewagte These ist, aber was meint ihr denn dazu? Woran liegt es eurer Meinung nach, dass nur so wenige ein(bzw. zwei) Prädikat(e) schaffen?

Ich hoffe auf Antworten und danke im Voraus.


Zuletzt bearbeitet von blabla321 am 05 Apr 2008 - 11:39:27, insgesamt einmal bearbeitet
Sharillon
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Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 11:39:20    Titel:

Ich weiß nicht, ob du noch zur Schule gehst oder nicht.

Nur sollte man den Notendurchschnitt an einer normalen Schule nicht mit der eines Jurastudiums vergleichen.


Ich hab Spaß an Jura und lerne recht viel und dennoch liegt mein Durchschnitt bei ca. 6-7 Punkten.

Nur wie geschrieben. Nicht das System der Schule mit dem des Studiums vergleichen. Da wird man nur depri Wink
Parallelwertung
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 11:46:18    Titel: Re: Warum sind im Jurastudium viele so schlecht?

blabla321 hat folgendes geschrieben:
Liegt es vielleicht an mangelnder, bzw. "nur" durchschnittlicher Intelligenz?

Rolling Eyes

Es liegt daran, dass bei den Juristen die Note "befriedigend" noch in ihrem Wortsinn gebraucht wird.

Selbstverständlich machen Intelligenz, Freude am Fach und Lernaufwand viel aus, nur letztliche spielen Glück, Tagesform und Korrektor eine fast genauso große Rolle.


Zuletzt bearbeitet von Parallelwertung am 05 Apr 2008 - 11:47:19, insgesamt einmal bearbeitet
blabla321
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Anmeldungsdatum: 08.11.2007
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 11:47:00    Titel:

@Sharillon:
Mir ist klar, dass man die Notengebung nicht mit der in der Schule vergleichen kann(ich gehe übrigens nicht mehr zur Schule). Ich weiß, dass es in Jura schwerer ist gute Noten einzufahren, aber woran liegt es, dass es trotzdem ein paar Leute schaffen und ganz viele eben nicht?
Du schreibst du lernst viel und liegst trotzdem "nur" so bei 6-7 Pkt.(ich will deine Leistung keinesfalls schmälern, ich weiß, dass man mit 7 Pkt schon zu den guten gehört). Woran liegt es, deiner Meinung nach, dass der Kommilitone 3 Reihen weiter 10 Pkt. schreibt?
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 12:06:48    Titel:

Man kann es intelligenz nennen, aber ich finde begabung ist das passendere wort und die gehört wie bei allen fächern einfach dazu um bei den besten zu sein, da ist jura keine ausnahme. Jura kann man an dieser stelle sehr gut mit Mathematik vergleichen. Wenn du einfach keien begabung für zahlen, formeln etc hast, kannst du lernen so viel du willst, du wirst nie zu den besten gehören. Dasselbe beispiel gilt auch für Musik oder ein Instrument.

Deswegen finde ich deine These mit der Intelligenz / Begabung auch nicht sonderlich gewagt, denn im grunde spiegelt sie ja nur die gegebenheiten des lebens wieder: Jemand der begabt ist, viel lernt und das thema interessiert hat wird es deutlich leichter haben ein prädikatsexamen zu schreiben als jemand der zwar viel lernt, dem es auch spaß macht aber einfach keine begabung dafür mitbringt.

Dazu kommt natürlich auch das subjektive gefühl durch die noten bei jura. Wer z.B. bei BWL gut ist hat ne 2 oder ne 1. Wer bei jura wirklich gut ist hat >10 von 18.


Zuletzt bearbeitet von Gregsen am 05 Apr 2008 - 12:13:01, insgesamt einmal bearbeitet
blabla321
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Anmeldungsdatum: 08.11.2007
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 12:11:48    Titel: Re: Warum sind im Jurastudium viele so schlecht?

Parallelwertung hat folgendes geschrieben:
blabla321 hat folgendes geschrieben:
Liegt es vielleicht an mangelnder, bzw. "nur" durchschnittlicher Intelligenz?

Rolling Eyes

Es liegt daran, dass bei den Juristen die Note "befriedigend" noch in ihrem Wortsinn gebraucht wird.

Selbstverständlich machen Intelligenz, Freude am Fach und Lernaufwand viel aus, nur letztliche spielen Glück, Tagesform und Korrektor eine fast genauso große Rolle.

Da gibts nichts mit den Augen zu rollen Wink
Ich schrieb doch, dass das eine gewagte These ist und aus meinen vielen Fragen lässt sich doch erkennen, dass ich selbst nicht richtig davon überzeugt bin.
Dank deinem Post weiß ich ja jetzt, dass noch andere, nicht beeinflussbare Faktoren eine Rolle spielen.
Aber dann kann man das Netz auch weiterspinnen. These: Ein überdurchschnittlich intelligenter Mensch, der den nötigen Lernaufwand aufbringt, Glück und einen guten Korrektor hat und am Tag seines Examens supergut drauf ist, legt ein Prädikatsexamen ab Wink
Wenn einer dieser Faktoren nicht zutrifft nützen einem die anderen also auch nichts.
Fazit: In Jura spielen so viele, nicht beeinflussbare Faktoren eine Rolle, dass man vor dem Tage des Examens keine Aussage über den Erfolg in eben diesem machen kann, selbst dann nicht, wenn der Kandidat vorher immer 10Pkt. hatte.
Was haltet ihr von dieser These?
KingUltra
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 12:14:28    Titel:

Dass viele Jurastudenten nur sehr niedrige Punktzahlen erreichen, hängt denke ich mal von verschiedenen Faktoren ab:

- Rechtswissenschaften ist ein Massenstudiengang: Jeder Hinz und Kunz, der dies studieren will, braucht nur die allgemeine Hochschulreife als formale Zugangsqualifikation, da der NC meist sehr niedrig oder garnicht vorhanden ist (außer. man will vielleicht nach Heidelberg oder so). Bei vielen anderen Studiengängen wie zB Psychologie wird schon im Vorfeld über die Abinote stark selektiert, sodass nur sehr gute Abiturienten zugelassen werden. Natürlich sagt die Abinote nicht zwangsläufig etwas über die Studierfähigkeit aus (hab selber nur Abi mit 3,1 gemacht und kenne Leute, die ein 1er-Abitur haben, aber dumm wie brot sind), aber im Durchschnitt haben Leute, die schon gute Noten in der Schule geschrieben haben, weniger Probleme, dies auch während ihres Studiums zu schaffen.

- Jura wird- der Horrormeldungen vom Arbeitsmarkt zum trotz- immer noch als Karrierestudiengang angesehen. Ich kenne viele, die es nicht aus Interesse studieren, sondern aufgrund der Karrieremöglichkeiten, die sie erwarten. Jeder, der studiert, wird mir bestätigen können, dass einem das
Lernen wesentlich leichter fällt, wenn einen das Fach interessiert. Man vergleiche zum Beispiel die Rechtswissenschaften mit der Biologie, wo sehr gute Diplomsnoten an der Tagesordnung sind. Dass dort die Noten so sind wie sie sind, liegt nicht (nur) daran, dass einem dort die Noten geschenkt werden, sondern auch daran, dass viele angehenden Biologen Biologie aus Interesse am Fach studieren (ich behaupte jetzt einfach mal, dass karrieretechnische Erwägungen bei der Aufnahme eines solchen Studienganges in der Regel keine oder wenn, dass nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen) .

- Das Staatsexamen scheint wirklich saumäßig schwer zu sein. Ein Kumpel
von mir ist gerade in der Vorbereitungsphase und ist schier am Verzweifeln ob der riesigen Menge an Stoff, die er noch zu bewältigen hat. Darum denke ich, dass jeder, der durch die Schule des Staatsexamens gegangen ist, mächtig stolz auf sich sein kann, egal ob er mit einem "ausreichend" oder mit einem "Vollbefriedigend" abgeschlossen hat
blabla321
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Anmeldungsdatum: 08.11.2007
Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 12:34:29    Titel:

@Gregsen:
Ist deiner Meinung nach für Jura eine spezifische Begabung in bestimmten Bereichen notwendig oder "reicht" allgemeine Intelligenz?

@KingUltra:
Die Schwere des Examens ist eine festgesetzte Größe(lässt man mal Glück, Korrektor und Tagesform raus, weil man das eh nicht beeinflussen kann). Nur die Fähigkeit, bzw. Möglichkeit damit umzugehen ist von Mensch zu Mensch variabel.
Und ich frage mich eben, was diese Fähigkeit ausmacht.
Deine anderen beiden Argumente sind durchaus nachvollziehbar.
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 12:52:52    Titel:

ich denke allgemeine intelligenz gibt es so nicht, intelligenz zeigt sich meistens im zusammenhang mit der Begabung. Ein genialer physiker den man vom IQ her sehr hoch einstufen würde, muss kein genialer Jurist sein und umgekehrt. Intelligenz ist meiner meinung nach die begabung kombiniert mit der richtigen wahl wohin diese begabung investiert wird.
sofabri
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Anmeldungsdatum: 16.09.2006
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2008 - 13:25:08    Titel:

ich finde, in jura braucht man die fähigkeit zusammenhänge zu erfassen. gerade das ist zu beginn des studiums und in den ersten semestern sehr schwierig. man versucht einen riesigen berg von stoff zu bewältigen, der sehr detailiertes lernen mit sihc bringt. erst später kann man sich vom detailierten lösen und mit weitsicht an die sache rangehen. in jura ist oft das problem, dass man vor lauter bäumen den wald nicht mehr sieht. hast du diese hürde mal bewältigt, ist jura m.m.n. nicht mehr wirklich schwierig.
auch kommt hinzu, was oben bereits angesprochen wurde, dass das examen sehr umfangreich ist (zumindest in bw und bayern), im vergleihc zu anderen studienfächern. auch im vergleich zu anderen abschlüssen ist es daher schwieriger, dass sozusagen alles auf einmal geprüft wird.
zusätzlich muss der student im examen eigentlich alles können, was in 8 semestern auf dem studienplan steht. das ist in anderen fächern nicht immer so.
mit intelligenz hat das weniger was zu tun, fleiß gehört aber auf jedenfall dazu.
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